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Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1376 I 08
Signature: 1376 I 08
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8. Jänner 1376
Reinhart der Wiener bescheinigt, dass ihm das Stift den ganzen Zehent, den er von seinem Besitz in der Gerersdorfer Pfarre an die Gusterei zu leisten hatte, gegen jährliche Pauschalleistung überlassen habe.
Source Regest: 
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 169
 

cop.
C, 254 nr. 427.

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    Ich Reinhart der Wienner und all mein erben vergehen und tün kunt offenlich mit dem brif allen den die in sehent hörnt oder lesent, di nu lebent und hernach kunftig sind, das uns di erwirdigen geistlichen herrn herr Lewtold probst und der convent ze Sand Polten von sunderen gnaden und durch unser vleizziger pet willen lassen habent allen den zehent der auf ir gustreiambt gehört auf unserm hof ze Friesing und auf purkrecht ekcheren die in denselben hof gehorent und den zehent auf des Cholinger hof, daz alles gelegen ist in Geroltstorfer pharr, so beschaidnlich daz wir inn und allen iren nachkomen fur den egenanten zehent alle jar jerlich an sand Merten tag auf die obgenante ir gustrei ze purkrecht dien und raichen sullen unverzogenlich zwainzig meczen waicz, zwainzig mezen koren und dreizzig meczen habern mitern traid der gib und geb ist mit der rechten chornmazz auf dem markcht ze Sand Polten. Es wer danne das wir an dem egenanten zehent mit chuntschaft icht scheden nemen von pisizz oder schaur wegen, in welhem jar das geschech, so sullen si den egenanten dinst desselben getraides der uns auf dem zehent warden ist von uns nemen an geverde. Wer aber daz wir si des egenanten getraiddinsts nicht richteten noch werten jerlich vor dem nachsten snit nach dem obgenanten sand Merten tag oder das wir nicht teg darumbe von in hieten und gewunnen, so ist das unser gütlich will und gunst, das sich dan di vorgenanten herrn von Sand Polten des obgenanten zehents wider underwinden sullen auf ir gustrey und den innehaben nuczen und niessen, ze geleicher weise als si des vor gehabt habent; und sullen wir danne fürbas dez egenanten dinsts von inn genzleich ledig sein, also das wir fürbas von desselbem zehents wegen hinz in und hinz iren nachkomen noch hinz allen den die densselben zehent kunftiklich von in bestent und fürent dhain ansprach noch vodrung haben noch gewinnen sullen in dhainem weg vil noch wenig. Wer aber das wir in invel und irrung daran tetten oder das wir si des egenanten getraids zu dem obgenanten dinstag nicht richteten und werten in der mass so vorgeschriben stet, allen den schaden den si des nemen, den irr gewisser scheinpot bei seinen trewn an aide gesprechen mag, zu sampt dem haubtgütt sullen wir in genzleich widerkeren und sullen si das haben dacz uns und auf all dem gütt daz wir haben in dem lande ze Österreich, wir sein lembtig oder tode. Mit urkund des briefs besiglten mit meinem insigl; und der sach ist igezeug Jorg weilent der hochgeporen fürstinne herzoga Rudolfs selig in Osterreich etc. chuchenmaister mit seinem insigl2 durch unser vlizzigen pet willen. Geben an sand Erharts tage, nach Kristi gepurde dreuzehenhundert jar und darnach in dem sechs und sibenzigistem jare.
    Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 169-170
    Editions
    • Duellius bringt auf Taf. XVIII (192*) nr. 238 ein leider lückenhaftes Siegelbild.


    Notes
    1a nur scheinbar paradox; siehe die folgende Note.1 Ueberschrift (die noch an das Ende der Vorderseite des 126. Blattes zu stehen kommt): Geroltstorf. Das ist Reinleins brief von Friesing umb den zehent doselbms den er bestanden hat. Ad custodiam. Ein ausführliches Regest gibt D.2 IV A 1: .... Georii…. — Ob wol dieser Georg identisch sein magmit dem gleichnamigen Küchenmeister H. Albrecht 111. (1367, XL 19. Urkb. ob der Enns VIII, 350 nr. 358). Unter den betreffenden Würdenträgern H. Rudolfs IV. findet sich kein Georg, sondern nur Johann von Prunn, der Prunner 1359 (a. a. o. VII, 663 nr. 652 und 670 nr. 659), auch noch 1363 (ebenda VIII, 143 nr. 135), dann Albrecht Ottensteiner 1360 (F. R. A.2 XVIII, 311 nr. 272 und Wr. Regg. II, Lampel), endlich Heinrich der Prenner 1362 (Urkb. ob d. Enns VIII, 107 nr. 102 — St. Pölten I, 555 nr. 461), 1363 (St. Pölten I, 579 nr. 478; Urkb. ob d. Enns VIII, 144 nr. 135) und 1364, IX, 24 (F. R. A.2 XX, 412 nr 423) und X, 13 (Urkb. ob d. Enns VIII, 195 nr. 191). Dies und die Worte »wenent der hochgeporen fürstinne« würden Emendation nahe gelegt haben, deren Text jedoch kaum bestimmt werden könnte. Als Küchenmeister einer österreichischen Fürstin ist zwölf Jahre nach deren Tod: Hainreich weilent kuchenmaister der edeln und wolgeborn furstinne chuniginn Elsbeten von Rome, der Witwe Friedrichs des Schönen, belegt 1342 (F. R. A.2 XVIII, 236 nr. 209). Katharina freilich, die Witwe Rudolfs IV., lebte noch 1395, jedoch seit 19. März 1366 als Markgräfin von Brandenburg, Gattin Ottos von Wittelsbach, der zur Zeit, da unsere Urkunde geschrieben wurde, noch lebte († 1379); sie war also thatsächlich nicht Witwe, sondern nur, wie unsere Urkunde sagt: weilent .... furstinne d. h. Gattin herzog Rudolfs selig. Vgl. das unsre herzoginne, womit in nr. 734 ein noch lebender Herzog seine Gemalin meint.
     
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