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Collection: Urkundenbuch der Voegte von Hunolstein, ed. Toepfer, 1866 (Google data)
Charter CCXXXVI.
Date: 99999999
Abstract CCXXXVI. Johann Herzog von Lothringen bekennt, den Gerhard Vogt von Hunolstein wegen des im Bisthum Lüttich, namentlich vor Tongern durch den Bischof von Lüttich erlittenen Verlustes noch nicht entschädigt zu haben. 1342 Juli 20. TVir Johann von gots genaden van Lothringen, van Brabant vnd van Lymburg Herzog vnd des heyligen Romischen Biches ein Marschalk bekennen vns offinlichen an disem brif vnd dun kunt allen luden, daz wir vnserm lieben getrwen Herrn Gerharden dem Voyt van Hunollsteyn nusnit gerechint noch be- zalt haben dy virlust vnd den schaden, den er vnd dy sinen genomen hant in dem Bistum van Lüdiche bit ñamen vor Thungeren l, der in geschah von dem bischof van Lüdiche vnd den sinon in rehtin vurworten vnd friden, dy wir vnd dy vnsern mit ym vnd den sinen zu denselben züden hatten, vnd diz waz паe vnserm großen kryge, den wir hetten. Auch bekennen wir an disem brif, daz dem vorgen. Voyt vnd den sinen derselbe schade zu vnreht geschach vnd wider alles reht, vnd ob der selbe Voyt abir dy sinen den vorgen. Bischof von Lüdiche abir yman van den sinen dar vm it ane griften vnd sich irer verluste vnd dez schadens, der in zu vnreht van in geschach, wolten irkobern, daz si reht da mit dedin vnd nit vnreht; vnd wollen auch in dez selben zu allen züden günnen 193 vnd vnsir virhengnufse dar zu virlyhene vnd gebin. Darüber zu merer vrkunde vnd kuntschaff, so henkin wir vnsir Ingesigel an disen brif, der gegebin wart zu Brühsel nae Cristus geburt drutzehinhundert Jar vnd dar nae dru vnd virzig Jar des neysten Sunnedagis vor sent Jacobs dag dez heyligen Zwelfboden. Orig. mit Siegel im furstl. Wittgenst. Arcb. zu Berleburg. — *) Tongern bei Mastricht.

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Charter XCIX.
Date: 99999999
Abstract XCIX. Heinrich Graf von Salm befiehlt allen Burgmännern der Veste Hunolstein dem Nicolaus Vogt von Hunolstein zu huldigen. 1291 Juni 18. Nos dominus Heinricus comes de Salmis пec non Johannes et Fridericus, liberi ejus, viris strenuis et honestis vniuersis castrensibus ad castrum Hanoi- steyn spectantibu s salutem in domino. Mandamus vobis et precipimus singulis et vniuersis sub obtentu nostre amicicie et gratie, quod Nicholao aduocato in Hunol steyn, militi, presentis exhibitori, per omnia eo jure, quod Huldin vulgariter nuncupatur, obediatis. Renuntiantes illa fide hujusmodi juris, quam nobis presti- tistis, quousque eastrum Hunolsteyn ad nos per redemptionem ab eodem Nicholao fuerit revolutum. Dantes eidem potestatem plenariam rebelles compellere per ea, que a nobis jure possident feodali. Datum a. d. MCC nonagesimo primo, feria secunda proxima post festum sanete trinitatis. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. С. • Heinrich Graf von Salm befiehlt dem Bitter Ludwig von Tholey und allen Burgleuten auf Hunolstein dem Nicolaus Vogt von Hunolstein gehorsam zu sein. 1291 Juli 10. Heinricus comes de Salmis, Johannes miles et Fridericus, nostri liberi, discreto viro Lodewico de Tholey o militi suo castrensi suam gratiam cum salute. Tue fidelitati tenore presentium mandamus firmiter precipiendo, quatenus domino Nicolao advocalo in Hunolsteyn seniori militi obedias eo jure, quod holdin theutonice nuncupatur, accedens cum hoc personaliter singulos castrenses nostros ad dictum castrum Hunolsteyn pertinentes, precipias eisdem pro nobis et loco nostri, quibus etiam tenore presentium precipimus, ut omnes et singuli obediant dicto domino N. ea obedientia et fide, que vulgariter Holdin appellator. Renun tiantes fide et obedientia seu Holdin, qua nobis astricti sunt ratione hujus castri, donee jam dictum castrum per redemptionem ab eodem N. advocato ad nos fuerit revolutum. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appensum. Datum a. d. M.CC. nonagesimo primo, feria tertia ante festum bcate Margarete. Orig. im Pr. Arcb. zu Coblenz. 77

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Charter CCXXIII.
Date: 99999999
Abstract CCXXIII. Johann Vogt von Hunolstein, Herr zu Neumagen, huldigt dem Erzbischof Bal- dewin und dem Erzstift Trier. 1340 October 26. Ich Johan Voget von Hunoldistein Hen're zu Neumagen dun kunt allen luden, daz ich dem erwerdigen in gode vader vnd herren, mime herren, Hern Baldewin Ertzebischoff zu Triere vnd sime Stiefte in guden truwen gelobt han 183 vnd globen an diesem brieue, daz ich yn getruwe vnd holt sin sal vnd will vnd ire schaden wenden vnd warnen, wo ich mag, vnd ensal nümmer wider sy gedun heimelich oder offenbar, vnd wo ich zu schaffene hette oder gewunnen mit mime vorgenannten Herren oder den sinen, oder sie mit mir, so sal ich zu rechte stan von geistlichen sachen, vnd ouch wo iz geistlichen luden angat vor sime official, oder von werntlichen sachen vor mime vorgen. Herren oder sinen amptlüden vnd vor sinen mannen, vzgescheiden allerley argelist vnd geuerde. Vnd des zu eime orkunde han ich min ingesigel an diesem brieff dun henken vnd han gebeden vnd bidden an diesem brieue Hern Johan des Herren son von der Vels, minen swager, vnd Hern Ensfrid von Gudimberg, daz sy ire inge- sigele an diesem brief ouch wollen henken zu eime gezugnisse aller dieser vorgen. dinge. Vnd wir Johan des Herren son von der Vels vnd Ensfrid von Gudimberg, rittere, vorgenannt bekennen, daz wir durch bede willen des vorgen. vogedes vnsere ingesigele an diesem brief han gehangen zu eime orkunde vnd gezugnisse aller dieser vorgeschriebener stücke. Dieser brieff wart gegeben do man zalte von Cristus geburte drutzenhundert vnd vierzig jar vf den nehesten Donrstag vor sente Symons vnd sente Judastage der heiligen aposteln. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz.

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Charter VI.
Date: 99999999
Abstract VI. Erzbischof Johann v. Trier spricht das St. Simeonsstift zu Trier von der Ent richtung von Abgaben aus seinen Gütern zu Graach, Bernkastel, Cus, Lieser und Kesten, in der Vogtei des Grafen von Castel, frei. 1211—1212. Ego Johannes diuina gratia Treuirorum archiepiscopus. omnibus hanc paginam inspecturis in perpetuum. vniuersitati uestre notum facimus. quod cum comes de castris. a quibusdam bonis ecclesie s. simeonis in uillis scilicet. grache. berne- castel. Couese. Lisure. Kestente. sub aduocatia sua supra Mosellam con- stitutis. * graues et iniuriosas exegisset exactiones. Nos ad eorum questionis in- stanciam sepissime fatigati. huius rei ueritatem quampluries nisi sumùs perscrutari. ueritate igitur. primo per theodericum de cruue. post per Ricardum de palatio fideles nostros. ad ultimum per propriam personam. bis uel amplius. a rusticis et propinquis diligentius inquisita. prelibatam s. symeonis ecclesiam ab omni exactione liberam inuenimus et absolutam. Hanc autem ueritatem. quam omnibus cupimus esse notoriam. ne quis temere presumat infringere. sub districta anathematis sen tencia litterarum nostrarum testimonio. et sigilli munimine confirmamus. Huius ueritatis testes sunt hii. Conradus maioris ecclesie prepositus et archidiaconus. Theodericus maior treuerensis archidiaconus et s. paulini prepositus. Johannes archidiaconus. Othowinus archidiaconus et scolasticus. Cuno maioris ecclesie can tor. Jngebrandus thesaurarius. Canonici. Cuno de novient. Gilbertus de zoluure. Ernesto. Borkardus s. paulini decanus. Hugo cantor. Fridericus custos. Mini steriales. Petrus de Marceto. Jacobus de dune. Theodericus de cruue. Bicardus de palacio. Henricus Leneherre. Willelmus de archa. Cuno dictus aduocatus in confluentia. » Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Beyer II, 329. Hontheim I, 651. Des unter den Zeugen genannten Probates Theoderich von St. Paulin Vorgänger Albert er scheint zulezt 1210; der Erzbischof Johann starb 1212. — *) Graach u. Bernkastel am rechten, Cus, Lieser u. Kesten am linken Moselufer unterhalb Trier. Die Grafen von Castel trugen diese Vogtei vom Erzstift Trier zu Lehen, belehnten aber damit ihrerseits wieder die Vögte von Hunolstein. 7 vn. Verzeichnifs einiger dem Grafen von Castel i'om Erzstift Trier verliehenen Gilter. c. 1215. �?ec sunt curie comiti de Castro concesse. �?ec sunt eurie que in libero feodo comiti de castro concesse sunt. ideo ut aliis curiis et bonis archiepiscopatus treuerensis. quorum ipse aduocatus est. libertas sit talis. ut nichil in eis exigat nisi quod stricto iure aduoeacie sue debe- tur. Una videlicet curia in morscheit. 1 curia in gandanc. 2 curia in suarzer- din3 curia in merscheit.* curia in manbach.* curia in Wilre.B Preterea eidem comiti concesse sunt quedam hube in grache et in wellene'' site. de quibus uinum habere debet. ne cum placita sua de iure aduocacie tenet. homines aut bona predicta in expensis suis grauet. Aus dem �?. 1220 angefertigten liber annualium iuriuni archiepiscopi Treuerensis im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Beyer II, 422. — Die Vögte von Hunolstein erhiel ten mehrere dieser Güter als Afterlehcn. — *) wahrscheinlich Morscheid bei Hu nolstein. 2) unbekannt, kommt jedoch noch öfter vor als zur Herrschaft Hunolstein gehörig. 3) Schwarzerden bei Oberkirchen im Kr. St. Wendel oder bei Kellen bach im Kr. Simmern. 4) Merscheid bei Hunolstein. 5) wahrscheinlich Mombach bei Rhaunen im Kr. Bernkastel. 6) vielleicht Bruchweiler, Langweiler oder Sensweiler auf dem Idarwald im Kr. Bernkastel. 7) Wehlen am linken Ufer der Mosel, ge genüber von Graach.

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Charter LVII.
Date: 99999999
Abstract LVII. Walter Abt von Prüm belehnt die Brüder Nicolaus und Johann Vögte von Hunolstein mit dem Theil des Zehenten auf dem Merrecherberg, welchen sie von Gerhard von Esch und seinem Sohn Thileman gekauft haben. 1276 im October. os Waltems dei prouidentia abbas monasterii Prummensis vniuersis pre sentes litteras inspecturis notum facimus, quod Gerardus de Esch miles et The- lemannus eius filius in manus nostras sponte resignauerunt partem suam de decima sita supra montem, qui dicitur Merrecherberch, quam a monasterio Prummensi tenebant et recognouerunt se tenere in feudum. Et venditioni facte ab eisdem de eorum parte dicte decime honestis viris Nicholao et Johanni fra- tribus aduocatis de Hunoltsten ad preces dictorum G. et Th. consensum adhibe- mus expressum et ipsis fratribus predicte decime partem, que fuit dictorum G. et Th. ad preces dictorum G. et Th. in pheudum concessimus et concedimus per presentes. In cuius rei testimonium sigillum nostrum presentibus apposuimus. Datum anno domini M.CC.LXX sexto, mense Octobri. Orig. ohne Siegel im fíirstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg.

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Charter CXXXIV.
Date: 99999999
Abstract CXXXIV. Johann Graf von Salm überträgt dem Nicolaus Vogt von Hunolstein das Schutzrecht über das Lehen des seliqen Bitters Friedrich genannt Cant von Merle im Dorfe Wiperot. 1303 August 26. Nos Johannes comes de Salmis notum facimus universis presens .scriptum audituris, quod mamburnium ad nos spectans ad presens de feodo, quod fidelis noster dominus Fridericus dictns Cant, miles, bone memoгie de Merle1 tenuit et habuit in villa Wvperot2 cum suis juribus, domino Nicolao advocato de Hon- nolsteyn committimus nomine nostra tenendum et habendum, donee filius predicti F. militis ad annos discretions pervenerit. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appensum. Datum a. d. M.CCC. tertio, feria II post festum Bartholomei apost. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Fahne S. 45. — t) Die Zant von Merle waren Vögte im Hamm an der Mosel und Burgmänner zu Hunolstein. Ihre Burglehen lernen wir später kennen. — 2) Weiperath bei Hunolstein. cxxxv. Johann Graf von Salm befiehlt den Söhnen des seligen Wilhelm Bossel vom Stein, ihre Lehen von Nicolaus Vogt von Hunolstein zu empfangen. 1303 August 26. Nos Johannes comes de Salmis notum facimus universis, quod volumus et preeipimus Euer ardo аc fratri suo, filiis quondam domini Wilhelmi dicti Bossel de Petra, militis, bone meтoгie, ut alter vestrum omagium, quod de recepta pecunia a nobis in feodo recipere deberetis, a nobili viro domino Ni colao advocato de Honnosten nomine nostra recipiatis, donee predicta bona sibi obligata ad nos fuerint revoluta. In cujus rei testimonium sigillum nostrum pre 101 sentibus litteris duximus apponendum. Datum a. d. M.CCC. tertio, feria II post festum b. Bartolome!. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Fahne S. 68.

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Charter LXXX.
Date: 99999999
Abstract LXXX. Heinrich Graf von Salm verpfändet dem Nicolaus Vogt von Hunolstein für 1000 trier^che Pfund Pfennige die Veste Hunolstein und den Zehent zu Ach telsbach und erlaubt ihm, alle an Andere verpfändeten Güter einzulösen. 1282 August 20. Nos Henricus comes de Salmis, Henricus, Johannes et Fridericus nostri liberi, notum facimus universis presens scriptum inspecturis, quod tenemur dilecto 62 fideli nostro domino Nicholao advocato de Rundestein et heredibus huis in Mille libris Treueren. denar. bonorum et legalium, quas ab ipsis recepimus in pecunia numerata. Pro qua pecunie summa castrum nostrum Hundestein cum omnibus appendiciis ad hodiernam diem spectantibus non obligatis obligavimus nostra bona voluntate et sine dolo, quousque nos redimere contigerit, et obligamus hac interposita conditione, quod nullus alter poterit redimere wadigeriam 1 pre- dictam exceptis nostris libei~is ac nobis. Quod si nos sine heredibus decedere- mus, quod absit, filie nostre redimere deberent et possent. Decimam videlicet de Atzelbach * cum predictis proventibus dicti castri etiam obligamus. Sciendum est, quandocunque nos seu heredes nostri domino Nicholao vel suis heredibus dictam summam persolverimus, eastrum nostrum Hundestein cum appendiciis pre dictis in manus nostras libere et absolute sine aliqua contradictione revertetur. Insuper si dictum eastrum combureretur vel expugnaretur ulla ratione vel tradi- tione sine falsa clave, nullum dampnum de predicta pecunia sustinere debent, sed semper in solutionem eisdem tenemur et ad castrum recuperandum ipsos bona fide iuvabimus. Terram etiam et proventus aliis obligatos possunt redi mere et tenere, sicut Uli pro vadio tenent et tenuerunt, auousque redimemus. Promittimus etiam bona fide, quod in foro spirituali seu seculari de dicta wadi- geria nunquam inquietabimus, inquietare permittemus. In cujus rei testimonium nos Henricus comes antedictus sigillum nostrum duximus presentibus apponendum. Nos quoque Henricus Joh. et Frider. fratres prenotati, quia sigillis caremus pro- priis, sigillum consanguinei nostri Henrici domini de Fourpach petivimus et peti- mus presentibus in veritatis testimonium apponi. Datum a. d. MCCLNXXII feria quinta post assumptionem b. Marie virginis. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Fahne S. 40. — *) i. e. Pfandschaft. — 2) Achtelsbach.

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Charter CCJUV.
Date: 99999999
Abstract CCJUV. Boemund Vogt von Hunolstein, des seligen Boemund Sohn, bekennt, da/s er Mann und Burgmann des Gerhard Vogt und Herrn zu Hunolstein geworden ist. 1338 August 3. Ich Baumunt Voyd zu Hunoltsteyn, seligen Herrn Baumundes soyn, doyn kunt allen Luden, die diesen Brief ansehent oder horent lesen, daz ich bin wor den man vnd burchman mins Herrn Gerades des Voydes Herrn zu Hunoltsteyn, vnd hayn von ym inpfangen min deyl zu Hunoltsteyn, daz ye min waz ledich vnd loys, yt sy Vodie oder Burchleyn, daz mich von minem Yader vorgenannt anne irstorbin ist. vnd hayt mir darum »als lybe gedan, vnd sal auch ich wider doyn waz zittelich ist als ander sin man. vnd des zu eyner steticheyde, so han ich Baumunt vorgenannt min eygen Ingesigel an diesen brief gehangen. der wart gebin doe man zalt na godes geburtte druzehenhundert jar in dem Echten vnd dreizigisten Jare in invontione sancti Stephani prothomartyris. Orig. ohne Siegel im Pr. Arch. zu Coblenz. ctxv. Johann Graf von Spanheim trägt dem Erzbischof Baldewin von Trier die Stadt Trarbach zu Lehen auf. Mitsiegler: der Raugraf Georg, die Brüder Arnold und Gerhard von Blankenheim, Hartrad Herr von Schönecken, Gerhard Vogt von Hunoldestein, Hugo vom Stein. Dat. 1338 Sept. 19. Günther III, 387.

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Charter XXXVIII.
Date: 99999999
Abstract XXXVIII. Walter Abt des Klosters St. Apri zu Toul verkauft dem Nicolaus Vogt von Hunolstein Güter zu Herdre und Cussertre. 1266 Februar 3. Nous freires Wautiers par la volontei de deu abbes de saint Evre de Toul et touz nostras conuens faisons asauoir a touz que nous auons vendu a touz jors a mon signor Nichole cheualier condit voei de Henaupiere, a sa femme et a ses hoirs queuque nous auons et auoir deuons, prenons et penre deuons a Hefrdre et a Clussertre et queuque apent a ces leus, et toute la terre que messires Symons lou prevos de Trieues tient et doit tenir de nous, des Trieues en Aual, en prei, en terre, en vignes, en hommes, en femmes, en bleifz, en touz proages et en toutes autres rentes, pour dous cens Hures de Messeins, de ques nous auons receu dou dit chevalier entier paiement et lauons mis en proege et en boen us de nostre abbaie; et li prometons en bonne foi, que nous iamais a nul ior par nous ne par autrui, par lettre ne par grace dapostole ne de legat ne par autre aide 29 de droit escrist et nennie escrist ne venrons encontre cest vendage por que il et ses hoirs nen soient a touz iors en heritage; et prometons au dit cheualier et a ses hoirs leaument en bonne foi, que nous touz eeaus des ques il nous requarat droiture, qui tort nous ont faict en cest heritage deuant dit iusquauiordui, que nous les plaidierons par crestientei ansi con Ii chose fust nostre propre, soit a Toul, soit a Mes ou a Verdun ou aillors a la coustainge dou dit cheualier. En tesmoignage de la quel chose auons nous ces lettres saelees de nos saels, et en tesmoignage de veritei iauons faict mettre le sael nostre honorable peire Gile par la grace de deu Eneke de Toul, que furent faictes lan nostre signor Mil dous cens sexante et six ans, on mois de Feurier le ior de la saint Blaise. •Orig. mit 3 Siegeln im fürstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg.

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Charter CCCXVII.
Date: 99999999
Abstract CCCXVII. Andreas Abt zu St. Martin vor Metz verbürgt sich, dafs sein Schüler Ger hard von Darun und alle seine Angehörigen nie etwas Feindliches gegen den Vogt von Hunoldesteyn und seinen Bruder Nyclaus, ihre Erben, Diener und Helfer unternehmen werden. Dat. 1364 Dienst. vor s. Marcustage des heyl. Kwan- gelisten (23. April). Orig. mit Siegel im fürstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg. 256

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Charter CCCVI.
Date: 99999999
Abstract CCCVI. Erzbischof Cuno von Trier beurkundet die Sühne des Grafen von Saarbrücken mit Gerhard Vogt und Herrn zu Hunolstein und seinem Bruder Nicolaus. 1362 September 28. Wir Cune von Gots Genaden Bischof erwelt zu Erzbischof zu Trire, des heil. Rom. Riehs durch welsche Land Ertzkantzeler dun kunt allen luden, das die edeln vnser lieber Neue Johann Greue von Sarbrucken vff eine Sythe vnd Gerhard Voyt Herre zu Hunoltstein vnd Niclais sin Bruder vff die ander Sythe, vnsre lieben getruwen, aller Missehelle, Zweyunge, Uffleuffe vnd Criege, die bifs vff diesen hutigen tag gewest sind zwüschen yn vnd den iren, die yn zu verant worten stent, vff beiden Sythen an vns sint verliben vnd vns hant moge geben, das wir sie davon sönen vnd slechten; des hain wir sie gütlich, gentzlich vnd luterlieh mit einander gesünet vnd geracht von allen Namen, Angriffen, Schaden, Verlusten vnd gemeinlich vnd besunder von allen Zweyungen vnd Sachen, die sich zwüschen yn bifs an diesen heutigen Tag hant erlauffen, wie man die ge nennen mochte, also das sy daruff von beyden Sythen zu stunt zu male vertziegen haint, also das ire keynre umbe einiche die Stücke die bifsher zwüschen en ge sehen sin, deme andern nümmer mee sal zu sprechen noch Vorderung darumb an den andern dun noch yman anders in iren wegen, ufsgescheiden alle Argelist vnd Geuerde. By dieser Sönen, die wir sy beredten, waren gegenwortig die edlen und ersamen Johann Graue zu Spanheim, vnser liebir Neue, Johann von Falkenstein, vnser liebir Bruder, Beinbold von Sarbrücken, Herre zu Hesebach, Heinrich Beyer van Bopardt, Bitter, vnd Heinrich Mul von der Nuwer Borg, ein wapner, vnd andir vil gudir Lude. Des zu Orkunde hain wir vnser Inge siegel an diesen Brieff dun henken, der gegeben ist zu Trire nach Christus ge- burte drutzenhondert Jar darnach in dem LXII jare an sente Michels Abent. Gedr. Kremer: Gesch. des ardenn. Geschl. II, 499.

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Charter LXXXIX.
Date: 99999999
Abstract LXXXIX. Heinrich Graf von Salm gelobt, die dem Nicolaus Vogt von Hunolstein schul digen 1040 trierische Pfund Pfennige, wofür demselben die Veste Hunolstein verpfändet ist, nur den drei Söhnen desselben, dem Bitter Nicolaus, Nicolaus und Johann zu bezahlen. 1285 Mai 4. TJniversis presentes litteras inspecturis. Nos �?eгпгicш comes de Salmis, tleinricus et Johannes ejus filii, norum facimus, quod mille et quadraginta libras treveren. denar. bonorum et legalium, in quibus tenemur ex causa mutui Nicholao aduocato de Hunoltsten, fideli nostro, et domine Beatrici ejus uxori, et pro qua pecunie summa castrum nostrum Hunoltsten cum omnibus redditibus eis per nos est obligatum, promittimus Nicholao militi, Item Nicholao et Joanni, fra- tribus, filiis dicti aduocati et ejus uxoris, quod quamprimum nos dictam sum- mam pecunie solvere contigerit, quod cam ipsis fratribus et aliis eorum confra- tribus, si quos in futurum dictos conjuges forte procreare contigerit, vel eorum tutoribus, si quos habuerint, bona fide persolvemus et ad hoc nos firmiter obli- gamus in hiis scriptis; maxime cum dictus aduocatus et ejus uxor dictam sum- mam pecunie dictis filiis suis et etiam aliis filiis suis, si quos proereaverint in futurum, donauerint donatione inter vivos et contulerint ac bujusmodi donationem ab eis factam dictis filiis suis nobis intimaverint nec voluerint etiam filias suas vel generos suos aliquid juris habere in dicta pecunia, si forte ipsos aduocatum et ejus uxorem ante solutionem dicte pecunie decedere contingeret, quod absit, cum satis de bonis eorum, ut asserruerunt, dederint filiabus suis, quando spon- salia contraxerunt. In cujus rei testimonium nos Heinricus comes predictus sigil- lum nostrum duximus presentibus apponendum, quo nos predicti filii sui cum eo utimur in presenti. Datum anno domini M.CC. octuagesimo iplinto, feria sexta post ascensionem domini. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. xc. Wirich von Neumagen stellt dem Bitter Johann Vogt von Hunolstein Bürgen wegen des demselben verkauften Zehents zu Leiwen. 1285 Juli 16. Ego Wiricus de Numagin, armiger, notum facio vniuersis presentes litteras inspecturis, quod pro euictione seu guarandia a me prestanda domino Johanni militi, aduocato de Hunoltstein, pro decima de Lyue *, quam sibi vendidi de consensu Agnetis mee conjugis, prout in litteris super hoc confectis plenius con 69 tinehir, constituo fideiussores ei(lem domino Johamii nobiles vivos videlicet domi num Fndericum, fratrem meum de Numagin, dominum Wilhelmum et dominum Johanneni /vatres de Henzenberch, dominum Wilhelmum Buzzel de Lapide, do minum Theodericum de Bruche et dominum Hugonem aduocatum de Hunolt stein, milites. Et nos Fridericus dominus de Numagin, Wilhelmus et Johannes domini de Henzenberch, Wilhelmus dictus Buzzel de Lapide, Theodericus domi nus de Bruche et Hugo aduocatus de Hunoltstein predieti pro dicto Wirico apud dominum Johannem antcdictum fideiubcmus quîlibet nostrum insolidum more debito et consueto, promittentes dicto domino Johanni, quod si dictus Wiricus in pre stancla huiusmodi guarandia ncgligens fuerit aut remissus. uel si dicta decima euicta fuerit ab eodem, quod absit, obseruare prestationem sub nostris expensis ajntd Hunoltstein in aliqua domo honesta nobis a dicto Johanne assignanda, nunquam inde recessuri, donee dicto Johanni de dampnis suis fuerit plenarie satisfactum. Preterea si nos dictam prestationem obseruare nollemus uel non possemus, uolumus, ut alii milites uel filii militum de nostro consensu et uolun- tate dictam prestationem pro nobis et nomine nostro obseruent, prout supra est expressum, promittimus bona fide. In cuius rei testimonium nos Fridericus do minus de Numagin, Wilbclmus et Johannes domini de Henzenberch, Wilhelmus dictus Buzzel de Lapide et Theodericus dominus de Bruche sigilla nostra presen- tibus litteris apposuimus in testimonium premissorum. Et nos Hugo aduocatus de Hunoltstein, sigillum 2'i'ojirium non habentes, sigillo domini Nycholai aduo- cati, nostri consanguinei, utimur in hac parte. Ego vero Wiricus predictus, qui proprium sigillum non babeo, domini Friderici de Numagin, fratris mei antedicti, presentibus appenso sum contentus. Datum anno domini M.CC. octuagesimo quinto in crastino dyuisionis apostolorum. Orig. mit 6 Siegeln im fürstl. Wittgenst. Arcb. zu Berleburg. — *) Leiwen am rechten Moselufer oberhalb Neumagen. 70

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Charter CCCXLVII.
Date: 99999999
Abstract CCCXLVII. Johann Vogt von Hunolstein, Herr zu Neumagen, vermacht dem Kloster St. Marien bei Trier zu einem Jahrtag einen Kasten mit Kleinodien und seine Mobilien, die er in genanntem Kloster hat. 1371 April 28. In dei nomine amen. Per hoc presens publicum instrumentum cunctis pa- teat euidenter, quod anno domini ab incarnatione ejusdem millesimo trecentesimo septuagesimo primo, indictione nona, pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri, domini Gregorii divina Providentia pape undecimi anno primo, mensis aprilis die vicesima octava, hora vesperarum vel quasi, in quadam domo sive camera culgariter nuncupata „der Kessel", in ambitn monaster ii beate Marie ad martires extra muros Treuerenses sita, prope puteum ibidem, in nostrum notariorum publicorum et testium infrascriptorum ad hoc vocatorum et roga- torum presentia propter hoc personaliter constitutus nobilis vir, domicellus Jo hannes aduocatus in Hunolstein et dominus in Numagio, Treuerensis dioecesis, ad laudem domini nostri Jesu Christi et gloriose Marie virginis, ejus matris, ac in honorem omnium sanctorum pro salute anime sue et parentum suorum et in remissionem omnium peccatorum suorum, et ut fratres infrascripti pro remedio anime domicelli jam dicti et suorum progenitorum apud deum orationes suas li- berius effundere valeant, et anniversarium suum singulis annis in dicto monas terio peragant, faciant et seruiant pure, libere et irrevocabiliter, inter vivos dedit, donavit et obtulit et supraportavit religioso viro domino Theoderico priori monas- terii jam dicti, recipienti nomine et vice fratrum monasterii ejusdem, vnam par- uam cistam suam in dicto monasterio existentem 1 cum omnibus bonis et rebus in eadem cista existentibus vel inclusis, claues ejusdem eiste ad manus prioris antedicti realiter tradendo et eidem porrigendo, nec non omnia vtensilia in dicto monasterio existentia, que et qualia sint et quibuscunque nominibus nuneupari aut censeri valeant ad prefatum domiceUum Johannem spectantia, tribus lectis 278 cum eorum pertinentiis duntaxat exceptis, quos cum eorum pertinentiis dedit et contulit ac dari voluit hospitali b. Elizabet extra et prope muros Treuerenses ad usum infirmorum hospitalis ejusdem, nec non vna coppa2 argentea et deaurata et vna ampula argentea et deaurata dicte ciste, ut dicitur, inclusis, quas coppam et ampulam ad usus summi altaris jam dicti monasterii et aliorum sanctuariorum ejusdem perpetuo voluit et vult applicari ad habendum, tenendum, possidendum, et quidquid placuerit dictis fratribus de eisdem bonis et rebus faciendum cum omnibus suis pertinentiis. Dans prefatus domicellus eidem priori licentiam propria auctoritate dicta bona omnia et singula apprehendendi, percipiendi, perceptis quo- que et habitis utendi, fruendi ac pro libito voluntatis, ad usus tamen monasterii supradicti et fratrum ejusdem disponendi quando et quomodo et quotiens dicto priori et fratribus monasterii sepedicti videbitur expedire. Tribus lectis cum eorum pertinentiis nec non coppa et ampula prescriptis locis et usibus, quibus supra, per sepedictum priorem assignandis et deputandis, cedens nichilominus priori et fratribus predictis omnia jura et actiones reales et personales et utiles et directas sibi nomine et occasione dictarum rerum et bonorum quorumcunque contra quas- cunque personas competentia et competentes, faciens quoad hoc dictum priorem nomine fratrum ejusdem monasterii procuratorem in rem suam. Et promisit idem domicellus Johannes prefato Theoderico priori sibi et fratribus suis predictis sti- pulanti de euictione omnium et singulorum bonorum predictorum et rerum et de ipsis omnibus et singulis debitam atque justam facere et prestare gwarrandiam, dolum eciam malum in premissis et quolibet premissorum abesse abfuturumque esse, et res predictas et bona sibi et dictis fratribus habere licere et donatio- nem prescriptam in perpetuum irrevocabiliter firmam habere et tenere per se et 8uos heredes ac successores, dictamque donationem non revocare vel in vita vel in morte, neque occasione ingratitudinis noc supervenientium liberorum. Super quibus omnibus et singulis nos notarii publici subscripti et quilibet nostrum per juramentum prestitum fuimus requisiti, ut super hiis premissis vnum vel plura publicum seu publica conficeremus instrumentum seu instrumenta. Acta sunt hec anno, indictione, pontificatu, mense, die, hora et loco prescriptis, presentibus ibi dem discretis viris et honestis, videlicet Thilmanno de Lintghe et Alberto de Lysura, monachis predicti monasterii b. Marie ad martires, domino Conrado pastore ecclesie de Emmelde, decano christianitatis de Piesport, Cunone villico de Wiltingha, Johanne de Gumpwilre, famulo prefati domicelli Johannis, et Hennone genero quondam Walth eri carpentarii de Numagio ac Amoldo Thilmanni de Vil mare testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis. 279 Et ego Berwinus Petri de Emmelde, clericus Trueirensis dioecesis, publicus imperiali auctoritate et curie Treuirensis notarius, quod donationi et supraporta- tioni dictorum bonorum et rerum ac omnibus aliis et singulis premissis, dum, ut sic fierent et agerentur, unacum Thilmanno de Vilmare, clerico Trevirensi, pu blico imperiali auctoritate et curie Treuirensis meo connotario subscripto et testibus prescriptis presens interim eaque sic fieri vidi et audiui. Ideo hoc presens publi cum instrumentum exinde confeci, quod manu mea propria scripsi et in banc pu blicam formam redegi meoque signo solito signavi rogatus et diligenter requisitus. Orig. perg. im Pr. Arch. zu Coblenz. — *) Wahrscheinlich der in Nro. CCCXLIV erwähnte Schrein in der Sakristei des Klosters. — 2) Diesen Becher zeigte der Abt des Klosters am 11. August 1769 einem Beamten des Grafen von Hunolstein, welcher ihn so beschreibt: ,un gobelet d'argent à couverte, ancien ouvrage, dont la tête de la couverte est faite du château d'Hunolstein, bâti en argent avec toutes minimes circonstances, comme on le peut voir dans ses ruines encore aujourd'hui. Il est sans armes et sans inscription, mais l'abbé me disoit qu'il avoit un ancien authentique touchant ce gobelet, si bien que des autres joyaux de la famille d'Hunolstein."

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Charter CCXLVII.
Date: 99999999
Abstract CCXLVII. Wilhelm Graf von Holland bekennt, dem Gerhard Herrn von Hunolstein für seine Dienste vor Utrecht noch 50 Schilde schuldig zu sein. 1345 August 1. Willem graue van Heynnau, van Holland, van Zeeland end Her van Vrieseland maken cond allen luden, dat wi sculdich waren Hern Gheraird Hern van Hondelsteyne, van dienste die hi ons ghedaen heeft voir vtrecht end weder thuys ce varen, hondert zeuen end dertich scilde end enen haluen seilt End vynf grote, gherekent bi den Her van oesterhond, den Her van hauereths, Hern Lode- wyc van agimond, Her van noefeasteel end den Hern van der lecke, da iohannes van nederhem onse clerc die rekenninghe of heeft. End hier of hebben wi Herre gherairde voirfs becailt bi iohannes hand ons clercs voirfs zeuen End tachtich scilde End enen haluen seilt End vynf grote, alsus bliuen wi hem noch sculdich vynftich scilde, die wi hem ghelouen ce becalen in onse herberche ce coelne coir kersauende naist comende. In orconde desen briue bezeghelt mit onse zeghele, ghegheuen to tordrecht des Moensdaghes na sente iacobs dach Int iaer ons Hern M.CCC. vinue end viertich. Orig. mit Siegel im fürstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg. — Nach der Chronik von Arent toe Bocop (gedr. im Codex diplomaticus Neerlandicus II S. V. D. S. 268 ff.) kehrte Graf Wilhelm von Holland 1348 (soll offenbar heiisen 1345) zum dritten Male aus Preufsen zurück, wo er mit den deutschen Herren gegen die ungläubigen Preufsen gefochten hatte. Hierauf liefs er viele Ritter und Knechte anwerben, worunter viele grofse Herren und andre Edelleute waren, und lieis das Gerücht verbreiten, dais er die Ostfriesen bekriegen wolle. Als er aber all sein Volk bei einander hatte, zog er vor Utrecht und begann „op sente Odulphsauent" (16. Juni) die Belagerung, indem er die Stadt ringsum einschloß. Der Graf, welcher einen 201 Herzog, 13 Grafen, 52 Bannerherren, 2800 Ritter und 150000 Knechte bei sich hatte, liefs die Stadt alle Tage angreifen und hätte sie wahrscheinlich erobert, wenn nicht der Bischof von Utrecht einen Waffenstillstand und bald darauf einen für den Grafen günstigen Frieden vermittelt hätte. Graf Wilhelm zog am Maria Magdalenäabcnd (21. Juli) von Utrecht ab, wendete sich gegen die Ostfriesen und wurde am 26. September (1345) in einem Gefecht mit denselben erschlagen.

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Charter CCX1X.
Date: 99999999
Abstract CCX1X. Raugraf Heinrich zur Neuenbeumburg meldet dem Erzbischof Baldewin von Trier, dal's Johann von der Vels der Junge vor seinen Mannen das Haus Neumagen und 350 tb Trier. Pfenn. auf dem Dorfe Münster erkobert hat auf Grund der Briefe die derselbe darüber vom seligen Baugrafen Gottfried und Johann Vogt von Hunolstein hat, und bittet ihn in genannter Burg und Dorf zu schirmen. Dat. Nuwenboumburg 1339 Mittwoch nach Laurentii (11. Aug.). Copie im Balduin. Kesselstatt. Urtheü des raugräflichen Manneng erichts betreffend die Herrschaft Neumagen zu Gunsten des Baugrafen Heinrich Herrn zur Neuenbaumburg, da Johann von der Vels und Junker Johann von Neumagen, Sohn des seligen Vogtes von Hunolstein, auf dreimalige Vorladung nicht erschienen sind. 1339 October 19. Ich Heinrich fon Bacherachen genant, Emeriche Lemmelzon fon Lewen- stein, Bitter, vnd Gerhard Atze genant fon Alsintzen ein Edel knecht dvn kvnd allen luden, vm die vorderunge vnd ansprache, dy der Edele Herre Buu- greue Heinrich, Herre zur Nuwen Beymborg, vnser Herre, had vnd hed gedan an die Edele Herren, an Hern Johannen fon der Fels vnd an Jvncher Johannen fon Nvmagen, der ettewanne son was des faides fon Hvnoldestein, vm dye 177 Herschaf Nvmagen vnd vm allez daz darzu gehorit, daz die forgenanten Her Johan fon der Fels vnd Jvncher Johan fon Nvmagen sprechen, daz siez empfangen haben zu Lehne fon vnserme Herren Ruugreuen Heinrich, vnd vnser Herre Ruugreue Heinrich sprichet, Er habe En dyselbe Herschaf gelvwen bit forworten, sin reicht vnd siner man reicht vzgenomen, vnd sprichet ouch me, daz sye dye- selbe lehen nid haben empfangen fon Eme in der chit als Lehens reicht vnd ge- wonheid sie, vnd wil darvm, daz Eme dy selbe Lehen sien geuallen vnd bit reichte leddig worden. Vnd des sprechen wir me, daz vns wizentlich ist vnd dabi sin gewest, daz vnse Herre Ruugreue Heinrich dye selben Herren Hern Johannen vnd Jvncher Johannen darvm had for sich geheischen vnd forbod zu dreu dagen vnd ses wochen vz, als reicht ist, als man daz ouch hernach an disem briue bescriben findet, vnd had sye ouch vm dieselbe Lehen ane gesprochen, nach siner manne orteilen, vf sinem reichten eygen, zur Nuwen Beymborg, vnd had daz vzgedragen for sinen mannen als reicht ist. Vnd was des der erste dag gestald, als sye forbod worden, vf den Svndag nest for senthe Matheus dage, vnd saz ich Gerhard Atze forgenant vf den selben dag zu gerichte fon mins herren wegen Ruugreue Heinrich zur Nuwen Beymborg, vnd Her Johann fon Vdenheim ein Bitter bi mir, als gerichtes reicht ist, vnd was Her Helfrich Wald genant ein Ritter, vf demselben dag mins Herren Ruugreuen Heinrich forsprecher. Der hyzs fon mir nach des gerichtes reichte, daz ich fraite vnd alda Irfüre 'an don mannen, wie lange min Herre der Ruugreue Hern Johans fon der Fels vnd Jvncher Johans fon Numagen warten solte an gerichte, sint sye nid citlich enquemen. Daz orteil gab ich zu irfarende an den mannen Herrn Heinrich fon Kvngernheim einem Ritter; der quam widder an gerichte bit den mannen vnd sprach, sye hetten En gewiset, daz min Herre der Ruugreue Hern Johans vnd Jvncher Johans egenant beiden solte an gerichte bit dy svnne an den wester gebel ginge. Des enquamen sye nid vnd dy chit forging. Des hyzs anderwerbe mins Herrn forsprecher des Ruugreuen, daz ich fraite vnd irfüre an der mannen orteilen, wie man sye anderwerbe forbodden solte als reicht were, sint sy nid kommen enweren. Daz gab ich zu irfarende Herrn Johanne fon Wlenheim einem Ritter, der sprach, als En dy man gewiset hedden, man solte sye anderwerbe forbodden bit czwein mins Herren des Ruugreuen mannen vnd bit sinem vffenen briue fon dem forgenanten ersten dage wir einen dag vnd fürcehen dage an dy selbe stad sich zu ferantwortene, was sye min herre der Ruugreue anspreche, als reicht were. Des gevil der ander dag vf den nesten mandag nach sente Remiges dage daz sye anderwerbe worden forbod, als ez fere ist bescriben. Da 23 178 • hizs mich Heinrich fon Bacharachen forgenant min Herre der Ruugreue zu einem Richter, dez saz ich zu gerichte vnd bi mir Her Herman fon der phorten, ein Bitter. Des hizs aber mins Herren des Ruugreuen forsprecher fon mir zu irfa- rende an den mannen, wie lange min herre der Ruugreue Hern Johans vnd Jvncher Johans forgenant warten solte an gerichte. Das gab ich zu irfarende an der maime orteile Herrn Wolfram fon Lewenstein, einem Bitter. Der sprach, als En dy man hedden gewiset, daz man Er beiden solte bit dy svnne an den wester gebel ginge, alz siz ouch vf dem ersten dage hetten gedeilt. Des fraite anderwerbe mins Herren des Ruugreuen forsprecher, wie man sye drittewerbe forbodden solte, sint ez afther dagchit wer vnd sy nid enqwemen. Des deilten dy man, daz man sye zu dem drettenmale forbodden solte bit mins Herren des Ruugreuen vffenem brieue vnd bit czwein siner mannen fon dem selben dage vbir einen dag vnd fircehen dage. Des ward der drette dag gestalt vf den dienstag nest nach senthe gallen dage, vnd worden abir forbod als reicht ist. Vf dem dretten vnd lesten dage hizs mich Emerchen Lemmelzvnen forgenant min Herre der Ruugreue Heinrich zu einem Richter vnd Eme zu gerichte sitzen. Daz det ich, vnd saz bi mir an gerichte Her Fmt fon Stromberg, ein Bittei; vnd was forsprecher vf den dag mins Herren Ruugreuen Heinrichs Her Heinrich von Bacharachen. Der gerthe an mir an einen orteil zu irfarene, sint Her Johans fon der Fels vnd Jvncher Johan fon Numagen forgenant forbod weren zu drey dagen vnd ses wochen vz bit mins Herren des Ruugreuen vffenen brieuen vnd bit sinen mannen, als reicht were, Eme zu antwortene zur Nuwenbeymborg vf sinem eygene, vm dy herschaf Nvmagen forgenant vnd vm allez daz, daz darzu gehorit, vnd nid komen enweren vnd nid enqwemen noch niman fon iren wegen, der sye ferantworten wolte, waz mins Herren des Ruugreuen reichtes darum were. Daz gab ich Herren Philipse dem Vicedom in dem Binkouwe zu irfarne an der manne orteilen, waz sye darvm minem Herren dem Ruugreuen deilten vnd sprechen for ein reicht. Des hischen dy man daz min Herre der Ruugreue En dy man alda wisethe, dy Hern Johan fon der Fels vnd Jvncher Johan me- genant forbod hetten, als ez fore bescriben ist. Des waren keinwortig da Ger hard fon Alsintzen, Wentze fon forneueld vnd Johan paster genant, dy man sin mins Herrn des Ruugreuen forgenant. Dye sprachen vf Iren eid, den sy minem Herrn dem Ruugreuen vnd andern iren Herren gedan hon, daz sye Herrn Johan nen fon der Fels vnd Jvncher Johannen fon Nvmagen forgenant hetten forbod kvntlichen bit mins Herren Ruugreuen Heinrichs vffenen briuen, als reicht ist, vnd in aller wis als ez fore ist bescriben. Dez hiz ich fon Rade vnd geheize 179 der man, dy da keinwortig waren, Gerharden fon Alsintzen, daz er ginge for dy phorten des huses Nuwen Beymborg vnd daz er rufe vnd fraite drywerbe, ob Her Johan fon der Fels oder Jvncher Johan fon Nvmagen irgen da weren oder yman fon iren wegen, der sye ferantworten wolte vm dy forgenanten ansprache sint ez afther dagchit were. Daz det Gerhard vnd qwam widder vnd sprach, Er enfvnde niman als er vzgesant were. Des qwam Her Philips der Vicedom forgenant als Eme daz orteil was befolen zu irfarende widder in an gerichte vnd sprach, als ich Eme befolen hette zu irfarende, hetten En dy man gewiset, vnd spreche Ez ouch selbe for ein reicht: Sint min Herre der Ruugreue Heinrich Herrn Johannen fon der Fels vnd Jvncher Johannen fon Nvmagen for sich for- boden hette vm soliche ansprache als er an sye hette, als ein reicht were, als ez fore ist benant, vnd daz ouch alles wol zu hette bracht, daz min herre der Ruugreue irkobert vnd gewunnen hette bit reichte allez daz gud, da er sy vm anspreche, bit namen dy Herschaf Nvmagen vnd allez daz darzu gehorit, gud, geld, gülte, reicht vnd gerichte, nusnid vzgenommen, vnd muchte vnd solte da mide ferert me breichen vnd nuzen nach sinem willen, da ensolte en niman ane hindern. Bit disen dagen vnd dingen als ez fore bescriben ist waren Her Wernher vnd Her Herman Herren fon Honfels gebrüder, Her Fridrich fomme Steyne, Her Wilhelm vnd Her Godfrid fon Bantecke, Her Sibel fon Mvnxheim vnd Her Herman sin Bruder, Bitter, vnd anders file birber Lude, Ritter vnd kneichte, dy da man sin mins Herren des Ruugreuen, dy zu disen sachen forbod worden, als reicht ist. Des geben ich Heinrich fon Bacharachen, Emeriche Lemmelzvn vnd Gerhard Atze forgenant vnser Ingesigele zu orkunde vnd bekentnisse aller diser forgeschribenen sachen an disen brif, der ward gegeben nach Cristes ge- bord dusent Jar druyhundert Jar vnd darnach in dem Nvn vnd drizigstem Jare vf dem nesten Dinstage nach senthe Gallen dage forgenant. Orig. mit 3 Siegeln im fiirstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg. Erzbischof Baldewin von Trier beurkundet den Erbvergleich zwischen Johann Vogt von Hunolstein Herrn zu Neumagen und seinem Schwager Johann von der Vels. 1340 October 24. Wir Baldewin von gots gnaden Ertzbischof zu Triere, des heyligen Romi schen Richis durch welschelant Ertzcanceler, dun kunt allen luden, daz cusschin 23* 180 Johan, Arnoldis des Herren Son von der Vels, von frowen Kunegunde wegin siner elidier husfrowen, vnd Johan vogit von Hunoldestein, Herren zu Numa- gin, vnsern lieben getruwen, vmb alle vfloufte, zweiunge, vorderunge vnd erieg, die cusschin in biz disen hutigen dag geweset sint, in wilchirhande wyz iz wer, gütlichen vnd gentzlichen von yrn beydir frunden vor vns gerichtet vnd gesünet sin, als her nach begriffen ist. Zum ersten so sal daz hus gelegen vff dem berge Ы Bernkastel1 Johans von Hunoldestein zu vorint sin, daz von uns zu burglene rüret; vnd die vesten zu Numagin sal ir iglichs beyde Johans von der Vels von siner vorgen. frowen wegin, vnd ir nach des selbin Johans dode, vnd Johans von Hunoldestein halp sin; vnd mag ir iglich vf sime halben deyle wanen vnd da mite sinen nutz vnd vrber schaffen. Vnd wer daz ir einer da wanete vnd der ander nicht, so mag der, der da wanete, des andern deyl, der da nicht enwere, gebruchin. Doch mag der, der da nicht enwanete, in syme deil sin korn vnd sinen win vnd ouch ander sin gut herbergin vnd beslizzen. Vnd vort allis andirs des gudis, herschefte, gerichte, lehne, burglehen, eygin vnd erbe, koufgudes vnd andirs gudes, cinse, gülde, geuelle, besuchet vnd vnbesuchet, wie man iz nennen mag, daz Johan Spy s selige vogit von Hunoldestein gelazzen hait, da er verschyt, vnd dar zu er rechte hatte, dez sal daz dritte deyl Johans von der Vels in siner vorgen. frowen wegin sin vnd ir nach syme tode, vnd die andern zwei deyl Johans von Hunoldestein vorgen. Wanne auch frowe Anne, des vorgenanten Johans von Hunoldestein mutir2, virscheydit, so sal irs leib- gedinges vnd widems dritteyl ouch Johans von der Vels vnd nach yme siner vorgen. frowen sin, vnd zwei deyl Johans von Hunoldestein vorgen. Vnd were iz daz frowe Kunegunt odir Johan von Hunoldestein vorgen. ane geburte von sime libe virscheyde, so sal des deyl, der also verscheyden ist, tredin vnd geuallen zu male vf den andern, der lebende verliuet; mit beheltnizze doch vns vnd vnsirs Stifts rechte vnd gewonheyt, vnd mellichem des sines, vnd ouch mit beheltnizze frowen Jutten3, des vorgenanten Johans von Hunoldestein elichin husfrowen, wideme, ob sy der vorgen. Johan vf sin deyl widemit. Vzgescheidin allerlege argelist vnd geuerde an allen disen vore vnd nach geschriebenen stücken vnd an irem iglichem. Vnd des zu eyme ewigen vrkunde han wir vnser Ingesigil an diesen brif dun henkin. Vnd wir Johan von der Vels, frowe Kunegunt vnd Johan vogit von Hunoldestein vnd frowe Jutta sin eliche husfrowe vorgen. be kennen, daz wir mit einander gentzlichin vnd luterlichin gesünet sin, als hy vore begriffen ist, vnd han gesichirt vnd globit vnd globin ouch in guden truwen an eydis stat, daz wir dise süne stede vnd veste truilichin halden wollen vnd nimmer 181 darwider gedun hcymelich oder vffenbar. Vnd des zu eyner merer stedicheyt han wir ouch vnser Ingesigele an disen brif gehenkit, vnd han gebedin vnd biden an disem briue die edeln herren vnd ritter Herrn Ruprecht greuen von Virne burg vnd Wildegreuen Friderich von Kirberg, Herrn Jacob von Moncler, Herrn Johan von Falkinstein, Herrn Ens/rid von Gudenberg vnd Colin von Mitlich, daz sy ire Ingesigele zu vnsers vorgen. Herren von Trire vnd zu vnsern Inge- sigelen an disem brif ouch wellin henkin zu eyme gezugnizze allir diser vorge- schribener stücke. Vnd wir Ruprecht greue von Virneburg vnd Wildegreue Fride rich von Kirberg, Jacob von Moncler, Johan von Falkinstein, Ensfrid von Gudin- berg vnd Colin von Witlich vorgen. bekennen vffinlichin an disem briue, daz wir durch bede wellen Johans von der Vels vnd frowen Kunegunde vnd Johans vogit von Hunoldestein vnd frowen Jutten vorgen. vnsere Ingesigele zu eyme gezug nizze allir diser stücke ouch an disem brif han gehangen, der gegebin ist do man zalte nach cristus geburte drutzenhundirt Jar vnd dar nach in dem vierzigi- stem Jare des dinsdages vor sente Symons vnd Juden dage der heyligin Aposteln. Orig. mit 11 Siegeln im fürstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg. — *) Vcrgl. Nro. CIL — 2) Geborne Wildgräfin von Kirburg, in zweiter Ehe mit Gerhard von Blankenheim verheirathet; vergl. Nro. CXLII und CCXXIV. — 3) Aus dem Geschlechte Man derscheid; vergl. Nro. CCXCV und Beilage XVII. 182

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Charter XCI.
Date: 99999999
Abstract XCI. Nicolaus, Hugo und Johann von Hunolstein bezeugen einen Vertrag des Wilhelm Bozzel von Stein mit dem Grafen Heinrich von Veldenz. 1286 December 30. Jgh Wilhelm bozzel vanme steine dun kunt allen den dysin Brif senht vnde hörent, dad Igh vnde min Herben leydich Man sin des grauin Heinrichss mines Herren vnde sinir erbin van Veldenzen, dy zu der Grauschafft zu Veldenzen hourent, van der Nuen Burgh dg Igh gebuet han bime dorf zu Nauelden1, vnde verjan mich des für mich vnde min erbin, swanne min Herre dere graue Heinrichin In aber sine erbin zu allin sinen Noden vnde sinir erbin wider alre- mellich dy Burgh zu Nauildin sol uf dun Ime vnd allin sinin erbin vnde sal sigh vnde sine erbirí dar huzs behelt'en alzez ime vnde sinin erbin uugeit, also swanne in aber sine erbin nod Anegingc, so sal er das forderen vf dy selbe Burgh einin Mant bevor, swi aber das queyme, das Got behuthe, das Igh aber mine herbin darwider weren vnd des nit intheydin, so sohle ime vnd sinen erbin dyselbe burgh zu Nauildin infallin sin in sin haut vnd siner erbin, vnd behübe ig aber mine erbin knie vnde sinin erbin darvber dy burg forre, das were bit mine vnrecht gein ime vnde sinin erbin; vnde bekoinin mich vch des, das ig vnde mine erbin nimannen soll enhaldin vfe derselben Burg, dy mime Herren me grauin Heinrichin van Veldentzen oder sinin erbin oder sinin Burg mannen wider sin aber schadin deydin, also swanne sine Burgmann gehorsam weyrin vor ime reyth oder minne zu neymene vnde zu gebene. Vnde vffe das, das dyse vorwort steyde vnde vnuirbrughilich sin vnde uirlibin, vnde bit mime guthin willin sin gethein, so heinchin igh min insigil zu eime Vrkunde an dysin selben brif vnde bidin dyse Herrin, dy her na in dysin brif gescriuin sint, das si ze eime Vrkunde ir insigele an dysin selben brif heinkin, den grauin Hugin van luzilstein, den grauin Eberhardin van zwinbrukin, den grauin Heinrichin van Spanheim, den grauin Godefridin roubin den Wildegrauin г, Hern Wilhel men van Heinzinberch, Her Niclasin, Her Hugin vnde Her Johanin van Hunoldistein, vnde begenugint den zwein bit des foders 3 Nichawe Insigele. Dirre brif wart gescriuin vnde gegeuin zu Lithinbcrg des sune Dagis vor deme dricondesteme dage, do der milier1 lif van Godis geborte, dusinit zwehundrid vnde ses vnde attchgz Jar. Orig. im königl. bayer. Reichsarchiv zu München. Gedr. Bachmann: Ueber Archive S. 113, wo auch eine Erklärung und ein Facsimile der Urkunde. — l) Nohfelden 71 im oldenburgischcn Fiirstcnthum Birkcnfeld. — 2) Gottfried mit dem Beinamen Raub (Roub, Royp) Wildgraf zu Kirburg, nicht, wie Bachmann erklärt „der Wild- und Kaugraf." 3) d. i. „des vordem, des zuerst von den dreien genannten," nicht wie Bachmann erklärt .des Vaters". Nicolaus war nicht der Vater der beiden andern, sondern. wie sehr viele Urkunden beweisen, der Bruder Johanns und der Vetter Hugos. — 4) Herzog Karl von Lothringen verordnete im Jahre 1579: „Nous avons statué et ordonné que doresnavant le milliarc de l'année commencera et sera compté du premier jour de Janvier." (Calmet: Hist. de Lorraine. Preu ves III, 446.) Daraus sehen wir. dnfs der Milier die Bestimmung des Tages ist, von welchem man anfangen soll das Jahr zu zählen, um deren I00Ü genau von einem gegebenen Zeitpunkt bis zu deren tausendmaligem Ablauf bestimmen zu können. Da der Jlilier lief von Gottes Geburt 128(i Jahre heifst also: „da man mit Weihnachten das Г2808и' Jahr zu zählen angefangen hat.*' ICIL Dio Brüder Nicolaus und Johann Vögte von Hunolstein als erwählte Rath leute entscheiden die Streitigkeiten des Abtes Walther von Prüm mit Heinrich Herrn von Schöneck und dessen Sohn Gerhard und bedienen sich des Siegels des .Johann Walrabe, Bürger und Schütten zu Trier. Dat. 128Ü feria V post Reminiscere (12S7 März 6). Copie im Pr. Arch. zu Coblcnz. хеш. Graf Heinrich von Veldenz beurkundet seine Sühne mit Nicolaus Vogt von Hunolstein. 12S8 März 1. W ir Heinrich, der Greue von Veldenze, tun kunt allen den, die disen brief gesehent oder gehorent lesen, daz wir des vergehen, daz wir unde die. Unseren gesünet sin genzliche unde steteliche mit Hern Nyclause dem Vogete von Hunoltstein unde den sinon, unde geloben och die selbe Süne vür uns unde die unseren an alle arge Liste unde geuerde stete ze han unde ze haldende. Wer aber, daz dem vorgenanten Yogóte oder den Sinon, iht geschehe von Unseren r 72 . wegen, oder von den unseren, oder an sime ledigen gute, ane daz usgenomen gut, daz do gemein ist bit dem Bischtume von Triere, unde bit anderen unseren Vigenden, daz geloben wir uf ze rihtende innewendic deme manode, als uns Wilhelm Bossel von dem Steine besaget. Wer och daz, daz der vorgenante Wilhelm abe gienge, daz Got mit welle, so sol daz selbe besagen stan an Tfäel- man von Henzenberc gelicher wis, als an dem vorgenanten Wilhelme; unde ge loben daz besagen uf ze rihtende als von dieseme Kriege. Daz stade unde ganz belibe an alle geuerde, so heinken wir unser Insigele an disen brief zenne steden Urkunde. Der wart gegeben ze Lichtenberc des Jares do man zalte von Gottes Geburte zwelf hundert ahtzig unde ahte Jar ze anegendem Mercen. Orig. ohne Siegel im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Höfer S. 38. Nicolaus Vogt von Hunolstein und sein Sohn Nicolmis verzichten auf ihren Burgsitz zu Veldenz. 1288 März 1. Ich Nyclaus der Voget von Hunoltstein vnde Nyclaus min Sun, dun kunt allen den, di disen brief gesehent oder gehörent lesen, daz wir vür uns unde vür unser erben, di wir nu han oder hernach gewinnen, verzihen vnde verzigen han vor biderben lüten uf unser Burcses, daz wir hatten ze Veldenze von dem Greuen unde von der Herschefte ze Veldenze, unde och uf den Bu, den wir da getan hetten, daruf verzihen wir luterliche vnde geben och dar uf deheins rehtes unde geloben daz vür uns unde unser erben, daz wir die herschaft von Veldenze, noch ir erben, umbe daz vorgenante burcsehs unde den Bu niemer anegesprechen noch beclagen suln, mit keime rehte. Wie aber wir daz brechen, oder unser erben, als hie vorgeschrieben stad, so vürgehen wir unde unser erben des, daz wir schuldic sin dem Greuen von Veldenze unde sinen erben Fünfhun dert phunt Trielscher phenninge, als si danne genge unde gebe sint, unde da mitte man weren mag ze Triere in der Stad. Daz wir unde unser erben daz hablen stede unde veste, unde nüt enbrechen, daz dirre brief kündet, so geben wir unserü Ingesigel an disen brief zem Urkunde unde geloben och daz stede ze hande, daz dirre brief kündet an alle geuerde, mich Nyclausen des vogetes Sun benüget mit mins Vatter Ingesigele an diseme brieue, vvan Ich kein Insigele 73 han. Dirre brief wart geben, do man zalte von Gottes Gebürte Zwelfhundert ahtzig unde aht Jar, ze anegandem Merzen. Orig. im Pr. Arch. zu Coblcnz. Gedr. Höfer: Auswahl der ältesten Urkk. deutscher Sprache S. 38. xcv. Heinrich Graf von Salm befiehlt den Burgmännern von Hunolstein ihre Burghut zu leisten. 1289 (1290) Februar 25. Henricus comes de Salmis omnibus eastrensibus suis de Honelstein salutem. Vobis mando ac requiro, ut vos veniatis in Honelstein facere custodias vestras, ut de jure tenemini. Et si vos non venitis, ego precipio domino Nicholao ad- vocato de Honelstein, ut ipse eat ad feoda vestra. In cujus rei testimonium sigillum meum presentibus est appensum. Datum a. d. MCCLXXXIX feria VI ante Buras. * Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Fahne S. 40. — *) Dies burarum oder dies focorum ist der Sonntag Invocavit. Johann genannt Spis, Vogt von Hunolstein, trägt dem Erzbischof Boemund von Trier den Zehent zu Guntzerot zu Lehen auf. 1290 (1291) Februar 23. Nos Johannes dictus Spis, aduocatus de Hunoldisten, notum facimus vniuersis presentes littcras inspecturis, quod pro centum et quinquaginta libris Treuiren. denar., quas a pie memorie venerabile patre domino H. quondam Treuirorum archiepiscopo recepimus, ut essem suus et ecclesie Treuirensis fidelis, 10 74 decimam nostram apud Guntzerot 1 a reuercndo in Christo patre domino nostro B. nunc Treuirorum archiepiscopo et ecclesia Treuirensi in feudum fatemur ët recognoscimus nos retinere. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presen- tibus est appensum. Datum a. d. MCC nonagesimo, in vigilia sancti Mathie apostoli. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. — *) Gonzerath im Kreis Bernkastel.

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Charter CCXII.
Date: 99999999
Abstract CCXII. Schuldbrief des Matheus von Eych für den Johanniter Johann von Hunolstein, welcher ihm das vom seligen Domprobst Nicolaus von Hunolstein geerbte Haus in der Flandergasse zu Trier verkauft hat. 1336 Januar 18. Nos Matheus de Eych, decanos ecclesie treuerensis, notum facimus vniuersis presentes litteras inspecturis, quod cum frater Johannes de Hunoltsteyn, ordinis s. Johannis Jherosolimitani domus treuerensis, consensu et auctoritate fratris Johannis filii quondam Thelemanni, vices gerentis magistri per partes inferiores, totiusque conuentus dicte domus ordinis predicti legitime interuenientibus, domum cum suis appenditiis et attinentiis ac pertinentiis vniuersis sitam in vico Flandrie Treuiris, que quondam fuit domini Bonifacii divitis l, sibi pignori seu ypothece obligatum pro quinque libris grpssorum turonensium, octuaginta duabus libris treueren. denar., centum florenis aureis paruis et quadraginta libris turonensium paruorum, ipsi fratri Johanni per honorabilem virum bone memorie dominum Nycholaum de Hunoltsteyn, quondam prepositum ecclesie treuerensis, in suo testamento seu ultima voluntate datis et legatis, prout in litteris super hujusmodi obligacione, dacione, legacione et suis contingentibus confectis plenius continetur, nobis omni eo jure, condicione et modo, quibus dictam domum sibi obligatam habuit et tenuit, pro ducentis et septuaginta duobus libris treueren. denar. pignori seu ypothece legaliori quo potuit modo obligauerit totumque jus sibi in ea ex causa premissa acquisitum in nos transtulerit nosque ipsi in dicto pignore seu ypotheca succedere voluerit jure omni sibi in ea competent! seu competere valenti quovis modo; de quibus ducentis et septuaginta duabus libris treueren. denar. predicto fratri Johanni soluimus centum libras in pecunia parata et numerata ante confectionem presentium litterarum, et centum libras soluere promittimus a festo purificationis b. Marie virginis nunc venturo ad anniuersarium in eodem festo aut postea ad sex septimanas continue sequentes, et reliquas septuaginta duas libras extunc in jam dicto festo etiam ad anniuersarium aut postea ad sex septimanas sequentes, sine omni dolo et fraude. Et ad majorem securitatem littera mentionem faciens de debito memorato et obligacione domus memorate, sigillo ciuitatis treue rensis sigillata, manebit in deposito apud dominos de domo theutonica sub ea condicione, quod si nos in solucione alicujus termini terminorum predictbrum negligentes fuerimus, predicto fratri Johanni facienda, quomodolibet vel remissi, 173 quod, lapso hujusmodi termino dicti depositarii dictam litteram ipsi fratri Johanni reddent, ut se cum ipsa secundum omnem suam formam et tenorem valeat et possit iuuare debitumque in ea contentum exigere, et quidquid ei per nos est solutum, quod pro non soluto habeatur nomine poene; dicta vero pecunia per nos predictis terminis soluta, dicti depositarii predictam litteram nobis reddent et nulli alii dare tenebuntur nec debebunt, fraude et dolo in hoc amotis et exclusis. Acta sunt hec presentibus discretis viris et honestis dominis videlicet Tristando quondam Gertrudis in vico s. Symeonis et Wilhelmo quondam Volmari de Kir- perch, scabinis treuerensibus, testibus ad ea premissa vocatis et rogatis. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presentibus litteris duximus apponendum una cum sigillis honorabilis viri domini Johannis de Celobrio, ■preposito ecclesie treuerensis predicte, ac ciuitatis treuerensis, que eisdem rogauimus apponi. Et nos Johannes de Celobrio, prepositus ecclesie treueren. predictus, sigillum nostrum, nos quoque scabini dicte ciuitatis ipsius ciuitatis sigillum ad preces venerabilis viri domini Mathei de Eych, decani ecclesie treuerensis prelibate, litteris recognos- cimus appendisse. Datum a. d. millesimo trecentesimo trecesimo quinto in vigilia beati Agricii. Orig. perg. mit Siegeln im Hausarchiv. Das Datum ist offenbar more Trev. — *) Daher später „ Fetzenreich" oder „Vetzrich" genannt. Es gehörte 1522 der Abtei St. Maximin; vergl. Münch: Franz von Sickingen III, 135 und 153.

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Charter CCLVII.
Date: 99999999
Abstract CCLVII. Emich Graf zu Leiningen verspricht dem edlen Mann Gerhard Vogt zu Hunol stein 300 Schild gulden, wofür derselbe sein Vasall wird. 1347 December 3. Wiï Emiche Greue zu Lyningen dun kunt allen den dy dysen bryf ane- sehent oder horent lesen, daz wir han zu manne gewunnen den Edlen man Herrn Gerhart fauthen zu Hunoltstein vmb rechte lybe vnd fruntschaft, dy wir zu iem han, vnd vmb genemen dinst, den er vns getan hat vnd noch dun mag; vnd dar vmb gelobin wir vor vns vnd vnser erben iem vnd sinen erben zu gebene dru hundert schiltgulten genger vnd geber werungen oder anders also vil guter werungen als sich vor dru hundert schiltgulten danne geboret, hi twschen vnd sente martins tage, der nehest kommet. Endeden wir des nit, so sollen wir iem hi twschen bewiset han affe vnserm gute drutzig schiltgulten geltes oder ander werungen also vil als sich dar vor danne geboret, do sie veste vnd wol ligent, dy wir vnser erben oder vnser amptlüde, dy zu der zyt sint, alle iar offe sente martinstag iem vnd sinen erben sollent reichen vnd geben, alle dy wile daz wir oder vnser erben ien oder sine erben der vorgen. summe geltes nit han geweret. Des zu eyme rechtin orkunde so han wir vnser eygin ingesigel an dysen bryf gehangen, der geben ist do man zalte von gots geburthe drutzehenhundert iar in dem syben vnd fierzegestin Jare offe den Montag nach sante Andreas tage des heyligen Aposteln. Orig. mit Siegel im fürstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg.

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Charter CCLXI.
Date: 99999999
Abstract CCLXI. Johann von Salm, Herr zu Puttelingen, eedirt dem Grafen Johann von Spanheim für eine Schuld von 3500 Metzer Pf ennigen ein Viertheil der Burg und Herrschaft Hunolstein und verpflichtet sich demselben gegen Gerhard Vogt von Hunolstein beizustehen. 1350 Juni 1. Ich Johann von Sahnen, H erre zu Puttelingen, vnde Margarete min Eliche frauue bekennen vnd veriehen vns vffenlich an diesem briefe vnd dun kunt allen luden, die in sehent oder horent lesein, daz wir schuldig warin dem Edeln vn- ser n lieben Nef en Greue Johan van Spanheim vierdehalp dusint punt Metzcher penninge von versezzener schulde, von aichtzig punden metzcher penninge, die wir ym alle Jare solten bezalen vsser vnserm lande zu Puttelingen von Wedemis wegin frawen Lorettin seligen siner mutter, min s Johans vatdir seligin suester was, den got genade. Vnd vor daz vorgen. versezzin gelt bit an diesen hutigen dag, so han wir Johan vnd Margarete egenannt mit sementlicher hant vor vns vnd vnsere erbin vnserm egen. Nefen Greue Johan von Spanheim vnd sinen er- bin gebin vnd vtfgetragin vnd gebin vnd vfdragin in diesem gegenwertigin briefe daz vierteyl an der burg Hvnolczstein obin vnd vndin bit vierteyl der manne vnd burgmanne, lande vnd lude, gerichte ho vnd nider, zinsen, gulden, dorffern, beden, verten, geboden ho vnd nieder, vnd bit welden, wegin, wazzern, weyden vnd bit allem dem, daz dar zu gehoret vnd horen solde oder noch dar zu vallen mag, ez sy benant oder vnbenant, irsucht vnd vnirsucht, gelegen zu Bernkastel ynne oder anderswo, wo daz gelegin ist, es sy in burgen, steden, dorfern oder dar vz, nusnit vz genomen an dem vorgen. vierteyl. vnd han wir dem vorgen. vnserm Nefen Greue Johan von Spanheim vnd sinen erbin bit vns vnd vnsern erbin in rechte gemeinschaft gesaczit der v urge nannten burg Hvnolczstein vnd in alles daz dar zu gehorit vnd noch dar zu vallen mag. Vnd wande Her Gerhart voit von Hvnolczstein vns vnd vnserm Nefen dem Grenen von Salmen * dieselbe burg Hvnolczstein mit allem dem daz dar zu gehorit vor beheldit wieder got vnd wieder recht, des han wir die vorderunge daran geben vnserm egen. Nefen Greue Johan von Spanheim vnd sinen erbin, daz er oder sin erbin mag oder mogint vordem vnd gewynnen die vurgen. burg Hvnolczstein vnd mag daz vierteyl ym vnd sinen erbin vmmer vnd erblichen behaldin, vnd sal vns vnd vnsern erbin daz ander vierteyl beliben. Auch ist zu wizzen, weres daz die vurgen. manne oder burgmanne der egen. burg Hvnolczstein yre lehen nit entfahen wolten von vn 213 serai vurgen. Nefen Greuen Johan von Spanheim oder sinen erbin, so geloben wir sie dar zu zu halden, so wir beste mogin. daz sie die vurgen. lehen entfahn, von ym oder von sinen erbin, an alle geuerde. Vnd weres daz sie des nit dun wolten, so gelobin wir dieselbe manne zu deylen ym oder sinen erbin nach rechter beseheidenheit. Auch ist geredit, weres daz der vurgen. Greue Johan von Span heim oder sin erbin darum kriegin wordin, so sullen wir oder vnsere erbin ym oder sinen erbin zu volleyste vnd zu helfen gebin vnd senden zehen ritter vnd knechte mit gecroyndin lielmen an die stat dar er oder sin erbin bedorfen zu dem vorgen. kriege vff vnsere vnd vnser erbin koist vnd verloist zu dagelichs kriege allewege do zu beliben als lange als der krieg weret. Vnd wanne oder wie dicke der vurgen. Greue von Spanheim vns lazint wissint, so sollen wir ym zu dem vurgen. kriege zu helfen komen bit alle vnser macht, so wir beste mogin. Auch wolte der vurgen. Greue von Spanheim die vurgen. burg Hvnolczstein verbmrin hit bergfrydin oder bit andren burglichme biure, so sullen wir yme soliche helfe in allen stücken dar zu dun als zwene vnsere fründe yedvveder site dvnkit daz bescheydelich sy. Auch sal sich vnser einer nit svnen ane den andern vnd sullen wir auch die vurgen. burg Hvnolczstein vnd waz darzu horit gemeyncliche loisin, obe iz noit gescheit. Me gelobin wir dem vurgen. vnsern nefen, so wanne oder wie dicke ez noit geschiet, die briefe der loisunge zu dage zu f üren oder die selben hnubütrlefe ym oder si nen erbin zu geben, sie zu dage zu füren, war sie ir bedorfen. Vorbas me ist geredit, daz wir sollen erwerben vnd begadejt, so wir beste mogin, an dem Erczbischoue von Triere, daz er daz vurgen. vierteyl der burg Hvnolczstein bit allem dem daz dar zu horet vnserm egen. Nefen Greue Johan von Spanheim zu mannlehen lyhe. vnd mag des nit gescheen, so sullen wir vnsers vurgen. Xefen deyl vermannen in aller der wys als mannslehen recht ist, vnd daz vmmer vnd ewelich. Des zu vrkunde vnd stedekeit, so han wir Johan von Salmen Herre zu Puttelingen vnd Margarete min eliche frauwe vnsere Ingesiegele an diesen brief gehangin vnd han gebedin den Edeln vnsern lieben Oheim Greue Walrame von Zweynbrucken, Herrn Johan von Chambley vnd Herrn Gerharde von Warnesberg, Rittere, daz sie ir Ingesiegele an diesen brief hant gehangin vns zu besagende vnd gezuge zu sine alles des, das da vor vff vns geschrieben steet. Diz geschah zu Zweynbrucken da man zalte die Jare vnsers Herren gotdis drutzehenhundert vnd in dem funfzigesten Jare des ersten dages in dem brachmaynde, den man nennet zu latine Junius. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Fahne S. 124. — Diese dem Vertrag vom 3. Juni 1296 zuwiderlaufende Cession veranlasste langen Streit und sogar mehrere 214 Fehden zwischen den Vögten von Hunolstein und den Grafen von Spanheim bis endlich (1394) letztere auf ihre Ausprüche verzichteten. — *) Das ist Graf Johann von Salm, Sohn Simons, des altern Bruders des Ausstellers.

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Charter CCLII.
Date: 99999999
Abstract CCLII. Johann Graf von Spanheim vergleicht sich mit den Brüdern Gerhard und Friedrich Vögten von Hunolstein wegen des Patronats?'echtes zu Birkenfeld. 1346 Juni 24. Nos Johannes comes de Spanheim ex parte una et Gerhardus et Fride- ricus, milites, germani fratres, aduocati de Hunolstein parte ex altera, notum facimus vniuersis presentes litteras visuris et audituris, quod nos longam litem inter nos hinc et inde super jure patronatus ecclesie parochialis de Birkenfeld, per mortem seu liberam resignationem domini Nicolai de Hunolstein, quondam prepositi ecclesie Treuirensis, ejusdem ecclesie in Birkenfeld pastoris nouissimi, vacantis, in judicio agitatam seu ventilatam terminare cupientes et huiusmodi discordiam ad concordiam perpetuam reducere volentes per amicabilem composi- tionem in perpetuum irrevocabiliter inter nos et nostros hinc inde heredes et suc 205 cessores observandam, tam pro nobis quam nostris heredibus et successoribus predictis statuimus concorditer, ordinauimus et ordinamus, quod nos Johannes comes predictus et nostri heredes et successores ex parte una et nos Gerhardus et Fridericus aduocati predicti et nostri heredes et successores parte ex altera in antea dicta ecclesia de Birkenfeld communiter compatroni esse et ad ipsam, dum eam vacare contigerit, alterius vicibus successive pastores presentare et hujusmodi vicissitudinem inter nos absque omni perturbatione perpetuo obseruare, et nos Aduocati predicti ad rogatum nostri Johannis comitis supradicti ista vice, nosque comes predictus vice proxima sequente vacatione ecclesie predicte, et sic deinceps vicissitudinaliter perpetuo ad ipsam ecclesiam, dum eam vacare contigerit, pastores successive presentare et per hujusmodi ordinationem amicabilem super dicta lite omnino concordati et complanati fore debemus et hujusmodi ordinacionem et vicissitudinem tam pro nobis quam nostris hinc inde heredibus et successoribus perpetuis temporibus firmiter et irrevocabiliter nos obseruaturos bona fide promi- simus et promittimus. Et ad hujusmodi obseruanciam nos et nostros heredes et successores predictos astrinximus et astringimus et astrictos esse volumus in hiis scriptis, fraudibus et dolis malis penitus exclusis in premissis. Renuntiantes hinc et inde tam pro nobis quam nostris heredibus et successoribus predictis omnibus exceptionibus, defensionibus et suffragiis juris scripti et consuetudinis cujuscunque, quibus contra premissa seu premissorum aliqua venire possemus in futurum per nos, alium vel alios arte, ingenio et modo quibuscunque. Nosque Johannes comes antedictus ex parte una et nos Gerhardus et Fridericus aduocati predicti parte ex altera pro nobis hinc inde et nostris heredibus et successoribus predictis sigilla nostra presentibus apposuimus in robur et testimonium premissorum. Datum a. d. M.CCC.XLVI in die festi natiuitatis b. Johannis ewangeliste. * Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. — *) Sollte baptiste heiisen; denn Johannes der Täufer gehört nicht unter die Evangelisten. Diese irrthümliche Bezeichnung kommt öfter vor; vergl. Weidenbach: Calendariuna. ((Uli. Die Brüder Gerhard und Friedrich Vögte und Herrn zu Hunolstein verleihen dem Sohne des Johann von Adewüre die Kirche zu Birkenfeld. (1346). Ich Gerhart ritter und Friderich gebrüder Voyde und herrin zu Hunoltsteyn veriehen uns offinlichen an disem brif und dun kunt allen luden, daz wir beyde 206 samentlichen und luterlichen um gotz willen und um dez genemen und getruwen dinstis willen, den uns gedan hait und noch dun sol Johan van Adewilre1 unsir liber getrewer, so han wir in begnadit und dun auch di gnade mit disem unserm offen brif an alles widerrufen und widersprechin, und haben gegebin und gebin auch willinklichen und einmutlich sime sune genant unsir hirchen zu Birkenvelt mit allem rehtin, also daz sy sal sin virlyben sin lebedag und sol dar an ungehindert virlyben van uns und den unsern. Arglist und geverde uz- genomen. Daz diz ware, stede und veste virlybe, so han ich Gerhart vorgenant min ingesigel an disen brif gehangen vur mich und Friderich minen liben bruder. Und ich Friderich Voyt vorgenant irkennen mich an disem brif allez daz stede zu halden waz hy vurgeschriben steit under mins bruder ingesigel, wan ich keyn eygen ingesigel nit enhan. Der brif ist gegebin nach Cristus geburte druzehin- hundert jar und dar nach Orig. perg. im Pr. Arch. zu Coblenz. Die mit Punkten bezeichneten Stellen sind nicht ausgeschrieben. — *) Vergl. Nro. CCLVI.

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Charter CCLXVII.
Date: 99999999
Abstract CCLXVII. Boemund von Saarbrücken, Archidiakon, und Gottfried von Brandenburg, Chorbischöfe zu Trier vidimiren auf Verlangen der Grafen von Salm und von Spanheim fünf und auf Verlangen Gerhards Vogt von Hunolstein eine Urkunde betreffend die Burg und Herrschaft Hunolstein. Dat. 1351 feria VI post fest. b. Matthei ap. (23. Sept.). Vidim. im Pr. Arch. zu Coblenz.

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Charter CXXXII.
Date: 99999999
Abstract CXXXII. Der Bitter Werner Vogt von Hunolstein gelobt dem Erzbischof Diether von Trier jährlich sechs Monate Burghut auf Grimburg zu leisten. 1301 Mai 6. Nos Wernerus miles dictus aduocatus de Hunoltstein notum facimus vniuer- sis, quod quum reuerendus pater dominus D. dei gratia Treuirorum archiepi- scopus nobis dare promiserit infra presentis anni spatium ducentas libras paruo- rum Turonensium vel assignare, anno presenti evoluto, viginti libratas terre monete predicte, si dicta pecunia non fuerit persoluta, ratione gar die a nobis et nostris successo7-ibus apud Grimburch 1 quolibet anno per dimidium annum, sicut apud nobiles consuetwm estfaciende et fideliter observande; dictis vero ducentis libris Turonensium nobis vel nostris successoribus a dicto domino D. vel ejus successoribus persolutis, dicte viginti librate terre ad ecclesiam Treui- rensem libere revertentur, et extunc nos siue nostri successores dicto domino D. siue ecclesie Treuerensi viginti libratas terre nostre allodialis monete predicte assignare tenebimur et easdem recipere in feodum et servire fideliter, sicut supe- rius est expressum. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presentibus duxi- mus apponendum. Datum in Bischouestein anno domini millesimo trecentesimo primo, sabbato post ascensionem domini. 99 Orig. im Рг. Arch. zu Coblenz. — l) Das Schlofs Grimburg, jetzt Ruine, am Waders bach zwischen Sauscheid und Wadrill wurde um 1190 vom Erzbischof Johann von Trier erbaut und war später Sitz eines erzbischöfl. Amtes. Viele edle Geschlechter waren hier Burgmänner, namentlich die von Dugstul, Sötern, Stein, Hagen, Schwar zenberg, sogar die Wildgrafen von Kirburg; vcrgl. das Burgmannsregister mit den gemalten Wappen im Balduineum zu Coblenz und Honth. Hist. Tr. II, 5. — 2) Der Edle konnte statt seiner zwei bewaffnete Knechte schicken.

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Charter CCLXXXIV.
Date: 99999999
Abstract CCLXXXIV. Revel's des Nicolaus von Hunolstein, da/s ihm Erzbischof Boemund von Trier die dem Erzstift gehörige Veste Neumagen an der Mosel auf Lebenszeit verliehen hat. 1355 October 3. Ich Niclas von Hunoltstein, eyn edelknecht, dun kunt allen luden vnd er kennen vffenclieh an diesem brieve, wan der erwirdige vnd genedige Herr, Herr Boemund Ertzbischoß' zu Trier mir, myne lebtage alleine vnd nit länger, syn vnd synes stifftes hus vnd vesten zu Numagen 1 uff der Musel gelegen von synen sunderlichen genaden bevohlen vnd geluwen hait in aller der massen als herna geschrieben steet. Von erst, so sollen ich oder myn gesinde vnd dyner da wo- nen vnd dieselbe vesten getrewlich behuden vnd vnserm vurgen. Herren, synen nakommen vnd stiffte damide warten vnd yn dieselbe vesten uffenen, sich zu allem yren willen daruss vnd darin zu behelfen wider allermenniglich. Vortme sal ich demselben mynen Herren von Triere, synen nakommen vnd dem stiffte von Triere allezyt getrewlich helfen, dynen vnd raden na mynen besten sinnen vnd mügen, in allen enden, da myn vurgen. Herre vnd syne nakommen gesehent, daz ich itz mit eren getun müge, des sy mich sullent besorgen, vnd sal ich yn des glüben; vnd was ich hette oder gewunne zu schaffen mit yn oder mit yren vndertanen, geistlichen oder werltlichen, die sy verantworten wulden, des sal ich recht geben vnd nemen vor yn, von geistlichen lüden oder sachen vor yren geist lichen richteren, von w erentlichen lüden oder sachen vor yren fründen oder ampt- lüden, den sy das zu zyten bevelen willent; vnd darüber en sal vnd en mag ich sy nit criegen oder angriffen, als verre ich das geweren mag. Vortme en sal ich noch nyman von mynen wegen heinen crieg vss der egen. vesten begrifen ane willen vnd gehenknusse myns vurgen. Herren, syner nakommen vnd stifftes. Vnd was lude, gerichte, gulde vnd herrschaft zu der egen. vesten gehorent, der en sal ich mich nit annemen noch nyman von mynen wegen, dann alleine zu beschuden, wan myn vurgen. Herr, syne nakommen vnd der stifft sullen dy be stellen mit yren amptlüden, wie yn fuget. Vnd welich amptman zu zyden dy gülde hebet, der sal mir alle järlichs hantreichen an korn zwey malder vnd ein swin, dy da gevallent von der mülen,*án hawern nün malder, an wyne ein fuder vnd viertzig hüner, dy da gevallent von den luden. Und sal ich dyselbe vesten bekostigen, behuden vnd in gudem gewonlichem gebewe vnd an graven balden, 229 besser dan sy itzund syn. Vnd na myme dode so sullen die egen. veste vnd gulde an mynen vurgen. Herren, syne nakommen vnd an den stifft von Triere ledeclichen verfallen, also daz myne erben vnd nakommen sich daran keyner erff- schaft nit mügen vermessen noch vorderunge dazu haben von buwes halff, den ich in der egen. vesten getan hette, noch von schulde wegen, noch von eynichen andern sachen, dy dieselben myne erben oder nakommen vorder n müchten uff den egen. mynen herrn, syne nakommen oder uff den stifft von Triere in eynicher hande wyse. Auch sal ich die egen. veste allewege also bestellen mit mynen knechten vnd dienern, den ich sy zu zyden bevelen, ob ich gevangen oder myns liebs entweldigt würde, das gott verbiede, daz myn vurgen. Herre, syne nakom men vnd der stifft dieselbe vesten allezyt ledig, lois vnd uffen vinden zu allem yren willen vnd noden, so wie vnd wanne sy des gesinnent mit munde oder yren uffenen brieven, also daz man mir doch dieselbe vesten sal wider inant worten, als ich wider lois werden. Auch sullen myne diener, den ich die egen. veste bevelen zu huden, von erst ee ich sy dar setze vnd ee sy mir eyniche globnüsse oder eyde dun, globen, hulden vnd schweren eynem amptman zu zyten zu Wytlich in mynes egen. Herren vnd synes stifftes wegen mit derselben vesten getrewlich zu warten vnd gehorsamb zu syn in aller der massen als vur ist be griffen. Alle diese vurgeschrieben stücke vnd ir igliches han ich gelobt in guden truwen vnd zu den heiligen geschworen stede vnd veste zu halden vnd her wyder nit zu kommen noch zu dun in eynicher hande wyse. Vnd ob ich des nit ent- hielde, das man mit müglichen sachen bewysen muehte, so erkysen ich, daz ich valle von allem rechte, das ich hette an der egen. vesten vnd zu der gülde, vs- gescheiden alle argelist vnd geverde an allen diesen vurgen. stücken vnd an yr iglichem. Des zu vrkund han ich myn ingesiegel an diesen brieff gehangen vnd han gebeten vnd bieden an diesem brive den edlen man herrn Diederich Herrn von Hancheriugen vnd Thilntan vom Steyne, ritter, vnd Johann Walter van Triere, daz sy yre ingesiegel zu merer stedicheit an diesen brieff wullen henken. Vnd wir Diederich Herr zu Honcheringen, Thilman vom Steyne, ritter, vnd Johann Walter, knecht, vurgen. bekennen, daz wir vmb bede willen Niclas von Hunol stein vurgen. vnsere ingesiegel an diesen brieff han gehangen, der gegeben ist, do man zalte na Cristus geburte druzehenhundert fünff vnd fünfzig jare des Hee sten sambstages na sente Remeis tage. Orig perg. im Pr. Arcb. zu Coblenz. Gedr. Honth, II, 188. - *) Vergl. Nro. CLXXXIX. 230 Urfehde Jolumm von Appermont, Herrn zu Farbach, bei seiner Entlassung aus der Gefangenschaft Gerhards Vogt und Herrn zu Hunolstein. 1356 October 25. K.unt sy allen luden. daz ein eyndreehtichgeit ist tuschen mir Johann cou Appermont, Herrn zu Vorpach, vor mich vnd myne frünt uff die eyne syte, vnd dem Edelu manne Herrn Geirard Voyde Herrn zu Hunolstein uff die ander syte. Also daz kuntlich is gewest vnd nog ist, daz ich geuangen was dez egenannten Herrn Geirard Voytz, der mich in rechter viantschajf vnd in rechter schalt geuangen hatte, dez vnser gemeyn frünt uff bede Syte unterkumeu sint, Gode loff. Also daz ich dez vurgenannten gevenknis ledich bin, vnd alz die breyfe sprechend, die dar ufer gemacht sint in manicher hande wyse. Ey doch uuermitz dysen genwordichen breyff, so geloben ich in goden truwen ayn argelist bit myner christlichen truwen vnd bit myme eyde uff goitz lichnam gesworen vnd uff den heligen Gode ganze vnd stede vrunt zu sin dez vurgen. Herrn Gei rard Voytz alle myn leyftage vnd haen des gesworen ganze vrueyde, nummer raichge dar wyder zu dun, noch nummer Saychge dar wyder zu suchen, die die vurgenannte Vrueyde keyne wys krencken oder swechen müge. Ouch is me zu wyssen, daz ich Johann von Appermont, Herre zu Vorpach, und Vrauwe Mar- grete die Junge Vrauwe. von Vorpach, myn elich huysframce, haen geloyfft mit vnsern truwen an eytz stat vnd alz hoy alz wirs ummer geloyffen kunnen vnd mügen, daz wir al vnse leyftage nummer me keyne wys wyder die eirber Edel lude Herrn Geirard Vogt vnd Vramre Katharinen sine suster von Bütlingen nummer me keyne yre viande vnd bit namen die Krefe von Sarbrücken 1 in key ner vnser vesten, zu Vorpach oder anderswo, wo wir die haen oder geleygen sint, neit husen noch inthalten in sulen. Ouch is me zu wyssen, daz ich Johann von Appermont, Herre zu Vorpach, geloyfft haen dem egen. Herrn Geirard Voyde, daz ich yme derselften breyffe senden sule, ouch von rechter vrueyden bit namen mут broder dez Herrn von Appermont, dez bischofs von Wyrdun, vnd dez Herrn ron Blankenberch, daz sy ouch verzych dun sulen, gentzlich vnd gar vertzygen sulen nummer raichge dar wyder zu dun, alz vurgeschrieben steit. Vnd abe saychge were, daz dyse vurg. vrueyde ummer gekrencket oder gebrochen wurde, daz god neit in wille, so het ich myn ere verloren, myn truwe vnd myn sichereit, vnd vur assulchen man suld man mich halden, war ich ummerme queme, 231 wand ich sal sy stede vnd veste halden mitz vrknnde dys breyfs besigelt bit myme Ingesigel, argelist, sehalkeit vnd alle geuerde in diesem breyfe vsgenom- men. Datum vicesima quinta die mensis Octobris anno domini Millesimo trecen- tesimo quinquagesimo sexto. Orig. perg. mit Siegel im Pr. Arch. zu Coblenz. — *) Die Fehde mit dem Grafen von Saarbrücken wurde am 29. September 1362 beigelegt, vergl. Nro. CCCIV.

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Charter LXXVIII.
Date: 99999999
Abstract LXXVIII. Nicolaus Vogt von Hunolstein verspricht dem Grafen Heinrich von Salm ßir 1000 trierische Pfund Pfennige das Schlofs Hunolstein wieder zurückzugeben. 1282 August 19. Je Nicholes voois de Henaupiere fais conissant a tous que quelle houre, que mes honorablez sires Hanris mens de Saumes ou sin hoir paieront a mi ou a mes hoirs mil livres de Trevesiens de bonne monoie leaul, nos lor rende- rons lou chastel de Henaupiere et toute las waigieres que nos tenons por les mil livres devant dittes. Et de ceu a tenir leaumant lor en avons nos donnei a pleges et a rendours par lor fois et par lor sermans signor Boucel de la Piere, signors Th. et Nichole freres de la Haie, signor Bouri de Castrez, signor Bertrant de Waudenowe, signor Willaume de Smedeburg, signors Ferri et Lam bert freres de Castrez, signor Sybode de Lietemberg, signor Jehan de Blieze, chevaliers, en telle meniere, que ce nos ne rendiens a notre signor H. conte devant dit lou chastel de Henaupiere ou as ses hoirs et la waigiere que nos tenons por les mil livres dedans les quinze jors que nos serons peie des mil livres ou ausois cist plege desus nommei tanroient par lor sermans a Sarebruche ne nen partiroient juques atant que nos averiens rendu le chastel devant dit et les waigieres. Et por ceu que ceu soit ferme choze et estable sont ces presentes lettres scellees de mon scel et dez sees signor Boucel de la Piere et signor Th. de la Haie par ma requeste et par la requeste des autrez pleges devant nommes qui nont mis sees en tamoignaige de veritei. Que furent faites le macredi devant feste saint Berthremeu lapostre lan M.CC. et quatre vins et deus ans. Orig. ohne Siegel im Pr. Arch zu Coblenz, woselbst von dieser Urkunde noch fol gende Transsumpte: 1) Der Elisabeth von Vinstingen, Aebtissin zu Herbotzheim in Metzer Diöcese, d. d. 1338 crastino omnium sanctorum. 2) Des Abts Baucelin 61 von Senones in Touler Diöcese mit 5 andern Hunolstein. Urkk. d. d. 135t vicé simo quarto die mensis Maji. 3) Des Hofs zu Trier d. d 1353 sabbato post Qua simodo über ein Vidimus der trierischen Archidiakone Boemund von Saarbrücken und Gottfried von Brandenburg mit 4 andern gleichfalls in Nro. 2 enthaltenen Urkk. d. d. 1351 duodecima die mensis Novembris. 4) Des Dechanten Therricus von St. Deodat d. d. 1372 die St. Thome apost.

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Charter IVWVIII.
Date: 99999999
Abstract IVWVIII. Sicolaus advocates de Hunolstein donat filiis et fratribus Nicolao, item Nicolao et Joanni 1U4U Ultras Trevir. denar., quibus comes Henricus de Sal mis ipsi obligatus erat. Dat. 1285. Repertorlum A. im Pr. Arch. zu Coblenz. g* 68

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Charter LUI.
Date: 99999999
Abstract LUI. Heinrich Graf von Salm belehnt den Bitter Ludwig von Tolleia mit SO Pfund trieriseher Pfennige, wofür er Burgmann auf Hunolstein wird. 1276 März 11. Ego Hanricus comes de Sahlis notum lacio universis, presentes litteras inspecturis, quod ego domino Ludouyco de Tolleia. * militi dedi triginta libras treuerenses in feodo et homagio, de quibus castrensis meus est per dimidium annum apud Hennostein, et sciendum est, quod pro predictis triginta libris treuerensibus ei assignavi sexaginta solidos annuatim treuerenses, in disca Pasee triginta solidos, in disca saneti Remigii triginta solidos pereipiendos. Et dum ei predictas triginta libras persolverim, illas ponere debet in acquisitionem et pro predicta castrensi possidere. Et ut ratum sit, ei presentes litteras dedi sigillo meo roboratas. Datum a. d. M.CC.LXX sexto feria quarta post oculi mei. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Fahne S. 35. — *) Ludwig von Toley, wahr scheinlich ein Enkel obigen Ludwigs, besafs 1379 als Hunolsteiner Burglehen Grundstücke zu Merscheid, Renten zu Winterich und Emmerot bei Kleinig und ein Haus in der Vorburg zu Hunolstein neben des Thomas von Schauenburg Haus. Dieser Ludwig starb wahrscheinlich als dcr^Letzte seines Geschlechtes, denn sein »•«Burglehen erhielt 1398 Ludwig Zand von Merle. �? 41

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Charter LXXXI.
Date: 99999999
Abstract LXXXI. Erzbischof Heinrich von Trier gelobt den Brüdern Nicolau s und Johann Vögten von Hunolstein, an der vom Wildgrafen ihnen verschriebenen Jahresrente zu Birkenfeld keine Irrung zu thun. 1288 März 1. Nos H. dei gratia Trevirorum archiepiscopus. Universis presentes" lifteras inspecturis volumus esse notum, quod super eo, quod anno instant i viginti octo - 63 libr. Treu. denar. apud Birkenvelth competentes seu provenientes dilectis fidelibus nostris N. et Jo. fratribus advocatis de Hunolsteyn, ex bonis eisdem a nobili viro comité silvestri obligatis ibidem, dictis advocatis in jure suo eisdem compe tente super possessione ac perceptione dictorum bonorum seu pecunie predicte nullum prejudicium generari volumus aut gravamen. In cujus rei testimonium sigil- lum nostrum presentibus duximus apponendum. Datum anno domini M.CCLXXXII in crastino dominico Estomihi. O rig. im Pr. Arch. zu Coblenz.

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Charter CCCXXIV.
Date: 99999999
Abstract CCCXXIV. Raugrqf Philipp belehnt den Nicolaus von Hunolstein mit der Hälfte der Reuten und Güter, die zur Herrschaft und Veste Neumagen gehören. 1367 November 11. ^Wir Rugrebe Philipps Herre zu Nmvenbeumburg dun kunt allen luden vnd bekennen. Daz wir vmb bequemen dienst den Nyclais von Hunoltstein vns ge 261 dan hat vnd noch dun mach. denselben Niclais vns vnd den vnsern zu Manne gewonnen han vnd yme dar umb geluwen zu rechten lehne. halb vnse gulde vnd gut gehörich zu vnser Herrschaft vnd Huse zu Numagin. da ynne er sitzet vnd bizher by vnserm vader seligen gesefsin hat. wo oder in welchen gerichten sie gelegen sin. also daz er der nuzzen vnd gerulich bruchen sol sunder vnser vnd allremenlichs irrung vnd hindernis. vnd han wir des zu warheit vnd steder sichereit vnse Sigil an disen briep gehangen. Geben na Christus geburte dusent druhundert syben vnd sefsig Jar vf sente Martyns dag des heiligen Bischobes. Orig. mit Siegel im fiirstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg. cccxxv. Raugraf Philipp Herr zu Nuueubeumburg bekennt, dafs er dem Nyclais von Hunolsteyn 300 Goldgulden schuldig ist, wofür er ihm verpfändet alle seine Güter und Renten, die zu seinem Hause und seiner Herrschaft Neumagen gehören, wie dieselben in den Briefen begriffen sind, welche derselbe Nicolaus von des Raugraf en seligem Vater in Handen hat, und welche er bisher besessen hat und noch besitzt. Zugleich gelobt der Raugraf diese Pfandschaft innerhalb fünf Jahren nicht einzulösen. Dat. 1367 na gewanheid des Styftes von Triere des erstin Sondagis in der vasten, so man singit Invocavit. (1368 Februar 27.) Orig. mit Siegel im fürstl. Wittgenst. Arch. zu Berleburg.

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Charter LXXVII.
Date: 99999999
Abstract LXXVII. Heinrich Graf von Salm vermehrt die Lehen des Nicolaus Vogt von Hunolstein und seiner Gemahlin Beatrix durch die Dörfer Lampersberch, Odenrot, Con- cenbusch, Godendal, Morbach, Baperot und Mensberch. 1282 August 19. Nos Heinricus comes de Salmis ad universorum noticiam volumus pervertire, quod nos dilectorum nostrorum et fidelium Nicholai advocati de Hunolstein et Beatricis ejus uxoris legitime fidelitatis merita et grata obsequia nobis ab eis multipliciter impensa benevole et gratiosius attendentes, feodum, quod a nobis hactenus tenuerunt, eis de consensu et voluntate Henrici et Johannis liberorum nostrorum melioramus et augemus atque in hujusmodi meliorationem et augmen- tationem eis ad vitam utriusque ipsorum concedimus, conferimus et assignamus villas nostras videlicet Lampersberch, Odenrot, Concenbusch*, Godendal, Mor bach, Baperot et Mensberch cum universis et singulis attinentiis, redditibus, pro- ventibus, hominibus, honore sive honoribus ac juribus villarum earundem, quas supradictas villas cum omnibus predictis articulis a venerabili pâtre et domino H. dei gratia Trevirensi archiepiscopo in feodum tenemus. Promittentes fide data vel prestita corporali pro nobis et dictis H. et Jo. liberis nostris seu here- dibus, quod nos dictos conjuges nostros fideles non inquietabimus vel inquietan procurabimus arte vel ingenio seu aliqua occasione inquietan permittemus super augmentatione dicti feodi in toto vel in parte, ad quod nos et dictos nostros liberos et heredes presentium tenore firmiter obligamus. Post obitum vero dicto- rum conjugum N. et Б. amborum augmentatio prenominati feodi ad nos et nostros heredes libere revertetur. In cujus rei testimonium prefatis dilectis nostris N. et В. presentem litteram sigillo nostro contulimus sigillatam. Nos vero Heinricus et Johannes antedicti, quia sigillis caremus propriis, ut noster consensus et voluntas in premissis adhibeatur, sigillum viri nobilis domini Henrici de Forpach, nostri S* 60 consanguinei, militis, petivimus presentibus in veritatis testimonium apponi. Datum a. d. МССЬХXXI I feria IV post assumpt. b. Marie V. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Fahne S. 39. Die Urkunde fafst zusammen die einzelnen Verpfändungen und Verleihungen von 1272, 1276 und 1278. — *) Conzenbusch, ein einzelner Hof, jetzt Oderter Hof genannt, nahe bei Odert.

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Charter LXXV.
Date: 99999999
Abstract LXXV. Hugo von Schussel und seine Frau Elisabeth verkaufen den Brüdern Nicolaus und Johann Vögten von Hunolstein den Zehent und das Patronatsrecht zu Birkenfeld. 1282 März 25. Vniuersis presentes litteras inspecturis. Nos Hugo de Schussel1 et Elisabet uxor ejus notum facimus, quod sociata manu propter vrgentem necessitatem nostram et vtilitatem evidentem decimam nostram spectantem ad villam de Bir- kinuelt - siue jus ipsam percipiendi cum jure patronatus ecclesie ibidem, in quo rum possessione pacifica hactenus fuimus, cum omni jure et dominio, quo ad nos spectat, viris honestis dominis Nicholao et Johanni fratribus aduocatis de Hunoltsten vendidimus et vendimus pro oetuaginta libris Treueren. denar. bono rum et legalium, quas profitemur nobis ab eis integre persolutas; omni juri nobis competenti in dicta decima seu juri cam percipiendi ac juri patronatus renunti- antes omnino, ac ipsum jus transferimus per presentes in eosdem, renuntiantes etiam exceptioni dicte pecunie non persolute, doli mali et omnibus exceptionibus et defensionibus, quarum renuntiatio specialis foret necessaria et expressa, quam pro expresáis volumus habere. Et ne frans, dolus vel malitia in venditione pre. dicta intercedant, ego Elisabet predicta venditioni dicte decime, mihi priu s in donationem propter nuptias obsignate, expresse consentio, cessantibus quoque vi, metu vel coactione qualicunque, tactis sacrosanetis ewangeliis juro, quod contra premissa non veniam in futurum. Eligentes nos ambo, quod si premissis con traire vellemus, ut officialis Treueren sis de pleno jure nos per excommunicationis sententiam eompellat ad observationem premissorum. In cujus rei testimonium presentes litteras dictis fratribus sigillis officialis Treuerensis ac officialis curie domini W. archidiaconi in ecclesia Treuerensi, que presentibus apponi rogauimus, tradidimus roboratas. Et nos officiales predicti ad preces dictorum conjugum sigilla nosti'a duximus presentibus apponenda. Datum a. d. M.CC. octuagesimo secundo, feria quarta post ramos palmarían. Orig. im Pr. Arch. zu Coblenz. — г) Züsch. — 2) Dieser Zehent war Lehen vom Erzstift Trier. 59

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