Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1370 V 23
Signature: 1370 V 23
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23. Mai 1370, St. Pölten
Kathrei die Häuslerin, Albers von Streitwesen Eheweib, stiftet nach St. Pölten 10 ß 15 Pf. Wr. Münze, wovon der grösste Teil für einenJahrtag bestimmt ist.Source Regest:
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 82
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 82
C, 343, nr. 559;
Ich Katrei herrn Alberena von Streibtwesen hauswrouenb und herrn Fridreichs des Häwsler selig töchter vergich und tün chunt offenlich mit dem brief allen den di in sehent hörnt oder lesent, di nu lebent und hernach chunftig sind, daz ich nach rat gunst und gueten willen des vorgenanten meins wirts und auch meins prueder Gorgen des Häwsler und andern meiner nachsten erben und pesten vrewnt, z'der zeit da ich es mit recht wol getuen macht, besunderlich von geschafts wegen meiner mueter vrawn Margretten des egenanten meins vater witiben und herrn Otakchers von Rorr meins erern wirts, recht und redlich gegeben hann und gib auch mit dem brief furbas ledichlich und vreilich ze haben den erwirdigen geistlichen herrn meinen lieben gepruedern in got herrn Johannsen probst dacz Sand Polten und der gemain des convents daselbs, irm gotshaus und allen irn nachkomen zehen schilling und funfzehen wienner phenning gelts, di mein rechts ledigs und vreis aigen sind, gelegen ze Pölndorf bei Mankch auf behaustem gütt gestifter holden: auf der Pawrin lehen der Stetten siben schilling gelts, daselbs auf Chunrats zwain hofstetten drei schilling und funfzehen phenning gelts alles wienner phenning, der gevallen sullen ain phunt zu ainem jartag, den man||
unsern und unser vordern und nachkomen seln ze hilf und ze troste jerleich begen sol des nachsten sampztags nach dem auffertag in irm goczhaus mit ainer gesungen selmesse und auch mit vier gesprochen messen und mit der grossen vigily; und sol man jerlich raichen und geben von der gesungen selmesse funfzehen phenning und von ieglicher gesprochen messe zehen phenning den priestern, di die verbesent, und das uebrig gelt des phundes sol gevallen den herren für ir mue und auf ir oblai. Darnach so sullen der vorgenanten gült gevallen drei und vierzig phenning fur zwai phunt wachs das an demselben jartag verprinnen sol; auch sullen derselben gulte gevallen in der vorgenanten herrn zeche jerlich zwen und drezzichc phenning, darumb wir tailhaftig werden süllen aller der guetetd di von der obgenanten zeche und von irm gotshaus geschehent. Wer aber daz sew den obgenanten jartag jerlich nicht begiengen in der mazze als vorgeschriben stet, so sullen mein nachst vrewnt und erben vollen gewalt und recht haben, sich der obgenanten gült und gütter ze underwinden und di innehaben so lange das all saumung di geschach genzlich . . . . e und widerpracht wurd, danne so sullen si sew der egenanten gült und gueter erst wider gewaltig machen und an di gewer seczen; und sol ich obgenante Kathrei und herr Alber von Streitbesen mein wirt und Gorg der Häwsler mein prueder der obgenanten gült und gueter zu unsern lebtagen recht vogt sein und di schirmen, doch also das sein di gueter und daz gotshaus dacz Sannd Pölten unschadhaft beleiben; und nachf unserm tod so sullen unser erben dhain recht an derselben vogtei haben noch gewinnen vil noch wenikch; auch bin ich und mein erben derselben gueter und gült irr recht geweren und scherm fürr all ansprach, als aigens und des landes recht ist in Osterreich. Des ze urchund gib ich in den brief versigltn mit meinem insigl,2 mit meins wierts insigl herrn Alberen von Streitvesen3 und mit meins prueder insigl Gorgen des Häwsler4 und mit meins öhaims insigl Niclas des Wildungsmawrer, di der sach zeugen sind mit irn insigln. Geben dacz Sannd Pölten, nach Christi gepurd dreuzehenhundert jar darnach in dein sibenzigistem jarr, an dein heiligen auffertag.
unsern und unser vordern und nachkomen seln ze hilf und ze troste jerleich begen sol des nachsten sampztags nach dem auffertag in irm goczhaus mit ainer gesungen selmesse und auch mit vier gesprochen messen und mit der grossen vigily; und sol man jerlich raichen und geben von der gesungen selmesse funfzehen phenning und von ieglicher gesprochen messe zehen phenning den priestern, di die verbesent, und das uebrig gelt des phundes sol gevallen den herren für ir mue und auf ir oblai. Darnach so sullen der vorgenanten gült gevallen drei und vierzig phenning fur zwai phunt wachs das an demselben jartag verprinnen sol; auch sullen derselben gulte gevallen in der vorgenanten herrn zeche jerlich zwen und drezzichc phenning, darumb wir tailhaftig werden süllen aller der guetetd di von der obgenanten zeche und von irm gotshaus geschehent. Wer aber daz sew den obgenanten jartag jerlich nicht begiengen in der mazze als vorgeschriben stet, so sullen mein nachst vrewnt und erben vollen gewalt und recht haben, sich der obgenanten gült und gütter ze underwinden und di innehaben so lange das all saumung di geschach genzlich . . . . e und widerpracht wurd, danne so sullen si sew der egenanten gült und gueter erst wider gewaltig machen und an di gewer seczen; und sol ich obgenante Kathrei und herr Alber von Streitbesen mein wirt und Gorg der Häwsler mein prueder der obgenanten gült und gueter zu unsern lebtagen recht vogt sein und di schirmen, doch also das sein di gueter und daz gotshaus dacz Sannd Pölten unschadhaft beleiben; und nachf unserm tod so sullen unser erben dhain recht an derselben vogtei haben noch gewinnen vil noch wenikch; auch bin ich und mein erben derselben gueter und gült irr recht geweren und scherm fürr all ansprach, als aigens und des landes recht ist in Osterreich. Des ze urchund gib ich in den brief versigltn mit meinem insigl,2 mit meins wierts insigl herrn Alberen von Streitvesen3 und mit meins prueder insigl Gorgen des Häwsler4 und mit meins öhaims insigl Niclas des Wildungsmawrer, di der sach zeugen sind mit irn insigln. Geben dacz Sannd Pölten, nach Christi gepurd dreuzehenhundert jar darnach in dein sibenzigistem jarr, an dein heiligen auffertag.
Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 82-84
Editions:
- Duellius, Exc. Gen. 210 nr. 149 (nach einem verloren gegangenen Original), mit Siegelbildern auf Taf. 191 nr. 223, 221, 219.
Notes:
11 Ueberschrift: Menkch. Vrawn Katrei brief der Streitbeserin umb ainem jartag: ir und irn vorvodern, der gestift ist mit XI ß (!) gelts, die gelegen sind bei Mänkch, dacz Polndorf, und daselbs auf behausten gütern gestifter holden.2 IV A 2 (das Allianzwappen, das erste, das in St. Pöltner Urkunden begegnet, vereinigt die Schilde der beiden folgenden Siegel): † S. Katrei . Streitweserin. 3 IV A 2: † S. Alberti (so) . de . Straitbeser (so!). 4 IV A 2: .... Havslarii. a so ist im Hinblick auf die beiden späteren Schreibungen trotz der von Duellius vermutlich falsch gelesenen Legende (S. 85 Anm. 2) der stark gekürzte Name zu lesen. b so!c so.d so, d. i. guettet. e hier oder vielleicht auch nach und fehlt ein Wort.f fehlt.
Places
- St. Pölten
St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1370 V 23, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StPCanReg/1370_V_23/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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