Fond: Bürgerspital - Urkunden (1264-1843)
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Charter: 559
Date: 1438 III 01
Abstract: Konrad Waldner, wohnhaft vor dem Stubentor, verkauft mit Handen des Bürgerspitalmeisters Hermann Perman 13 1/2 Schilling Wiener Pfennig Burgrecht von seinem Haus, Garten und Stadel in der »Weidenstrass« vor dem Wiednertor, wovon jährlich 58 Pfennig zu Grundrecht an das Bürgerspital abzuliefern sind. Er verkauft das Burgrecht für 13 1/2 Pfund Wiener Pfennig an Burkhard den »Trenssen«, Kaplan der ewigen Messe, die Anna die »Synndramynn« am Allerheiligenaltar in St. Stephan gestiftet hat, als Rente für die Messe. Dafür sollen dreimal im Jahr 1/2 Pfund und 22 Pfennig an den Kaplan gezahlt werden, beginnend mit dem nächsten Georgstag (23.4.). Bei Dienstversitzung ist innerhalb von 14 Tagen vor der Bürgerschranne das Doppelte der Schuld (»zwispild«) einklagbar. Siegler: Bürgerspital (fehlt), Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber (fehlt)
Charter: 560
Date: 1438 III 18
Abstract: Hans »Frolich«, Amtmann des Bürgerspitals in Breitensee (»Praitensee«), beurkundet, daß vor sein Gericht der Wiener Bürger Erhard »Sibing« gekommen ist, um eine Schuld von 48 Pfund Wiener Pfennig einzuklagen, die der verstorbene Hans der »Osterhover« bei ihm hatte und fordert als Ersatz dessen Weingarten in Breitensee. Er bittet den Richter, Anna, die Witwe des Schuldners und nunmehr Frau Stephans des »Knewffleins«, vor Gericht zu laden. Da Anna dieser Aufforderung nicht nachkommt, bestellt der Richter vier Geschworene - Ulrich den »Praitschuch«, Jörg den »Umkcher«, Hans den »Tritenprem« und Martin den »Scheindel« - die den Weingarten schätzen sollen. Die Schätzung erfolgt auf sechs Pfund und es wird entschieden, daß der Weingarten in das Eigentum Erhards »Sibing« übergehen soll. Siegler: Bürgerspital.
Charter: 561
Date: 1438 V 26
Abstract: Herzog Albrecht V. bestätigt dem Spitalmeister des Bürgerspitals Hermann Perman zehn Urkunden des Bürgerspitals und empfiehlt seinen Untergebenen, die Privilegien zu wahren. Siegler: Albrecht V. .
Charter: 562
Date: 1438 X 04
Abstract: Linhart Egenberger« zu Nürnberg bestätigt für sich und seinen Bruder Hans »Egenberger« die Zession einer Schuld, die Götz »Gerhart von Babenbergk« gegen ihn und seinen Bruder hat, an Ritter Hans Zink (»den Zingken«) den Jüngeren. Die Schuld beträgt 28 ungarische Gulden oder 23 Pfund und 8o Wiener Pfennig. Der Aussteller verzichtet auf alle Ansprüche auf die zedierte Forderung. Siegler: Michael Stadel, Rat von Wien, Hans »Ravenspurger«, Bürger von »Ravenspurg«.
Charter: 563
Date: 1438 XI 23
Abstract: Hans »Dristl« aus Hütteldorf (»Üttldorf«), beurkundet, daß er Hans Haringseer, Rat der Stadt Wien und Bürgerspitalsmeister, sechs Pfund Wiener Pfennig »der alten swartzen münss« schuldet, die am nächsten Martinstag (11.11.) fällig werden. Für die Schuld und allen Schaden, der durch Zahlungsverzug entsteht, haftet der Aussteller mit seinem gesamten Besitz. Siegler: aufgedrückt; auf Papier, Michael Lienfelder, Rat der Stadt, Hans »Ravenspurger«, Bürger von »Ravenspurg«.
Charter: 564
Date: 1439 VII 18
Abstract: Bernhard Braun (»Prawn«) verkauft zwei Wiesen bei Laxenburg (»Lachsendorf«) mit je vier Tagwerken für 32 Pfund Wiener Pfennig an Thoman »Iudenmayr« und seine Frau Katharina. Der Aussteller garantiert für alle Ansprüche. Siegler: Bernhard Braun, Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber (fehlt).
Charter: 565
Date: 1439 X 16
Abstract: Thoman »Schober«, Kaplan des Katharinenaltars in St. Stephan, beurkundet, daß ihn Thoman der »Slechtl« von Grinzing und seine Frau Katharina gebeten haben, den Zins von vier Eimer Wein im Jahr, der auf ihrem Weingarten in Grinzing am »Reisenperg« liegt und dem Kaplan gehört, in eine Geldrente umzuwandeln wegen der Fehlernten vergangener Jahre. Es wird festgelegt, daß jährlich zu Michaeli neun Schilling Wiener Pfennig gezinst werden sollen. Der Betrag soll für immer dem jeweiligen Kaplan des Altars gehören. Siegler: Niklas Zink, Bürger, Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber.
Charter: 566
Date: 1439 XI 13
Abstract: Hans »Gulber«, seine Frau Margarethe, Michael »Strobmayr«, seine Frau Agnes, wohnhaft in Maria Enzersdorf (»Entschestorf«), Matthias »Freinstainer« und seine Frau Margarethe, wohnhaft in Mödling »(»Medling«), beurkunden, daß sie vom Bürgerspitalmeister Hans Haringseer drei Weingärten in Mödling zur Bebauung als Leibgeding für alle sechs bekommen haben. Die Aussteller sollen die Bebauung sowie Abgaben für Bergrecht, Vogtrecht und Zehent selber bezahlen, den Ertrag aus der Bebauung aber behalten. Zweimal in Jahr sind jeweils vier Pfund Wiener Pfennig an das Bürgerspital zu zinsen. Wird der Dienst versessen oder die Weingärten nicht ordnungsgemäß bebaut, fallen die Weingärten an das Bürgerspital zurück. Für den Schaden haften die Aussteller mit ihrem gesamten Besitz. Die Vereinbarung endet mit dem Tod des letzten der sechs Aussteller. Erfolgt der Tod aber zur Zeit von »snit oder vasten hawn«, so sollen die nächsten Erben der Person oder wer dazu bestimmt wird den Bau bis zur nächsten Lese weiterführen. Die Aussteller haben drei Jahre Zeit zu überlegen, ob sie die drei Weingärten als Leibgeding annehmen wollen oder nicht. Äußern sie innerhalb dieser Frist nicht, daß sie die Weingärten nicht wollen, gelten die Regelungen der vorliegenden Urkunde. Siegler: Martin der »Arbaitter«, Richter von Mödling, Wolfgang »Hegelhanner«, Bürger von Mödling.
Charter: 567
Date: 1439 XI 29
Abstract: Hans »Pölczl«, Amtmann des Bürgerspitals in Hernals (»Herrenalss«), beurkundet, daß vor sein Gericht Kaspar, Kellner des Bürgerspitals gekommen ist und mit Vorsprechen in Vertretung des Spitals »Adiatica die Dorffnerinn« geklagt hat wegen des seit mehr als zehn Jahren versessen Zinses von einem Weingarten im »mittern perg«. Der jährliche Zins beträgt drei Eimer Wein zu Bergrecht, drei Pfennig zu Vogtrecht und 11 Pfennig zu Grundrecht. Auch wird der Weingarten vernachlässigt und nicht bebaut. Die »Dorffnerinn« erscheint trotz Aufforderung des Gerichts nicht. Die vier Geschworenen, die den Weingarten besichtigen sollen - Wolfgang »Fuchsperger«, Wolfgang »Hopher«, Thoman »Rat« und Hans der »Swartz« - bestätigen, daß der Weingarten öd liegt. Der Weingarten wird vom Gericht »zu Reys gesagt« und dem Bürgerspital zurückgegeben. Siegler: Wolfgang der »Hengenawer«, Bürger von Wien, Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber.
Charter: 568
Date: 1440 III 01
Abstract: Lewbl Zimerman« aus Spannberg verkauft einen Acker zu zwei Joch in Spannberg, den er mit seinem Bruder von seinem Vater geerbt hat, an Wenzlab Neuhofer, Verweser des Pilgramhauses von Wien. Der Aussteller verzichtet auf alle Ansprüche und bestellt seinen Bruder Peter und Jörg »Schiegl« aus Spannberg als Bürgen. Peter »Zimerman« hat bereits vorher auf alle Ansprüche auf sein Erbe verzichtet. Siegler:aufgedrückt; auf Papier, Hans »Marchegker«, Bürger von Wien, Ulrich »Menlthover«, Bürger von Wien.
Charter: 569
Date: 1440 IV 13
Abstract: Der Wiener Bürger Hans Neuhauser verkauft an Stelle seiner minderjährigen Töchter Elisabeth und Katharina, die er mit seiner verstorbenen Frau Barbara, Tochter Ottos des »Sweibrer«, gehabt hat, mit Handen des Bürgermeisters Konrad Hölzel und des Rates der Stadt ein Haus in der Singerstraße, das ihm seine Frau hinterlassen hat. Er verkauft das Haus für 151 Pfund Wiener Pfennig an Dietrich Starchant und Hans »Mauttinger«, Verweser des Büßerinnenhauses von St. Hieronymus. Der Aussteller garantiert für alle Ansprüche. Siegler: Hans Neuhauser, Grundsiegel der Stadt, Friedrich »Ebener«, Bürger.
Charter: 570
Date: 1440 V 11
Abstract: Dietrich Starchant und Hans Mawttinger, Verweser des Hauses St. Hieronymus, beurkunden, daß das Geld, mit dem sie das Haus in der Singerstraße von Hans Neuhauser gekauft haben (vgl. 569), von Simon Pötel und seiner Frau Margarethe gekommen ist. Die Aussteller versprechen den Geldgebern, das angekaufte Haus nie mehr zu veräußern. Wird das Haus doch verkauft, muß der Erlös an das Bürgerspital gegeben werden. Siegler: St. Hieronymus (fehlt)
Charter: 571
Date: 1440 V 16
Abstract: Niklas »Spendel«, Amtmann des Bürgerspitals, beurkundet, daß vor sein Gericht Friedrich »Eysner« als Vertreter des Bürgerspitalmeisters Hans Haringseer gekommen ist und mit seinen Vorsprechen wegen der Weingärten »Gerung des Zimermans«, Dorotheas der »Prügklinn«, »Jorgen des Sixten«, Konrads »zeller des parhannder«, Niklas des »Swebel« und Wolfgang Ruelands geklagt hat, daß diese seit langer Zeit die Abgaben an das Spital nicht bezahlen und die Weingärten nicht bebauen. Dem Kläger werden vier Geschworene - Simon »Widmer«, Niklas »Ritzendorffer«, Wilhelm »Ambsteter« und Simon »Aigner« - zur Begutachtung der Weingärten gegeben. Diese stellen fest, daß die Güter öd liegen. Vom Gericht werden die Weingärten »zu Reys gesagt« und dem Bürgerspital zurückgegeben. Siegler: Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber, Niklas »Marchegker«, Bürger.
Charter: 572
Date: 1440 V 17
Abstract: Hans »Frolich«, Amtmann des Bürgerspitals in Breitensee, beurkundet, daß vor sein Gericht Hans »Menhart« gekommen ist, Wirt des Hauses von »Cilii«, in Vertretung des Pfarrers Bernhard von Atzgersdorf (»Eczkestorf«). Hans »Menhart« klagt mit Vorsprechen Wolfgang Rueland. Dieser besitzt mit seiner bereits verstorbenen Frau Dorothea einen Weingarten in Breitensee am Altenberg. Dieser Weingarten zinst jährlich 1/2 Pfund Wiener Pfennig für Bergrecht und Zehent und sechs Pfennig zu Vogtrecht. Wolfgang Rueland schuldet dem Pfarrer von Atzgersdorf 15 Pfund versessene Burgrechtsabgaben von den 8 1/2 Pfund Burgrecht, die auf dem Weingarten liegen. Hans Menhart klagt das Doppelte der Schuld (»zwispild«) ein. Trotz einer Aufforderung des Gerichts erscheint Wolfgang Rueland nicht um sich zu verantworten. Der Weingarten wird dem Kläger zugesprochen. Siegler: Bürgerspital.
Charter: 573
Date: 1440 VII 15
Abstract: Jakob »Pawgker«, wohnhaft in der Landstraße, seine Frau Kunigunde, ihr Schwiegersohn Friedrich »Eysner«, dessen Frau Dorothea und deren Schwester Katharina« beurkunden für sich und ihren minderjährigen Vetter Stephan »Pawgker«, daß sie vom Bürgerspitalmeister Hans Haringseer ein Haus mit Garten in der Gartengasse als Leibgeding für alle sechs bekommen haben. Jährlich sollen sie dafür dem Bürgerspital acht Pfund Wiener Pfennig zinsen, verteilt auf drei Termine im Jahr (Weihnachten, Georgi, Michaeli). Die erste Zahlung soll am nächsten Weihnachtsfest geleistet werden. Wird der Besitz nicht ordentlich verwaltet oder der Zins versessen, haften die Ausstelller für alle Schäden. Beim Tod des Letzten der sechs genannten Personen fallen Haus und Garten an das Bürgerspital zurück. Siegler: Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber (fehlt), Hans »Marchegker«, Bürger von Wien (fehlt).
Charter: 574
Date: 1440 VII 26
Abstract: Der Bürgerspitalmeister Hans Haringseer verkauft einen öden Hof und eine Brandstätte des Bürgerspitals in Zwölfaxing (»Zwelföchsing«). Der Hof dient jährlich zu Michaeli un Georgi je vier Schilling zu Grundrecht an das Bürgerspital und wird für 62 Pfund Wiener Pfennig an Hans »Haymel« und seine Frau Margarethe verkauft. Für jede Weiterveräußerung durch die Käufer ist die Zustimmung des Spitalmeisters nötig. Der Aussteller garantiert für alle Ansprüche. Siegler: Bürgerspital.
Charter: 576
Date: 1440 XI 12
Abstract: Hans »Tanner« aus Ober-Sievering (»obern Süffring«) und seine Frau Elisabeth beurkunden, daß sie vom Bürgerspitalsmeister Hans Haringseer einen Weingarten in »wagnern« als Leibgeding bekommen haben. Der Weingarten zinst jährlich vier Pfund Wiener Pfennig an das Bürgerspital. Bebauung und Abgaben zu Vogtrecht, Bergrecht und Zehent sollen die Aussteller aus ihrem Beitz finanzieren, der Ertrag gehört ihnen. Wird die Bebauung des Weingartens nicht ordentlich durchgeführt, fällt der Weingarten an das Bürgerspital zurück. Schäden daraus und aus Zinsversitzung tragen Hans »Tanner« und seine Frau. Beim Tod des Letzten der Beiden verfällt das Leibgeding, es sei denn, der Tod erfolgt zur Zeit des Rebenschnitts (»snid«). In diesem Fall soll der nächste Erbe oder wer dazu bestimmt wird die Bebauung bis zur nächsten Lese weiterführen. Siegler: Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber (fehlt), Leopold der »Weiss«, Bürger (fehlt).
Charter: 575
Date: 1440 XI 12
Abstract: Niklas »Pächl« aus Ober-Sievering (»obern Süffring«) und seine Frau Cäcilia beurkunden, daß sie vom Bürgerspitalsmeister Hans Haringseer zwei Weingärten am »Klaynczingerperg« als Leibgeding bekommen haben. Die Bebauung und Abgaben zu Bergrecht, Vogtrecht und Zehent sollen von den Ausstellern selbst bezahlt werden, der Ertrag gehört ihnen. Jährlich sollen dem Bürgerspital 3 1/2 Pfund Wiener Pfennig gezinst werden. Wird die Bebauung niocht ordnungsgemäß durchgeführt, fällt der Weingarten an das Bürgerspital zurück. Für Schäden daraus und bei Zinsversitzung haften Niklas »Pächl« und seine Frau. Beim Tod des Letzten der Beiden fallen die Weingarten an das Bürgerspital zurück, es sei denn, der Tod erfolgt zur Zeit des »snidt«. Dann soll der nächste Erbe oder wer dazu bestimmt wird den Bau bis zur nächsten Lese weiter betreiben. Siegler: Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber (fehlt), Leopold der »Weiss« (fehlt).
Charter: 577
Date: 1441 VI 06
Abstract: Hans Zink (»Zingk«), Pfleger von Purkersdorf (»Purkchartstorf«), verkauft sein ererbtes Laubenrecht in Wien an »Jorgen Kellner« und garantiert für alle Ansprüche. Siegler: Hans Zink, Hans der »Steger« (fehlt).
Charter: 578
Date: 1441 VI 17
Abstract: Johann »Polczmacher«, Ordinarius und Dekan, Konrad von Hallstatt, »sexist«, Martin von »Walthawsen«, Dekretist und Lehrer und die Fakultät der kanonischen Rechte beurkunden im Namen »des »Jodocien«, Abt des Marienkloster auf dem »Sannt in Wresla«, des Ausführenden der Geschäfte des verstorbenen Meisters Niklas von »Slibitz«, daß sie dem Spitalmeister des Bürgerspitals Hans Haringseer 30 Pfund Wiener Pfennig abzulösen gegeben haben, die früher der Meister Niklas um 500 Pfund vom Spital gekauft hat. Diesen Betrag hat das Bürgerspital bezahlt mitsamt 45 Pfund versessenen Zinses. Das Spital bekommt den Zinsbrief zurück und die Aussteller bestätigen, daß alle ihre Ansprüche befriedigt sind. Siegler: Fakultät (fehlt).
Charter: 579
Date: 1442 I 23
Abstract: Herzog Friedrich V. beurkundet für sich und sein Mündel Ladislaus Postumus, daß ein Stadel, ein Haus und ein Garten, gelegen vor dem Schottentor, die früher Oswald der »Oberndorffer« von König Albrecht II. zu Lehen bekommen hat, nach dem Tod Oswalds an Hans den »Berssen« und seine Frau Dorothea, die früher mit Oswald verheiratet war, verliehen wurden. Aufgrund einer Unterredung mit Ulrich von Eitzing wurde der Besitz an Ulrich von Eitzing und seine Erben übertragen. Hans der »Berssen« und seine Frau bekommen dafür 3 1/2 Joch Weingarten in Unter-Sievering (»Nidern Süffring«). Der Herzog garantiert für alle Ansprüche. Siegler: Friedrich V. (»das wir in unserm fürstentum Österreich geprauchen«), (fehlt).
Charter: 580
Date: 1442 IX 04
Abstract: »Casparus Sitnick«, Doktor der Philosophie und beider Rechte, Protonotar, Pfalzgraf und Rat Erzherzog Karls, besetzt kraft seiner Autorität, die er aufgrund der von Papst Pius V. und «KU»aiser Maximilian II. ausgestellten Privilegien besitzt, eine Notariatsstelle mit »Stephan Griesauer«, der die nötigen Voraussetzungen für dieses Amt mitbringt. Siegler: »Casparus Sitnick«.
Charter: 581
Date: 1442 IX 23
Abstract: Hans »Polczl«, Amtmann des Bürgerspitals in Hernals (»Herrenalss«), beurkundet, daß vor sein Gericht Martin »beim Prunn« als Verteter des Ritters Hans des »Steger« gekommen ist und mit Vorsprechen geklagt hat, daß der verstorbene Niklas »Ruczenperger« aus Hernals und seine Frau Anna Hans dem »Steger« 20 Pfund Wiener Pfennig schulden, wofür sie ihm ihr Haus mit Hofstatt und Weingarten verpfändet haben. Der Besitz zinst jährlich dem Bürgerspital 72 Pfennig zu Grundrecht. Trotz einer Aufforderung des Greichts erscheint Anna nicht vor Gericht um sich zu verantworten. Deshalb wird entschieden, daß der Besitz in das Eigentum Hans des »Stegers« übergehen soll. Siegler: Niklas der »Purger«, Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber.
Charter: 582
Date: 1442 XII 08
Abstract: Niklas, Prior der Augustiner in Wien, und der Konvent beurkunden, daß ihnen der Wiener Bürger Hans »Alderman« und seine verstorbene Frau Klara 16 Pfund Wiener Pfennig übergeben haben zur Abhaltung eines Jahrtages. Die Summe wird durch Jörg von« Ernstbrunn und Friedrich »Gerunger«, ihren Geschäftsführern, übergeben und diesen geloben nun die Aussteller, den Jahrtag an St. Bartholomäus oder acht Tage davor oder danach zu halten. Bei Vernachlässigung der Verpflichtung soll als einmalige Strafe 1/2 Pfund an das Bürgerspital bezahlt werden, zusätzlich zur Abhaltung des Jahrtages. Siegler: Prior Niklas (fehlt), Konvent (fehlt).
Charter: 583
Date: 1443 II 04
Abstract: Niklas »Teschler«, Stadtrichter von Wien, beurkundet, daß vor sein Gericht, die Bürgerschranne, der Bürger Albrecht »Nopper« der Goldschmied mit seinen Vorsprechen gekommen ist und vorgetragen hat, daß ihm Konrad »Aman von Padendorf« sein Haus in den »Sibenherbergen« als Pfand für eine Schuld von drei Pfund versetzt hat. Von dem Haus zinst man jährlich 45 Pfennig zu Grundrecht an das Bürgerspital. Trotz Aufforderung des Gerichts erscheint Konrad »Aman« nicht um sich zu verantworten. Das verpfändete Haus wird Albrecht »Nopper« zugesprochen. Siegler: Niklas »Teschler«.
Charter: 585
Date: 1443 IV 28
Abstract: Niklas »Spendl«, Amtmann des Bürgerspitals vor dem Wiednertor, beurkundet, daß vor sein Gericht Friedrich »Eysner« gekommen ist als Vertreter des Bürgerspitals und mit Vorsprechen das Haus des verstorbenen Martin des »Ödenburgers« eingeklagt hat. Das Haus zahlt jährlich Abgaben von zehn Pfennig zu Grundrecht an das Bürgerspital. Da innerhalb der rechten Frist kein Erbe oder Verwandter Ansprüche auf das Haus erhoben hat und auch Aufforderungen und Ladungen des Gerichts ohne Erfolg geblieben sind, wird das Haus dem Bürgespital zugesprochen. Siegler: Ulrich Hirschauer, Niklas »Marchegker«.
Charter: 584
Date: 1443 IV 28
Abstract: Niklas »Spendl«, Amtmann des Bürgerspitals vor dem Wiednertor, beurkundet, daß vor sein Gericht Friedrich »Eysner« als Vertreter des Bürgerspitals gekommen ist und mit seinen Vorsprechen wegen dem Weingarten des verstorbenen Jakob »Fruemesser« von St. Tibolt und den seit zwölf Jahren versessenen Bergrechtsabgaben geklagt hat. Auch liegt der Weingarten öd und wird nicht bebaut. Der Kläger verlangt, man solle den Weingarten »zu »Reis sagen«. Das Gericht fordert nun Niklas »Pluem«, Kaplan des Helenenaltars in St. Martin vor dem Wiednertor, dem der Weingarten vermacht worden war, auf, vor Gericht zu erscheinen um sich zu verantworten. Da dieser der Aufforderung nicht nachkommt, wird der Weingarten »zu Reis gesagt« und dem Bürgerspital übergeben. Siegler: Ulrich Hirschauer, Stadtschreiber, Niklas »Marchegker«.
Charter: 588
Date: 1443 V 12
Abstract: Niklas »Spendel«, Amtmann des Bürgerspitals, beurkundet, daß vor sein Gericht Christian »Helmer« aus Grinzing gekommen ist und mit Vorsprechen geklagt hat, daß ihm der verstorbene Thoman der »Frewdenfues« 15 Pfund Wiener Pfennig schuldet. Er verlangt als Ersatz den Ertrag vo, Besitz des Schuldners in Grinzing (-> 586, 587). Da entgegen der Aufforderung des Gerichts die »Gerhaben« (Vormund) der Kinder des Thoman »Frewdenfues« nicht vor Gericht erscheinen, wird entschieden, daß der Ertrag aus dem Besitz solange dem Kläger zukommen soll, bis die Schuld getilgt ist. Siegler: Bürgerspital.
Charter: 586
Date: 1443 V 12
Abstract: Niklas »Spendl«, Amtmann des Bürgerspitals, beurkundet, daß vor sein Gericht Paul »Frolich« aus Grinzing gekommen ist und mit seinen Vorsprechen geklagt hat, daß ihm der verstorbene Thoman »Frewdenfues« 32 Pfund Wiener Pfennig schuldete, wofür ihm dieser ein Haus mit Hofstatt in Grinzing verpfändet hat. Der Besitz dient jährlich 12 Pfund zu Grundrecht an das Bürgerspital (-> 587, 588). Trotz Aufforderung des Gerichts erscheinen Thoman der »Stainhawser« aus Grinzing, und Hans »Miesenperger«, die »Gerhabe« (Vormund) der Kinder des Thoman »Frewdenfues«, nicht vor Gericht, um die Forderung zu verantworten. Nun wird der Ertrag von Haus und Hofstatt dem Kläger zugesprochen, solange, bis er Ersatz für seine Forderung bekommen hat. Siegler: Bürgerspital.
Charter: 587
Date: 1443 V 12
Abstract: Niklas »Spendel«, Amtmann des Bürgerspitals, beurkundet, daß vor sein Gericht der Wiener Bürger Heinrich »Enzesvelder« gekommen ist und mit Vorsprechen geklagt hat, daß ihm der verstorbene Thoman der »Frewdenfues« 30 Pfund Wiener Pfennig schuldete, von denen er 16 Pfund bereits bekommen hat. Zum Ersatz für die übrigen 14 Pfund verlangt er den Ertrag vom Besitz des Schuldners in Grinzing ( -> 586, 588«). Trotz Aufforderung des Gerichts erscheinen thoman der »Stainhawser« und Hans der »Miesenperger«, die »Gerhaben« (Vormund) der Kinder des Schuldners nicht vor Gericht um sich zu verantworten. Der Ertrag aus dem genannten Besitz soll nun solange an den Kläger fallen, bis die Schuld getilgt ist. Siegler: Bürgerspital.
Charter: 589
Date: 1443 VIII 07
Abstract: Niklas Teschler, Stadtrichter von Wien, beurkundet, daß vor die Bürgerschranne Lienhard Grünbacher, Bürger von Wien, gekommen ist und mit Vorsprechen auf den Ertrag des Hauses von Hans dem »Gallen« in der »Weidenstrass« geklagt hat. Von dem Haus werden jährlich vier Schilling zu Burgrecht und 15 Pfennig zu Grundrecht an das Bürgerspital an Abgaben gezahlt. Hans der »Gall« schuldet dem Kläger 6 1/2 Pfund Wiener Pfennig und zusätzlich sieben Pfund und 45 Pfennig. Der Kläger bringt dafür zwei Zeugen: Hans den »Gruntreich« und Niklas »Reich« den Apotheker, beide Bürger von Wien. Der Schuldner ist allerdings flüchtig (»vorflüchtig«), was Hans der »Linczer« und »Kuncz der Rayer«, Bürger von Wien, bestätigt haben. Zur Tilgung der Schuld wird dem Klger der Ertrag vom Haus des Schuldners zugesprochen bis die Schuld bezahlt ist. Siegler: Niklas« Teschler.
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