Charter: Urkunden J 081
Signature: J 081
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06.01.1447
Ullrich (Ull) Weber aus Schonleitten [wohl Schönleiten, Gde. Petersdorf, Lkr. Aichach-Friedberg], Amtmann in Aindling (Ainlingen) [Lkr. Aichach-Friedberg], bekundet für sich, seine Ehefrau und seine zwei Erben, dass er einst durch Gabriel Glesein (Gabrihels Glesen), Pfarrer der Liebfrauenkirche zur Neuen Pfarrei (zur Newyen Pfarr) in Ingolstadt, sowie durch die Kirchpröpste, den Amtmann und Steuererheber (einbringer) bei der Zahlung der Gült in Bach (Pachh) [Gde. Todtenweis, Lkr. Aichach-Friedberg] und in Aindling, die in die Gerichte des Liebfrauenstifts gehören, in den vergangenen Jahren unberücksichtigt (unverechnet) geblieben ist. Weber bekundet, dass ihn nun sein Herr, Gabriel Glesein, nach Aichach (Archach) bestellt hat, um ihm für eine Berechnung (im ain rechnunge zue sein und ein benugen ze thuen) zur Verfügung zu stehen. Der Aussteller bekundet ferner, dass Glesein seinen Anwalt, Andreas Eysenlen, Bürger zu Aichach, und seinen Diener Hermann (Herman) den Zeidler (Zeidlar), Bürger zu Ingolstadt, zu dem Treffen entsandt hat und beide Seiten hinsichtlich der Berechnung übereingekommen sind. Demgemäß ist Ullrich Weber für die ausstehende Gült dem Liebfrauenstift 27 Pfund Pfennige, 7 lange Schillinge sowie 27 Pfennige schuldig. Desweiteren weist Ullrich Weber auf eine noch ausstehende Schuld (noch awsligender Gult und schulde) in Höhe von 7 Pfund [Pfennigen], 6 Schillingen und 9 1/2 Pfennigen hin und bittet um Ermäßigung, etwa durch Geldabzug an seinem Lohn und Sold. Weber bekundet, dass daraufhin ein fünfköpfiges Schiedsgericht aus Ulrich Eisenreich, Konrad Saniczeller [Sandizeller], beide aus Aichach, Benedikt Wieland aus Sankt Leonhard [wohl Sankt Leonhard im Forst, Gde. Wessobrunn, Lkr. Weilheim-Schongau], Johann (Hannsen) Biethener, Gerichtsschreiber zu Aichach, und Peter Riedermair, Bürger zu Aichach, geurteilt hat, dass dem Ullrich Weber für seine geleisteten Dienste und entstandenen Kosten (fur mein dienste und solde vorgemelt und zerunge wegen) an der erstgenannten Summe 14 Pfund, 4 Schillinge und 6 Pfennige abgezogen werden sollen, so dass auf ihm eine Restschuld von 13 Pfund Pfennigen verbleibt. Was an dieser Restschuld nicht getilgt werden kann, soll dem Ullrich Weber von seinen 14 Pfund Pfennigen abgezogen werden. Sollten aber die ausstehenden 7 Pfund Pfennige zur Gänze eingebracht werden, so soll Weber nur die 6 Pfund Pfennige schuldig sein. Die Schiedsleute haben ferner geurteilt, dass gegenüber Weber, seiner Ehefrau und seinen Erben keine etwaigen Forderungen an der [Erlass-] Summe von 14 Pfund Pfennigen, 4 Schillingen und 6 Pfennigen erhoben werden können. Seine Ehefrau und Erben sind auch von späteren Anprüchen und Forderungen ausgeschlossen. Ullrich Weber soll die vereinbarten 6 Pfund Pfennige unverzüglich an seinen Herrn bezahlen, nämlich 3 Pfund Pfennige zum kommenden Festtag des heiligen Martin [November 11] und die zweiten 3 Pfund Pfennige zum Festtag des heiligen Martin des nächsten Jahres 1448. Sollte die noch ausstehende Schuld über 7 Pfund nicht restlos gezahlt werden, so soll Ullrich Weber den Differenzbetrag zu den genannten Fristen je zur Hälfte bezahlen. Die entsprechenden Zahlungen sind dem Ullrich Weber zu quittieren. Zur Sicherheit der Gläubiger setzt Ullrich Weber als Pfand sein Haus in Schönleiten mit allem Zubehör, auch mit seinen 2 Äckern, die an der Straße nach Rain [Rain am Lech, Lkr. Donau-Ries] und den Äckern von Martin Hinderkircher liegen, ein und erklärt, dass die Gläubiger gegebenenfalls daran ein Pfändungsrecht haben sollen. Aussteller: Ullrich Weber, Amtmann in Aindling Empfänger: Gabriel Glesein, Pfarrer der Liebfrauenkirche Ingolstadt 1 an Pergamentpressel angehängtes rundes Wappensiegel (leicht berieben)
Sigillant: Konrad (Chunraten) Sandizeller (Saniczellers)
Material: Pergament
Dimensions: Höhe: 37,9-38,4 cm; Breite: 34,9-35,3 cm; Plica: 2,3-2,4 cm
- notes extra sigillum:
- Ull Weber zue Schonleiten ambtman ze Ainlingen Anno 1447 de dato in die festo Trium Regum


Original dating clause: Geben und beschehen an der hailigen dreyer kunig tage genant der Obrist tage nach krissti unsers lieben herrn gepurde als man zalt vierczehen hundert und im siben und vierczigistem iare et cetera
Persons
- Peter der Riedermair, Johann (Hanns) Haen, Bürger zu Aichach
- Type: Zeuge
München, Ludwig Maximilians-Universität, Universitätsarchiv, Urkunden J 081, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/DE-UAM/Urkunden/J_081/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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