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FondHauptarchiv - Urkunden (1177 -1526)
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Charter: 6097
Date: 1516 III 11
AbstractBarbara, des . . . Peter Thannhawser doctor eeliche hausfraw verlautbart fur sich und an stat Hansen Rechwein, ihres vetern, des sie sich hierin genzlich mächtigt und annimmt,1 daß weilend . . . Sigmund Gwalltshofer, munsmaister in Österreich, burger zu Wien, der . . . Magdalena, seiner hausfrauen, der Ausstellerin muemen seligen, sein haus hie zu Wien bei den fleischpengken gegen dem Liechten steg uber, mit ainem tail zunagst weilend Hansen Leschennprantz und mit dem andern neben n. der Rigll heuser gelegen, umb 200 lb dn, die er ... zu rechter haimstewr ingenomen und zu seinem nucz angelegt, in der stat Wien satz grund puech zu ainem rechten furphand nach dem statrechten, als solliches haimbsteur und widerfalls recht ist, gesatzt hat; wan aber solh 200 lb dn haimbstewr durch den widerfall auf Ausstellerin und auf Hannsen Rechwein, als die negsten erben . . . gevallen sein, inhalt ihrer beweisten sipsall, in derselben stat Wien statpuech eingeschriben, und Ausstellerin derer selben summa haimbsteur nach laut des satz auch vermechtbrieffs auf . . . des Gwalltshofers haus zu vodern und einzunemen gehabt, so sein die selben 200 lb dn durch das . . . capitl Sand Steffanns thumbstifts hie als occupatores und innhaber desselben haus davon abgelost und zu dem grundpuch erlegt worden. Demnach habn der Ausstellerin her Wolfganng Trew, der zeit des rats . . ., und Hanns Aicher urtlschreiber, burger dasselbs, als die Grundbuchsführer der 200 lb dn haimbsteur und widerfalls auf der Ausstellerin und ihres vetern erblich gerechtigkait ledigklich zu der Ausstellerin handen gereicht, worüber sie quittiert. Sie bittet um grundbücherliche Durchführung des Geschäftes und sendet, solhs zu thuen auch den vermechtsbrieff under städtischen grunt innsigl daruber lautund.

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Charter: 6098
Date: 1516 III 12
AbstractHerren Hannsen Suess, z. d. z. burgermaister, und dez2 rate gemain der stat Wienn . . . auch den verwe/osern und innhabern irer und derselben stat Wienn gruntbuecher macht Wolfganng Mair, fleischakher derzeit auch ainer des egemelten rats bekannt, daß den Erben von weilent frawen Margrethen, Micheln Gundagkher des vleischhagkher hausfrawen seligen, . . . anderthalbhundert phund phening (150 lb dn) durch den yetzgedachten Gundagkher und weilend Breiden sein hausfrawen auf ainer fleischpankh am Liechtenste/og gelegen gegen weilend Hainrichen Frannkhen seligen3 haus uber - und ist die ander pankh von dem brunn herab, zunagst der pankh die zu der von Eslarn mesß gehört - in satzweise verschriben sein, umb welche angezaigte fleischpankh egemelter Gundagkher und Barbarasein hausfraw selige, 1 im Wiener gruntbuch nunmalen nutz und gwer steen, mit vermeldung der 150 lb dn wie vor laut. Da nun dem Aussteller diese Summe Görg Pekhenhofer ... als der nagst erb ... ledigclichen überge/oben, die Aussteller dann auch mit urtl und recht darauf behabt, Barbara jedoch die vleischpanckh in die vleischhaker ze/och hie zu Wienn umb ainen ewigen jartag geschafft hat, innhalt ires gescheffts im statbuch hie eingeschriben, worauf dem Aussteller die zechmaister derselben yetz gemelten vleischhakher zech, die 150 lb dn also par und berait . . . bezalt. Aussteller bittet demnach, der Magistrat wolle den sacz umb die angezaigten 150 lb lautund im gruntbuch abthun und vernichten und di obberurten zechmaister und zech der vleischakher umb die angezaigt fieischpankh frei und ledig nutz und gwe/or seczen und schreiben lassen, wogegen er für sich und fur den egemelten Pekhenhofer verspricht, wider solche . . . vernichtung des satzs und fertigung der gwe/or nymer mer ze reden noch ze thun in dhain weise und alle Ansprüche auf sich zu nehmen.

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Charter: 6099
Date: 1516 IV 02
AbstractVor Richter und ratt der stat Korpenne . . . kommen . . . yn offen raat . . . Leopoldus Capplar auf den ainen tail und dy toguntsame frawe Katherina, ein eliche fraw des Wolffgangi Brunner, dy dan der Aussteller mitwoneryn ist mitsampt yren testamenteren yres mannes am andern täil, und auch mit dem beschrybenn testament, wye den yrer elyger1 obgenanter man gelassen hath an seinem letzten end, als dan das testament inhelt. Vor den Ausstellern ist dann auß yrem freien gueten willen2 . . . ein ganze folkomliche ainungk und verrichtungk . . . auf beider tail gescheen, 3 durch die frawe Katherina ... folkomlich entricht und vergenugt ist: dorumb gibt sy dem . . . Leopoldo Capplar ganz folkomlich craft macht und gewalt, dor mit zu than und zu lassen, zu vorkaufen und zu vorschaffen noch alle seinen willen.

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Charter: 6100
Date: 1516 IV 19
AbstractHanns Süeß, z. d. z. burgermaister, und der rate gemain der stat zu Wienn erlauben als öbrist gerhaben der Wiener burgerskhinder dem Görgen Mut-deins-geleich sailer und Micheln Lachkircher, beden als verordenten . . . nachgesatzten gerhaben des Jörgen Moshamer des jungern, so nicht bei land ist, ... in craft ditz briefs, zu verkaufen ain haus hie zu Wienn in der Khe/arnerstraß am egkh als mon an den Newenmargkht geet, zunagst weilent Görgen Pölttinger haus mit ainem5 tail gelegen, welches haus eemals getailt gewesen ist in zwen tail und der hinder tail desselben ganzen hauß mit sambt dem halben tail des vordern halben hauss erblich vaterhalben auf bemelten Moshamer komen, und der ander halb tail des yetzbestimbten halben hauss nach laut der gwer im gruntbuch begriffen, den andern erben (ob etwer verhanden wer und in rechten tägen fürkheme)1 zu steen soll. Der Verkauf erfolgt von wegen zwainzig phund phening (20 lb dn), die Colman Saltzer, obbemelts Moshamer bruder, muterhalben darauf ze haben vermaint; doch das der vierte tail der kaufsumma, darumb das bestimbt haus ganzes verkauft und gesche/atzt wirdet, von der andern erben, wie vor laut, auch von dem Aussteller und gemainer stat wegen zu dem grundbuch erlegt werden soll.

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Charter: 6101
Date: 1516 IV 29
AbstractDem Aussteller Colman Saltzer, weilent Sebastian Saltzer des fleischhackher, mitburger zu Wienn se/aligen eelicher sun, hatte Hädwig seine mueter in abre/od des heirats, zwischen ir und Jörgen Pölttinger beschlossen und im statbuch hie zu Wienn eingeschriben, ... auf dem haws in der Khernnerstrass am e/ogkh, als mon an den Newenmarckht geet, mit aim tail zunagst seinem hauß, das mon nennt des Pöltinger haus, gelegen, 20 lb dn ge/ogen Jörgen Moßhamer, seinem bruedern, so nicht bei land ist, vorbehalten und nachmals in irem geschäft auch in obgemelten statbuech begriffen, verordent. Er quittiert nunmehr dem Jörg Muettensgleich, sailer, und Michel Lachkhiricher, wagner, als gerhaben vorbemelts Jörgen Moßhamer die 20 lb dn, die sie ihm von dem eegemelten haus on allen abgang außgericht . . . haben. . . . Mit urkhund des brieffs besigltn mit . . . Jobsten Nagl und Hainreichen Framckhen1 beder burger zu Wienn aigen aufgedruckhten insigilln.

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Charter: 6102
Date: 1516 V 07
AbstractBernhardin Tennkh, ... Conrad Kranntz und . . . Oswald Reicholf, all drei burger zu Wienn, fällen einen Schiedsspruch in Angelegenheit alles und yedes varenden und ligenden gu/ots, so weilent Anna Holtzingerin, die Hannsen Kirchperger den redner hie zu Wienn gehabt, hinterlassen, deshalben zwischen Gerdrawten Thoman Höflinger des sneider, mitbürger hie hausfrawen an ainem, Khunigunden Hallingerin zu Purkhartzdorf in dem Wienner wald und Annen Mathesen Peltz, des pheilschifter, auch mitburger hie, hausfrawen an dem andern tail sprüch und vordrung begeben haben, ne/amlichen das die yetzgemelten Hallingerin und pheilschiffterin, als geswistrheid, unangesehen das die bemelt Höflingerin eegedachter Holtzingerin tochter ist, sölichem . . . gut nachzesteen und erblich ze haben vermaint, deshalb sy, bed partheyen, der sachen auf die Aussteller geflohen und ihnen was sie daraus mit . . . gütlichen spru/och machten, vertrawt und ste/at ze halten gelobt und versprochen. Der Schiedsspruch lautet: a) das die varend hab, so die . . . Holtzingerin . . . verlassen und gemelte pfeilschifterin innen hat, derselben pheilschifterin und irer swester der Hallingerin beden miteinander beleiben sol, nicht von erbschaft noch erblicher gerechtigkhait wegen, sondern das inen der die . . . Höflingerin von gutem willen vergunnen hat, ausgenomen ain gulter und ain khünigwe/ainleine2 khursen, die süllen sy derselben Höflingerin heraus geben. b) Nachmalln das haus in dem Schilttergässlein hie zu Wienn, darumb die . . . Holtzingerin und der Khirchperger miteinander nutz und gwer geschriben steen, sol derselb der Holtzingerin tail hauss, und ob sy ainicherlai anderr gueter mer ligend oder varend verlassen hiet, der obgemelten Höflingerin irer tochter lediclich zusteen und beleiben. c) Die Partei, welche den Schiedsspruch bricht, die ist der khay Mat als herrn und landsfürsten zwainzig (20) und irem ordentlichen richter auch 20 lb dn zu peen ze geben verfallen. d) Jede Partei erhält auf Verlangen ainen spruchbrief.

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Charter: 6103
Date: 1516 VI 16
AbstractVlrich Luntzer, burger zu Wienn, und . . . Elspeth, sein hausfraw, haben mit handen der . . . herrn Hannsen Süess, z. d. z. burgermaister und des rats gemain der stat Wienn . . . verkauft 3 lb 48 dn jerlichs gelts burgkhrechtz auf ihrem viertail aines hauß, ganzes gelegen hie zu Wienn gegen Sannd Steffans freithof uber, an ainem tail zunagst Görgen Eber zingiesser hauss, und ist der vierte tail desselben hauß mit allen den gemächen und gemainen stukhen so nach laut der tailbrief darzu gehören, umb 64 lb dn guter lantswerung in Österreich, . . . daraus 40 lb aus weilent Annen Hainrichen wachsgiesser witiben und 24 lb dn aus weilent Elspethen Vlrichen kherzenmacher witiben seligen stift herkomen, da mon von den bemelten 24 lb jerlich 3 lb dn zu burkhrecht gedient und nachmallen dieselben 3 lb von dem obbenannten rate in I lb und 48 dn geme/assigt und bede burgkhrecht zesamen gefügt worden sein, darumb ain yeder caplan eegemelter zwaier stiften jerlich vierunddreissig mess lesen sol. Diese 3 lb 48 dn burgkhrechtz haben sie verkauft . . . hern Wolfganngen Retzer, pharrer zu Swechant, als caplan der vorberürten 34 wochenmeß. Aussteller und ihre Erben sollen dasselbig burgkhrecht jerlich darvon raichen und dienen zu zwayen tägen im jar, zu sand Görgen tag und zu sand Michels tag, zu yedem tag 12 ß 24 dn und haben mit dem nägsten dienst zu raichen angehebt zu sand Görgen tag nägstverschinen. Bezüglich der Versitzung und der Ablösung des Burgrechts gelten die üblichen Bestimmungen. Aussteller sind des obgemelten burkhrechtz auf dem merbenennten . . . viertail hauß des . . . hern Wolfganngen Retser und seiner nachkomen caple/an der bestimbten 34 meß, die auf Aller heiligen altar in Sannd Steffans tuemkirchen hie zu hail der obgedachten zwayer stifterin gehalten süllen werden, recht gwern und scherm für allen abgang.

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Charter: 6104
Date: 1516 VI 17
AbstractGeorg v. g. gn. bischove zu Wienn, Ro. Kay Mt etc hoffrat, regent der Niderösterreichischen lande und capellnmaister, willfährt der swester Genoveva, maisterin sand Laurentzen jungkhfrawen closter hie zu Wienn, und dem Konvent, die ihm anbringen lassen, wie in weilend Conrad Pafessner ain hauß hie zu Wienn gelegen, der Rambhoff genannt, hinterlassen hat, laut Testament so hie in dem statpuech eingeschriben sein solle; aber die gedachten closterleut möchten des angezaigten hauß an nutz und gwer nit komen, sonder muesten dasselb, inhalt gemainer stat freihait hie zu Wienn, weiter in jarsfrist verändern und verkaufen, so hätten deshalb die Aussteller als iren ordinari und bischofflich oberkhait um Zustimmung zum Verkaufe gebeten, die aus . . . ordenlichen bischofflichn oberkhait und gewalt erteilt wird, unbeschadet der bischöflichen gerechtigkaiten auch sonst menegklich an iren rechten.

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Charter: 6105
Date: 1516 VI 20
AbstractKaiser Maximilian I. n. allen und yeden . . . undertanen, der Kaiser werde bericht, wei sich die ledigen kniecht und hawer, die in Österreich unter der Enns nit angesessen noch inn stewren und anderm im mitleiden sein, öd grund aufzefahen und newe greften und weingerten daraus ze machen understeen süllen, was der Kaiser lenger zuzesehen noch zu gestatten kaineswegs gemaint ist. Es wird der Auftrag gegeben, hinfür sölh newrung abzustellen. Welh aber daruber aus den obberurten personen new greften annemben und machen wurden, dieselben grund süllen dem Kaiser als herren und landsfürsten in sein camer eingezogen, die Leute aber bestraft werden. Die Verordnung möge man auch allenthalben bei den kirchen steten me/arkhten und flekhen offenlichen beruffen undverkunden lassen.

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Charter: 6106
Date: 1516 VI 21
AbstractHanns Süess, z. d. z. burgermaister und der rat gemain der stat zu Wienn schreiben Wolfganngen Trew ihrem ratsfreund, und Hannsen Aicher, burger, als verwesern . . . gemainer stat Wienn gruntbücher . . . das sie (Aussteller) Leonharden Proge/anntl und Philippen Rapp als gerhaben Lewpolden und He/annslein, weilent Merten Proge/anntl ungevogten khinder, ain haus hie zu Wienn, zunagst dem alten Mawthaus mit aim tail gelegen, das weilent Elena Proge/anntlin, bemelter khinder ändl, hinder ir1 verlassen hat, sovil denselben khinden ändlichs tails daran gebürt, zu verkaufen bewilligt haben. Der Grundbuchsverwalter möge dem kaufer, die gwer umb sölchen der khinder tail hauß in unsern gruntbüchern verfertigen und soll alsdann das gelt so daraus gefallen virdet, den khindern ze nütz angelegt werden.

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Charter: 6106a
Date: 1516 VII 18
AbstractHanns Suess, z. d. z. burgermaister und der rate gemain der stat Wienn, denen Hanns Schawer, Wiener mitburger, an stat Margarethen seinerhausfrawen, weilentGeorgen Lundhofer des nadler tochter, an ainem, und Hedwig, weilent Wolfganngen Pirpawmer des öller, auch nachvolgund Petern Liechtenekher gelassne wittib, fur sich auch Hanns Beham und Anndre Freinperger, der hueter, bed . . . mitburger, als gerhaben und anstat Cristoffen obgedachts Wolfganngen Pirpawmer und gemelter Hedwigen ungevogten suns, am andern tail, von wegen der aufgehaben zins, 1 so Schawer mit recht erlangt, durch erbfäll und nutzung der weingärten, innemen desselben mit fruchten und allem, item einred in Pirpawmer raitung und alles anders durch . . . Schawer furgebracht und in seiner einred auf die gethanne raitung gemeldet, vorgebracht haben, wie dan die beieinander in . . . gemainer stat Wienn raitchamer ligen, und dann durch appellacion fur der k. M. etc landsregiment hie zu Wienn khömen sein, da es aber vor dem Magistrat widerumben zu gu/etlichem vertrag und spruch gewisen und die selben zwischen inen ze versüechen bevolhen haben, kommen diese der Aufforderung nach und fällen folgenden Schiedsspruch: a) Auf das begern obbemelts Schawer anstat seiner hausfrawen von wegen der aufgehaben2 zins usw. solich des Schawer und seiner hausfrawen begern3 zu sambt der raitung sol alles aufgehaben sein und solhs obbemelter Hedwigen und irem sun Cristoffen Pirpawmer on menigklichs einred und weiter ansuechen zuesten und beleiben. b) Dargegen sol die bemelt Hedwig dem Schawer zu handen seiner hausfrawen fur all ir sprüch und anvordrung raichen und geben 132 lb dn mit einander zwischen yetz data2 diß briefs und sand Michels tag darnach nägst künftig. c) Dar zu sol Schawer und sein hausfraw dy behausung bei Sannd Steffan gelegen, daran sy ainen (1/3 ) und die Pirpawmerin und ir sun zwen drittail (2/3) haben, von dem obbestimbten sand Michelstag diß sechzechenden jars anzufachen vier jar lang nacheinander, so sich widerumben enden werden im zwainzigisten jaren (1520), mitsambt allen zinsen, frei ledig innhabn . . . on der frawen, ires suns und menigclichs von irenwegen irrung und hindernus, doch das er dieselben behausung in zimblichem paw halten, waz auch sunst davon geburt, von seinem gut ausrichten und bezallen sol. d) Und nach ausgang der vier jar oben bestimbt sullen der frawen und irem sun ire zwen drittail (2/3) und dem Schawer und seiner hausfrawen ir ainer drittail (1/3) hauß wider haimfallen on alle irrung, wie dann solichs in besluss irer raitung und einred lauter angezaigt worden ist. Ältere Ansprüche und frühere Schiedssprüche sollen durch vorliegenden ganz hingelegt sein. Pönale: dem Kaiser und1 landsfürsten 32, zu dem baw Sannd Steffan tuemstifts 16 und ... zu gemainer stat auch 16 lb dn guter landswerung in Österreich. Jede Partei, so des begert, erhält ein Pare des Schiedsspruches

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Charter: 6107
Date: 1516 VII 23
AbstractWolfganng Trew, derzeit ainer des rats der stat Wienn, dem her Cosmas Tichtl, doctor der ertznei vor burgermaistern und räten der stat Speyr wegen des Tichtelschen Hauses zu Wien in des Ausstellers abwesen Vollmacht erteilt hat under der obbemelten stat Speier zurugkh aufgedruckhten secret insigl, des datum steet montags Remigy den ersten octobris nach Cristi geburde tausent funfhundert und im funfzehentn jar ausgangen, 2 hat den ihm gegeben gewalt, sovil derselbig die angezaigt behausung und den geburenden tail, so dem obgenantn doctor Cosmas Tichtl daran zuständig begriffen ist, ferrer ubergeben und bevolhen ... in craft dits briefs . . . Lucasen Alantsee püchfierer und Ludwigen Heyn appeteckher, baiden burgern hie zu Wienn, also das sy bed samentlich sölchen tail hauß . . .andern personen . . . verkaufen, zuste/allen . . auch gwe/orschaft darumben thuen . . . umb di kaufsuma quittiern usw., alles in des Ausstellers Namen, ohne daß dadurch seine vorbenanten . . . substituierten gwalthaber irgend ein Nachteil treffen könne.

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Charter: 6108
Date: 1516 VII 29
AbstractUlrich Kükh und . . . Geörg Tugenntlich, derzeit bed des rats der stat Wienn, bezeugen mit dem brief, das für den yetz genannten rate khomen ist ... Hanns Schawr umbgelter, mitburger hie, und bate alda, ime ettlich herrn zuzegeben, ze sche/aczen ain haus hie under den Eysnern zunagst n Dachawerin wittiben haus gelegen, so weilent Georgen Lindhofer des nadler se/aligen gewesen ist. Also sein die Aussteller bed zu sölcher schatzung verordent und gegeben worden und haben demnach mitsambt der stat Wienn gesworen werchleuten das . . . haus aigentlich besicht beschawt und umb 320 lb dn guter landeswerung in Österreich gesche/aczt, der es, als es yeczo ligt und nicht mer noch tewrer wert ist. Darnach khomen die Aussteller hinwider fur den obbenannten rate und sagten da ihre khuntschaft sölcher schatzung halben als sie zu recht solten und geben darauf aus haissen und bevelh, desselben rats dem obgemelten Hannsen Schawr disen brief zu urkhund mit . . . zerukh aufgedrukhten betschadten becreftigt. . . .

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Charter: 6109
Date: 1516 VIII 19
AbstractDem Thoman Höflinger, sneider, mitburger zu Wienn, war von Wolfganng Trew, ainer des rats der stat Wienn, und Hanns Aicher urtlschreiber, burger daselbs, als innhaber und verweser derselben stat Wienn gruntbüecher, aus bevelh burgermaister und rats übergeben worden ain drittail hauss, das mit ziegl gedekht ist, im Schiltergesslein gelegen, gegen Wumbolden Mair haus über, mit ainem tail zunagst dem ge/asslein gegen der edlen ritter hern Otto und Haimon cappellen über, und mit dem andern neben Cristoffen tuchscherer haus, und stösst hinden an Steffan Schröter des sneider haus, darumben eemallen Hanns Kirchperger der redner und Anna sein hausfraw nutz und gwer geschriben gestanden und von derselben Eheleute fründen durch vertrag und sprüch nach vil krieg und anfechtung im rechten zwischen ... bedenthalben aufgericht an den Ausstellern, Höflinger, und weilent seine hausfraw Gerdrawten, derselben Kirchpergers und Annen tochter, khomen ist, deshalb dann weisung der freuntschaft, gwaltbrief, sprüch, verzeihung und ander brieflich urkhund zum gruntbuch erlegt. Wann aber die obgenannten verweser sonderlich in ainem gwaltsbrief disen abgang gehabt, das der allain zum rechten und dhainer gültigkhait lautn sei befunden, das auch der Annen fru/ende von der ansprach wegen zu irem gut, darumb Aussteller sich mit inen vertragen, ir sipzal nicht gewisen, das sich doch nach dem statrechten der stat Wienn gebürt het, so stellt Aussteller den Grundbuchsführern diesen Schadlosbrief aus. . . .

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Charter: 6110
Date: 1516 VIII 25
AbstractKaiser Maximilian I. an den Wiener Magistrat, daß weilend Wolfganng He/amerl etlich fueder wein in der kaiserlichen phleg Rauhenstain gelassen und erpawt hat, die des Kaisers und seines freunds und fürsten, des cardinals von Gürckh secretarj Jheronimus He/amerl, sein sun, in sein behausung in . . . Wienn geren füern wolt; dieweil aber solhs, als er besorgt wider Wiener gebrauch sein möcht, so befiehlt der Kaiser, demselben Jheronimus He/amerl solhs zu gestatten, dergleichen sein angepawte wein sovil er diser zeit hat in sein hauß . . . ditzmal füern und volgen zu lassen.

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Charter: 6111
Date: 1516 VIII 27
AbstractGregori Tre/achsler ke/artzelmacher, mitburger zu/o Wienn, hat mit handen . . . herrn Hannsen Suessen, zu den zeiten burgermaister, und des rats gemain der stat Wienn, sein haus in der Khernerstrass hie zwischen Wolfganngen Pacher tischler und Pauln Talhaimer pe/akhen heusern gelegen, welches er von Albrechten Zeller und Wolfganngen Zeller, seinem su/on, den tischlern erkauft, nunmehr um 150 lb dn guter landswerung in Österreich . . . dem . . . Sigmunden Zeller, öler auch mitburger hie, und Vrsulen seiner hausfrawen, verkauft, als das von alter unversprochenlich in burkhrechtzgwe/ar herkomen ist zu freier Verfügung als gesambter hand und der stat Wienn recht ist; der Besitzer des Hauses soll mit gemainer stat davon leiden ... als ander mitburger zu/o Wienn. Aussteller ist der egenannten kanleut und irer erben solchs obbestimbten kaufs umb der egemelt haus rechter gwer und scherm fur all ansprach.

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Charter: 6112
Date: 1516 IX 16
AbstractVor Hanns Süesß, derzeit burgermaister, und dem rate gemain der stat Wienn ist I. gekommen in offenn rate, da sie zu/ogericht sassen, . . . doctor Johann Wepp, an stat Margrethen Rietnbergerin, seiner eelichen hausfrawen, und bracht dafür verslossen under . . . kaiserlicher maiestat . . . camergericht zu der Newenstat innsigill die erclärung ainer urtl, so vormals von den Ausstellern gesprochen2 und durch . . . doctor Johann Weppen an stat Margrethen, seiner hausfrawen, an . . . camerrichter und beisitzer des fürstlichen camergericht zu der Newenstat gedingt worden war. Folgen Überschrift und Inhalt der kaiserlichen Kammergerichtserklärung von 1509, Jänner 15,3 die nicht ganz drei Vierteile der ersten beschriebenen Blattseite füllen. II. (1509 Jänner, Februar.) Nach eröffnung und verhörung derselben er-1clärung gab . . . nachmals weilent Paul Kekh2 als gerhab junkfraw Marine, weilent hern Lucasen Snitzer se/aligen gelassen tochter, wider doctor Johann Weppen anstat seiner hausfrawen zu erkennen, . . . her camerrichter und die beisitzer hieten in der Sachen, der er (Keck) vor den Ausstellern gegen Margrethen Weppin im rechten hieng, auf die urtl, durch Aussteller geschöpht und an bemelt herrn durch Sy (Margareta) appellirt, erclärung gethan, er (Keck) solte weilent Steffan Vorchtenawer, seines steufsun se/aligen, gelassen guet, sovil er des eingenomen, . . . inventieren etc. Darauf er 1. die Erklärung abgibt, das3 er des bemelten doctor3 Steffan verlassen gu/ot nichts eingenomen noch innen hiet, darumb möcht er derhalb dhain inventari verfassen; der nichts innhat, dörft4 nichts inventiern, zu dem das die kaiserlich erclärung dem jhenen inventarium auflegt, der eingenomen und innhiet; 2. derselb sein stiefsun, doctor Steffan, hiet ain haus hinder im, in der Lanndskron hie gelegen, verlassen, das hiet er (Keck) umb ainen zins vil jar innen und noch zins daraus raichet, welch haus mitsambt den zinsen als des puppil underphant in arrest durch die obrigkait verfasst, bis so lang dem phlegkind5 umb die verendrung seines erlegten gelts, so doctor Steffan gethan, ain benüegen besche/ach; wil damit die erclärung volzogen haben. III. (1509, Mai I9.)6Dagegen gab Margreth, doctor Hannsen We/appen hausfrawen, 7 auch zu erkennen: 1. (wiewol sy auf die kaiserlich ercle/arung zwischen ir und Paulln Kekhen ausgangen, dhainerlai inventarj zu machen schuldig nicht1 we/ar, demnach2 sy weilent doctor Steffan Vorchtenawer, ires vorigen hauswirts, erb nicht we/ar, sonder alles des sy sich nach seinem tod underfangen aus dhainem andern titel dann als ir selbs aigen und heiratgu/ot, auch als die erst frei saczgelterin underfangen hiet, in massen Aussteller dann das im process3 aigentlich befunden hieten) nichtdesterminder, damit das fürstlich camergericht, dann die Aussteller, und menigclich vernemen möchten, wievil und was doch das4 we/ar, hiet sy (Margarete) das alles in ainen inventar j gebracht, doch mit vorlaufender protestacion, das sy dadurch gedachts irs vorigen hauswirts erbschaft nicht wolt angenomen, noch darein bewilliget, noch dieselben inventierten güeter, als fur weilent die sein5 bekennte, wie in den vorgemelten protestation und inventari begriffen, die sy hiemit wil verneut6 und dasselb inventarj ingelegt haben. 2. das aber gedachter Kekh, innhalt der kaiserlichen ercle/arung, dhainerlai inventarj nicht1 gemacht noch furbracht hiet, we/ar ganz seltzam zu hören, demnach2 er nach abgang . . . ires vorigen hauswirts und dieweil sy (Margarete) ausserhalb irer baider behausung mit7 tödlicher krankhait beladen gewest, 8 und vor und ee sy zu denselben hab und güetern komen we/ar, er (Keck) sich in dieselb behausung verfüegt, truhen und anders was im gelibt da heraus und nach seinem gefallen in sein selbsbehausunggefürt, 9das er dann . . . alles ze inventiern schuldig gewesen, dann leichtlich zu vermueten, als auch die recht vermuetten, das sölch hab und güeter, demnach1 sy in irer baider behausung und under den andern irer aigen güeter befunden, auch irer aines oder baider gewesen we/aren. Und so dann . . . Kekh, . . . dhainerlai inventarj nicht2 gemacht noch, wie sich gebürt, fürbracht hiet, so we/ar dadurch sein vermaint begern und rechtfertigung . . ., tod ab und gefallen, we/ar auch der ursach alle hab und güeter, so er sich in weilent irer baider behausung . . . underfangen, widerumb daselbshin zu antwurtenschuldig. . . . 3. Dann das . . . Kekh ir (Margaretens) aigenhaft haus, in der Landskron gelegen, des er sich3 doch gewaltigclich entwert und durch die kaiserlichen commissarien sy (Margarete) wider zu restituieren ercle/art we/ar, 4 gern yeczo daherin prokhte, 5 wolt sich nicht reimen noch sy bekomern, demnach dieselb behausung in dise rechtfertigung vormals6 nicht komen we/ar; wesst sich deshalben auf die ausgangen kaiserlichen7 restitucion gegen Kekhen, . . ., in ander weg wol zu halten. 4. Dann der inventari vorbemelt neben diser schrift eingelegt laut von wort zu worten also: Folgt der Wortlaut des Inventars von 1509, März 2, welches in der Vorlage die zweite Hälfte von Folio 3a, dann 3b, 4a und außerdem noch mehr als die Hälfte von 4b einnimmt.8 IV. (nach 1509, Mai I9.) Hierauf . . . Paul Kekh . . .: Margreth, doctor Hannsen Weppenhausfraw, hietan sambstag nach Pangracy ne/agst vergangen1 neben ainem vermainten inventarj ain geschrift eingelegt, in der sy anzeiget, sie sei inventarj zu verfassen nit schuldig, dieweil sy doctor Steffan erb nit we/ar, etc, wie der erst artigkl lautet.2 1. Keck bestreitet nach gemainen rechten ... ob sy gleich doctor Steffan erb nit we/ar, aber sy hiet gedachten doctor Steffan erbfal würklich angenomen, als er daz in disem proceß mit rechtme/assigen3 ursachen hiet eingefürt, 4 durch das sy schuldig worden, aller verlassen güeter, der sy sich understanden, gelaubig aufschreiben zu thun, und dieweil sy das nit than hiet in rechtme/assiger zeit, . . ., so hiet diser vermainter inventarj dhainen schein, glauben und ansehen nach gemainen rechten; endrung in denselben guettern, der wer vil und in ander weg on5 zweifl beschenen, von dem dhain meldung besche/ach. 2. Die kaiserliche declaration bezeuget das, das sy solt die gueter inventiert haben. So sy nun yecz inventiern solt, 6 laut der declaration, «a ferciorj»,7 solt sy im8 anfang und zu der zeit im rechten bestimbt das gethan haben; so we/ar sy aus diser irer selbs geschrift überwunden, in der sy selbst bekennet, sy we/ar schuldig gewesen, inventari zu machen. Das lautet der Weppin geschrift mit disen worten «wie wol sy auf die kaiserlich erklärung zwischen ir und Paul Kekhen ausgangen dhainerlai inventari ze machen schuldig nit we/ar». 9 Das we/aren zwai Nain in ainer ungetailten red, die das Ja auf in trüegen1 und als offenbar erschine, das die Weppin dhain inventari gemacht, des sy zu thun schuldig, so belib es bei den rechtsetzen seiner eingefüerten geschrift, in disem process, . . . 3. Das er auf der kaiserlichen declaration dhain inventari fürbracht, hiet er deshalben ain geschrift eingelegt, in die er sich widerumben referieret, und gestüend der Weppin nicht, daz er2 ainicherlai aus aigner bewegnuss und nach seinem gefallen aus dem haus gefüert, das doctor Steffan und ir gewesen, des würde sy nymer weisen; darumb we/ar der rechtsatz so sy deshalben the/at ganz untüchtig und zenichtig; hiet nye gehört, darumb das yemand dhain inventari verfass, das er3 deshalb sein gerechtigkait, so auf den inventari gestellt, tod, ab und gefallen, ne/amlich in disem fal. 4. Was das haus in der Lanndskron betre/aff, liess er es bei seiner ne/agsten schrift beleiben: er gestuende der Weppin dhainer gewaltiger entwerung, gestüend ir khainer kaiserlichen restitucion; die kay Mt hiet4 sölche restitution nit bevolhen noch Irer Mt regiment, wie wir des in seiner schrift so offenwar, vor den Ausstellern verlesen, bericht we/aren. V. (1509, zweite Hälfte?) Daentgegen die Beklagte vorbringt, sy hietmitsambt vorlaufender protestacionain glaubwirdiginventarj jungst1 zu recht eingelegt, die sie hiemit erneuert. 1. Wenn Kekh vermainet, wie sy2 inventarj zu machen, ob sy gleich weilent doctor Steffan . . . erb nicht we/ar, schuldig3 . . . gewesen we/ar, so berufe sie sich auf ihre seinerzeitige Begründung. Sei sie tatsächlich nicht Erbin, sonder ettlicher hab und güeter, so bemelter doctor hinder sein verlassen, hiet sy sich durch erlauben des rechtens, als fur ir zupracht heirat aigen gut und gme/acht underfangen, darzue und darinn sy dhainerlai inventari zu machen nit4 schuldig gewesen. . . . 2. Dann das Kekh fürge/ab, wie die kaiserlich declara5cion bezeuget, das sy . . . (ad IV 2) auch «a ferciori» vormals dieselben güeter zu inventiern schuldig gewest sein etc: dagegen und dawider saget sy, das Kekh die kaiserlich declaracion weder recht besehen noch verstanden hiet. Dann in derselben [nicht]6 begriffen wurde, das sy inventarj schuldig zu machen gewesen we/ar7 (zug sich des in ir inhalt) und ob sy gleich vormals inventari schuldig8 gewesen we/ar, des sich doch weder aus der9 kaiserlichen declaracion noch vor und yecz erzeilten ursachen nicht befunde, so we/ar sy dannoch Kekhen darinn nicht verfallen; dann dise kaiserliche declaracion alle dieselben gebrechen und mengl tötet und aufhiebe.10 Daraus erhelle, daß Keck mit Unrecht verlange, daß ihrem inventarj, weil nichtzugebürlicher zeit . . . aufgericht, dhainerlai gelaub solh gegeben werden, dann ... sy, inhalt der kaiserlichen declaracion, vormals dhainerlai inventarjzu machen schuldig gewesen we/ar. 3. Sy gestund auch Kekhen nicht, das ainicherlai endrung in doctor Steffan verlassen güetern durch sy beschehen we/ar, und ob sölchs gleich beschehen we/ar, das doch Kekh nicht weisen möcht, so bre/acht doch sölchs dem inventarj dhain mangl noch unglauben; dann nicht von nöten we/ar verendrung der güeter in inventarj zu bringen, sonder derselben emphang oder innemen aufzeschreiben. 4. Dann das Kekh fürge/ab, wie sy durch zwen Nain in ainer ungetailten red1 selbst ihre Verpflichtung zu inventarisieren zugegeben haben solle (solt inventari zu machen schuldig sein, bekennt haben etc), sölchs we/ar ganz kindisch von im zu hören, demnach die reden nach gestalt und gelegenhait der sach solten verstanden und gemacht werden. Nun we/ar offenwar, das ir2 streit gewesen, ob sy inventarj zu machen schuldig gewest we/ar oder nicht, darzue sy albeg Nain gesagt; darauf yecz dise ir red auch solt verstanden werden, das dann auch aus den vor und nach geenden worten aigentlich vermerkht wurde, wiewol auch dise wort, die Kekh fur zwen Nain achten wolt, nicht dermassen geschikht noch geseczt we/aren, das sy fur ain Ja bei rechtverstendigen gesche/aczt wurden, 3 zug sich des ins recht. 5. Sy hiet in irer ne/agsten schrift rechtme/assig ursach eingefüert, warumb Kekh, inhalt der kaiserlichen declaracion inventarj zu machen schuldig gewesen we/ar, die wolt sy hiemit vernewt haben, und wie wol Kekh yecz nicht gesteen wolt, das er weilent doctor Steffan oder ire güeter durch aigen gwalt und nach seinem gefallen aus irer behausung gefürt4 hiet, so wurde doch solchs durch sein selbs bekanntnuss, soer vormals in disem process in seiner andern und letsten schrift1 gethan, auch durch vermutung der recht und durch die nachvolgenden ursachen lauter bewisen. a) Kekh hiet in disem process auf ir furbringen bekennt, das er, vor und ee sy nach doctor Steffan tod in ir behausung komen, sich darein verfüegt, truhen und anders geöffent, dieselb nach seinem gefallen aus irer behausung in die sein gefüert, das er alles innhalt der kaiserlichen declaracion zu inventiern schuldig gewesen we/ar, b) und wiewol er yecz dieselb sein unrechtlich handlung gern bedekhen wolt, als solten sölch truhen und ausgefüerte güeter des kinds gewesen sein, so wurde im doch in solchem nicht geglaubt, 2 sonder durch ordnung der recht wider in vermuett, demnach sölch güeter in irer baider behausung befunden und die bese/assen hieten, das sy irer baider oder ains gewesen we/aren. Welche vermuetung der recht wider Kekhen so cre/aftig geachtet, das sy an stat ainer weisung aufgenomen wurde, es würde dann anders durch in in glaubwirdigem schein fürbracht, das er aber nymermer thun möcht. c) Darzu/o dienet hoch und vast, das Kekh sölch truhen und güeter durch aigen gwalt on erlaubnuss der öbrigkait, anall inventarj und an ir wissen und willen aus irer behausung hiet fueren lassen; dann wolt er in sölchen sachen sicher und glaubwirdig gehandelt haben, het er billich sy darzue ervordert und in beiwesen erberer glaubwirdigen person sölchs gethan, der dhains aber beschehen we/ar, dardurch nicht klain vermueten wider Kekhen erwachsen we/aren, d) und demnach dann Kekh an den yeczvermelten truhen und güeter, so er yecz erzelter massen aus weilent doctor Steffan und irer behausung durch sein selbs gwalt gefürt, inhalt3 kaiserlicher declaracion dhainerlai inventarj4 nicht5 gemacht hiet, deshalb sich derselben ungehorsam, sy aber alles, das die vermelt declaracion ir auflegt, gehorsamlich gehalten hiet, e) und aber genannts Kekhen ungehorsam ir zu mergclichem schaden und nachtail raichet, dann sy dardurch nicht zu erkanntnuss komen möcht, wie vil und was für güeter gewest, so benannter Kekh in weilent doctor Steffan und irer behausung sich underfangen und ausgefurt hiet - bate und begeret sy darauf in recht zu erkennen, demnach sy der kaiserlichen declaracion gehorsam, Kekh aber ungehorsam gelebt, das sy zu seiner vermainten clag zu antwurten nicht schuldig we/ar, und demnach bemelter Kekh1 durch sölch sein ungehorsam ir zu mergclichen verderben und schaden handlet, begeret sy weiter in recht zu erkennen, das ir iuramentum in litem auf drew tausent (300o) gülden hungrisch wider benannten Kekhen deferirt und darzu zugelassen wurde, auch die güeter und truhen so er obbemelter massen durch aigen gwalt, an ir willen und wissen, aus irer behausung gefürt, wider zu iren handen zeantwurten schuldig we/ar, mit vermeldung khost schaden und vorbehalt aller rechtlichen behelf. VI. (1510, erste Hälfte?) Dawidergab . . . Paul Kekhauchzu erkennen: 1. Er se/ahe und verstüend dhain ursach, die die Weppin fürbre/acht, die sy enthüeb von dem inventary, das sy den zu verfassen nit we/ar schuldig gewesen, wiewol sy allzeit saget, deshalb genugsam ursach anzaigt haben.2 2. Aber3 er se/ahe nit wol, so verstünde er nichts (wie sy saget), er glaubet nit, das der k. M. re/ate, die doch vernünftig hoch und wolgelernt, sölche urtail gescho/epht heten, wo in den rechten nit gegründt we/ar, das sy solt inventiert haben; wer ain geschieht noch thun solt, wurde verstanden, das er sölches vor than solt haben, und we/ar übel geurtailt durch der kay Mt re/ate, die Weppin in den inventarj zu erkennen, we/ar sy des im rechten ze thun nit schuldig gewesen; das wurde die Weppin auch kindisch achten. 3. Sy wolt aber sagen1 sich sölcher gueter als ir zugebracht heirat- und aigengut underfangen, demnach ir sölchs die recht erlaubten, das wer im process ditz handls etwo oft angefochten, aber an allen orten durch in (Keck) abgethan. 4. Die2 Weppin saget von vil grossen güetern: Wer glaubets.3 Er hiet der dhains gesehen, hiet davon nye gehört; hiet sy doctor Steffan vil zubracht, sy we/ar sein erb, sy hiet sich seins guts on inventarj understanden, sy suchet das bei ir selbs; er we/ar doctor Steffan erb nit. 5. Darnach hiet er in seiner nägsten geschrift fürbracht, in IV, seiner Duplik, das sy selbs bekennet, inventari zu verfassen schuldig gewesen, von wegen der zwaier Nain, die ain bekanntnuss an in trügen;4 darzue saget sy, es we/ar kindisch und we/ar bei den rechtvergtendigen5 nicht also gesche/aczt und zug sich auf das recht etc.6 - Keck gab . . . darauf zu erkennen: sy wesst deshalb khain recht anzuzaigen. Die Weppin handelt gegen im so verächtisch;7 we/ar ain recht von dem geschriben, sy hiet das herfürbracht; aber seine wort we/aren war: «Duobus negativis permittit lex magis quam prohibuit.» Das recht we/ar, we/ar gese/aczt8 und wurde also von den doctoresen7 der recht verstanden.9 6. Der ganz pro10ceß saget ursach, die vernünftig und im rechten gese/aczt we/aren, 8 das die Weppinsich doctor Steffan erb gemacht hiet, und sy schuldig gewesen inventarj zu verfertigen, welche ursach durch sy nit abgethan, Aussteller wurden auch im ganzen process dhain ursach finden, die sy von dem inventarj enthüeb, Aussteller wolten dann veselwort1 für ursach ansehen, des Keck sich . . . nicht verhoffet. Aussteller we/aren richter der sachen, wessten das alles nach . . . vernüftigen2 verste/antnuss, 3 erberkait und guten sitten zu bewegen, deshalb er in der haubtsach umb recht anrüeffet, laut des rechtsacz seiner clag im process. 7. Dann das die Weppin, ir den aid wider in (Keck) auf drewtausent floren (300o fl.) ungrisch in litem zu deferiren begeret, als solt er ir zu me/argclichem verderben gehandlt haben etc4 - : darauf spre/ach er nit, das diser rechtsacz kindisch we/ar, er spre/ach aber, er we/ar zernichtig, untüchtig und solt durch die Aussteller zerrissen und verworfen werden, das wolt er also bewe/aren: a) Der aid in litem affectionis solt nit erkennt werden, dann auf ain clag die der natur sei, das in der affectio stat hiet, und das geverlich und zu schaden gehandlt und dasselb5 geverd, dolus genannt, bewert wurd b) und der aid in litem affectionis möcht nit begert werden, dann jure actionis, und möcht in dem das richterlich ambt nit ersücht werden: «Officium iudicis non habet vim accionis bone fidei nec stricte iuris arbitrarie. »6 c) Die Weppin het nit gegen im in dem anfang clagt; sy we/ar auch diser clag untüchtig; er hiet nichts eingenommen, hiet nichts innen das ir zugehöret: «Nullam haberet causam possidendi ab ea.» Darumb soltiuramentum in litem affectionis in disem fal nit begert, vil minder deferirt werden. d) Sölcher aid hiet nit stat dann auf ain ungehorsam des richters gebot; er we/ar des richters gebot nye ungehorsam erschinn und dhain ungehorsam möcht wider in furbracht werden. e) Er hiet der kaiserlichen declaracion gehorsam gelebt, zug des in ain geschrift, die er fur Aussteller hiet eingelegt in der vasten an dem eritag nach Letare (15091 März 20, 1510 März 12) begeret dieselben schrift zu verlesen. f) Er sagt wie vor, er hiet doctor Steffan gueter nit ausgefürt, der dhains nye eingenomen und hiet im process nie bekennt, das er doctor Steffan güeter hiet eingenomen, emphangen oder ausgefürt, und dieser geschicht we/ar er durch die Weppin in dem process in zwayen geschriften entschuldigt, in den sy mit ausgedrukhten worten saget: Er hiet junkhfrawen Maria güeter ausgefürt, saget nichts von doctor Steffans güetern (ad V, 5, a, c, d). g) So wolt die declaracion, er solt doctor Steffans güeter sovil er der eingenomen inventirn. Das we/aren2 verba restrictiva und wurden nit3 auf des kinds güeter gezogen. Die Weppin hiet das nit anzufechten, sy we/ar des kinds gesipter erb nit, hiet dabei dhain interesse; Keck we/ar ir darumb nit3 schuldig zu antwurten. h) Sy saget die recht vermueteten vil wider in und sölch vermuetung solten cre/aft haben ainer weisung etc- (ad V, 5, b). Es we/ar nichts. Auf sölch vermuetung wurd nit recht gesprochen. Er hiet nye im rechten gehört, das dise geschicht ain vermutung we/arn, 4 wolt gesweigen vermuetung5 ainer weisung. Wolt sy, das ir gelaubt wurdt, sy muesst dieselben recht anzaigen. Er hiet sich der kaiserlichen declaracion gehorsam gehalten, derersichnoch hielt (ad V, 5, d). Begert in recht zu erkennen, das sölcher rechtsacz durch Aussteller mit benannten worten als untüchtig und zernichtig zerrissen und verworfen wurde; damit wolt er gerichts'kost und sche/aden gemelt und bezeugt haben. VII. (1510, zweite Hälfte?) . . . Weppin . . . wolt zu beslus diser rechtfertigung all ir vorein gelagt schriften hiemit vernewt und Paul Kekhen leczt einlegen nachfolgender weis verantwurt haben: 1. Zum ersten (ad VI, 1) ir gegenred: das clager nit wol säch und wenig verstuend, we/ar ir on schaden. Aber bei den rechtverste/andigen hiet sy gegrundt2 ursachen fürbracht, warumb sy inventari zu machen nit schuldig gewest. Ne/amlich das sy weilent doctor Steffan erb nicht we/ar, sonder was der clager ubrigs3 gelassen und nicht aus irer behausung gefurt, hiet sy sich understanden zum tail als ir aigen zugebracht heiratgüt, zum tail als sonst ir aigne güeter, paraforma4 genannt, und zum tail als ir fürphand für yeczt erzellten güeter, und als die erst frei saczgelterin, von deren dhainem5 demnach sy under den jhen, 6 so inventari zu machen verphlicht we/aren, nicht7 gezellt wurde, sy inventari zu machen schuldig gewest we/ar. . . . 2. Zum andern (ad VI, 2) ir gegenred: sy saget, das sölchs des clager fürbringen nit alain kindisch sonder auch spötlich zu hören we/ar. Dann, hieten die kaiserlichen räte in voreingebrachtem process befunden, das sy (Beklagte) inventari zu machen schuldig gewest, als der clager vermaint, sy hieten nit dermassen geurtailt, sonder in der haubtsach erkennt; demnach der clager darauf, das sy sich weilent doctor Steffan8 se/aligen güeter, als sein vermainter erb, on inventari solt underfangen, all sein grund gestellt hiet, wäre er aus dem gleichen Grunde, 1 so er fürbre/acht, vor2 kaiserlichen erclärung inventari zu machen, auch schuldig gewest, demnach er (Kläger) yeczt gleich so wol als sy (Beklagte) dasselb zu machen erkennt we/ar, das er doch vormals im process allweg vernaint hiet, daraus er im selbst widerwertig befunden würde. Es hieten die kaiserlichen räte nit deren ursachen, wie der clager vermainet, erkle/art, sonder erwegt (demnach zu mermal im process eingefürt, wie der clager vor und ee sy (Beklagte) zu weilend3 irem und doctor Steffan verlassen haben und güetern komen, und dieweil sy ausserhalb irer gewöndlichen behausung in tödlicher krankhait gelegen, ee das der clager sich in dieselb ir behausung und zunn4 güetern on ir wissen und willen gefuegt, truhen und anders durch aigen gewalt geöffnet, sich der gueter ... on erlaubnuss der öbrigkait und on inventari5 underfangen, und ir nichts mer beliben, dann was clager nit gewellt, sonder ligen hiet lassen, das sy baide, 6 und yetweder in sonder, damit sy wievil und was derselben güeter gewest, in lauter erkanntnuss komen möchten, von denselben güetern, wievil yetwederm zugestanden, 7 inventari zu machen erkannt und aufgelegt, dem sy (Beklagte) dann gehorsamlich gelebt; wie sich aber clager bisher damit gehalten, we/ar durch sein verlesen schrift lauter vermerkht worden. 3. Zum dritten (ad IV, 3) ir gegenred: sy gestund dem clager nit, das er ir furgebracht ursachen, warumb ir die recht der vermelten güter zu underfahen erlaubt abgethan hiete, dann offenwar in recht we/ar, das nach ableiben des manns, der aigenthumb des heiratsguts zu stund8 seiner verlassen hausfrawen wider zustüend. Darauf sy dieselben possess selbs underfahen möcht. «Solutoenim matrimonio9dominium dotis illico sine alia tradicione in uxorem transfertur» 1: In rebus, C:1 De jure dot, 2 prout Bal. No.3 in traetatum dot. in sexto previlegio4 octave partis. So wer sy noch in leben, weilent ires herrn se/aligen5 irer aigner güeter, parafernalia genannt, in posess gewesen, darin sy auch bis zu disem tag beliben we/ar. Dominium rerum parafernalium manet penes uxorem, 1: Si ego, §: dotis, ff: De iure dot:6 Et ibiSalic:7 et Fulgosius.»8 Dergleichen we/ar sy desselben ires herren se/aligen verlassen hab und güeter noch in seinem leben, als ir verphendt und vermachte güeter für ir zugebracht heirat- und aigne güeter in possess gewesen, auch dermassen bis zu disem tag darinn beliben, dardurch bewiesen wurde, das sy sich nit von newem derselben underfangen, sonder in der alten possess beliben we/ar und ob sy gleich dermassen nit in der alten possess beliben we/are, so hete sy sich dannest4 nach ableiben gedachts ires herrn se/aligen verlassen hab und güeter, als ir furphant von newem rechtlich und on all straff wol underfahen mögen; dann was durch erlauben der recht9 besche/ach, dar inn solt nyemants gestrafft werden. Nun we/ar offenwar zu den vermelten rechten, das ain yede fraw nach absterben ires hauswirts10 gegen irem zubrachten heiratgut irer phandschaft und geme/acht durch aigen gwalt underfahen möchte, in sonder so sy11 irem hauswirt bei gewonet und also nach seinem absterben in derselben wonung beliben. Dar we/aren lerer der recht wie nachvolget: «Vxor que habet bona mariti obligata pro dote potest propria auctoritate velle in1 possessione remanere domus quoque cum marito vivente habitabat iure familiaritatis, quia detentio pervenit ad eam sine vicio. Ergo licite retinet.2 Juxta No: in 1. fi.3 C. commo:4 Et quia supervenit causa scilicet mors viri; causa autem extrinseca superveniente potest sibi quis causam possessionis mutare. Et fit mutacio legis ministerio sine facto hominis. Et ibi No: l.5 3 § si6 rem ff. de acqui: poss:7 Et in 1. qua racione §Interdum ff. de acqui: re: do:8 Item uxor manens in domo mariti post eius obitum posse non solum bonorum dotalium sed etiam mariti possessionem apprehendere propria auctoritate pro sua ypotheca volendo incumbere pignori quasi tunc sine vicio videatur intrare, ex quo prius stabat in quadam possessione iure familiaritatis, 1. qui iure ff. de acqui: possess:9 Item mortuo marito potest uxor sua propria auctoritate absque aliqua licencia iudicis remanere in deternacione domus, et eam potest propria auetoritate pro dote sua possidere. Ita Bal:10 in 1. pe" C. de pig: act.12 in 1. pe"C. de non nn: pec:13 in 1. cum tibi14 C. qui pot: in pig: ha.15 ponit. Bai.1 no: in trac: dot: in octava parte, privilegio sexto et vicesimo secundo ponit Jas:2 Justi: de acti: §3 Item Serviana4 ponit Socci.5 consil. 131. 3 a. Dann das clager vermeldet wie sy von vil grossen güetern sagen solt, wer das glauben wolt, er hiet dhaines gesehen noch davon nye hören sagen (ad VI 3) ir gegenred: das weilent ir herr se/aliger über ir zu/ogebracht heiratgüt ir ir väterlich erb bis in vier tausent gulden (4000 fl.) ungeve/arlich verkauft und das gelt darumb eingenomen hiete, hiet sy sich, wo die notturft ervordert, vormals im process zu weisen erboten, 6 we/ar dasselb zu thun nochmals hiemit urpütig, doch zu überflüssiger wolt sy in all weg unverpunden sein. Sy we/ar ungezweifelt, wie die clager 7 truhen und anders, so sy on ir willen und wissen aus irer behausung durch aigen gwalt und on8 all inventari und on erlaubnuss der öbrigkait gefürt, geöffent und nach irem gefallen darinn und darmit gehandlt, hetten sy steen und ungeoffent beleiben lassen, 9 sy wolte das und anders gefunden haben, daran sy guts genügen gehabt hiete. Es we/ar leichtlich zu gedenkhen, wo her und hin die tausent gulden (I000 fl.) komen, die yczt die He/artlin als mitclagerin von ir zu haben vermainet, demnach landgeschraywe/ar, dassy yeczt dem He/artlein, irem hauswirt, 1000 fl. gegeben und doch vormals irem aigen man, her Lucas Snitzer, dhainerlai heiratgut nicht zugebracht hiet. Dadurch zu vermueten, als auch die recht vermueten, das dieselben von weilent her Lucas Snitzer irem aigen hauswirt und sonst nyndert herkomen we/aren. Z. d. ins r. - L1 etiam c. de dona: inter vir et ux:2 1.1 Quintus Mutius ff. e:34. Zum vierten (ad IV, 4)4 ir gegenred: das nit alain kindisch sonder ganz spötlich und verdrieslich zu hören we/ar, das clager sovil unnuczer wort bei disem artigkl ausgusß, da dise zwai nain dhainerlai bekannt5nuss, wie der clager vermainet, auf in trügen. Dann die reden albeg n. g. u. g. der sachen, davon man redet

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Charter: 6113
Date: 1516 IX 30
AbstractDem Wolfganng Trewen, derzeit ainer des rats der stat zu/o Wienn, und Hannsen Aicher burger daselbs, als verwesern und innhabern derselben stat Wienn gruntbücher, geben Hanns Zochman und ... Peter Hollerpekh mitburgere daselbs, als ausrichter und volfüerer weilent Dorotheen, Hannsen Zuchtig gelassen wittib . . . gescheffts, so zu gedechtnüss in dem statbu/och hie geschriben steet, bekannt, daß sie in craft des vorberürten gescheffts ain haus hie zu Wienn in der Singerstraß mit ainem tail zunagst . n. Ruesch des fleischhakher, und mit dem andern neben weilent Wolfganngen Re/achwein heusern gelegen, dem . . . Cristoffen Grat, auch mitburger hie, und Haneley1 seiner hausfrawen ze kaufen geben haben umb 137 lb 4 ß dn. Die Aussteller Hanns Zochman und Peter Hollerbacher2 bitten daher die Grundbuchsführer, sie wellen dy obgedacht Dorothe Züchtigin im gruntbuch an nutz und gwer gar abthuen und alsdann zehand dy vorgenannten khanleüt umb das eegemelt haus, oder wem sy das geben, ledigclich an nutz und gwersetzenundschreibenlassen . . .

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Charter: 6114
Date: 1516 X 18
AbstractHern Wolfganngen Trewen, ainer des rats der stat Wienn, und Hannsen Aicher burger daselbs, als innhabern und verwesern derselben stat Wienn gruntbucher lassen Cristoff Grat mitburger zu Wienn und . . . Amaley, 1 seine eeliche hausfraw, wissen, daß sie dem . . . V/olrichen Kranacher, burger hie zu Wienn, berait gelihens gelts schuldig worden sein 92 lb dn, derhalben er ihnen die gwer aines hauss in der Singerstrass, mit ainem tail zunagst n. Rusch des fleischackher und mit dem andern neben weilent Wolfganngen Rächwein heusern gelegen, verpoten und, als der ander verpieter, bisher vorgehalten hat, laut des verpots in des rats der stat Wienn gedenckhbuch geschriben, we/olches hauß sie von Hannsen Zochman und Petern Holerpeckh, auch mitburgern hie, als ausrichtern und volfuerern weilent Dorotheen, Hannsen Zuchtig seligen gelassen witib gesche/affts, so im statbuch hie zu gedechtnus geschribn steet, umb 137 lb 4 ß dn gekhauft und laut . . . quittung und aufsand bezalt, auch widerumb ferrer verkauft und geben Hannsen Nitso, auch mitburger hie, und Barbaren, seiner hausfrawen, umb 229 lb dn. Die Gratschen Eheleute als Aussteller bevollmächtigen demnach V/olrichen Krannacher, also das er das obbestimbt hauß dem . . . Nitso und seiner hausfrawen . . . mit khaufbriefen und nutz und gwe/or in der stat Wienn gruntbuch fertigen und alsdann von demselben Nitso und seiner hausfrawen die drewundnewnzig (93)2 lb dn den Ausstellern an . . . obberurten kaufsuma von inen noch hinderste/ollig . . . einnemen, sich der 92 lb dn und alles des so er von sölcher fertigung wegen ausgeben wirdet bezalen; im übrigen wird um grundbücherliche Durchführung des Geschäftes ersucht. . . .

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Charter: 6115
Date: 1516 X 25
AbstractPernhart brobst Sannd Dorothe gotzhauß zu Wienn vidimie t und transsumiert auf Bitten des Hanns Schawer, burger daselbs zu Wienn, . . . ainen pergamenen spruchbrieff, ausgangen von . . . herrn Hannsen Suessen, die zeit burgermaister, und dem rate gemain obgenannter stat Wienn mit derselben stat annhangenden innsigill besigelt. Schauer habe seine Bitte damit begründet, daß er solichs khunftigklich in all weg notturftig wäre, im übrigen habe man den selben brieff an pergamen schriften, innsigilln und sunst in all ander weg gerecht, unvermailligt und unversert . . . erfunden.

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Charter: 6116
Date: 1516 XI 18
AbstractVor dem Ofener Magistrat ist Jochim Kochaim, Ofener mitburger ... in gesameltem rate erschynen und hat gebetten von wegen ainer kuntschaft des eltern seines sones, Cristoffen, iecz in der lernung, 1 daselbst ... zu Wien wonhaft, die er von dem Wiener Magistrat fürzustellen nottorftig were, . . . der jare und des alters halben bemeltes seines sones Cristoffen von glaubhaftigen ... leythen durch benanten Kochaim fur . . .gestellt, so deshalben ain guet wissen tragen. Die Kundschaftleute nun besagen, das obemelther Cristoff des Kochaim ehelicher son syder des tages Petri und Pauli, der heiligen zwelfboten negst verschynen volkommenlich achtzehen jar alt ist. Darüber macht der Ofener dem Wiener Magistrat Mitteilung mit der Bitte, dieser möge den selbigen Kochaim in disen oder andern nottorftigen sachen ... bevolhen haben, furdrung und gueten willen beweissen.

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Charter: 6118
Date: 1516 XII 03
AbstractHanns Rinner, zu den zeiten burger-maister, und der rate gemain der stat Wienn erlauben dem . . . Wolfganngen Mair, . . . mitgesworen des rats, als gerhaben und an stat weilent Micheln Mair des fieischhackher, seines brueder, ungevogten khinds, neben ... Barbara Peckhin desselben khinds mueter, ain haus hie zu Wienn vor Stu/obenthor im Enngen gässlein, do mon zu dem Weitenhof geet, zu nagst des Müelach Pintter haus mit ainem tail gelegen, so Wolfgangen Schiekh, 1 des ledrer gewesen ist, vonwegen der schulden die derselb Schiekh und sein hausfraw obgedachtem Micheln Mair ze thu/oen beliben sein, zu handen eegemeltes khinds ze verkaufen . . .,

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Charter: 6117
Date: 1516 XII 18
AbstractHanns Schadner und . . . Virich Kückh, derzeit bed des rats der stat Wienn, haben nach haissen und bevelch des yetzbemelten rats auf . . . bete des . . . Wolfganngen Mair, auch ainer des bemelten rats, als gerhaben und anstat weilent Micheln Mair der fleischhakher, seines bruder seligen, ungevogten khinds, und . . . frawenBarbara Peckherin desselben khinds rechten muter, ain haus hie zu Wienn, vor Stubenthor im Enngen gässlein, do mon zu dem Weitenhof geet, zunagst des Müeläch Pintter haus mit ainem tail gelegen, so Wolfganngen Schickh des ledrer gewesen ist in beiwesen der vier geswornen statwerchmannen aigentlich besicht und beschawt und darauf mit seiner zugehörung umb 70 lb Wr. dn guter landswerung in Österreich gesche/atzt, darumb sie dann vor dem obgemelten rate . . . kuntschaft gesagt haben. Sie geben dann im Auftrage des Rates den obgemelten Wolfganngen Mair und frawen Barbara disen schatzungsbrief.

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Charter: 6119
Date: 1517 III 24
AbstractMaister Erhart Gruenawer zäinstrickher, mitburger zu Wienn, hat von . . . maister Matheusn Püttner, schuester, [a]uch burger daselbs ... an seinen halbm tail kauf des hauss am Altnkollmarkht, zwischen Sigmu/ondn Brauchinger ainstails und weilent maister Seytzn bader haus anderstails gelegen, so Püttner vom Aussteller erkauft . . ., eingenömen und empfangen . . . völlige summa, laut aines aufrichtigen kaufbriefs bene/anntlich ain hundert funfundneunzig pfunt pfennig (195 lb dn) guter landeswerung, und quittiert darüber.

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Charter: 6120
Date: 1517 IV 01
AbstractHanns Rinner, z. d. z. burgermaister, und der rate gemain der stat Wienn haben als öbristen gerhaben der Wiener burgeskinder . . . Hainrichen Vorster und Hannsen Erckl, weilent Wolfganngen Re/achwein seligen sun, Hennslein Re/achwein genannt, der ungevogt, in gerhaben weise bevolhen. Die Vormünder haben sich desselben alain damit des hernachbenannt haus dem doctor Peter Tanhawser in nütz und gwer gefertigt müg werden, . . . angenomen. Die Aussteller bewilligen demnach inen, ain haus in der Wildwercherstraß zunägst Hannsen Sturms haus gelegen, so weilent fraw Barbara Tanhawserin, desselben He/annslein rechte muem, verlassen und im die übertewrung nach innhalt ires gesche/affts im statbuch geschriben, geschafft hat, schetzen ze lassen und dann dy fertigung der gwer desselben hauß, sovil gemelten jren phlegsun berurt, ze thuen, damit sölche übertewrung vergewisst werde.

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Charter: 6121
Date: 1517 IV 02
AbstractHanns Rinner, z. d. z. burgermaister, und der rate gemain der stat Wienn2 haben auf . . . bete des hochgelerten herrn Peter Tanhawser, kaiserlicher rechten doctor, ain haus in der Wildwercherstrass zwischen Hannsen Sturm und Steffan Wienner, der khursner, heüsern gelegen, aigentlich besicht und beschawt und darauf umb aindlefhundert phund phening (1100 lb dn) guter landeswerung in Österreich geschäczt . . ., der es als es yeczo ligt mitsambt der preß, und nit mer noch tewrer werdt ist.

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Charter: 6122
Date: 1517 IV 02
AbstractHanns Rinner, derzeit burgermaister, und der rate gemaine der stat Wienn bestätigen als Lehenherren den spruch und gütigen vertrag, vermittelt durch . . . Hannsen Trünckl und Wolfganngen Stainperger, bed Wiener ratsfreünde, zwischen Jacob Mauchenmüllner, als cappellan weilent Hawnolt Schu/oehlerin stift auf der Zwelfpoten altar in Sannd Steffans tuemkirchen hie, ains- und Berchtolden Re/atzko vom Rayol, als nägsten erben weilent Cristoffen Hetzer und Katherinen, seiner hausfrawen, . . . laut seiner beweisten sippzall anderstails, vonwegen der Ansprüche des Jacob gegen . . . Re/atzko umb ainen halben tail des Perckhoffs zu Enntzesdorf under dem Liechtenstain mitsambt dem garten daran gelegen . . . alles der obberurten stift grunds ... - Ansprüche, die Jakob nach anzaigen ainer gewer gehabt. - Der Schiedsspruch geht dahin, das her Jacob bemeltem Re/atzko umb den beru/orten hof und garten ain frei gwer geben und schreiben lassen sol, doch ob in rechten tägen ycht nähner oder so nahend erben zu sölhem hof und garten herfür kemen, denselben an irer erblichen gerechtickhait unvergriffen, dargegen Re/atzko bemeltem hern Jacoben fur all sein sprüch und vordrung 2 lb dn Jh geben . . . sol. . . .

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Charter: 6123
Date: 1517 IV 27
AbstractHanns Rinner, zu den zeiten burgermaister, und der rate gemain der stat Wienn verleihen die ewig me/ass, so weilend her Vlrich von der Stetten auf sannd Katherein altar zu den Himelporten hie gestift hat und Ausstellern mit tod . . . des . . . gelerten hern maister Micheln Ruech von Vitis ledig worden ist, dem . . . geistlichn priester hern Wolfganngen Der/ascher derzeit ächter zu Sannd Steffan hie zu Wienn verlihen haben.

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Charter: 6124
Date: 1517 V 16
AbstractVor Hanns Rinner, derzeit burgermaister, und den rate gemain der stat Wienn kommt in . . . offenn rate: I. (1511)1Eberhart marschalh zu Reichenaw, als gwalttrager herrn Larenntzen Haiden se/aligen sechs töchter . . . wider die edlen herrn2 Lassla Edlasperger und Anndreen Meichsner, als gerhaben hern Hainrichs Haiden3 gelassen kind, und frawen Barbaren, bemelts Haiden gelassen wittib, und bringt vor, die Aussteller, das ist der Wiener Gemeinderat als Richter, trüegen gut wissen, zu was abpaw und . . . schaden das leibgeding weilent des alten Hainrichen Haiden4 komen we/ar, laut der verfertigten beschaw zedlen, die beim statschreiber le/agen, von welchem Zustande, als mänig hie wessten, auch etlich aus dem. mitel des rats; und der Schaden nähme täglich zu, das im anstat seiner hausfrawen, irer mitgeswistrheiten, als gewartunden erben, dhains wegs zu sehen gebüret noch zu leiden. Dieweil auch der knab, Larenntz Haiden, auf welchen das leibgeding gestanden, mit tod abgangen und dhain me/andlicher erb des stamens mer verhanden - wiewol von der muter, ungegründt zweiflich, noch von ainem sun anzaigen beschäch - und wo dhain sun verhanden, als er auch nicht anders wesst, so we/ar sölch leibgeding auf sein hausfrawn gefallen. Es we/ar wie es wolt: dieweil wissenlich, das verderben des hauss, weinge/arten, holden zu Nusdorff, auch das die gruntherrn die weinge/arten durch abpaw und verdienst, willens einzuziehen we/aren, die witib ires gefallens und nun die gerhaben mit sölchem leibgeding handleten - in als gewartunden erben vor augen1 - in hangunder sachen an abpaw und pesserung verzogen wurd2 der wittib noch gerhaben nicht vermüglich, 3 sölch haus und weinge/arten pewlich ze underhalten - mit grund und warem wissen vor augen - so begeret er, im das leibgeding mit der Aussteller wissen und aines genannten einzuantwurten. We/ar dann ain knab oder mendlicher erb verhanden, des stamen beibracht wurde, des zu recht genug we/ar nach gebrauch diser stat, der fund es lieber in gutem paw und wesen, dann in abpaw und eingezogen. Nur verlange der Marschall Ersatz der Mehrauslagen; überhalten wolle er den Erben nicht.4Bäte, 5 auf sein zimlichs6 erbieten sölch leibgeding als gwalttrager der wartunden erben7zuzestellen, damit sölch gueter nicht verödt wurden, und als öden eingezogen. Das sölchs billich we/ar, wolt er sich anstat seiner hausfrawen und irer geswistrheit als gwalttrager d. w. e. zu sölchem leibgeding mit recht darumb entschaiden lassen, mit vorbehaltung aller rechtlicher behelf. . . . II. (1512?) Darwider . . . Barbara, hern Hainrichen Haiden gelassne witib . . . protestiret, das sy sich auf die vermaint clag Eberharten marschalh, als gwalttrager der sechs . . . töchter, hiemit in antwurt nit eingelassen wolt haben: ursach, dann sölch leibgeding anstat ires suns, der noch ungevogt we/ar, auf ir erbieten, beim Kaiser gethan, innhiet, welhes erbieten Ir Maiestat für zimlich . . . geacht und darauf den Ausstellern bevolhen, innhalt aines von ihr übermittelten bevelhs . . ., sy auf sölh erbieten bei dem leibgeding bis zu den vogtpern jaren ires suns, berueblich . . . beleiben ze lassen, auf das sy die weinge/arten, als me/anigclich se/ahe, nach irem höchsten vermügen gepawt und sich des1 leibgedings understanden, verhoffet über sölhen kaiserlichen bevelh auf der widerparthej verwe/andt clag nit schuldig sein2 ze antwurten. III. (1512/13.)3Demnach ist auf beder tail anrüeffen zu recht erkannt: die bemelt fraw Barbara mitsambt hern Lassla Edlasperger und Andreen Meichsner sein zu des bemelten marschalh clag, das leibgeding berüerend, schuldig ze antwurten. . . . IV. (1513.) Nach eröffnung sölcher urtl gab . . . Eberhart marschalh zu erkennen: dieweil die gerhaben sambt der witib über die ergangen urtl und erledigung, . . . noch in dise stund nicht antwurteten . . . diewitibsich alain underschrib und dhain gerhab nicht, und vermainet die witib, sy we/ar noch nicht ze antwurten schuldig, in ansehung der kaiserlichen erlangten bevelh, den sy on grunt erworben mit verhaltung der warhait (dann me/anigclich wissen, wie sy derzeit als sy den bevelh erworben, das leibgeding in ainem wesen gehalten und noch damit handlet on wissen der Aussteller und der gerhaben, wie sy wolt; sy hiet nichts daran und wurd ir also von den Ausstellern1zugesehen, das sy sölch leibgeding verderbet und unverait2 innhiet, und wo ge3leich ain sun verhanden, so würde der4füran an die Aussteller als die öbristen gerhaben, 5 darumb suchen6 oder sein tail, als d. w. e., mit Umgehung der Aussteller, 7nit lassen; wo diese a. d. ö. g., sölch offen verderben zusehen von des knaben wegen (so der verhanden sein solt) sovil mer als gwalttrager der w. e. nicht gebüren zuzesehen, und rueffet auf die ergangen urtl und declaration auf der gerhaben und witib ungehorsam laut seiner clag, an umb recht, in hoffnung, im wurde sölch leibgeding on mitl in ain vermugliche dritte hand zugestellt auf raitung bis zu erkundung des knabens. . . . V. (1513/14.) Dawider ... Lasslaw Edlasperger, Andre Meichsner, als gerhaben hern Hainrichs Haiden gelassen kinder, und Barbara bemelts Haiden gelassen witib . . .: auf marschalhs andre schrift, das leibgeding betreffend, wollten sy der doctor Haidnin vorig exception wider repetirt haben und zu/o seiner8 eingefürten ungegründten schrift the/aten sy . . . dise underricht: a) Nachdem widertail anzaiget, das stadträtliche9urtl vermocht, 10 die fraw sambt den gerhaben we/aren zu marschalhs clag schuldig ze antworten etc (vergl. III), we/ar war, aber in (den Vormündern des Knaben und der Witwe) wer die clag erst nach der urtl geantwurt worden und wäre erstlich nur umb das verpot ain clag eingelegt, in auch umb dhain anders nicht1 wissen, aber nachvolgend erst umb das leibgeding fürkomen, darumb sich die urtl nur auf die erst clag, das verbot betreffend, erstrekhen the/at. b) Sy2 begereten auch in irer andern clag zuestellung und einantwurtung des leibgeding, nenneten aber nymands, wer sölhs thun solt, begereten auch von in, gerhaben, dhain überantwurtung, darumb sy (Gerhaben) in dhain antwurt noch überantwurtung, sonder die davon sy es begern, 3 zu thun schuldig we/aren. Aussteller als richter der sachen könnten abnemen, das ir (des Marschalls und seiner Klientel) begern unbillich unddhains wegsanzenemenwe/ar. c) So we/ar auch ain mändlicher rechter leibserb noch in leben verhanden, das die muter vor Gericht4bewisen. Begerten deshalb dieselb weisung zu verlesen und in die gerichts acta zu bringen, wann sölch weisung von Ausstellern nie widertriben noch ungenu/ogsam ze sein nit erkennt, sonder also fur teuglich und gemäss stillsweigend geacht worden. Wo aber ainicherlai abgang der kuntschaft vor Gericht gemelt we/ar worden, wer die fraw urpütig gewesen und sei es5noch dasselb nach vermügen der recht zu erstatten. Vermainte aber marschalh bas zu wissen, das der knab tod6 sein solte, des doch nit we/ar, des bre/acht er glaubwirdig für, das er dann als clager zur Widerlegung der gegenteiligen Behauptung1ze thun schuldig we/ar. . . . d) Dieweil auch marschalh zu den kindern umb ain mergclich summa schulden zu clagen und nun zum tail clagt hiet, 2 wer zu besorgen: wurde im das leibgeding in sein gwaltsam, 3 der recht vorgeund erb bre/acht es weder mit noch on recht aus seiner gwalt nymer, 4 er zallte im dann sein anvordrung nach seinem gefallen, 5 mon we/ar im die schuldig oder nit. Sy hieten auch denn6 und das recht nicht, von wew zu underhalten. Der erb, wann er gevogt wurd, zu wider erobrung des leibgedings het nichts noch mit weu des widertails vermainten anvorderung verantwurten solte, müest abermals aus unvermugen unbillicher weis von dem leibgeding gedrungen werden. Darumb sich nit gebüren wolt, seinem veind, in zu slahen, dy weer zu raichen.7e) Und ob etwo durch die weinzürl ainicherlai nachtail die weinge/arten geliten hetten - beschehe mer leuten - so we/aren sy doch yecz in gutem paw und von tag zu tag pessert.8f) So hiet widertail in leben des erben dhain gerechtigkait zum leibgeding, das es dem marschalh nit seinem begern nach zu dritter hand innzuhaben, zugestellt solt werden. We/ar darumb marschalh alain under seinen mitverwonten und sein hausfraw burger hie. Stünd in übung, die burgerlichen heüser und güeter zu verkaufen und vere/andern, deshalb er auf das land geraten möcht und das burgerrecht aufsagen, dardurch die verwaltung des leibgedings von der stat auch der stadträtlichen öbrigkait, die auch tail darinn gewartund und darinn aufseher und oberhand geseczt we/aren, in frömbd hend gezogen wurde. Solt es dann in ain andre dritte hand gestellt werden, des sy ... doch nit recht zu sein achteten, so sollten Aussteller dieselben auch zu gerhaben seczen; wann, so sy nichts innhieten, davon sy das recht verlegen möchten, we/aren sy das ir für die kinder darzustrekhen nit schuldig. Darumb dweil widertail, weil noch ain erb verhanden in leben we/ar und das leib-geding in zimlichen gutem paw wer und von tag zu tag pessert1 wurd, zu dem leibgeding nichts zu sprechen hiet und das in sambt der frawen durch die kaiserlichen bevelh und die Aussteller innzehaben erlaubt und bevolhen worden, we/ar ir begern, sölch leibgeding in iren henden ze lassen und we/aren aus angerürten ursachen zu des marschalh vermaint clag nit schuldig zu antwurten, wollen also die sachen2 damit zu . . . rechtlichen erkhanntnuss geseczt haben. . . . VI. (1514/15.) Darauf . . . Eberhart marschalh zu Reichenaw anstat Larennczen Haiden sex töchter . . .: auf der gerhaben, frawen Haidinn duplicirte exception3 . . . wer sein antwurt und befro/embet in nicht unbillich ir auszug, die nicht antwurten wolten und doch antwurteten. a) (ad Va) Es wurd nicht befunden, das in die clag nach urtl4 zuegestellt; die urtl we/ar vor ainem jar ausgangen, 5 das die gerhaben sambt der frawen verantwurten solten und nach der erledigung we/ar sonderlich die clag von newem zugeschikht, des sich die fraw alain zu verantwurtenunderstanden, daz wider1 vermügen der urtl we/ar, die sich auf das leibgeding lenden2 the/at und nicht auf das verpot, als sy anzaigten. b) (ad V b, S. 398) Sy zaigten an, sein clag we/ar umb das leibgeding inzuantwurten gestellt, aber nyemant vermeldet, wer das thun solt. Saget er, das Aussteller es3a. d. ö. g.4 thun solten durch erkanntnuss des rechtens, auf das es nun gefallen und in verwüestung ligen5 we/ar, darauf Aussteller die urtl geben, 6 das die nachgeseczten gerhaben sambt der frawen dieselb sein clag verantwurten solten, des sy gedingt und durch die kaiserlich declaracion dieselb urtl zu creften erkannt, derselben declaration, als sy vermaineten, noch nicht antwurt zu geben schuldig sein solten. War we/ar, das er das leibgeding im zuzestellen begeret oder aber in die dritt vermüglich hand, sölchs in der Aussteller, a. d. ö. g. willen stuend, zu welcher sie, d. h. der Stadtrat, das stellen, 7 so lang unz die fraw und gerhaben nach vermugen gemainer stat freihaiten glaublich auszugen, den knaben scheinig für augen8 und zu recht umb sein gebürt vor den Ausstellern gesagt wurde, und wo sy schen beibre/achten, so we/ar das leibgeding in der frawen noch diser gerhaben handen nichtz9 zu lassen, dann sy bisher dhain rechnung davon gethan, das pöslichen versehen, wie bewisen. Die gerhaben kriegten das leibgeding der wittib und nicht dem su/on;10 die gerhaben wessten das leibgeding nicht, hieten sein nicht acht, liessen es die gruntherrn einziehen unverantwurt, es wer dhain rechnung bisher von inen des leibgeding halben genomen. c) (ad V c) Wann sy gleich noch ainen sun het, der zu seiner zeit bei den Ausstellern, a. d. o. g., auch darumben wissen wolt und ersuchen, we/ar dann dhainer verhanden, so we/ar sölch leibgeding sambt der nuczung auf sein (des Marschalls) hawsfraw gefallen, die in auf beden tailen entzogen1 wurde, als d. w. e., es we/ar der sun, sein (wieder des Marschalls) hausfraw oder ander w. e., weih nutzung die witib und gerhaben mit der rechtfertigung anwurden und verderbeten on2 die Aussteller, a. d. ö. g. einziehen3liessen. d) (ad V e, auf V d wird nicht reagiert) Als sy anzaigeten, das die weinge/arten in gutem paw und noch pessernuss gewartund we/aren, mo/echt ainstails4 aber nicht all5 noch das haus gepessert noch versehen wurde; es le/agen etlich gar öd, etlich eingezogen, das inen, a. d. w. e., dhains wegs zuzesehen gebüret, und wo Aussteller, a. d. ö. g., die sachen bei dem tag ersehen wolten, als sie das zu thun schuldig, wurden sie befinden, das die weinge/arten und am meisten die pesten die fraw noch die gerhaben dhain selbs pawen, wie sy anzaigeten, sonder die auf jar und leibgeding von in lassen an der Aussteller wissen, das sy nicht macht hieten; darzue ime anstat seiner hausfrawen irer geswistrheit, als die des leibgedings w. e. we/aren, zuzegeben nicht gebüret, desgeleichen, wann ain sun verhanden we/ar, als sy anzaigeten, noch weniger leiden möcht und aller nachtail bei den Ausstellern, a. d. ö. g., wie sich des zutrueg gesuecht wurde. e) (ad Vc) Sy zaigeten an, wo die weisung ainn6 abgang und die stillsweigund genüss achteten, zu sein begerten, dieselb zu verlesen und zu gericht acta zu bringen und waz7 von verfahung des kriegs und mit der kinderschrift1 nit einkomen we/ar, auch im nicht zugestellt ain copej solt zu gerichtzacta nit . . . zugelassen werden. Wolten auch nur das widerspil, als solt er (der Marschall) weisen, ob der sun lebentig oder tod we/are, auflegen,2 das wider ordnung aller recht we/ar, alain umbflucht3 und4 bei urtl verhoffet5 nit gestatt werden. Sonder wolten sy des leibgedings geniessen, daran sy nichts hieten, sy füereten dieselb weisung, wie sich gebüret. Und saget6 das er sölche ir fürbracht weisung oder kuntschaften offenlich widersprochen und Aussteller dis gleich sehen7 teten, so we/ar die nach ordnung aller rechten noch nach . . . stat auch landsrechten nit genug; dann nyembt darumb, wie sich zu recht gebüret, gesagt hiet, Aussteller wessten . . . recht und . . . gebrauch, das der knab, so er ihnen furgestellt, gesehen, sein geburd muntlich gewisen oder vor den räten herzog Wilhelms8 durch unparteisch weisung, die _ auch der geburd wissen trügen, mit dem höchsten beibracht werden soll, damit in dhain gefallen erb dhain frömbder erb geseczt wurde; und wann nun die geburd ge9wisen, so hiet doch die wittib aus nachvolgenden ursachen sambt disen gerhaben nichts bei sölchem leibgeding sonder muesst durch Aussteller, a. d. ö. g, sölch leibgeding aus der frawen henden und gerhaben genomen werden und dem sun auf raitung zu andern gerhaben henden zugestellt werden. a) Was hülf den sun, wo er in leben we/ar, das die muter und gerhaben das leibgeding möchten verechtnen und in abpaw komen lassen; was man davon aufhueb, an wurde. Doctor Hainrich Haiden hiet die wittib mit dem verme/acht nit auf das leibgeding weisen mögen, dann es nit sein aigen erbgut, alain sein lebenlang, nyemands nach seinem tod darauf verphenden mögen, deshalb die fraw nichts daran hiet. Warumb soll ir dann von Ausstellern und irer, als d. w. e. zugesehen werden, das dem sün zu verwüesten; sy we/ar irem aigen sun selbs widerwertig. ß) Zum andern we/ar offenwar vor augen das verderben des hauss, darzue der weinge/arten und dhain nucz des leibgedings bei der frawen noch disen gerhaben zu erharren, an mergclichen schaden. Dann in irem anzaigen selbs abgenomen möcht werden, das sy anzaigeten, wo sy das leibgeding nicht hetten, hieten sy auch das recht nicht zu verfueren. We/ar swe/arlich zu verantwürten, das sy dem sun, wo der verhanden, oder seiner (des Marschalls) hausfrawen iren geswistreiten, die wartund erben we/aren, zusambt andern, das leibgeding verrechten wolten, als sy anzaigeten, und des mit iren fluchten guten schein geben, zum end1 nicht wolten. γ) Es wolt auch nit von nöten sein, we/ar auch nit recht, das er weisen solt, ob der knab lebentig oder tod we/ar, des ze thun schuldig, den knaben furzestellen und sein geburt weisen, wie recht we/ar,2 damit Aussteller weiter mit dem leibgeding, a. d. o. g., mit urtl oder zu unverde/achtlicher gerhaben handen ze stellen, die dem sun, wo er verhanden, oder den w. e. das leibgeding zu ainem nutz und nit also,3 und nit zu verderben auf gute raitung handlen te/aten, nit als dise gerhaben te/aten, und zusehen und zu verderblichen schaden. Der ain, als Meichsner, wolt nit darumb wissen. f) (ad Vf) Sy zaigeten an, er (Marschall) sei in willen, seine güeter zu verkaufen zu Wienn und nachmals das burgerrecht aufzesagen und auf das land ziehen,1 mit vil spiczigen worten, die er wol zu verantwurten wesst. Was gieng sy an, er verkaufet oder saget das burgerrecht auf. Es stuend in sölchem zweifl2 des suns halben mit dem leibgeding, der Aussteller aufsehen ze haben von kunftiger ansprach wegen, als wol als im anstat der3 w. e. Es we/ar das recht und das verbot bald ab den Ausstellern. Sprächen nur urtl darinn, das sy das leibgeding nicht verrechtnen bedörften; dieselb sach we/ar ze recht geseczt. g) (ad II) Den kaiserlichen4 bevelh, so sy auf anbringen erworben, gäb in nicht zu, das leibgeding innzuhaben, das die kaiserlich Maiestat verhalten werden. Hiet die Haidnin Kay Mt derzeit, als sy den bevelh erworben, ir gute wirtschaft sambt der gerhaben im grund anbracht, sein Maiestat hiet villeicht den bevelh nicht ausgeen lassen; der bevelh ne/am seiner hausfrawen, iren geswistreiten, a. d. w. e., ir anfallende gerechtigkait nit ab. Verhoffet nach laut seiner clag, unangesehen der witib und gerhaben schimphlich eintragen, auf dieselb sein clag, geschrift und gegengeschrift,5 auch aus erzelten ursachen, das bemeit leibgeding wurde im oder in ain andre vormügliche dritte hand zugestellt auf raitung bis die fraw und gerhaben mitlerzeit doctor Haidens sun, des sy sich berüemen te/aten in leben zu sein, für uns zu stellen, dweil die güeter under den Ausstellern und in disem land le/agen, und sein eeliche geburd scheinlichen, wie recht ist, bewisen, damit nach sölcher weisung ferrer beschehen möcht was recht we/ar, dadurch dem sun, wo er verhanden, oder den w. e., der6 gwalttrager er we/ar, dhain weiter schaden erraichet, auch gemainer stat. Das solchs recht we/ar, seczet er zu der Aussteller rechtlichen erkanntnuss. VII. (1516.) Dawider die Gegenpartei vorbringt: a) dy urtl als widertail in seiner triplicen1 anzaiget, we/ar von ainem rat wol entschidweis anzaigt und nit urtlweis gangen; davon sy auch dieselben stund zu appellirn willens; aber warumb es nit beschehen funden die Aussteller in dem gerichtsbuch eingeschriben; Aussteller hieten auch deshalb einn entschid zwischen irer gethan, des mon sich alles in ihrem buech erkunden möcht und in dem, wann in die urtl geöffnet und sy davon appellirt hieten, darumb sy es auch bei irem warhaftigen anzaigen beleiben liessen. b) Sy liessen es auch bei irer andern schrift2 beleiben mit beger, die wol zu verlesen und nochmal zu vernemen, ne/amlich daz sy genugsam gewisen und von den Ausstellern darfür angenomen, das noch ain sün, dem das leibgeding zugehörig, in leben verhanden we/ar. Wolt aber widertail sölch weisung widertreiben, das solt er mit ainem merern recht3me/assigen grund, dann er the/at, thun. Im gebüret sein Nain, das widerspil so er anzaiget (das diser knab dhain erb oder Haiden sein solt oder nit leben) zu approbiern und die sag der frommen leut zu anullitirn4 und rechtme/assig zu vernichten. Es we/ar auch nit zimlich, kainem5 unzimlichen begern zu vervolgen, als widertail begerend we/ar, die leut so umb des knaben gebürt sagen wolten, sambt dem knaben für recht hie zu stellen, des sy6 nicht thun möchten, das inn wissund, darumb er unzimlich begeret, in zu vervolgen nit gebüret; wann dhain mensch zu Wienn, der in kennet, in hie nit gemacht, geboren noch erzogen, aber die muter, so in getragen und am pesten darumb wesst, hiet den für die ordenlich öbrigkait gestellt und dy jenn7 erbern personen, so umb sein geburd wessten, nach irem landgebrauch, wie recht we/ar, darumb gesagt, des sy verhofften genug ze sein. Wo aber nit all punct und artigkhl diser stat Wienn gebraucht, darinn gehalten oder angezaigt we/aren worden, so hieten sy doch nach ordnung der recht gehandlt, we/aren aber willig, so Aussteller es haben wolten, noch mallen sovil müglich und gebürlich zu merer erleuterung zu thun, und auf des widertails begern, der lieber säch,1 das dhain Haiden in leben we/ar, denn auch wissen, so der knab herke/am, das seines lebens, lufts, trankhs und ander kindlichen notdurft halben nit lang we/are, als andern auch beschehen, den knaben herzustellen nit schuldig und also auf die fleischpankh zu geben nit gebüren wolt, dweil ain gnugsame kuntschaft seines lebens schriftlich vor augen we/ar, die dann auch billich in die acta ke/amen und damit verlesen wurden, wann die auf sein selbst begern und der Aussteller haissen, zu rechtlicher erkanntnuss eingelegt we/ar worden. c) Aussteller wessten, das dhain gerhab nicht schuldig, sein gut für das phlegkind zu verrechten, sonder die rechtfertigung von des kinds güetern zu verlegen und es davon zu ziehen recht. Nun hiet das kind sonst nichts dann das leibgeding um den väterlichen erbtail, hiet in bisher widertail mit seiner unpillichen rechtfertigung, davon es noch in verbot hieng, bracht, zu welher des leibgedings nützung, als widertail vermainet, er dhain zuspruch umb den minsten haller, weil der sun in leben we/ar, nye gehaben hiet mügen und noch nit möcht, sonder es we/ar plösleich des suns und möcht damit thün wie er wolt, sy sambt den frawen, we/aren alzeit erpütig gewesen damit erschinen und noch rechnung ze thun, was yeder2 tail in seiner gerhablichen verwaltung gehandlt hiet. Aber widertail hiet es albeg geirrt. Ein weil hiet er nit hie sein mügen, ain weil hiet er sonst auszug gefunden und zum letsten, als er nit weiter gemöcht, hiet er anzaigt, als wol war we/ar, hiet nichts darinn ze thun, damit aber zerstossen; und wie wol sy gern geraitt, so hieten Aussteller doch, mit anzaigen weiter darinn ze handien, die sachen hinzelegen verhindert; darumb der gebruch an in nit gewesen und der unbillichen des widertails zicht we/aren sy billich erlassen, damit nit mer unlust erweckt wurde. Und ob sy gleich die weingärten, wie widertail anzaiget, des sy im doch, wie er anzaiget, dhains wegs gestüenden, umb je/arlichen zins hinlassen oder verlassen heten, so te/aen es doch nach gebrauch ander gerhaben; auch wurd ainem yeden zugeben, merern nucz mit dem zins dann dem paw zu scharfen und sy gleich das auch te/aten, und nur nicht lenger verliessen, dann sy gerhaben we/aren mit nuez des kinds; hofften recht daran than haben. Darumb nit der widertail sonder das kind als nagster erb, wo er die weinge/arten nit in gutem paw funde, wann er gevogt oder etwas - nachtailigs damit gehandlt vermainet wurde, darzu zu sprechen hete; wurde des auch wol wissen ze suchen, wie recht we/ar, und sie in den Ausstellern dermassen zu verunglimphen, dann inen ains merern vertrawt wurde, in pessern eerlichern lob und ver-mugen geacht we/aren, als widertail in zu verleczung anzaiget. Und ob nachtail an dem leibgeding bisher beschehen we/ar, nyemand dann widertail mit irem unzimlichen umbfueren daran schuldig, die se/atz nur kriegen und rechtnen und des nit fueg hieten, dem armen waisen und das sein, damit mon die gueter ste/atlich erpawen hiet mügen, unpillich bre/achten. Dann widertail re/achtlich noch nichts, weil der sun in leben, darzue zusprechen, wann im (dem Sohn) die nutzung zugehöret, das sy auch sein sprüch umb1 die unpillich umbfüerung vorbehalten haben wolten; im we/ar auch aus angezaigten vil ursachen, darumb Aussteller ir voreingelegt schriften erwegen und besehen möchten, der knab noch das leibgeding nit zuzestellen. Sy achteten nit, wer an irer stat gerhab we/ar, damit der knab bas versehen und die nichts inen selbs zu nuez davon gewartund we/aren. d) (Vergl. dazu Vd, in VI nicht berücksichtigt.) Als der widertail sich mit anvordrung grosser mergclicher schulden1 (er hiet es recht, oder nit) hören liess. Solt im das leibgeding bis auf die gevogten jar des kinds zugestellt we/ar2en, so machet er ain raitung, das das leibgeding sovil nit wert we/are; wie wolt in der arm wais aus der possess bringen, er vergnueget in dann seins gefallens. Damit belib im das leibgeding, des Aussteller gemainer stat, als die allweg lenger lebt weder dhain geschle/acht,3 das leibgeding a. w. e einzogen wurd. e) Darzu wo ainer ainen ziehen solt, darvon er zu erben vermaint, we/ar besorglich schlechte wartung zu nachtail und eeren4 tod der person vermuetlich, als Aussteller die und merer ursachen, darumb in der knab5 noch das leibgeding nit zuzestellen we/ar, bas dann sy erwegen mochten, die sy auch von kürz wegen anzuzaigen erliessen, wie wol sy leiden möchten, an irer stat ander gerhaben ze seczen; wolten, umb das sy gehandelt, all stund gern raitung thun, damit der sun nur wol versehen wurd. Darumb we/ar des widertails unzimlich begern nit stathaft, aus vil erzelten und mer erweglichen ursachen. Aber ir beger wer, in davon zu weisen, Q6326mit recht zu erkennen, daz des6 suns sippzall genugsam gewisen sei und irem erbieten nach, ob etwas nach diser stat brauch ubersehen noch des zu erstatten zugelassen werden, damit nyembt7 unrecht beschech, im auch, soferr er die genugsam eingelegt, kuntschaft verwerffen wolt, die, wie sich nach ordnung der recht gebüret ze thun auferlegt wurde, auch die zu den actisen8 zu legen, aus vor angezaigter ursachen pillich und recht ze sein erkennen, das sy auch oder ander gerhaben und nit er das leibgeding billich innhieten. Sölches alles begerten sy mit recht, darumb entschiden weren,1 und seczten es damit zu der Aussteller rechtlichen erkanntnuss. . . . VIII. (1517) Darauf gab . . . Eberhart marschalh zu erkennen, als die gerhaben in irer triplic das leibgeding betreffend ain lange geschrift und newrung einfüerten, welh artigkl vormal zum tail genugsam verantwurt, sovil mer, das er in sölher newrung nicht gestüend, das sy des knaben halben genugsam gewisen, und noch zu diser zeit auch von den Ausstellern nicht angenomen, dann wo2 die kuntschaft gleich formlich nach gewonhait der recht oder der stat ordnung aufgericht we/are, das nit we/ar. We/aren sider vil zeit verschinen, wesst nyembt,3 ob er lebentig oder tod we/ar. Im wolt auch nit gebüren, des knaben geburd, auch ob er in leben sei oder nicht zu weisen; we/ar wider vermögen der recht; die wittib und4 gerhaben, als die so das leibgedinge aus vermuten des knabens in nücz und gebrauch hieten, we/aren zu recht genug fürzubringen schuldig. a) (vergl. VI e) Dann der fürstlichen räte zu Münchens5 kuntschaft erstreket sich auf der eltern frawen von Ross sag und furstellung ains knaben, we/ar in nagster geschrift verantwurt, dieweil die rät die geburd des knaben nicht wessten noch erkennten, dann aus anzaigen derselben frawen, die vermuetlich irer tochter, der wittib, zu gut, damit sy ir underhaltung möcht haben, ainen frömbden knaben het mugen fürstellen. Was wessten die re/at darumb;6 es hiet sonst nyembt3 umb die geburdt vor in gesagt. b) Zum andern, als sy anzaigten, wie die muter als die, so umb solche geburd am pasisten wissen hiet, den knaben für die öbrigkait gestellt, the/at er widersprechen. Dann die muter, sider sy herab we/ar,1 nye hinauf komen; wo es geleich beschehen we/ar, trüeg es verde/achtnuss auf im, in massen wie mit doctor Haidnin muter, der alten frawen vom Ross. c) Es befund sich auch in der kuntschaft nicht, das yemand, wie recht we/ar, darumb gesagt hiet. Es we/ar gegrundt recht, auch der stat freihalten, wer was erben wolt auf dem land und bei gemainer stat, sollt sein sippzal weisen und fürgestellt werden, dhain phentung in erbschaft einkamen lassen, der wartunden erben, als seiner parthej, zu nachtail; der halben der knab für Aussteller2 gestellt und bracht solt werden, sein gebürd, wie sich gebürt, geweist, unangesehen der gerhaben flucht seiner zarthait, weter und lufthalben.3 d) (ad VIIe) Dann irer schimphlichen zumessung halben, the/at er diser zeit offenlich widersprechen bis zu geburlicher antwurtung vorbehalten. Das er die kinder umb das ierig mit dem rechten gebracht solt haben, the/aten sy im unrecht, wolt den Ausstellern, als den richtern geburen zu verantwurten, dann wer recht suchet, wolt nit unrecht; in wolt auch nit bekumern, den auszug irer raitung auch hochs beruemen ires lobs und ; vermügens höhers dann er geacht ze sein;4 mon erkennet in5 als ainen fromen landman seines nomens, vermügen und herkomen, pas dann jenicher Lasslawen geschlecht, des gesle/acht auf ainem pawrntorf in dem Landt ob der Enns bei Wülfering6 erzogen und herkomen we/aren.. Und demnach vernewet er sein eingelegt clag und schriften und sein nagst begern in seiner7 nagsten schrift gethan, mit widersprechung durchaus all eingefürt newrung, durch den widertail gethan, darauf auch nichts gehandelt solt werden, mit vorbehaltung aller notturft und widerlegung der sche/aden. IX. (I5I7.) Also ist ferrer von gemainem rat mit recht und urtl erkannt und gesprochen das a) sölch angezaigt leibgeding werde auf zimlich und billich verschreiben Eberharten marschalh als gwalttrager Larennczen Haiden se/aligen sechs töchter mitsambt den nuczungen desselben billich eingeantwurt, b) Es sein auch die bemelten gerhaben und witbe sölches leibgedings abzetreten schuldig, c) Es sol auch marschalh dasselb innhaben, nuczen und niessen bis auf vogtperkait des rechten erben, wo er im leben we/ar, in gericht angezogen und d) Je/arlich von sölchem seinem innemen und ausgeben raitung thun und alsdann dem rechten erbe

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Charter: 6125
Date: 1517 V 29
AbstractHanns und ... Wolfganng die Hawtznperger, gebrüeder, und . . . Barbara, Hannsen Haiden burgers zu Wienn hausfraw, ir swester, denen von weilent Wolfganngen Haucznperger, ihrem vater, . . . under anderm seinem verlassem gut ain haus hie zu Wienn, vor Stubmthor in der Mülgassen, gegen des Hawnolts mül uber . . . gelegen, angefallen ist, und die darumb an nucz und gwer komen . . . sein, nehmen damit folgende Transaktion vor. Wolfganng und Barbara haben ihr tail und gerechtigkait desselben hauß . . . ubergeben . . . dem obgenannten Hannsen Hawcznperger, ihrem bruder (dem erstgenannten Aussteller) umb ain summa gelts, worauf Hanns Hawczenperger sölch haus und zugehörung ferrer verkhauft und weilent Anndreen Vrsperger geben hat umb ain summa gelts . . . und aber doch im die gwer darumben nicht verfertigt. Wann aber derselbig Vrsperger nachmallen sölch vorbenannt haus seiner hausfraw Barbara, so numals Hannsen Niczo elichen hat, geschafft, innhalt seins gesche/affts im statbuch hie zu Wienn geschriben, so sprechen die drei Aussteller ihren Verzicht aus und bitten Wolfganngen Trew, derzeit ainer des rats der stat Wienn, und Wolfganng Smidinger, burger daselbs, als innhaber und verweser derselben stat Wienn gruntbuecher, daß sie Wolfgangen Hawcznperger und Barbara Haidnin ihres tails an oftbestimbtem haus in berurten gruntbuch an nütz und gwer austhuen und ihren bruder Hanns desselben widerumben an nücz und gwer schreiben, und darauf yegemeltn Hannsen Hawczenperger desselben ganzen hauß auch widerumben austhuen und . . . die merobgemelten Barbara, des Vrsperger wittiben . . . nucz und gwer seczen lassen.

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Charter: 6126
Date: 1517 IX 19
AbstractLeopold und ... Katerina, sein leibliche swester, weilent Aswoldn E/anntn, schuester, mitburger zu Wienn se/aligen eeleiliche verlassne khinder, verkaufen in khraft ditzs brieffs, in beiwe/asn . . . Jörgen Grueber, Lienhartn Niderlennder, baider [sc]huester, Sigmunden Prauchinger und Cöntzn Leysgang, all mitburger zu Wienn, dem [Mat]hesn Püttne/ar schu/ester, ihrem steuffvater, auch mit[bjurger daselbs, ihren ve/atterlichen anerstorben e/arbtail, ... an gedachts ihres vatern haus am Altn Kholmarkcht zu Wienn zwischn des . . . junckherrn Lasla, derzeit ainer des rats, ainstails und . . . Sigmundn Brauchinger, baider burger daselbs heüser andersteils gelegen . . ., geben inen auch den obemelten . . . erbtail hausshalbn auf aus ihrer nütz und gwe/ar in dy irigen.

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