useridguestuseridguestuseridguestERRORuseridguestuseridguestuseridguestuseridguestuseridguest
Collection: Schlesische Urkunden zur Geschichte des Gewerberechts, ed. Korn, 1867 (Google data)
Charter XIV.
Date: 99999999
Abstract XIV. Ordnung des der Stadt Schweidnitz verliehenen wöchentlichen freien Brotmarktes. Schweidnitz, den 26. Mai 1337. Aus den schweidnitzer Handwerkerstatuten f. 14 und 15. In gotis namen amen. Wir Bolko von gotis gnaden ffürste von Slezie, hirre czu Ffursten- berg vnd czur Swidnicz, thun kund vnd bekennen allen den, die desin brifF ansehen, lesen adir horen lesen, dy nv sint, adir her noch komen, daz wir vnser arme lewte czur Swydnicz kommer vnd armut han angesehen vnd haben mit bedochtim mute vnd mit vnser') mannen rat mit gutem willen vnser rotlewthe von der stad, Hannos von Croschwicz, Tyle Kallen- dor , Kunczil Agnetis, Michel Slewsers, Ffridil Cromers vnd vnsers erbrichters Hanko Ffoytis, vnd derscheppin, Hannos Hulferichs, Ditherich Slechsers, Walther Keysers, Han nos von Krokaw, Thomas von Croschwicz, Petsch Kynsbergis, Opetez mit dem pherde mit alle der eldisten wille vnd rat von der stad vnd mit aller hantwergmeister wille, czum irsten Jocob von Newendorf, Jäkel Czacheris, Hannos Melczers, Hannos Vnkoufis vnd andir Kretschmer, Hannos Reyman, Niclos Krusin, Petir Prymkenau, Petsch Kulervnd andir we her, Jeschken Schollewicz vnd andir ffleischewer, Tyczen Garnczewger, Petsch Rose, Han nos Rote, Petsch Lybisowge vnd andir garnczewger, Elbil, Herman Kletschkaw vnd andir cromer, Symon Schröter, Cunrad Brachman vnd andir schroter, Heyncze Lengil, Niclos Marusch, Hannos Hulrichs bruder, vnd andir czychenere, Nickil Reynlich, Heyne Crossen vnd andir schuwerten, Petir Cozenaw vnd andir kürsener, Heyncze Rubyn vnd andir weys- l) Original: vnsern. 22 gerber, Seydil vnd Hannos mit andirn töpphern mit alle der wille vnd rat, die vorgeschre- bin stehen, haben gegebin vnd irlöwbit czu eyme nütcze vnd czu eyner besserunge vnser armen lewthe in der selben stad, daz man sal ewiclichin zurSwydnicz brot ffüren vswendik der meyle, das geträyde gelde vil adir wennig, von wanne man wil, gros adir cleyne, wy manwil, czu eynem mole in der wochin, vnd daz sal seyn am sontage, den ganozen tag, vnd daz brot sal man an demselben tage gar vorkoufen vnd nicht wedir weg füren noch in le gen. Si sullen is auch den beckern von der stad nicht vorköwfen vnd vnser becker von der stad sullen brot veyl haben uf eyme orte besundern uf benken vnd nicht vndir den wayn. 2. Wir wollen auch das nymand öbir daz, das dirrebriff spricht, werben sal eweclich heymelich noch offinbar. 3. Wir wollen auch daz vnd gebieten, daz nymand den andirn sal vordenken, veden adir obilhandiln mit wortin noch mit werken rly becker von der 6tad, die brotfürer adir an- dir lewthe in der stad, di di becker dwchte, di daz czu wege sulden haben brocht. 4. Man sal auch die becker nicht öbil handiln. 5. Wer abir, daz ymant den andirn obil handilte mit wortin, daz sal man mit phen- nyngen bessern der stad noch der geschicht, als geschiet. Geschee is aber mit werken, daz sal man richten vor gerichte, als daz recht ist. Das daz stete vnd gancz eweclich bleibe, dez habe wir desin brieff heysen schreiben vnd gegebin mit vnserm ingesegel dem grossten gar fleyzeclichin vorsegilt czu eyme ewi gen gedechtnisse. Noch gotis geburt dreyczenhundirt iar in dem sehen vnd dreysigisten iare an') dem montage in der crewezwochin zur Swidnicz, do sint obir gewest vnd sint ge- czewge vnse getrawe man her Hannos von Czirnen, vnse hoferichter, her Cunad von Burs- nicz, her Rule von Kordebuk, her Cunad von Czirnen, her Heynrich von Gorin, her Cunad von der Reybnicz, Heynke von iSilicz, Herman von Löbnicz vnd Thame von Schellindorff, vnser2) lantschreyber, deme wir desin brieff mit fleyze beuulen czu schreiben.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter IV.
Date: 99999999
Abstract IV. Herzog Boleslaw von Breslau bestätigt die Bestimmungen seiner Vorfahren über die Tuchkammern des breslauer Kaufhauses. Breslau, den 27. October 1305. Original im breslauer Stadtarchiv A. 3. in nomine domini amen. Nichil ualet quot statuitur, nisi statuta debita reuerencia seruentur et ad futurorum memoriam pro vtilitate rei publice confirmentur. Inde est, quod nos Bolez- laus, dei gracia dux Slezie et dominus Wratizlauie, posteritati presencium et futurorum huius littere testimonio cupimus esse notum, quod propter promocionem ciuitatis nostre Wratizlauie, quam medullitus amplexamur, omnia iura, que ciues nostri Wratizlauienses ibidem in cameris suis sub mercatorio usque ad tempora nostra a nostris predecessoribus deduxerunt et omnes libertates, quas dicti ciues in eisdem cameris per nostros predecessores sunt adepti, eadem iura et libertates ipsis ciuibus damus et concedimus in predictis cameris et ex principali munificencia prepetuo eorum future propagini confirmamus nichil volentes infringere de eisdem, set pocius ipsos ciues in eisdem iuribus et libertatibus conseruare nominatim presentibus exprimentes, quod nemini liceat pannos incidere extra cameras mercatori i ciuitatis Wratizlauie, nec illis de noua ciuitate, nec monialibus, nec inter cramos, nec inter institas, nec aliquibus in districtu Wratizlauiensi residentibus pannos incidendi concessa sit licencia aut indulta; si qui autem contra huiusmodi statu tum ausu temerario pannos inciderent, penam quam antiquibus ciuitas Wratizlauiensis statuit, senciant sine condonacione et ineurrant, videlicet quicunque pannum vnum de Gint ineidet, nobis aut magistro camere nostre duas marcas soluet, et ciuibus in mercatorio cameras habentibus de panno de Gint unam ruarcam, de Ypir mediana marcam et de terrestri panno vnum fertonem, quocienscunque contra statutum ciuitatis pannos inciderit, nobis et prefatis ciuibus sine relaxacione qualibet est daturus. Volumus eciam, quot tantummodo tres persone vnum pannum pariter emant et illum pannum inter se in tres pecias diuidere teneantur, omnia predieta statuta et indulta perpetuo confirmantes. In huius rei testimonium presentes litte- ras snb nostro sigillo fecimus communiri. Actum Wratislauie anno domini millesimo trecen- tesimo quinto in uigilia Symonis et Jude apostolorum presentibus nostris fidelibus Gisilhero, iudicecurie Wratizlauiensis, BronizlaoBudewoii.PetroKurzeboch, Sandrone Bolcz,Ebirhardo de Rorow, Swolone Budewoii et Friczchone, nostro prothonotario, decano Glogouiensi et canonico Wratizlauiensi, cuius manibus presencia conscribuntur. An grünen und roten seidenen Fäden hängt das grosse Fusssiegel des Herzogs mit der Umschrift in gothi- scher Majuskel: S. BOLEZLAI D£I GRACIA DVCIS SLE ET DOMINI WRAT. ET DE LIGNICZ.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LXX.
Date: 99999999
Abstract LXX. Bechtsbelehrung des breslauer Raths für die liegnitzer Kannegieser. 1399. Aus den liegnitzer Handwerksstatnten S. 40. i"J.an sol wissen, daz wir haben kegin Breczlaw den ratmannen geschrebin, vns zu vndir- wizen, wy is di cannengisser do czu Breczlaw haldun, was si zu lone nemen, vnd wy vil si blies zu setczen. Doruff santen die ratmanne czu Breczlaw iren briff her wedir in sulchin worten: Liben frunde, alz ir vns von weyne der . . cannengisser habt geschrebin, lasen wir vch wissen, daz sy czu eyme steyne czenis seczen czwey pfund blyes, vnd sy nemen von eyme pfunde czu machelone sechs heller. Actum tempore Petri Slotenig, magistri ciuium, Petri Hezeler, Nicolai de Heyde, Mathie Tammendorff, Heinconis Grybean et Petri Lutirbach consulum anno domini m" ccc° nonagesimo nono.

Images1
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter VIII.
Date: 99999999
Abstract VIII. Der Rath zuBrieg ertheilt den Krämern daselbst die Rechte der liegnitzer. Brieg, den 21. September 1318. Original im bricger Stadtarchiv I. 13. Xu gotis namin amen. Wir di ratman der stat zu dem Bryge, di hi geschribiu sten: Gozwin der gewantsnider, Arnolt sarworchte, Winant, hern Bertramis eidim, Wernke von Lubke, Petir Dangelis und Hanke von der Olow, bekennin des an desim brife, daz mit helfe unses herrin, herzogin Bonzlaus, habe wir gewunnin und geezugit unsin cremern in unsir stat zu 13 dem Bryge zu nuccze unde zu gemache alle di recht und alle di willkor, di di cremer in der stat Lygnicz habin und der si genyzin. 1. Di erste willekur ist di, daz ein iclich uzwendic gast odir kouffman sal sinen couf odir cremerie in siniswirtis herberge vorkaufin, wurze, gecrute und allis, daz do spundit ist, bi dem spunde, drubir und drundir nicht. Do noch seyfe vnde winsthein und alliz, daz man mit deme steyne vorcoufit, daz sal man bi deme steine vorkaufin, druber und drundir nicht. Geschit abir, daz ein burger in der stat wolde coufin rys, vigin, oley, mandiln und andir ge crute, das zu der cuchinspise gehorit, daz sal he coufin bi dem virteil. Einin sehetir, einin parchan, einin Zwilch und einin gugeler und alliz, daz man mit der ellin snidit, bi dem virteil und nicht drundir. Mezzir, gurtil und ander cremerie, di der glich ist, bi deme techir und bi deme tusin und alle cremerie oder couffschaz sal glichirwis, als hi vor gesprochin ist, ein iclich burger in der stat gesezzin, vorcoufin in siner herberge. Wer ouch dise willekor breche also daz he undir dem spuud adir undir deme techir vorcoufte odir snite umbillich, der wettit an di stat ein lot, und wer do vorcouffe undir deme steine, ie vomme steine einin hal bin virdunc. Wurbaz me kein cremer noch burger noch gast sal noch vor der kyrchin noch von huse zu huse sine cremerie tragin noch sendin zu vorcouffin; wirt he sin berugit, he wettit ein lot an di stat. 2. Di ander willekur ist di, daz kein man noch gast sal unlowter noch wachs weder den cremin coufin, daz nicht gar ist, he en wolle ez denne vorwirkin, ez ensi denne ein burger von der stat, oder he wettet ein lot. 3. Di dritte ist di, daz kein uzwendic gast sal vorkoufin mit der ellin cychin, tyschlachin unde hantwelen sundir ganz ungesnitin, ez en si denne ein cremer unserin landis, der sal habin glich rech eim andirn cremer zu rechtir marczit, odir he wettit einin halbin virdunc. 4. Di virde willekur ist di, daz ein iclich cremer, der hinder den cremin stet, der sal habin uf eine halbe marc und nich drubirund sal sten dri tage in derwochin uf demmarete, montag, mithewech und dem vritac, und sullin virin an heyligin tagin als andir cremer tun, oder he wettit einin halbin virdunc. Do bi so ist is gewichte vri vor munzmeistern, vor') kamerern und vor alle des herzogin anewaldin. Und daz dise rede kein unse nocheumeklinc vorruckin muge, dorumme gebe wir disin brif, mit der stat ingesigil gevestnit und vorsiglit, in der iarzal nach Chr. geb. mill°. trecent". XVIII. an sente Mathes tage. Der rede bekenne wir vorgenantin ratman, daz di gesehen ist mit rate und mit wizzin unsir eldistin burger, hernHermanGryzcuch, hernCunrats vonPau- low, hern Cunrats des Beschoruin, hern Bertrams, hern Arnoldis von Streliz und andirir vrummen lute. !) Handschr. von. 14

Images3
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XLIV.
Date: 99999999
Abstract XLIV. Rechte der schweidnitzer Messer- und Kleinschmiede (Schlosser) vom 1. Juni 1369. Aus dem ältesten schweidnitzer Stadtbuche f. 68. VY ir rotlute der stat Swydnicz Jeckil Hirsil, Nyckil Hoffeman, Hannus Tschoppe, Hensil Vridil vnd Peter Schonekromer, gesessen an deme rate an deme iare vnsers herren tusent driehundirt in deme nvndin vnd sechczigistin an deme vrietage nach des helgin Lichen- namys tage mit rate vnser eldstin, schepphin vnd hantwerkmeyster vnd vnser ganczin ge- meynde habe wir dese recht, die hernach geschrebin, gegebin den kleynsmedin vnd den messirsmedin, czvuorsichin eyn, ab is der stat vuglich ist vnd deme hantwerke vromelich. 1. Das erste. Wer hie meteburger ist vnd eynen schraen vor der kirchin hat alle tage, der mag veil haben alle tage malensloes, orbant, noyldin, allen cz wecken, messir, nagil, borer, nebegirlin, phrymyn, schermesser; ane brotmesser vnd welchmesser sullen sie nicht veil haben, vnd allis das sie hie veil haben, daz man hie machit, daz sullen sie hie koufin; adir vf deme margtage mag eyn ider man veil haben, was her her brengit. 2. Das andir. Wer syne innunge mit in habin wil, der sal briue brengin von dannyn her komyn ist, wi her sich gehaldin hat, vnd sal sine innunge haldin iarvnd tag, vnd des sal her burgin seczin, vnd wer ir denne eyn iar weg cziit, der gebit der stat eyne marg. 3. Daz dritte. Welch meyster deme andirn sinen knecht entvremdit an sinen willen, der sal der bussin sin[t] bestandin eynes virdungs, der gehorin czwei teil der stat vnd eyn teil den meystirn. 1 ') Die Handschrift liest: den. 2) fehlt. 9* 68 4. Das virde. Welch meister hat eyuen son, der sal haben halbe invnge; ouch wer eyncs meister tochtir nymmit, sal haben halbe invnge. Die invnge sal sin nvn grosse. 5. Das vunfte. Keyn meister sal nicht erbeitin bie lichte an den viren, vnser vrowin obindin, an czwelfbotin obinden, an allen sonobindin czv obindin; wer dor obir erbeit, der sal gebin die busse, das ist andirhalb phund wachs, des sal der stat eyn phund vnd den meistirn eyn halbis. 6. Das sechste. Ab sich is gebort, das eyn meyster hette eyne liche, is wer man, vrowe adir kind, do sal io entwedir der man adir das wip czv komyn czv der biegraft vnd lichcze- chin. Ap ir keynes dorczv queme, zo sal der der bussin andirhalbis (phundes) l) wachses bestanden sin, alzo vor geschrebin steet. 7. Daz sebinde. Ap eyn meyster den andirn beclagete vor den meistern vm sachin, die von deme hantwerke dar geen, bekenit her vor den meystirn, zo bescheidin im die meister czv gebin bynnen virczen tagin bie der busse andirhalbis phundis wachsis, alzo vor; lou- kint her, zo bescheidin im die meister vor das recht. 8. Das achte. Wer czv den meistirn nicht enkvmit, alzo man nach im sendit, vnd lies is in eyme freuil, der sal wandiln nach der stat gnadin. 9. Das nvnde. Ap keyner weg czoge an' der meyster wisse, alzo das her entrynne, ap der wedir queme, der sal gancze invnge gewynne; wer abir, das her weg czoge von erha[r]f- tiger sache vnd hilde sint recht mit vns, ap der wedir queme, der hette sine invnge nicht vorlorn. 10. Das czende, daz keyn gropsmeit sal welchmesser, scheidimesser nach brotmesser machin czv vorkouffin.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XL.
Date: 99999999
Abstract XL. Rechte der vereinten Innung des Schuster-, Gerber- und Altbüsserhandwerks zu Striegau vom 19. Deoember 1366. Aus dem ältesten striegauer Stadtbuche f. 36. TT ir obgeschrebin ratlute tvn kunt vnd bekennen allen den, dy nv sin adir hernoch wer den, dy desin bryf sehen ader horin losin, das wir von gnaden, loube vnd willen vnsers ly- beh genedegin herrin, hern Bolkin, herczogin in Slezien, herre czur Swydnicz vnd mark- greue czu Lusicz, vnd mit rate alle vnser eldisten, schepphin vnd hantweremeyster gebin vnd gegebin habin vnsern getruwen schuworten vnd gerbern, beyde roten vnd wysin, vnd ouch vnsern altbusern czur Stregon eczliche recht vnd saczunge czu eynir besserunge der recht, dy en hy vormals vnse vorvarn mit rate gegeben habin, in sulcher meynunge vnd weyse, als her noch geschrebin stet, von en vnd von eren noohkomelingen ewiclich stete vnd vnbrochlich czu halden. 1. Wir gebin en czu dem ersten mal czu rechte, das wer do sin ynnunge vff erem hant werke wil gewynneu, der sal gebin acht scot vnd eyn phunt wachs vnd dry heller dem bo ten, vnd sal czu demselbin hantwerke keren vf sante Walpurgis adir vff sante Michils tag vnd czu keynir czit me in dem yare, vnd der acht scot, dy von der ynnunge geuallin, sullen czwey scot den ratluten, czwey scot dem erbvoyte, czwey scot den schepphin vnd das an der den gewerkin. Were abir das, das eynis meystirs kint, der sin werc mit vnser stat schuworten hette, sin werk welde gewynnen, der sal oc halbe ynnunge gebin vnd eyn phunt wachs vnd dry heller dem boten. Gesche ouch das, das eyn vswendig knecht eynis mey stirs tochter vff erem hantwerke neme, vnd welde sin werk gewynnen, der sal halb ynnunge gebin vnd eyn phunt wachs vnd dry heller den boten. Weld' ouch eyn schuworte, der hy sin werc gelert hette, sin ynnunge gewynnen, der sal ouch halb ynnunge gebin vnd eyn phunt wachs vnd dry heller den boten, vnd dy selbin, dy ynnunge wellin gewynnen, sullen bryfe vnd gewisheyt brengin von den steten adir gegenoten, do sy er wonunge adir begenk- nisse ynne gehabit habin, das sy sich erlich, redelich vnd getruelich gehalden habin, vnd sullen dor czu den gewerkin burgen seczin, das sy yar vnd tag vff dem selbin hantwerke blybin vnd obil vnd gut, vnd ab sy keynirhande not an tryt, mit en lyden wellen. Gesche abir das, das derselbe abetrunnik wur(d) bin dem yare durch snoder adir vnerlicher sachin wille ader ane wissin der gewerkin, der sal sin werc vorlysin als balde, als her kommet obir der stat brucke, vnd der borge, der vor en gesprochin hat, sal eyne mark gebin, vnd dy mark sal halb den ratluten vnd halb den gewerkin. Wer ouch, das ymand von demselbin hantwerke kerte mit wyssin vnd gunst der gewerkin vnd ane schult ader andir lute, wil her sin ynnunge behalden, so sal her alle yar eynen halbin grosschin gebin den gewerkin, do mete her syn ynnunge behelt. Wer des nicht entete, der sal syn ynnunge vorlysin; der selbe mus ouch syn ynnunge von nuwes gewynnen, ab her das werc trybin wil, in alle der VIII. " " 8 58 wyse als her vor gered vnd begryffin ist vnd nicht e, her enhabe denne siner gewerkin vnd borger gunst vnd hulde erkregin. Üuch sullen sy nymand er werk gebin, her en habe denne eyne eygene schubanc, vnd das sal sten eyn yar; dirkennen dy ratmann mit eren eldisten, das is der stat nucze vnd beqwemelich sy, so sal is vorgank habin; dirkennen syabir, das es vnbeqwemelich sy, so sal is abe gen. 2. Wir gebin czu dem andir mal czu rechte, das welchir sich vndir en vorbost. adir sich vorruckit mit vnerlichin sachin, adir mit sulchin sachin vmme ginge, das erem hantwerke krenclich were, vnd des obirwunden wurde, der sal sin werk vorlysin vnd vorwert keyn ynnunge mit en habin. 3. "Wir gebin czu dem dryttin mal czu rechte, das nymant sal nas ledir her furen vnd das hy veyl habin. Ouch sal nymant, der sin werc mit vnsern schuworten nicht enhat, ruch ledir koufin in der wochin, sundir schofvel mac eyn yczlich koufin ane vor; ane an dem montage noch essen, so mac eyn yczlich ruch ledir koufin vngehindert. Ouch mogin geste, dy hy durch varn, deckeledir, als vil, als sy der durfin czu erm wagin, ane vor koufin. Wer ouch das ymant eyn hundert ledirs, adir eyn halbis, adir eyn firteyl her brochte, das mac eyn yczlich man ane vor koufin in der wochin. Ouch mogin vnser stat seteler vnd rym- snyder ruch ledir als vil, als sy es bedurfin in er wercgadim ader czu erem hantwerke, ane vor koufin in der wochin vngehindert. Ouch sal nymant an dem marktage ruch ledir kou fin in den gassen noch andirswo, sunder in dem ringe, der en dorczu gesaczt vnd benumet ist. Ouch sal nymant ruch ledir noch vel breyten vff dem marktage an dy sunne. Ouch sulle nicht czwene noch drye mit en andir (sunder)') eynir alleyne ruch ledir adir vel vff eyn hufen koufin, noch en sullen czwespan an dem koufe. Ouch sal nymant, her syynhey- mysch adir eyn gast, gar ledir koufin vnd das vor mittagewedir vorkoufin; werdowedirdese saczungen tuet, dy hy vor begryffin sin, der sal gebin von dem grosen ledir eyn lott vnd von dem velle eyn halbis scot czu wandilbuse. Ouch sal keyn dorfschuworte alde schu, dy do betretin sint, veyl habin vff dem cleyder markte; wo sy dy vinden, dy sullen sy nemen. 4. Wir gebin en czu dem firden mal czu rechte, das keyn wysgerber vs andern steten sin erth hy vorkoufin sal vnder vunf vnd czwenczik erthin. Ouch sal keyn vslendisch man vel coufin, her enhabe denne ynnunge mit vnser stat schuworten vnd gerbern. Ouch sul len vnse wysgerber keyn ledir noch vel turer koufin, wenne vmme eyn lott adir dor vndir, noch en sullen keynis gerbin, es en sy denne by eyme lote adir dor vndir. Ouch sullen dy schuworten keyne merliczen roufin, sunder czitege vel mac eyn yczlicher wol coufin czu wysin adir czu rotem. Ouch sal nymant vnder en erbeyten an des heyligin Crystis abunt, noch an vnser vrouwen abunt, noch an der czwelf boten, noch an dem sunabe by lichte. Wer wedir dy saczunge tete, der sal gebin czwey phunt wachs den gewerkin czu wandilbuse. 5. Wir gebin czu dem vunften mal czu rechte, das wer do vndir en eyne bank koufit adir mytet, der sal by der selbin adir mytunge eyn gancz yar blybin by eyme firdunge. i) fehlt in der Handschrift. _59 Ouch sal keyn gewerk den andern hindern an syner mytunge, is sy an benkin, hofin adir an kamern noch an keufin, dy er hantwerk an treten, noch sine knechte entspen; wer das tuet, der sal gebin eyn firdung czu wandilbuse. Weld' ouch ymant vnder en eyn knecht eris hantwerkis myten, der sal en myten eyn iar, adir eyn halbis, adir eyn firteyl eynis yaris, derselbe knecht sal ouch by em blybin vnd synen tag vs dynen. Wer abir das, das der selbe knecht von em czoge, e denne sin tag queme, so sal err gewerkin keynir den selben knecht halden noch myten wedir sines herin, der en vor gemit hat, gunst vnd willen; wer do wedir tete, der sal gebin eyn firdung czu wandilbuse. 6. Wir gebin czu dem sechsten mal czu rechte, ab ymant vnder en eyn tot vy koufte vnd das schinte adir schinden lyse, der sal sin werc vorlysin. Ouch sal keynir vnder en geselleschaft adir gemey nschaft habin mit uswendegin luten, dy eris hantwerkis nicht en sin, an sulchin sachin, dy er hantwerc an treten; wer das tete, der sal ouch sin werc vorlysin vnd vorwert keyn ynnunge mit en habin. 7. Wir gebin czu dem sebinden mal czu rechte, das wer do vndir en ledir snydet, der sal das nicht strychin wedir solen, rucke noch stucke; wer do wedir tuet, der sal gebin von den par solen eyn quart vnd von dem rucke adir stucke eyn quart czu wandilbuse. Ouch sal nymant vndir en vff das lant loufin vnd do schue machin noch vorkoufin by eyme halbin firdunge. 8. Wir gebin czu dem achten mal czu rechte, das dy vlecke, dy dy altbuser an er schu- werc seczin, sullen czweyer finger wyt von en andir treten by der buse eynis lotes. Ouch aullen dy selben altbuser nicht nuwe solen von erem eygin ledir an seczin ouch by der buse eynis lotes. Ouch sullen dy dorfschuworten vnd dy altbuser vs andern steten vorwert me nymme sten vor den schrayn vnser altbuser vnd sy hindern an erem koufe, sunder sy sul len sten hinder eren schrayn adir neben en vnd koufin, was sy czu koufin habin, wer do wedir tete, der sal gebin eyn scot czu wandilbuse. 9. Wir gebin en czu dem nunden mal czu rechte: Gesche das, das er gewerkin eyne adir eyn vswendiger, her wer man ader vrowe, vorkoufte adir borgete err gewerkin eyme syne habe adir syne war, es were ledir, smer, asche, lo, adir welchirhande war daswere, das er hantwerk an trete, vel adir wennik, vnd em nicht engulde, also das her en dor vmme muste beclagin, das denne er meyster dem selbin clager, her sy man adir wyp, eris hant werkis adir nicht, sullen vnd mogin gutis rechtis helfin also bescheydinlichin; bekennet her em, so sullen dy schuworten meyster dem selbin schuldeger gebyten, by der buse eynis lo tes das selbe geld, das her bekant hat, bin virczen tagin czu gebin; gebe her is abir bin fir- czen tagen nicht, so sullen sy dy buse von em nemen vnd sullen em denne abir gebiten by derselbin busen, das selbe geld bin firczen tagen czu gebin, also lange vnd also dicke, bis das her synem borger vorgilt adir sich mit em vorricht, das em genugit; loukint abir her em, so sullen sy dy meyster beydirsyt vor recht wysin. Wer ouch das sache, das er gewerkin eynir queme vor er meyster vnd globte by syme hantwerke ymande, her wer man adir wyp,, 60 eris handwerkis adir nicht, geld adir habe czu geldin vnd czu gebin vff eynen vornemeli- chin tag adir czit, vnd denne vf den selbin tag nicht engulde noch nicht enhilde vnd des obirwunden wurde, der selbe sal sin werc vorlysin. Wer ouch das er gewerkin eynir sin ledir, sin schuwerc adir sine war, dy er hantwerc an trete borgete eyme vswendegin, her wer man adir vrowe, ritter adir knecht. phaff adir leyge, adir sulchin luten , dy man in der stat ding nicht brengin mochte, vnd ab dy denne den selben eren borgern nicht en gulden noch geldin weldin, also das sy das den me.ystern clagin musten, so sullen dy andern er gewerkin den selbin schuldegeren keyne schue ma chin noch en keyn erbeyt nicht, sy en haben denne eren borgern vergulden gancz vnd gar, adir mit err gunst behalden; wer en obir das erbeyte adir schue machte, der sal dy selbe schult selbir geldin an alle wedir rede. 10. Wir gebin czu dem czehende mal czu rechte, das welch man adir vrouwe vnder en vorsumet das gebot eris meysters von eris hantwerkis weyne ane redeliche sache adir ent- schuldegunge, der sal gebin eyn grosschin czu wandilbuse. Geboten abir dy meyster ymande by sundern icht czu tun von vnsern herrin des herczogin weyne adir von der stat weyne, vnd das denne vorsese, der sal gebin eyn firdung czu wandilbuse. 11. Wir gebin czu dem eylften mal czu rechte, das welch man adir vrouwe vorreuilt in err morginsproche mit wortin adir mit werkin, dy adir der sal gebin eyn halbin firdung czu wandilbuse. Wer abir das sich ymant des wandils vnd der buse erwuge vnd eyn meyster vorreuillich obilhandelte, der sal das bessirn vnd abelegin noch der stat vnd der gewerkin gnaden. Wer ouch das ymant vnder en der gewerkyn heymelychkeyt offenbarte vswende- gyn luten, do von dy gewerkyn czw geczoge adyr czw schaden quemen adyr komen mochten, vnd des obyrwunden wurde, der sal das bessen(!)vnd abelegyn, das den gewerkyn genugyt. Vnd allis das geld, das do geuellit von den wandylbusen, als hy vor begriffin vnd geschrybyn yst, sal halb den ratluten vnd halb den gewerkyn. 12. Obyr alle dese vorbeschrebene recht vnd saczunge geb wyr en czw dem lecztem (!) mal czw rechte, ab dy zelbyn vnser schuworten, gerber und altbuser keynerleyge recht adyr saczunge her noch vndyr en andyr dyrtrachten adyr vynden myt rate der stat, das erem hantwerke vromelich vnd noczlich vnd der stat erlych vnd fugelych sy, das se domete er hantwerke von yare czw yare bessyrn sullen vud mogen, vnd das alle dy obgeschrebene recht vnd saczunge stete, gancz vnd vnbrochlych gehaldyn werdin ewiclych von en vnd alle eren nochkomelingen, des hab wir en desin brif dar obir lasin schriben vnd en in ere ge- walt gegebin, den wyr ouch in vnser stat buch czu eyme ewegin gedechtnisse habin lasin schriben mit vnser wyssen. Das ist geschen noch gotis geburte dryczenhundert yar in dem funf vnd sechczegisten yare am (!) dem nehesten frytage vor sante Thomas tag des heyle- gen czwelf boten. Do by sint gewest Nykyl Barascher, Hensil Sydylman, Paul Schone webyr, Hensil Henlins, Petyr Letschyt, Hensil Schonewebyr, Apecz Schonewebyr vnd Mer i 61 tyu Karmecher, vnse eldesten'). Do sint ouch by gewest schepphyn vnd hantwercmeyster des selbin yaris vnd Johannes, vnser stat schryber, dem desyr brif beuolen wart czu schryben.

Images5
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XIX.
Date: 99999999
Abstract XIX. Conrad von Falkenhain, Landeshauptmann des Fürstenthums Breslau, verkündet die Artikel, aber welche die neumarkter Gewandschneider, Tuchmacher und Schneider verglichen worden sind. Neumarkt, den 1. März 1348. Aus dem registrum priuilegiorum ducatus Wratislauiensis B. magnum f. 25. N. os Conradus de Valkinhain, regia maiestate Bohemie Wratislauiensis capitaneus, re- cognoscimus vniuersis presentes literas inspecturis. quod coram nobis et infrascriptis con sulibus et iuratis ciuitatis Nouiforensis quedam grauissima litis, dissensionis et controuersie materia aliquamdiu mota inter viros circumspectos mercatores seu pannicidas ex vna et textores parte ex altera et eciam sartores ibidem in Nouoforo de expressa ipsorum omnium et cuiuslibet sigillatim voluntate vnanimique consensu per certas interpositas personas sub- notatas sopita exstat amicabiliter et irreuocabiliter in perpetuum concordata, sie quod sta tuta subscripta non sine maturo consilio et deliberacione diligenti edita omnis et singuli ac ipsorum quiuis infringibiliter in ewm et constanter debeant obseruare: 1. Primo scilicet quod omnis textores ibidem die forensi et in nundinis, ymo eciam ho- spites spe lucri versus Nouumforum confluentes aliunde in foro annali stare debeant sub mercatorio et ibidem vendere stamina sua nisi fortassis uimia esset pressura, quod ibi omnes stare non possent, ex tunc iidem hospites ante mercatorium in plantcie contigua mercatorio versus valuam Wratislauiensem suas fiugant staciones. 27 2. Secundo videlicet, quod tam pannicide quam textores permanere merito debeant circa hoc, quod ipsis per domini nostri regis pheudales sentencialiter est declaratum et quod suis poterunt priuilegiis et literis patenter demonstrare'). 3. Tercio quod sartores ibidem stamina diuidere v olentes iurare debeant omnes et qui- libet, qui nondum iurauerunt, quod equaliter pauperi ut diuiti particulanda diuidant stamina sine dolo, prout in aliis ipsorum pannicidarum literis plene patet. 4. Quarto quod quicunque ex predictis pannicidis, textoribus vel sartoribus huiusmodi concordiam et statuta[m] violauerit aut transgressus fuerit verbo vel facto, cum hoc pro- bari potest et protestari duobus viris fidedignis, hie penam trium marcarum monete vsualis soluet contradiccione non obstante: vnam scilicet domino nostro regi, secundam consuli- bus Nouiforensibus, terciam vero aduocatis. Sed transgressor huiusmodi uel violator pau- pt-r pecunias non habens in suo corpore, ut ipsis consulibus eonsulcius videbitur, punietur. Quam concordiam cum statutis premissis in omnibus ipsorum clausulis et articulis, ut premittitur gratam habentes et ratam auetoritate regia, qua potimur auctorizamus, appro- bamus, gratificamus et presentibus confirmamus sigillo regio ducatus Wratislauiensis ad hereditates et causas communitis. Actum in Nouoforo sabato proximo ante dominicam esto mihi anno domini m° ccc° xlviii° presentibus domini nostri regis fidelibus Nicolao, ad- uocato hereditario ibidem, et Johanne Ledirsnider, huiusmodi concordie tractatoribus, Jo hanne de Strelicz, Henczlone de Schonow, Nicolao, dicto Scheczczil, et Nicolao de Frankyn- tal, tunc consulibus, Johanne Wystericz, Conrado Tenczeler, Hankone Kolcz, Peczcone Kessilhuet, Henrico Ber, Hancone Scheczil, Barteone sutore, scabinis et iuratis, ac alliis 7- multis fidedignis necnon domino Ottone de Donyn, cancellario terre Wratislauiensis, testi- bus ad premissa.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXXHI.
Date: 99999999
Abstract XXXHI. Gesetze über den Brotmarkt zu Striegau vom 4. December 1359. Aus dem ältesten stricganei' Stadtbuche f. 20. V or vns obgeschrebin ratlute in offinbarer kegiuwertekeyt vnser eldisten, schepphin vnd hantweremeyster gestandin sint Nyckel Stynow vnd Hensil Heymelich, vnser becker- meyster, vnd habin sich von err gewerkin weyne gemeynlich williclich vorlobit vnd vor- bunden, das sy vorwert me ewiclich er brot, das sy backen adir backin werdin, vfi den vryen markt gar vnd alczu mole vs tragin sullen, vfi eyn wayn, adir vff eyn schrayn, adir in eyue bote vff eyn hüfen vnd sullen des nichtis nicht do heyme in err herberge lasin noch behaldin. Sy sullen ouch des selbin brotes nichtis nicht wedir in lazin tragin. Ouch sul len sy das selbe brot by tages lychte gar vorkoufin. Sy vnd ouch dy geste sullen nicht e er brot vorkoufin, man lüte denne dy gloeke vff dem markte. Sy sullen sich ouch des sel bin brotes nicht wedir vndirwindin noch wedir czu en neraen heymelich noch offinbar noch keyne argelist dor yn legin, sunder sysullen alle dy vorbegryffin stucke stete gancz an' ar- gelist ewielichin haldin. Welch beckir obir das der obg. stucke eynis adir me breche, dem sullen dy ratlute, wer dy sint, alle das brot, das man by em vindet, is sy in dem huse adir vff dem markte, lazen nemen vnd deu sychin in das spetal gebin, des sullen wartende sin alle wochin vff den vrytag eyn hantweremeyster mit der burger knechte. Do kegin ist den vorb. vnsern beckern von gnadin der stat gebin, das man vorwert me ewielichin keyne stro- czil, ruckin noch weysin, her sal vuren, man sal ouch vorbas me bin der mile vff den vryen markt nicht backin in keynir hande wys. Ouch ist dor yn gered, das dy placzbecker vor bas me mit erem eygin holcze den luten sullen backin von den beckern vngehindert. Dy gelubde sint geschen an der metewochen vor sante Nyclos tag in dem obgeschrebin iare. 49

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXVII.
Date: 99999999
Abstract XXVII. Rechte des Fleischerhandwerks zu Striegau vom 17. Februar 1352. Aus dem ältesten striegauer Stadtbuch f. 7TO- fg. Wi ir obgeschrebin ratlute vnd gesworn tvn kunt vnd bekennen allen den, dy nv sint adir hernoch ewielichin werdin, dy desin bryf sehen adir horin lesin, das wir von gnaden vnd l) Zusatz von späterer Hand. 37 von loube vnsers liebin herrin, herczoge Bolkin, herre von Furstinberg vnd czur Swydnicz, vnd ouch mit rate vnd willen vnser eldesten, schepphin vnd hantwercmeyster, dy wir do by gehabit habin, gebin vnd vorlyen vnser getruwen vleyschern czur Stregon eczliche recht adir saczunge in alle der wyse, als her noch geschrebin stet, von en vnd von alle eren nochkomelingen ewiclichin stete vnd vnbrochlich czu halden, en selber czu gemache vnd czu vromen, beyde armen vnd rychin. 1. Wir geben czu dem ersten mal czu rechte vnd wellin, das sy ere benke mit vleysche redelich sullen halden. 2. Wir gebin czu dem ander mal czu rechte, das welch vleyscher hy in der stat sin hantwerc gelart hat vnd wil sin hantwerc gewynnen , der sal halbe ynnunge gebin, das ist den ratluten eyn scot, dem erbvoyte eyn scot, den schepphin eyn scot vnd den gewerkin nun grosschin vnd dornoch czu wopin eyn scot vnd czu der hegeweyde eyn firdung; welde abir eyn vswendic man, der nicht hy gelert hette, sin werc gewynnen, der sal gebin czwey scot den ratluten, czwey scot dem erbvoyte, czwey scot den schepphin vnd nun scot den gewerkin vnd eyn scot czu wopin vnd eyn firdung czu der hegeweyde. 3. Wir gebin czu dem drytten mal czu rechte, das welch vleyscher herkommet von an dern steten adir landen vnd wil syn werk hy gewynnen, der sal bryfe brengin von der stat adir von der gegenote, do her syne wonunge adir begenknisse ynne gehabit hat, das her (sich)') erlich, redelich vnd getruelich habe gehalden vnd sal dor czu den gewerkin bur gen seczin, das her yar vnd tag vff dem selbin hantwerke blybe vnd obil vnd gut, adir ab sy keynerhande not an trete, mit en lyden welle. 4. Wir gebin czu dem virden mal czu rechte, das nymant, her sy eyn meteburger adir nicht, keyn grune geslagin vleysch vngesalczis von andern steten ader landen her sal vu- ren noch tragin heymelich adir offinbar, is sy an syten, an rachin, an schrotin, an virteyln, an hammen, an schuldern, adir an grunem smere czu essen adir czu vorkoufin; wer dy sa czunge brychit vnd des vbir wundin wirt, der sal daz vleysch gar vorlizin vnd eyn halbin virdung gebin czu wandilbuse, vnd des vleyschis sullin sich dy ratlutevnderwindin vnd daz gebin, wo sy czu rote werdin. 5. Wir gebin czu dem vunftin mal czu rechte, daz nymant, her sy eyn meteburger ader eyn gast, schofssyten noch hammen gesalczin ader vngesalczin in vnser stat wedir vff dem markte noch in den husern veyl sulle habin noch vorkoufin, is sye vf marktage ader in der wochin, her en sye denne eyn meyster vnd ste czu benkin, wo sye daz sehen, adir iruarin, das sullin sy werin vnd daz vleysch nemen vnd eyn halbin virdung czu wandilbuze. 6. Wir gebin czu dem sechstin mal czu rechte, daz keyn gast ader vswendic man swy- nen syten vleyschs gesalcznis hy in der wochin veyl sulle habin noch vorkoufin sunder vf den marktag alleyne; wo sy daz sehen ader eruarn, das sullin sy werin vnd eyn halbin vir- l) fehlt. 38 ^ >* dung nemen czu wandilbuze, abir eyn meteburger mac daz vorkoufin dy woche in sime huse, wenne her wil, vngehindirt. 7. Wir gebin czu dem sebindin mal czu rechte, daz czwene, drye adir vire vnd nicht me, dy eris hantwercs nicht en sin, eyn rint, is sy wenink adir gros, mit en andir mogin koufin, slohen vud ouch teylin von en vngehindirt. üuch mogin czwene vnd nicht me eyn swyn, eyn kalp, eyn schepcz vnd eyn durre swynyne syte, sy sye wenink adir gros, mit enandir koufin, slohen vnd teylin, vnd dy daz selbe vyhe adir vlesch koufin adir teylin, dy en sullens andirn vorbas nichtis nicht lozin noch vorkoufin, vnd dy slechter sullin das an- dirs nicht teylin, wenne als hy vor geschrebin vnd geret ist, ane czu der kirmesse alleyne, so mogin, wy vil do wellin, mit en andir koufin, slohen vnd teylin en selbir czu essin, waz sy wellin; wer dy saczunge brycht ader do wedir tuet, der sal daz vleysch gar vorlysin vnd eyn halben virdung gebin czu wandilbucze, vnd des vleyschis sullen sich dy ratlute vnder- winden vnd das gebin, wo sy czu rote werdin. 8. Wir gebin czu dem achtem (!) mal czu rechte, das nicht me, denne dryiudenhy von der stat vleyschwerkin sullen in czwen iuden husern alleyne vnd keyn vswendic iude von an dern steten adir landen; wo sy anders vleyschwerkin, das sullen die vleyscher werin vnd eynen halbin firdung czu wanrlilbuse nemen. 9. Wir gebin czu dem nunde mal czu rechte, das nymant vleyschwerc sal trybin in der stat, noch vor der stat, noch in den dorfern, dy vmme dy stat vnder der mile gelegin sint, noch vnser stat vleyscher hindern, her en czihe denne vfvnser stat gebitevnd tun (!) mit an dern vnsern vleyschern der stat rot vnd recht. Wer do wedir tuet, der sal gebin eynen halbyn firdung czu wandilbuse, vnd allis das geld, das do geuellet vnde geuallin mac von den wandilbusen, als hy vor geschrebin ist, sal halb den ratluten vnd halb den gewerkin. 10. Wir gebin czu dem czehende mol czu rechte: Gesche das, das er gewerkin eynir adir eyn ander vswendic man, her wer, wer her were, man adir vrowe, vorkoufte odir bor- gete ern gewerkin eyme sine habe adir sine war, es were vnslet, vleysch, vye adir welchir- hande war das were, das er hantwerc an trete, vil adir wenynk, vnd dos vff eyn tag, vnd em das nicht en gulde, also das her en dor vmme beclagin muste, das denne er vleyscher- meyster dem selbin cleger, her sy wyp adir man, eris hantwerkis, adir nicht, sulle vnd moge gutis rechtis helfin, also bescheydinlich; bekennet her em, so sal der vleyschermeyster dem selbin schuldiger sine banc czu tun vnd sin were legin, also lange bis das her synem borger vorgilt gancz vnd gar adir sich mit em berycht, das em genugit; louknither abir em, so sal her sy wysin beydersyt vor recht. 11. Wir gebin czu dem eylften mal czu rechte; ab keynir vnder eren gewerkin, her were vrouwe adir man, hette eynen knecht, der eyne vntruwe begynge mit der wyssinde an syme herrin adir siner vrowen adir siner geselleschaft, das der selbe er gewerke nicht me sulle noch moge gesin, sunder das sy en hindern sullen, wo sy kunnen adir mogin, vnd wo .ü"»*' rt* ~*« 39 sy vnder en erfuren, mit der wyssinde eynen meyneyder, eynen velscher, eynen vorreter adir eyn dypczerer, das der ouch er gewerke nicht moge gesin noch gewesin. 12. Wir gebin czu dem czwelften mal czu rechte, ab dyselben vnse vleyscher keynir- leyge recht adir saczunge her noch vnder eyn ander ertrachten adir vinden, das erem hant werke vromelich vnd nuczlich sy vnd der stat erlich vnd vnschetelich, das sy do mete er hantwerk von yare czu yar bessirn sullen vnd mogin, vnd daz alle dy vorgeschrebene recht vnd saczunge stete, ganczvndvnbrochlich ewiclich gehaldin werdin, des') hab wir en desin bryf dorvbir lazin schrybin vnd in ere gewalt gegebin, dem (!)wir ouch in dese quaterne czu eyme ewegin gedechtnisse habin lazin schrybin vnd seczin vnd daz ist geschen czu vnser vorgenanten stat Stregon an dem nehesten vrytage vor vasnacht noch gotis geburte tusint yar dryhundirt vnd dor noch in dem czwey vnd vunfezegistin iare. Do by sint gewest dese erber geczuk, dy her noch geschrebin sten: Crulin von Jerschvw, Nyckel Grunt, Mertin Gysilbrecht vnd Hencze Nyckil, dy auldin ratlute. Do ist ouch by gewest: Cvnod Knuwer, Andreas von Vlrichstorf, Rudil Herdan, Hensil Sydilman, Menczil Keyser, Herman Becker vnd Cvnad Heyder, dy schepphin. Ouch ist do by gewest Nyckil Thomaswalde, der vleyschermeyster. Do ist ouch by gewest Hamms Schone, Heynich by dem tore, iunge Tycze vnd Hanko Lobvw der webirmeyster. Ouch ist do by gewest Frysche Schramme, Hamms Schuler, Heyne Linke vnd Nyckil Gutiar. der garnczugermeyster. Do ist by gewest Menczil Keyser vnd Menczil Koler, der beckermeyster. Ouch ist do by gewest Ny. Vrede- berg vnd Hensil Grebin, der schuworchtin meystere, vnd Pesch Helewyk, der Snyder mey- ster, vnd andir getruwerdeger lute vil. xxvni. Rechte des Schneiderhandwerks zu Striegau vom 27. Juli 1352. Aus dem ältesten striegauer Stadtbuch f. 9™. 11. Wir obgeschrebin ratlute tun kunt vnd bekennen offintlich mit desym bryfe allen den, dy nw sin, adir her noch werdin ewiclich, dy desin bryf sehen adir horin lesin, das wir von gnadin, von loube vnd von gunstevnsers lybin herrin, berczoge Bolckin, herre von Fursten- berg vnd czur Swydnicz, vnd von willen vnser eldesten, schepphin vnd hantweremeyster, dy do by gewest sin, gebin vnd vorlien vnsen getruwen snydern czur Stregon eczliche recht vnd saczunge in alle der wyse, als her noch geschrebin stet, von en vnd alle ere nochko- melingen stete vnd vnbrochlich czu halden, en allen czu gemache, armen vnd rychin. i) Die Handschrift hat das. 40 1. Wir gebin czu dem ersten mal czu rechte, das welch man vff erem hantwerke sine gancze ynnunge wol gewynnen, der sal gebin acht scot vnd eyn phund wacbsis vnd eyn scot czu wopin; were abir das, das eynis meystirs kint, der sin werc mit ander vnser stat snyder hette, sin werc welde gewynnen, der sal oc halbe ynnunge gebin vnd eyn phunt wachsis vnd eyn scot czu wopin. Gesche ouch das, das eyn vswendic knecht eynis mey- sters tochter vfl erem hantwerke neme vnde welde syn werk gewynnen, der sal ouch halb ynnunge gebin vnd eyn phunt wachsis vnd eyn scot czu wopin. Welde ouch eyn snyder, der hy sin werk gelort hette, sin ynnunge gewynnen, der sal ouch halbe ynnunge gebin vnd eyn phunt wachsis vnd eyn scot czu wopin. Vnd der acht scot, dy von der ynnunge ge- uallin, sullen czwey scot den ratluten, czwey scot den schepphin, czwey scot dem erbevoyte vnd das ander den gewerkin. 2. Wir gebin czu dem ander mal czu rechte, das sy keynem manne er werc gebin sullen, her en habe eyne eliche vnd erliche getruete husfrowe. Ouch sulle se nymande er werc ge bin, her en habe denne als vil gelort, das her eynis meysters stat kunne vorsten vnd vorwesin. 3. Wir gebin czu dem dritten mal czu rechte, das welch snyder her komet von andern steten adir landen vnd wil sin werc hy gewynnen, der sal bryfe brengin von der stat adir von der gegenote, do her syne wonunge adir begenknisse ynne gehabit hat, das her sich erlich, redelich vnd getruwelich gehalden habe, vnd sal der czu den gewerkin burgen seczin, das her yar vnd tag vff dem selbin hantwerke blybe vnd obil vnd gut, vnd was sy keynir- hande not an tryttit, mit en lyden welle; were abir das, das derselbe bin dem yare abetrun- nik wurde durch snoder ader vnerlicher sachin wille adir ane wyssin der gewerkin, so sal der burge, der vor en gesprochin hat, eyne mark gebin ane alle wedir rede, vnd dy mark sal halb den rotluten vnd halb den gewerkin. 4. Wir gebin czu dem virden mal czu rechte, das welch man sich vnder en verlost adir vorruckit mit vnerlichin sachin adir mit sulchin Sachen vmme ginge, das erem hantwcrke schentlich adir crenklich were, vnd des obirwunden wurde, der sal syn werk vorlysen vnd vorwert me keyn ynnunge mit en habin. Gesche ouch das, des got nicht en welle, das eyn man vnder en von ymande beschuldegit wurde, das her em syn gewant nicht gar weder ge- antwert hette, vnd des redelich obirwunden wurde, der sal ouch sin werk vorlysin. Be- wyste aber der snyder, der do beschuldeget wurde, sine gerechtekeyt, so sullen dy ratlute dem selbin behulfin sin, das em eyn wandil vmme dy smeheyt gesche noch rate err eldesten. 5. Wir gebin czu dem Aronften mal czu rechte, das nymant nuwe gemacht gewant vff vnsem markte veyl sal habin, is syyopin, rocke, mentil, kogil, hanczkin adir hosin, gestuckt adir vngestuckt, noch deckelachin, dy von nuwem vnd altem gewande gemacht sin, adir welchir hande das were, das erem hantwerke swechlich adir crenklich were, by weme das vunden wert, ist her eyn vswendic man, das gewant sal her gar vorlysen; ist her abir vff erem hantwerke, das gewant sal her vorlysen, vnd dor czu eynen halbin firdung sal her 41 gebin czu wandilbuse; an' also vil, ab eyn yar markt hy wurde, so mac (yderman)') wol nuwen yopen in dem Belbin yar markte veyl habin, dy do gerecht sin vnd nicht valsch. Wo abir vnse snyder yopin begryffin, dy sy by dem eyde kerin, das sy valsch werin, dy stillen sy nemen vnd vorbornen. Ouch sal in demselbyn yar markte nymant nuwe yopin veyl habin, dy mit nuwen2) gewande vnderprysit sin, wo sy dy vinden, dy sullin sy nemen. 6. Wir gebin czu dem sechsten mal czu rechte, daz keyn meyster noch knecht eres hantwercs sal tragin gehalbirte kogiln; noch hosin, ader gestucte ermil; ader stunphe an ermil, adir prisin mit nuwem gewande vndir regin; her en habe denne des selbin gewandis czu rocke ader czu mantil by der elen. 7. Wir gebin czu dem sebindin male czu rechte, das nymant sal snydewerc trybin vf vnser stat gebite noch vnser stat snyder hindirn, her en czyhe denne vf vnser stat gebite vnd gewynne sin werk vnd tue mit andirre vnser stat snydern der stat rat vnd recht. Wer do wedir tuet, der sal gebin sechs phunt wachsis czu wandilbuse. Ouch sal dy selbin, dy nicht ynnuDge mit en habin, nymant hüsin noch hefin heymelich noch offinbar, dy wyle sy snydewerks phlegin; by weme dy selbin vundin werdin, der sal gebin eyn halbin virdung czu wandilbuze. 8. Wir gebin czu dem achtin mal czu rechte, das welch man adir vrowe vf erem hant werke vorsiczt ader vorsumit daz gebot siner meyster ane redeliche not sache adir ent- schuldegunge, dy adir der sal gebin eyn grosschin czu wandilbuse. Gebotin abir dy mey ster ymande bysundirn vnder eren gewerkin, des sy sundirlich dorften, by en czu sin in er morginsproche adir an andirn steten, do sy von des hantwerks wene czu sachin hettin; ab der denne daz gebot vorseze vnd nicht enqueme, der sal gebin eyn lott czu wandilbuze. 9. Wir gebin czu dem nundin mal czu rechte, daz welch man ader vrowe wreuil beget in err morginsproche mit wortin adir mit werkin, dy adir der sal gebin eyn halbin virdung czu wandilbuse; wer aber daz, daz sych ymant des wandils irwuge vnd eyn meyster vore- uillich vbilhandilte, der sal daz bessirn vnd abelegin noch der stat vnd der gewerkin gnadin. 10. Wir gebin czu dem czehenden mal czu rechte, daz wer do vf erem hantwerke vur- dirt vswendege lute, dy nicht ynnunge mit en habin, an sulchin sachin, dy wedir daz haut- werc ader dem hantwerke schedelich werin, der sal gebin eyn halben virdung czu wandilbuze. 11. Wir gebin czu dem eylften mal czu rechte, daz keyn man noch vrowe, dy nicht yn nunge mit en habin, nuwe ermil an alde rocke sullin seczin, noch deckelachin machin; wer do wedir tuet, der sal gebin eyn halbin virdung czu wandilbuze, vnd allis das gelt, daz do geuellit adir geuallin mac von den wandilbusen, als vorgeschrebin stet, sal halb den ratlu- ten vnd halb den gewerkin ane das wachs, das sal den gewerkin alleyne geuallin, do mete sy er kerczin gote czu lobe vnd eren sullin bessirn vnd czyren. !) fehlt in der Handschrift. 2) soll wohl heissen: alden.

Images6
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LVI.
Date: 99999999
Abstract LVI. Rechte der schweidnitzer Leineweber vom 19. Juli 1387. Aus dem ältesten schweidnitzer Stadtbuche f. 125. A.nno domini m° ccc° lxxxvn° sedentibus hiis consulibus Hanke Jenesch, Jungehannos, Johannes Hanyman, Schulmeister, Hannos Herdan, Paulus Molsteyn vnd Hannos Hanyman, Nytsche Hanymans son, an deme frietage fur senti Marie Magdalene tage mit rat der eld- stin vnd hantwerkmeister haben sie den czichener sogetan recht gegeben: 1. Primum sullen haben teil an der weitasche czu irre notdorft czu kawfin vnd auch au deme weytte eyn teil czu kauffin vnd vorkawfin czu irre notdorft. Auch sal dels garn ny- mand kawfin, der is wedir welle firkawfin vfl wynnunge vsgenomen burger vnd burgerynne, adir wer mit den czichener ynnunge hat, die mogen is wol kawfin vnd furkawfin. 81 2. Vnd waz garn falsch vnd vnrecht geweyfft ist an der czal, daz sullen die rotman fur- börnen adir czurissin lassin, vnd die czychener meyster sullen daz vflhebin vnd vff daz rot- haws antworten. 3. Auch sal nymand feyl haben czichin, tischelachin adir parchan, daz die czichener angehorit in der stat recht, den her habe ynnunge mit en; vsgenomen die iarmarkte. 4. Auch sullen sie den czwelich machin czweer elen breit, alzo die fon Troppaw, an deme rore czu nerlichste sechs vnd virczig genge. Der is bessern wil, deme gan mans wol. 5. Auch tichschelachin vnd hanttusschir vnd czichin sal man haldin nach der koer, alzo daz hantwerk saczunge hat. 6. Auch daz nymand sal parchan vnd czwelich lassen wirkin, her habe denne syne ynnunge mit en, waz sie angehorit, allirlei sache, vsgenomen burger vnd burgerynne, vnd den goltsch sullen sie gut machin mit der breite vnd die lenge vnd auch den parchan mit der breite (vnd) lenge, daz die kowfluete wol mit geweren mogen vnd nicht dorvm berei- dit werdin. 7. Vnd czu den obgenanten stuckin sullen die czichenermeister czu sehen, daz daz ge- haldin werde. 8. Vnd wen die meister der czichener ymgeen vnd die obgenanten suchin; wer sich dowedir seczit, der sal is bessern nach gnaden. 9. Die ynnunge der czichener sint nvn scot vnd czwe pfund wachsis. Der fon fremdis her kymit, der gebit gancze ynnunge; eyns meistir son adir lerknecht, der in der stat hie gelort hat, der sal halbe ynnunge gebin. 10. Die ynnunge geborit ein dritteil den rotman, eyn dritteil deme erbfoyte vnd eyn dritteil deme hantwerke. 11. Vnd wer fon fremdin kymmit, der sal eynen brief brengen syner bandelunge, wo her gewonyn hat, daz her sich erlich, getrewlich, redelich gehaldin habe, vnd sal dorczu den gewerkin burgen seczin, daz her iar vnd tag bie deme hantwerk blibe vnd vbil vnd gut mit en lide, ap er inweg cziet ane eliche sache, zo sal er eyne marg gebin der stat. 12. Vnd nach weme eris hantwerkis die meister sendin, kymmit er nicht, her sal geben eynen grossen czu deme irstin mole, czu deme andir mole; kymmit er nicht czu deme drit teil (!) mole vnd leit in freuil vnd sust freuilt fur dem meister, der sal is bessirn nach gnadin. 13. Vnd dorczu sullen sie haben alle recht, die sie fon aldirs gehabt haben fon der stat vnd fon den rotman. VIII. 11 82 Lvn. Festsetzungen zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen den Gewandschneidern and Wollenwebern zu Beichenbach vom 10. August 1387. Original im königl. Provinzialarchiv, Urkunden der Stadt Reichenhach Nr. 35. w, eD eyntrechtekeit eyne mererenne ist der liebe vnd dez nfiezes eyDer ganczen gemeynde, vnd also her wedir dy czwetrechtekeit ist eyn vorbleichunge der sellegen liebe vnd nucz- berkeit eyner ganczen gemeinde; dor vm wir ratmanne der stad Reichinbach Jacob Colin, Conad Winczorl, Hannus Zorner, Henczel Rosener vnd Hannus Opacz, dy iczunt seyn, vnd dy her noch in czukunftegen czeiten gekoren werden, tun kunt vnd uffenbar allen den, dy diesen kegenwortegen brieff seen uder horen lesen, daz wir mit wissen vnd geheisen wegen vnser genedegen vrawen, vrawen Ägnesen, herezoginnen czur Swidnicz, vnd ouch mit rate vnser aldesten Pecz Opacz, Peter Opacz, Cunlin Carschers, Nicz Molners,. . . . Groses, H . . ncke Reyche, Nicz Reiche, Peter Domüs, Nicz Swarcz vnd mit wellen vnser stad hant- werkmeyster vnd ganczen gemeynde Nicz Steinbrucke, vleychermeyster, Hannus Nythart, beckermeyster, Steynhuebener, schubertmeyster, QualuschvndCunczHensel, snidermeyster, Langehanüs vnd Heyne Merkel, garnczugermeystir, vnd Peter Frund, gerbermeyster, sulche grose czeytrechtekeit, dy czwuschin den gewantsnidern vnd den wollenwebern vnser stat Reychenbach gewest ist, do von alle gemeynde mochte seyn vortorbin, czwischen en vor- richt vnd geeynt haben, daz ouch bestandek bleybin sal mit craft dieses kegenwortegen briffes noch der geschecht, als hernoch geschrebin steet, in sulcher moze, daz dy webir vnser stad Reichenbach aller iar ierlichin gebin sullen vomf marg ierliches czinses guter prager groschen pulnuschir czal, y dy quatertemperin eyn schog groschen, den ratmannen der stad Reichenbach ane arg vnd vnverczogenlichin. Wer is aber, daz der friemarcte eyner [adermynner]l)a.dcT mehe abegyngen, so sullin vnd ouch wellen dy ratmanne, dy czu der czeit seyn werdin, dy selbegen vomf marg ierliches czinses in aller der mozin vnd rechtiu, als se se gehabt vnd genomen habin, an dy gewantsnider weysen ane arg vnd an' alles gever vnd ynlegunge keynerley sachin. Geschee ouch das dy weber als reich ader als arm worden, daz se nimme gewant sniden welden, so sullin dy obgenanten vomf marg czinses vm vnd vm abegeen vnd vorbaz nicht mehe geuallin, vnd dy ratmanne, dy czu der czeit seyn werdin, sullen vnd ouch wellen dy gewantsnider wedir an er gewantsniden weysen noch erer alden brieffe lüete. Ouch ist dy eynunge czwischin en also gemachet, daz dy weber keyn gekawft gewant snidin sullin, vnd wordin se des oberwundin mit der worheyt, daz se gekawft ge want sniten, als ufte, als daz geschit, so sullin dy selbin ader der selbege, dy des oberwun din wordin ader oberwondin wirt, iczlicher eyne marg gebin, eyne halbe marg der stad vnd dy ander halbe marg den gewantsnidern. Daz alle diese[n] obinbeschrebin*) in allen eren l) Ist unsinnig; der Schreiber hatte die geläufige Formel in der Feder: „Einer, minder oder mehr," die aber hier nicht passt. 2) Fehlt ein Wort wie: artikcl. i 83 stuckin vnd puncten stete gancz vnd vnuorseret gehaldin werdin, hab wir diesen brieff mit vnserm grosen angehangen stad ingesegel losen vorsegel(n), der ouch geschrebin ist noch Crists geburt driczenhundert iar dornoch in dem sebin vnd achczegisten iare an sand Lau- rencei tag, des heylegen merterers. An Pergamentstreifen hängt das Siegel der Stadt, welches den Ritter st. Georg mit dem Lindwurm und die Umschrift in gothischen Majuskeln hat: S. BURGENSIUM DE RICHENBACH. LVTH. König Wenzel verleiht der Stadt Breslau einen freien Fleischmarkt, welcher an jedem Sonnabend in der Woche abgehalten werden soll. Prag, den 13. November 1387. Original im breslauer Stadtarchiv G. 26»- "W ir Wenczlaw, von gotes gnaden romischer kunig, zu allen czeiten merer des reichs vnd kunig zu Beheim, bekennen vnd tun kunt offenlichen mit diesem brieue allen den, die in sehen oder horen lesen, das wir durch besserung vnd nuczes willen vnserr stat zu Bresslaw mit wolbedachtem mute, rechter wissen vnd von kuniclicher mechte zu Beheim den burgern vnd ynwonern derselben stat zu Bresslaw die besundere gnade getan haben vnd tun in ouch mit kraft dicz briues, also das furbasmer eines zu der wochen, das ist vf den sunabende frey fleischmarkt von allerley fleische doselbist zu Bresslaw seien und beleiben solle, und das ouch allermeniclichen, arme und reiche, allerley fleische an sulchen steten vnd enden vf dem rynge, wo das dem hauptmann vnd ratmannen allerbequemelichst sein wirdet, allenwochenlich eins, als douor begriffen ist, zufuren, brengen vnd verkawffen sullen vnd mogen an allerley hindernusse. Douon gebieten wir allen vnd iglichen vnsern vnd des kunigreiches zu Beheim liben getrewen ernstlichen bey vnsern hulden, das sie die vorgenanten vnsere burgere vnd, die sulch fleische zu furen vnd verkawffen werden, an sulchem vnserm freyen wochenmarkte nicht hindern oder irren in dheineweis, sunder sie dobey getrewlichen beleiben lassen. Mit namen wollen wir, das nymand, wer der sey, hyewider sich seczen solle oder moge in dheineweis, vnd wer dowider tut, den sollen vnd mogen die vorgenanten hauptman vnd ratmanne von vnsern wegen dorumb straffen vnd ouch dorzu halden, das sulcher vnser freyer fleischmarkt vngehindert vnd an' widerrede gehalden werde, als lieb in sey vnsere swer vngenade zuuermeyden. Mit vrkunt dicz brieues versigelt mit vnserm kuniclichen maiestat insigel. Geben zu Prag noch Cristes geburt dreyczenhundert iare vnd dornach in dem sibenvndachczigisten iaren des mitwochen noch sand Merteins tag vnserr reiche des behemischen in dem fumfvndczweinczigisten vnd des romischen in dem czwelften iaren. An Pergamentstreifen hängt das grosse Siegel des Königs. 11* 84

Images5
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XLVIII.
Date: 99999999
Abstract XLVIII. Bestimmungen aber den Weinschank zu Breslau vom 5- September 1373. Aus dem Xudus Laurent ins f. 174. A, dem montage vor vnser frawen tag der leczten sie wir . . ratmanne czu Breczlaw mit rate vnser . . gesworne vnd der aldisten vbir eyne komen vnd seczczin, daz eyn iczlich vn ser mitburger, der vorbas me wil wyen schenken, sal den wyen alzo ofte, alz her wil uftun. brengen vor dy . . ratmanne, vnd sal den selbir seczczin vnschadehchin vnsera herren dez . . keysers vnd der . . ratmanne recht; vnd den selbin wyen sal her nicht hoen noch nedirn, vnd ok eyn vas sal czu ozappfin geen. Ouch sal daz selbe vass gezeichit vnd ge- merkit werdin von den . . ratmannen. Wer daz abir, daz her welde icht dez selbin wynes, der czu czappfin gynge, vss vollen, daz sal her tun mit der ratmanne wissin, vnd mag den ver- fwren, wo her hyn wil, vnd sal den nicht schenkin in der stat. Anno lxxni°. l) re fehlt in der breslauer Handschrift. Die cölner bat es. *J Die breslauer Handschrift hat das unverständliche: slaleit. Die cölner^ liest richtig: slaloit, welches die niederrheinische Form für slalot ist. Ueber die Bedeutung dieses Wortes ist das Register zu befragen. 72

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXXIX.
Date: 99999999
Abstract XXXIX. Bestimmungen des breslauer Raths für die dortige Fischerinnung vom Jahre 1365. Aus dem Nudr.s Laurentius f. 79vo- Wi issintlich sy, daz wir mit rate der vischer meyster vnde mit den vischern vberein getra gen han durch gemeynis nüczis wille, daz nimant vorwert me kein enger garn stricken sal, denne vber di yzen mit der stat czeychen gemerkit. 2. Ouch sal nymant vf wert czihen mit deme kleppe vorwertme eweclch; wer do wi der tete, mit deme sal man tun, alz man czu rate wirt. 3. Ouch sullen dy vischer den suntag vyern bis czu vesperczit; wer das brichit, deme sal man das wassir vorsagen ein virteil iaris. Vbir das allis so habe wir rathman daz czu wandiln ho oder nider, wi wir des czu rate werden. 57

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LX.
Date: 99999999
Abstract LX. Rechte der breslauer Tischler- and Malerinnung vom Könige Wenzel bestätigt. Frag, den 4. Januar 1390. 1. Dem Original gleichzeitige Abschrift auf einem Pergamentblatte ehemals2) in der Lade der breslauer Tischler innung. 2. Als Transsumpt in dem grossen Handwerksbriefe des Kaisers Siegismund von 1424. Gedruckt bei Alwin Schultz, Geschichte der brcslauer Malerinnuug, Breslau 1866. S. 19—22. nach 1., mit Angabe der Varianten nach 2. Wi: ir Wenczlaw, von gotes gnaden romischer konig, zu allen czeyten merer des reichs vnd konig czu Beheim, bekennen vnd tvn kvnt offenlichen mit diesem brief allen den, di in sehen ader horen lezen, daz wir durch besserung vnd nucze willen vnser stat czu Bresslaw vnd sunderlichen czu vndersten sulche vfstosse, missehelunge vnd kriege, die czwischen den rotmannen, burgern vnd hantwerken doselbist czu Bresslau von wegen der statuta vnd gesecze, die dieselben hantwerker angehoren, fersten mochten mit wolbedochtem mute, rate vnsir fursten vnd von rechter wissen dieselben statuta als von der moler vnd castenmacher wegen in sulche ordenunge vnd sacze gebracht haben in aller der massen vnd weyze, alz hernoch geschriben stet: 1. Czum ersten. Kein meyster sal keyn werke bereyten von czyne, es sei geistlich oder wertlich. Wer dowider tut, der sal czu buze geben czwelf groschin, der geboren der stat czwene pfennynge vnd den gewerken der dritte, vnd das werke sal czu vor vorloren seyn. 2. Welch man tarczen machen welde von tenneynen holcze vnd die beczuge mit tuche, adir mit werke, adir schefeyn leder, der sal ouch czu buze geben eynen virdung vnd die tarczen sullen vorlorn seyn. Vnd welch man ein reyze tarcze machen wil, der sal sie von gutem pucheyn holcze (machen)s) vnd sal sie beczihen mit gutem leder. 3. Keyn man sal erbeiten mit dem pynzel, is sey glaser ader moler, er en tete denn rehte gen der stat; wer dorwider tete, der sol vorbuzen noch der stat gnaden. 4. Wer ouch ir hantwerke leren wil, der sal elich geboren seyn, vnd sal seynem meister eyn marke czu lone geben, vnd sal im dynen drey iare; vnd ab her im der marcke nicht hette czu geben, so sal her im vir iare dynen vnd sal im die vorgewissen vnd sal den gewerken geben eynen halben virdung. 1) Fehlt in der Handschrift. *) Vgl. das Vorwort. «) Fehlt. 86 5. Welchir ouch mit in bruderschaft haben wil adir meister werden welde, der sal ein eliche housfraw haben, vnd sal oucb. briefe brengen siner handelung vnd sal czu innung geben eynen virdung der stat vnd den gewerken einen halben virdung, vnd keyner sal arbeiten, ee denne her seyn innung gewynnet, vnd sal burgen seczen, daz her ein iare rat vnd rechte tue kegin der stat vnd kegin dem hantwerke bey eyner marke, vnd ab her das nicht tete, so sal dy marke czu vore vorloren seyn, vnd qweme derselbe dornach wedir, so muste her seyne innung von neves gewynnen. 6. Ouch ab eynis meisters sone meister werden wolde, der sol haben eyu halbe teil der meisterschaft, nympt her aber eines meisters tochter, so sal her alle recht haben, als ein ander meister. Nympt abir ein knecht vf irem hantwerke eynes meisters tochter, der sal ouch seyn halb recht haben. 7. Welch ouch nicht queme in die morgensprach, der sal geben einen groschin. Welchir ein Stechmesser mit im truge in die morgensprach, der sal ouch eynen groschen geben, vnd welcher ouch boslich spreche in der morgensprach, der sal von yczlichem bosen worte geben eynen groschen. 8. Wer ouch vnder den gewerken den andern besagit vnd in der missetat nicht ober^ czeugen mochte, der sal der buse bestanden seyn, der gener bestanden wer, den her besaget hette. 9. Vnd welche meister daz iar gesworen seyn; wenn daz iare aus kompt, so sullen die selben meister den geswornen, die dornoch gekoren werden, rechnvnge tvn von dem, das se das iare eyngenomen vnd wider ausgeben haben. 10. Welche ouch dem andern seyne knechte enfremdet vnd vberwunden des wurde, der sal czu buze geben drey virdunge; der geboren der stat czwene pfennynge vnd den gewer ken der dritte. 11. Ouch was holczes her brocht wurde czuvorkeufen, daz dye tischer angehoret; is wer slecht holcz adir vynnecht holcz, daz sullen die meister miteynander keuffen, vnd welcher vber das holcze keufte vnd is den meistern nicht mit teylen wolde, der sol czu buze gebin eynen virdung. 12. Ouch sol keyner vnder den gewerken die vorgenanten holze aus der bruderschaft vorkeuffen; wer dowider tut, der sol ouch vorbuzen eynen virdung. 13. Ouch sal nymand auswennyng der bruderschaft die egenannten holcze bereiten, wer dowider tete, der sol geben von iczlichem stucke eynen halben virdung. 14. Ouch sal nymand vorkeuffen newe kasten, laden, tische vnd almereyen of der brucken noch vor der kirchen; wo man die vindet, die sal man nemen, an' alleyne in den iormerkten. 15. Vnd vff die rede, daz die egenanten statuta vnd gesecze in iren kreften bleiben vnd beiden, von den ratmannen vnd burgern vnd ouch von den molern vnd castenmachern, die yeczund sein ader in czeiten werden, in allen meynungen, artikeln vnd weize, alz die dovor von worte czu worte begriffen sind, stete gancz vnd vnvorruckt gehalden werden, so haben 87 'wir sie von koniclicher macht czu Beheim bestetet, beuestet vnd confirmiret, besteten, beuesten vnd confirmiren die in kraft dis briefes als lange, als das vnser wille vnd wir daz nicht wissentlichen widerruffen. 16. Ouch ist vnser meynunge vnd willen, daz keyne hantwerker den andern in seyne statuta ader recht greyffen sullen in keynerley weis, vnd gebiten dorumb den burgermeister, rate vnd den burgern der egenanten stat czu Breslaw, die nv seyn adir in czeyten werden, ernstlich vnd vesteklich mit diesem briefe, daz sie die egenanten moler vnd castenmacher an den obgenanten Statuten vnd geseczen, die dovor begriffen sind, nicht hindern noch irren in keynir weis, sunder sie do bey geruhelichen vnd vngehindert bleiben lassen, als lieb in sey, vnsere swere vngenade czu vormeyden. Mit vrkunde dis briefes vorsiegelt mit vnser kuniclicher maiestat insigel geben czu Prage noch crists geburt dryczenhundert iar dornoch in dem newnczigstem iare des dinstages vor dem oberistem tage vnser reiche des behmischen in dem sibenvnczwenczigisten vnd des romischen in dem virczehenden iaren.

Images3
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXXV.
Date: 99999999
Abstract XXXV. Beschlüsse des schlesischen Schneidertages. Schweidnitz, den 14. Juni 1361. Gedruckt bei Berlepsch Chronik der Gewerke II. S. 230—233. Wi ir rathmann der stat Swidenitz: Petza Richinbach, Hensel Zeman, Nikolaus Kestener, Nikolaus Wichindorff, Nikolaus Hoffeman tun zu wissen, dass unse snyder von den gena- den, wyssen und gunsfr-unsirs herren Bolken, herzogen von Slesie, herre zu der Swidenicz mit anderen iren gewerken vnd meystere dahir nochbeschrebenen stete Swidenicz, Stregann, Richinbach, Landishut, Jauer, Bunczelaw, Lemberg, Luban, Hyrsberg vnd andere stete, dy in unsirs vor gen. herren herczogen Bolken land gehoren, dar czu Bresslow, Numargt, Legenicz, Haynow, Goltperg, Lobyn, Munstirberg, Strelin, Franckensteyn, Glacz, Olow, Brig, Opol, Namslow, Olsin unde Beroldistat vbir eyn getragen haben vnder in czu haldene dese noch gesehrebene stucke czu nutze, eren vnde gemache deme hantwerke. Dy stucke wir ouch den unsern snydern irlauben vnde geben czu haldene by den bussen vnde kören in aller der wize, als her noch beschreben stet: 1. Daz erste ist, daz kein meyster noch knecht sal mer tragen [ujwene czwyerley warwe czu syme rocke, czu sine hosen vnde czu syner kaseln; dor vnder sal her nicht czweyerley warwe tragen, vnd welchin meyster warckug vnde rock lustit czu tragen, der mag sy machen von dryerleye warwe. Welch meyster das gestatte adyr do wyder tut, der sal geben czwey pfunt wachss czur kör. 2. Ouch sal keyn meyster noch knecht an syne hosen tragen wenne eynerleye warwe, sy sint newe adir alt. Welch meyster des gestatte, adyr do wyder tut, der sal geben czwey pfunt wachss. 3. Ouch sal keyn meyster noch knecht nymande syne hosen vlicken mit newem ge- wande, her in geb is denne dor czu. Welch meyster do wedirtut, der sal geben eyn pfunt wachss. 4. Ouch welch knecht vfsitzet, der do nehit vor eyne geselle, deme sal man geben czu Wochen eynen groschen vnde eyme iungen knechte czu dry wochen eyn scot. Welcher ^ 53 dorober syne knechten mehr gebe, wenne in dysem brive geschreben stet, vnd tete daz in eyme vrebil, der sal geben czwey pfunt wachss. 5. Ouch welchknecht dynet eyme meyster eyn halp iar, der magym machen eyneiope, dy her selbir tragen sal, wyssentlich syme meyster, dem her [ejerbeit, vnde was czu der iope gehörit, das her das recht vnde redeliche gekouft habe, vnde welch meyster gestatt, das syn knecht ym dy iope machet vor deme halben iare, der sal geben czweye pfunt wachss, vnde als manchen tag, als her in dorobir helt, also dicke sal her geben czwey pfunt wachss. Wer ouch, ab eyn knecht eyne iope machte one synen meysters wyssen, dor vmme sal der mey ster keyne kor geben; wenne dy iope sal man neme deme knecht vnd entworfen dy den el- dystün meystern. 6. Ouch welch meyster andere luten das ir abgeborgit vnd entrynnet do myte, wo man vf den komet, das man den entworte in das gerichte, do her inne begriffen wirt. Welch meyster adyr knecht deme entrynner dor czu beholfen were, der sal bein den meystern eyner busse syn bestanden. 7. Ouch sal keyn meyster deckelachen machen (adir) vorkoufen, dy do gemachet sint von nwem gewande; by weme man dy vindet, das dy verlorn sullin syn. 8. Ouch welch meyster iopen machet von dem, das cromery heyset, der sal dor in legen boumwolle; tut her des nicht, so sal her dy verlorn han. 9. Ouch welch knecht wandirtin vremde stete, treyt der echt in syme wotssake, dem sullen dy meyster syne wotsake vf binden vnd besehen, was in deme sacke ist, were das der vngerecht were, daz man den entworte in daz gerichte. 10. Ouch sal eyn iczlicher knecht myt syme herren czum bade gen vnde sal nicht besen den andere gesellen, vnd welch meyster des syme knechte gestatte, der sal bestanden syn czweyr pfunde wachs. 11. Welch meyster ouch lessit verben vlecke von nwem gewande, der sal bestanden syn vir pfunde wachss. 12. Ouch welch meyster des oberret wirt, daz her den luten ir gewant nicht gar wydir gebit, eyns, czweie adir dry stunt, der sal yo als dicke geben vir pfunt wachs: czum virden mole wellen dy ratherren selber dy kör von ym neme. 13. Ouch wo man dy störer ankonigt (ankompt), dy sal man myt dem gewande in das gerichte entworten, vnd sal dy vor triben vnd sal sye nicht in keyne bruderschaft nemen in den vorgenannten orten. 14. Ouch sal keyn meyster noch knecht an dem werktage kurtz cleyder tragen, wenne vf dy keye; welch meyster des gestatt; als manche woche her dy treyt, als manch pfunt wachss sal her geben, vnd welch knecht dorober des nicht haldenwellde, den sal keyn mey ster halden; als manchen tag her in hilde als manch pfunt wachss sal her geben. 15. Ouch welcher von hynnen czühit in vrebil vme dy vorgenanten sachen, den sal man hir vnde in egenanten steten nicht halden noch in keyne bruderschaft neme. 54 16. Ouch sal keyn iunger swert noch messer tragen, wenue syn brotmessir; welch meyster das syme knecht gestatte, als manche woche her das treyt, als manch pfunt wachss sal her geben. 17. Ouch sal keyn vorkoufler nuwe gewant snyden czu cleydern vnde dy tragen eyne tag, czweye adir drye vnd dy dornoch vf deme marckte veyle haben; wer do wyder tut, daz mogen wir von ym gebessirt neme von der stat wegen. 18. Ouch sullen dy meyster alle nwe vlecke von gewande vnd was do vou gemacht ist, dy man veyle hat vf deme markte neme vf eyn diruare, ab sye gerecht syn adyr nicht. In eym gezocknusse vnd in vestir bestetnusse der vorgeschrebeneu dynge vnd Satzun gen haben wir an gehangen vnsyr yngesegil an desen bryf in dem tusintin iare dryhundir- stin vnd in dem eyn vnd sechczegstin iare von der geburt vnsirs herren Jesu Christi in dem montage vor sante Viti tak.

Images3
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XI.
Date: 99999999
Abstract XI. Die Gürtlermeister zu Breslau verbinden sich vor dem Rathe, da die Gürtiergesellen sich vereinigt haben, ein Jahr lang alle Arbeit einzustellen, auch ihrerseits keinem derselben Arbeit zu geben. 4. November 1329. Aus den breslauer Handwerksstatuten p. 9. ixnno domini MCCC XXIX in die quatuor coronatorum coram nobis consulibus cingula- tores aseeruerunt, quod famuli operis eorum talem constitucionem fecerunt inter ipsos, quod neuter eorum infra vnius anni spacium alicui predictorum eorum magistrorum cingulatorum seruire deberet seu se recipere ad seruicium alieuius. Quapropter ibidem predicti cingu- latores eciam talem constitucionem prehabito consilio vnanimiter viceuersa inter ipsos fece runt et se nobis taliter constrinxerunt, quod quicunque, ex eis infra eiusdem anni spacium quemquam predictorum famulorum in familiam seu seruicium suum resumserit, vnum fer- tonem nomine pene dare debeat ciuitati. 16 xn. Sehweidnitzer Tuehweberordnung durch Aufzeichnung des alten Herkommens festgestellt 1335. Aus den sehweidnitzer Handwerkerstanden f. 8—10. xxyns mals geschach, daz eyne czweyunge wart vndir den webirn czu der Sweidenicz vme eteliche recht, dy sy vndir in hatten vnde quomen des uf das rothüs czu Heynman Melczer, "V- Hannus Gerlach, Hannus Hulfrich, Walther Keyser vnde ^okil_j>oj>pjyii_dy do rotlute wa ren derselbin stat noch gotis geburte tusent iar dryhundirt iar in dem vümf vnde drizegisteu iare, vnde leyten in dy czweyunge vor vnde boten dy rotlute, das sv do vor dechtin vnde sentin noch den, dy do etwenne by aldir uffirem hantwerke werin gewest, vnde vragetin dy dorvmme, was rechtis dy by aldir hettin gehabit. Do sprochen dy rotlute: Wir wollen gerne besendin vnse eldisten von der stad [obireyn]'); is der geheisse, wille vnde rot, so wolle wir gerne noch in senden. Des quomen sy mit den eldisten von der stad obir eyn vnde santen noch den mit der eldisten wille, geheysse vnde rot, dy do hir vor by aldir by irem hantwerke waren gewest, vnde leyten in das vor vnde vrageten sy, was von aldir were recht gewest uf dem hantwerke vndir den webirn. Do aufwerten sy vnde sprochen, das sy dese recht, dy hernoch sten beschrebin, dy webir vor drisig iaren, hetten gehabt vnde den noch lengir vnde me: 1. Das irste, das keyn webir sal machen pristern, munchen, nünnen, burgern noch key neu uswendigen keynerley tuch; welchir das nicht enheldit vnde bricht, der sal gebin dry virdunge. 2. Das andir, daz keyn webir sal nicht verbin keyn tuch keynem uswendigen; welchir das nicht enheldit, der sal gebin dry virdunge. 3. Das dritte, das keyner geslayne wolle blawir varbe sal verbin grüne, wer das bricht, der sal gebin eynen virdung. 4. Das virde, daz keynir swarcze wolle adir gro sal nicht verbin rot; welchir.das bricht, der sal gebin eynen virdung. 5. Das vutnfte, das keyner sal nicht me verbin vmme Ion vs eynem vasse den czwey tuch; wer das bricht, der sal io von dem tuche gebin eynen virdung. 6. Das sechste, das keyner nicht sal verbin keyn tuch bla, das do ist gewalcken, wer das bricht, der sal gebin eynen virdung. 7. Das sebinde, welchir weyt vorsücht, der sal nicht me dor vs verbin, den czwey tuch geworcht; wer das bricht, der sal gebin eynen virdung. 8. Das achte, das keyner keyn tuch sal machen, do keyne wandilberkeyt an sy; wer das bricht, der sal gebin eynen virdung; bricht hers czu dem andirn male, so sal her abir !) obireyn ist ausgestrichen und auch überflüssig. Die Stelleist unverständlich; vielleicht ist vor „ is" ein ist ausgefallen, in welchem Falle dann zu übersetzen wäre: Ist es deren Geheiss, Wille u. Rath, so wollen u. s. w. 17 gebin eynen virdung; bricht hers abir czu dem dritten mole, so sal her abir gebin eynen virdung; bricht hers czu dem virden mole, so sal man ym syn hantwerg vorsagen, vnde wil her syn werg wedir gewynnen, so sal her komen czu den rotluten vnde sal ir hulde gewyn- nen vnde dornoch czu deu meystern vnde sal syn innunge gewynnen als eyn uswen- diger man. 9. Das nvnde, welch webir eyn eygen geczew hot, der mag wol wirken uf eym andirn, ab hers bedarff: wirket her abir uf dem dritten, so sal her gebin eynen virdung, vnde wel- chir nicht eyn eygen gezew hot, der sal wirken uf eym; wirket her uf czweyn, so sal her ge bin eynen virdung. 10. Das czende, welchir syne innunge gewynnen wil, der sal sy gewynnen czwischen wvnachten vnde vastnacht vnde sal gebin eyne halbe marg; abir eyns webirs brudirson adir syner hüsfrawen bruderson, der sal gebin evnen virdung. Wer abir wil lerin wolle slon, karten adir schern, der sal gebin eyn phunt wachz czu innunge; abir wer do wil lerin webin, der sal gebin eynen virdung czu innunge, vnde der do wolle slet, kart adir schert, der sal nicht e syne innunge gewynnen, das her tuch mache, her en habe dry gancze iar geerbit, vnde mag das bewysen. 11. Das eylfte, daz keyner sal nicht e essin an dem suntage vnde an andirn heyligen tasten, daz do heysset banvyer, man habe e messe gancz gesungen, vnde sal nicht e koüffen weyt, asche, rote, karten, man habe gessin, ane an dem dornstage; wer das bricht, der sal gebin eynen virdung. 12. Das czwelfte, das keynir sal nicht kouffen vnvorsuchten weyt, der do ist brocht vs andern landen; wer das bricht, der sal gebin dry virdunge. 13. Das driczende, welch gast her kumt mit weyte, der sal nicht mit dem weyte bin sechs wochin von hynnen czyen; czut her von hynnen. e sechs wochen ende nemin, mit dem weyte, so sal her der stat gebin eyne margk. ^t 14. Das virczende, das keyner nicht sal kouffen vngemüten weit, wer das bricht, der sal gebin eynen virdung. 15. Das vunfczende, das keyner nicht sal czyen uf dy dorffir vnde weyt kouffen; wer daz bricht, der sal gebin dry virdunge. 16. Das sechzczende, das keyner sal nicht me kouffen in der ersten woche wedir eyn gast adir wedir eynen andirn, den eyn mos weytis; wer do me denne eyn mos koüffit, der sal gebin dry virdunge. 17. Das sebinczende, welch gast her weyt brengit, das in derselbe sal vorkouffen, vnde ab syn wirt adir ymant andirs vor den gast den weyt wil vorkouffen, das yn nymant wedir den sal koufien. 18. Daz achczende, daz keyner nicht sal kouffen lant weyt, vnde sal in vorsuchin vnde dornoch wedir vorkouffen; wer das bricht, der sal gebin eyne marck; abir her mag wol we dir vorkouffen eyn mos vnde eyn cheffil. vin. * S 18 19. Das nvnczende, das keyner nicht sal vorsuchin den mit der meyster orloub; wer das bricht, der sal gebin eyn virdung. 20. Das czwenczegiste, das keyner sal nicht me kouffen den eyn clos aschen an dem ersten tage; wer das bricht, der sal gebin eyn lot. 21. Das eynvndczwenczegiste, das keyner nicht sal kouffen schart, rote, asche wedir eyn uswendigen von eym andirn hantwerke ane wedir dy, dy is her breiigen vs vremdin landen, wer das bricht, der sal gebin eyn lot. 22. Das czweyvndczwenczegiste, das keyner nicht sal messen mit eym andirn mos adir scheffil, den mit dem, das von vnsim herren Herczogen Bolken vnde von den rotluten ist vorlegin vnde gegebin. 23. Das drivndczwenczegiste, das keyner nicht sal wirken by lichte; welchir das bricht, do sal der herre gebin eyne margk vnde iczlich knappe eyne marg, do sal keyne gnade czu gehoren. Werden sy abir do mite czu dem andirn mole vundin, daz sy wirken, so sal abir der herre vnde dy knappen iczlicher gebin eyne marg, do sal abir keyne gnode czu gehorin; brechin sy is czu dem dritten mole, so sal (man in)') ir werg nedir legin, vnde woln sy is wedir gewynnen, so sal eyn iczlicher syne innunge gebin als eyn uswendiger man, vnde dornoch sullen sy komen czu den rotluten vnde czu den meystern vnde sullen sich mit den berichten. 24. Das virvndczwenczegiste, das keyner nicht sal erbeitin an den heyligen tagen; wer das bricht, der sal geben eyn lot. 25. Das vunfvndczwenczegiste, das nymant sal waschin keyn tuch an dem sonnabunde noch vesper, wer das bricht, der sal gebin eynen halbin virdung. 26. Das sechsvndczwinczegiste, welchir vunden wirt, das her macht phlockin tuch, das man dem syn werg sal ewyclichen vorsayn. 27. Das sebinvndczwenczegiste, welchir mit dube wirt vunden, das man den dorvmme nicht billichen sulle hengin, das man dem mit schoubin sal vs der stat luchten vnde wysen. 28. Das achtvndczwenczegiste, das keyner sal keyn nicht in syn dinst enpfhan, der do- vor eym andirn hat gedeyent; her|s] suls vor bewysen, das her von syme herren sye vrunt- lichin gescheyden vnde habe sich bericht. 29. Das nvnvndczwenczegiste, das dy meyster alleyn suln in dy möl gehen, wer an- dirs dorobir in dy mol get. der sal gebin eynen halbin virdung. 30. Das drysegiste, das nymant andirs sal morgensprochen machen, den dy meyster, wer das bricht, der sal sich berichten mit der stat noch gnoden. 31. Das eynvnddrizegiste, welchir voreuilt mit worten adir mit wercken in dermorgen- sproche, der sal is abelegin den meystern noch gnoden. 32. Das czweyvnddrizegiste, noch welchim dy meyster sendin, kumt der nicht, der sal gebin eyn lot. i) fel.lt. 19 33. Das dryvntdrizegiste, welchir wirt beclayt vmme gelt vor den meystern vnde be kennet, vnde wirt eyn tag bescheydin czu geldin, vnde des nicht engilt uf den tag, der sal is abelegin noch gnoden; welchir abir loucken vor den meystern vnde bekennet vor den voyten, der sal gebin eyn lot. 34. Das virvntdrizegiste, welchir vunden wirt, daz er eyn czu gros stucke hot, der sal gebin eyn lot. 35. Das vunfvntdrizegiste, das keynir an me stetin vndir dem koüfhuse sal vorkouffen syn gewant, den an eyner stat; wer das bricht, der sal gebin eyn lot. 36. Das sechsvntdrizegiste, das eyn iczlich hüs sal habin eyn czeychin vnde nicht mer. 37. Das sebinvntdrizegiste, wer ymande rügin wil, der sal yn rügin selbandir adir selbdritte. xm. Rechte der Krämer zu Schweidnitz vom 19. Harz 1336. l.Aeltcstes schweidnitzer Stadtbuch f. 3 u. 7. 2.Copieaus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Privatbesitz; hier nach I., nur die in Klammern () eingeschlossenen Zusätze nach 2. Wi ir herczoge Bolke, von gotis genaden herre von Furstinberg vnd zur Swydnicz, tuen kunt vnd bekennyn offinlich allen den, die desin brieff anseen, lesen odir horen lesin, das wir durch besserunge, nuczes vnd ouch eyner gemeynen notdorfft wille machin, seczin vnd geben vnsern kramen do zur Swydnicz sulche recht ewielich zu haben vnd zu halden, alzo hie hernach geschreben steen, mit willen vnd mit rate vnser getrawin burger vnd ratlute der selben stat zur Swydnicz, die dese selben recht mit vnserm wille vnd geheysse bedacht haben mit allem vlisse. 1. Der selben vnser krame recht sal (das) das erste sin, das man an deme sontage alleyne vnd an keinem andirn tage zur kirmesse der mynner brudir — is 6ie burger adir gast — mag veyl haben vrie an' alles hindirnis allirleie kramerie. Adir zu andirn kirmessin in der stat sal man nicht allirlie veil haben; man mag doch wol veil haben noldin vas, bu- til, gurtil, wurfil, spiegil, spangin, taschin vnd andir kleyne ding, die man in andirn steten veil hot zu kirmessin. 2. Das andir recht sal das seyn, das die, die do steen hindir den kromen vnd haben czwu mark vnd dorundir vnd nicht dorobir, die mogen vnd sullen vorkouffin bie eymelotte vnd dorundirvnd nicht dorobir mit der wogen vnd ine') wogen alles, das sie veil han, vnd sullen steen alzo si vor han gestanden, vnd welche eygene krame haben vnd hinder den. kramen steen, die sullen dor yn tretin. ') Beide Handschriften: ine; steht es für äne? 20 3. Das dritte recht sal das sin, das keyn gast sal veil han kramerie fur der kirchen in der stat vnd vswendig bie eyner mile vnd welchir fur der kirchen steet, den sal mans sa gen, das her nymme do stee; wirt der do noch, das mans in sagit, do fundin, das her do steet, zo sal der selbe geben eyn phunt wachs. 4. Das virde recht sal das sin: Alle die [do] hy in der stat machin noldinvas, butil, gurtil, taschen, hanczken, spangiln, sidine snurin, sydine butil vnd burtin vnd sich generin mit der stat, die mogen vnd nullen enziln vorkoufen in erim werkgadim alzo vil, alzo sy kunnen vnd mogen, vnd ouch an deme dornstage vndir deme turme. Adir die is bren- gen vs vremdin steten von gesten, die sullen is vorkoufen bie deme techirn adir bie dem tosil. 5. Das vunfte recht sal das sin, das die metsider sullen ir wachs vorkoufin bie stucken, abir die is gisin, dy sullen is vorkoufen bie deme steyne vnd nicht dorundir. 6. Das sechste recht sal das sin, das man allis euere gut mag vnd sal vorkoufen bie deme steyne vnd nicht dorundir bie eyme virdunge; das ist: allune, winsteyn, seife, komyl, lorber, cen, blei vnd messink vnd andir suer gut. 7. Das sebinde recht sal das sin: Is sie burger adir gast, die do her brengin parchan, czeitir, lesch, sydine tuchir, welcherlee sie sint, cyndal, die sullen is alzo vorkauffin; der gast mag vnd sal is vorkauffin in synes wirtis gadim adir in synes wirtis herberge vff eyme tische adir vff eyner boten bie ganzin tuchirn vnd nicht vswendig der herberge, vnd eyn burger adir burgerynne mag koufin vswendik deme kromen, welchirlee sie wellen, bie gan- czen tichirn, die hie vor genant sint. Adir keynemvswendigen manne sullen sie nicht kouffen bie eynem virdunge vnd welch burgir adir gast') her brengit parchan, czetir, lesch, sydine tuchirn, cindal, yrisch tuchir, tuchir von der wulle, die mogen is seczin in eyne koufkamer vnd sullen do mete tuen, alzo eyn recht ist, alzo hie vorgescreben steet. Abir die yrische tuchir vnd tuchir von der wullen mogen sy vsseczin vndir dem kouffüusse vnd mogen is vorkoufin mit irme gewaude abir bie ganczin tuchirn vngesnetin. Vnd eyn iclich burger vnd burgerynne mag kouffin spiczerie vswendig deme kromen bie deme phunde vnd nicht do- ru(n)dir alzo vil, alz sy ir bedarff zu irre notdorfft, abir keynem vswendigin manne nicht bie eyme virdunge. 8. Das achte recht sal das sin, das keyne burgeryn sal nicht mer slower kouffin wedir eynen gast denne alzo vil, alzo si ir bedarff zu irre notdurfit vnd sal keynen slower koutlen. das ei sie wedir vorkouffe. bie eyme virdunge. 9. Das nvnde recht sal das sin, das man das geslayne gult mag und sal vorkouffen wie man kan adir mak, is sie gast adir burgir. 10. Das czende recht, das keyn man sal kouffin keyne ruwe war vndir den kromen we dir eynen gast, her ste denne zu kromen, bie eyme virdunge. ') Beide Worte stehen zwar in beiden Handschriften sind aber entschieden überflüssig und sinnstörend. 21 11. Das ylfte, recht das man den wissin czwirn mak vnd sal vorkouffin bie deme phunde vnd nicht dorundir, is sie burgir odir gast. 12. Das czwelfte: Welch gast herbrengit swere war, der sal sie legen in synes wirtis herberge, vnd wenne her sie vorkaufft, zo sal her sy wegen in deme woghusse vnd nicht an- dirsuo, vnd wenne sy wirt gewegen, zo sal si der gast adir der sie kouffit wedir vs deme woghuze tragen vnd nicht obir nacht dorinne lassen legen. 13. Das driczende, welchir vnfugit mit werken vndir den kromen, der sal geben eyne mark, welchir abir vnfugit mit wrurtin, der sal geben eynen virdung. Vnd zu eyme orkynde und zu eyner ewigen stetekeit vnd das dese vorgeschrebene recht stete vnd gancz eweclichin werdin gehaldin, des haben wir desin briefi heyssen schri- ben vorsegilt mit vnserm ingesegil deme grossin. Das ist gescheen vnd dirre briff ist ge geben zur Swydnicz nach gots geburt tusent iar driehundirt iar in deme sechs vnd drisigi- stin iare an dem nehesten dinstage fur vnser vrouwen tage cleibe(n).

Images7
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LXI.
Date: 99999999
Abstract LXI. Striegauer Walkmühlenordnung vom 7. Januar 1390. Aus dem ältesten striegauer Stadtbuche i'. 86. Wir . . ratmanne vnd . . eldisten Hanneman Kurssener, Junghannus vnd Gregor Tschetsch czur Sweidnicz, Johannes Hanneman, Mathis Korolf vnd Pauel Jentsch czum Jauwir, Johannes Baratscher, Nytsch Beyger, Michil Heyder, Petir Zaraw vnd Hensil Pichirwiczer, Ratmanne mit vnsern . . eldisten czur Stregon von geheisse vnd gebote vnsere gnedigen frauwen, frauwen Agnesen, herczogynne czur Swidnicz vnd czvm Jauwir, haben angesehen die czweitracht vmbe daz walken, daz da gelegen was czwisschen den molhern vnsere stat Stregun, die diese nachgeschrebende molen haben, — die erste mole ist gelegen nydewendig Stanewicz, die andere die wogemole, die drytte die Benikin mole — an eyme teyle vnd den . . webirmeisterynnen vnd erre ganczen gemeynde an dem anderin teyle, vnd haben von erre beydere vnwedirrufliche willekore eynen entscheid czwisschen en gemachet vnd vsge- sprachen yn solchem lüte vnd meynunge, alz her noch geschreben stet, daz die webir- meistere vnd die gancze gemeynde eres hantwerkes der wollenweber czur Stregun, die iczunt synt adir her noch ewiclichen werden, vorbas mere nv vnd ewiclichen alle iarglich von mittefaste bis ufl send Johannes tag des tawffers, [vnd] alz her geborn wart, alle mittenandir vnd iczlicher besundir czwisschen der selben czeit nyrgent andirswo ere gewant walken sollen nv vnd ewiclichen, denne yn vnsern vorgenanten molherren molen, vnd 88 sollen yo von dem tuche eyn quard geben czu lone, vnd der furer, der die tuch brengit, der aal sie seczen yn eynes molherren hws, vnd nymand sal die tuch nemen, her gebe denne von iczlichem eyne qwart vnuorczogenlichen czu lone, alz vorgeschreben stet. Czu dem selben walken sollen ouch die molherren daz bolcz geben. W%r abir, daz vnsere obgenan- ten molherren daz egenante hantwerke von wassirs not wene czwisschen der obgenanten czeit nicht gefurdern kvnden noch en mochten, so sollen die hantwerkemeistere mit erre gemeynde walken, wo se mogen. Ouch sollen ez die molhern der obgenanten molen, wenn sie daz hantwerke nicht gefurdirn kvnnen, drye tage vor lassen wissen. Geschee abir eyn sulchis, daz daz egenante hantwerke an eren tuchen czwisschen der obgeschreben czeit yn eren walkmolen icht schaden enpfinge[n], es were von herrewalt, von fures not adir yn gotes gewalt, yn flute wene, adir sust von rewbern, icht schaden enpfinge[n], des sollen die molherren nicht gelden. Geschee abir andere vngelucke von dvberye adir vmbe rysse, der tuche, so sollencz die molherren geldin, adir by namen alzo halden vmbe solche dvberye vnde rysse yn allir wise vnd masse'), alz es die obgenanten webirmeistere haldin mit erre gemeyne. Gescheen vnd gemacht am frytage noch der heyligen dryen konig tag yn dem obgeschreben iare. lxh. Bechte des Bäckerhandwerks zu Striegan vom 11. Hai 1390. Aus dem ältesten striegauer Stadtbuche f. 87 f. L-Ln demselben iare.] Wir obgeschrebene ratmanne vnd . . gesworne der stat Stregon von gebote vnd geheysse vnsere gnedigen frouwen, frouwen Agnesen, herczoginne czut Sweidnicz, vnd mit willen vnd worte alle vnsere . . eldisten, . . scheppfen vnd . . hantwerk- meister haben angesehen die czwehetracht vnd broche, dy do gelegen woren czwuschen den hantwerkmeister vnd der ganczen gemeyne vnsere stat an eyme teile vnd den becker- meister vnd ere gemeyne ouch vnsere obgenanten stat an dem ander teyle vmbe eynen frien brotmark(t), ewiglichen czu haben vnd czu bliben an sulchem lewte vnd gemeynunge, alz hernoch geschreben stet: 1. Czu dem irsten mole ist gered vnd gemacht, alz offte alz daz kümpt, geschit adir wert, daz man gemeynlichen eynen scheffil kornys kawffet vmbe sechs gros sehen vnd t) Ueber die hier zur Anwendung kommenden allgemeinen Grundsätze des deutschen Rechts vom Tragen der Gefahr vergl. Stobbe Verträge S. 246 ff. 89 dorobir, so sal eyn frier brotmark syn alle tage mit ruckenbrotte, wy man daz her brenget, ane alleyne rockene stroczel vsgenomen; man brenge ez mit wagen, mit molden, von ferres vs anderen landen, steten adir dorferen, wy vnd von wanne man sulche rockenbrot brenget, ez sie yn der stat adir fur der stat gebiete, so sal dys alzo gehalden werden ewiglichen vnd vngehindert. 2. Czu dem andern male ist gemacht, daz alle die, dy do rockenbrot backen adir brengen uff den frien markt, alzo vil sie dez do heyme haben, die yn vnsere stat vnd fur der stat gebiete siczen, daz selbe brot sollen sie gancz vnd gar mittenandir vstragen vnd vorkauffen uff den selben tag, alz sie ez vstragen uff den frien markt mit rockenbrote, alz vor geschreben stet; die sollen daz selbe brot ouch vff den selben tag, alz sie ez veil haben, gancz vnd gar vorkawffen vnd keynes von dem markte herabe tragen noch furen, sundir alczumale vorkauffen. Wer wedir diese obgeschrebene sachen tuet adir blichet, dem sal man daz brot, daz her do heyme beheldet vnd ouch von dem markte furet, adir rrehet, nemen vnd yn daz spetal vnd czu send Niclos den sichen geben vnd brengen. Abir vnsere beckermeister mit erre gemeynede mogen er brot an dem genanten tegelichen frien brot markte alz encziln alle tage vstragen vnd vorkauffen uff ere brotbencke adir sust uff den frien brotmarkte, alz offte vnd dicke sie daz kunnen, mogen adir gelöst vngehindert. vmbe daz, daz sie mit der stat rat vnd recht tuen vnd ouch obil vnd gut mit vns müssen lyden. 3. Czu dem dritten male ist gemachet: Wenne man eynen scheffel kornys gemeyn- lichen wedir kawffet vndir sechs grosschen, so sal dieser obgeschreben tegelich frie brot markt wedir abegeen, abir der alde wochenfriebrotmarkt an dem frietage sal stehen vnd stete bliben ewiglichen, (vnd) yn alle der mosse vnd meynunge, alz (in) vnserm statbuche an dem hx iare geschreben stet, gehalden werden. 4. Czu dem vierden male ist gemachet, daz vnsere statbecker alle frietage, beyde yn dem tegelichen vnd wochenlichen frien brotmarkte, alleyne ewiglichen gemenc&te stroczel von korne vnd von weysse esze gebacken vnd gemachet veil haben sollen vnd ouch er weisbrot, semele adir stroczele, uff eren brotbencken von den gesten vnd allermennecglichen ewiglichen vngehindert 5. Czu dem fumfften male ist gemachet, das alle wochen yo czwene vs eyme hantwerke mit der stat knechte dieses obgeschreben frien brotmarktes sollen warten vnd suchen mit allen truwen vnd vlisse, vnd wo sie daz vynden adir erkennen, ez sie (by) eyme iczlichen vorkauffer do heyme adir uff dem markte, der diese egeschreben stucke breche vnd do wedir- tete, dem sollen sie syn brot nemen vnd daz den ratmanne entworfen, die sollen ez denne do hyn tuen vnd geben, alz vor gered vnd gemachet ist. Ouch sollen die webermeister czu dem irsten mole von czwehen eres hantwerkes diesen frien brotmarkt die irste woche bestellen vnd schicken czu warten, vnd wenne derselben woebe vsgeet, so sollen sie ez vorbas den garnczugermeistern vnd yo alles eyn hantwerk dem andern noch syner wochen czale lassen wissen vnd sagen alzo lange, bis alle hantwerke, dy ynnunge haben, dieses VIII. 12 90 frien brotmarktes gewarten, yo wenne eynes abegeet, das eyn anders anhebe, vnd alzo ewiglichen werde gehalden. Geschen vnd gemachet an vnsers herren hemelvart obvnde yn dem obengeschreben iare. LXin. Erneuerte Hechte des Bäckerhandwerks zu Striegau von 1393. Ans dem ältesten striegauer Stadtbuche f. 95vo- fg. Wir obgeschreben . . ratmanne thuen kunt vnd bekennen offenlichen allen den, dy nv synt, adir hernoch ewiclichen werden, die diesen briefl sehen adir horen lesen, daz wir von lawbe vnd gunst des innegen pristirs, hern Sydils, cappelan vnsers lieben gnedigen herren, hern Wenczlaw, . . konig czu liehem vnd herre dieser lande, iczund lantschrieber dieser czweer lande, bwidnicz vnd Jauwir, von beuelunge vnsers obgeschrieben herren des . . koniges vnd dornoch vnsers herren des . . Camerers vnd mit rot, willen vnd geheisse alle vnserer eldisten, . . schepphin vnd.. handwerksmeister, die wir hie bie gehabt haben, geben vnd vorlyen vnsern lieben getruvven . . beckern czur Stregon eczliche recht vnd saezunge, als sie die vormols, ee denne en er briefl vortarbe vnd vorbrante, gehabt haben yn alle der wiese als hernoch geschrieben steht, von en vnd von alle eren nochkomelingen ewielichen stete vnd vnbrochliche zu halden. en beyden zu gemach vnd zu fromen, beyde armen vnd rychen: 1. Wir geben en zu dem ersten male zu rechte, daz sie zu vor vs ere brotbencke mit gutem wyssym vnd rockenbrote erlichen vnd relichen haldeu sollen ane gebrechen. 2. Wir geben en czu dem andern mole zu rechte: Wer hie zu stellen wil vnd syn innunge gewynnen vff backwerke mit vnsern beckern, der sal das thuen vil czwene tage des iares, vff ostern vnd vfi send Michils tag, vnd sust vff keynen tag mere in dem iare. 3. Wir geben en czu dem dry ttem (!) male zu rechte: Wer syn innvnge gewynnen wil vnd czu stellen vff backwerk, der sal das thuen mit eylfltehalben scot vnd mit dreyen heller vnd mit czwehen phunden wachs. Des selben geldis sollen czwehe scot den rot manne, czwehe scot dem fioythe, czwehe scot den schepphin, sechs grosse zu wopen, das lot zu eyme czobir byres vnd die czwehe pfund wachs ouch den gewerken, do inete sie ere kerczen got, vnserm lieben herren, zu lobe vnd zu eren halden vnd bornen sollen mit andern vnsern hantwerke kerczen, wenne sich das geboret, vnd dornoch die drey heller, eynir zu vnsere pferlichen kirchen vnd vnsere lieben houptherren send Petir vnd send Pauel, der ander heller dem spital vnd der drytte zu send Nyclos. 4. Wir geben en zu dem fierden male zu rechte, das eyns meystirs son adir tochter sollen nuwir halbe innunge geben, wenne sie ere werke wollen, gewynnen vnd eyn pfund 91 wachs, vnd mit dem selben gelde sollen sie ouch thuen vud halden, als oben geschrie ben steht. 5. Wir geben en zu dem funfftenmale zu rechte: Wer syn werk vnd innunge gewynnen wil mit vnsern beckern, der sal der stat vnd dem hantwerke burgen seozen für eyne marke grosschen, vnd ouch das (er) iar vnd tag bie dem hantwerke blybe, vnd ab sie icht not adir anefechtunge lieden, des got nicht enwolle, das derselbe obil vnd gut mit en lyde vnd welchir alzo ee denne iare vnd tag abetrunnig worde, desselben burgen sollen die obgenante marke gancz vnd gar geben vnd beczalen ane alle wedirrede, vnd die genante marke sol halb den ratmanne vnd halb den gewerken. 6. Wir geben en czu dem sechsten male zu rechte: Welch becker her komet von andern steten adir landen vnd wil syn werk hy gewynnen, der sal brieffe brengen der stat vnd dem hanttwerke von der stat adir von der gegnote, do her syne wonunge adir begenk- nisse ynne gehabt hat, das her sich erlich vnd redelich vnd ouch getruwelich gehalden habe, vnd sol ouch dorczu burgen seczen als vorgereid ist. 7. Wir geben en zu dem sehendem male zu rechte, das besundern keynir syne innunge noch werke mit vnsern beckern gewynnen mag noch en sal, her kvnne denne vor syne hantwerke recht vnd redelich, als sie das zu recht haben, vnd von aldirs gewehst ist. 8. Wir geben en zu dem achten male zu rechte: Wenne eyne wytewe vfi dem hant werke eynen man nympt, her sie des hantwerkes adir nicht, der sal gewynnen halbe ynnunge, vnd als schyre als sie ez em globet adir nympt, so mag se noch her nicht ge backen, her habe denne syne ynnunge vnd recht gewunnen, als recht ist. Wer abir, das eyne wytewe eynen vswendigen man adir knecht neme, der eres hantwerkes nicht enwere, als schyre als se ez em globet, so sal se noch her furbas mere keyne gemeynschafit haben noch gewynnen mit eren gewerken yn keyne wis. 9. Wir geben en zu dem nvnden male zu rechte: Welcher an der vnee siczet, der sal noch en mag vnsere becker gewerke noch metekvmpan nicht gesyn yn keyne wis. 10. Wir geben en zu dem czehindin male zu rechte: Wer abetrunnyg wirt zu eynem male adir czwyre, dieselbin sollen gancz ynnunge wedir gewynnen, wollen sie wedir komen zu dem hantwerke. Wer abir zu dem drytten male abetrunnyg wirt, derselbe sal noch enmag vnsere becken gewerke vnd metekvmpan (nicht gesyn)') noch syne ynnunge mere mit en nicht gewynnen, die wyle das her lebet, yn dheynewis. 11. Wir geben en czu dem eylfften male zu rechte, welche metekvmpan adir gewerke sich vndir en vorrucket adir mit solchen sachin vmbe gynge, das erem hantwerke swech- lich adir krenkelich were, ez were frouwe adir man, ez were ynnewendig adir vswendig der stat, vnd des redelichen obirwunden wurdin, der noch die sullen keyne gemeyneschaft [noch metekumpan]*) mit vnsern beckern mer haben nw vnd eweclich. i) Fehlt, ä) Ist überflüssig. 12* 12. Wir geben czu dem czwelftin mole czu rechte, das nicht mir meyster denne czwene in eynem hoffe adir hawse, do eyn offen ynne ist, metenandir sollen wonen vnd do ynne seyn durch der stat gewerlichekeyt wille von fures wene. Wer hy wedir tete, das steht czu der stat gnaden vnde ouch des hantwerkes. 13. Wir geben en czu dem dryczinden male czu rechte, das nymande brot noch teyck vorkawfin sal heymlich noch offinbare, her thü denne rat vnde recht mit vnsern beckern, sundir vsgenomen der frye brotmarkte, wenne sich der geborte, den sal man haldin yn allir masse vnd meynunge als das vormols vorbrieff" vnde vormacht ist vnd ouch eygent- lichen in vnsere statbuche geschrebin steht. 14. Wir geben czu dem fyrczehenden male czu rechte, das ouch nymande grys noch mele vorkawfen sal, her thu denne rat vnde recht mit vnsern beckern. Wer hie wedir tete vnde ouch wedir nehste von teyk vnde brot vorkawfen. der sal eyn firdung geben wandil busse. 15. Wir geben en czu dem fumfczehendem male (!) czu rechte, das nymandis wedir ym fryen marckte noch ane fryen marckte stroczilwerke, wis noch rocken, her solle furen czu vorkawfen, als das ouch vormols yn dem fryen brotmarkte geschreben steht. 16. Wir geben en czu dem sechczehendin male czu rechte, das man vnreden mel von andern steten vnde landen her furen sal czu vorkawfen, es sy fry adir unfry. 17. Wir geben czu dem sebenczehendin male czu rechte, das nymandis ynnewendig der meyle wys noch rockenbrot sal veile haben noch vorkawfen bey eyme halben fyredung czu wandilbusue. 18. Wir geben czu achtezehendin male czu rechte, das nymandis vndir vnsern beckern yn eyme vnrechten schusse andirweit heyssin sal an eyme tage, so isym nicht geborit, das steht czu der stat gnaden vnd des hantwerkes. 19. Wir geben czu dem neunczehendin male czu rechte, das nymand vndir vnsern beckern oilsweyn kawfen sal, dy do mit kuchen gemehst synt, bey eyme fyrduuge czu wandilbusse. 20. Wir geben czu dem czwenczegisten male czu rechte: Welche man adir frauwe vorsumit, das gebote ere mester yn ere morgensproche czu komen, an' redeliche notsache, dy adir der sollen geben eynen grosschin czu wandilbusse. 21. Wir geben czu dem eynenczwenczegisten male czu rechte: Welch man adir frauwe freuile yn ere morgensproche mit worten, der adir die sullen geben eyn lot czu wandil busse. Welchis abir vndir en freuilt mit den werken'), dasselbe sal geben eyne halbe marck czu wandilbusse. Wer ouch ymand, der sich des wandils welde erwegen vnde freueliohin yn crre morginsproche eynen meystir adir gewerkin obilhandilte vnde des redelichin obir- wundin worde, das sal stehen czu der stat vnde des hantwerckes gnaden. 22. Wir geben en czu dem czwevndeczwen(czi)gisten male czu rechte, das nymandis vndir en keyn messir tragen sal yn ere morgensproche bey eynem lot czu wandilbusse. ') Die Handschrift liest: Worten. 93 23. Wir geben en czu demdryhencz\ven(cze)gi8tem(!)male czu rechte: Gesche es, das wir adir vnse nochkomedin ratmaune besendeten die meystern vnsere beckere vnde en beuolin vnde gebotin von der stat wene vmbe gewopende lewthe, wy vil der weren, von erem hantwercke vns czu schicken vnde czu sendin, wo wir dor hyn von der stat wene worden bedorffen, es were vswendig adir inwendig der stat gebiete, weme denne dy meystir vndir den eren geboten czu czihen mit erem harmisch, die sollen czihen an' alle wedirrede, sundir vsgenomen erhaftigen vnde redeliche notsache, vnde das steht ouch czu gnaden der stat vnde dem hantwerke, vnde kegen den selben sal ouch das hantwerck thun als vil, als andir hantwerck kegen den eren thun vmbe eyn sulchis. 24. Wir geben en czu dem fyre vnde czwenczigisten male czu rechte: Welchir vndir en den andern vmbe schulde vor den meystern beclagite, das das hantwerck anlanget, wer der schulde bekennet, der sal dem halden by virczen tagen; komit abir dy clage obir vir- czehen tage wedir vnde clagit, das her ym nicht gehaldin habe, dem sal man seyn werk nedirlegin als lange, bis her dor vmbe gehelt adir mit seynir gunst vnde hawlde das vorlengit; leuckent her abir, so wise man en an das recht bey eyme lot czu wandilbusse. 26. Wir geben en czu dem sechs vnd czwenczigisten male czu rechte, das ydir man vndir eren gewercken an des heylgen lichnams tag noch seynir mogelichkeyt sal eyne eynege kercze haben, got czu lobe vnde czu eren vnde dem heyligen lichnam. 27. Wir geben en czu dem seben vnd czwenczigisten male czu rechte, das keyne placz- becker seynen ofen wytir vff ostern vnde off phingisten brechin sal, denn her vormols gewest ist. Welchir hie wedir tete, der selbe sal den tag nicht mir backen keynirley; welchir abir freuelichen das breche vnde sich doran nicht keren welde, das steht czu der stat vnde des hantwerkes gnaden. 28. Wir geben czu dem acht vnd czwenczigisten male czu rechte, das nymand sal geschrotin habe erbeitin, denne des hantwerkes knechte, vnde dy selben knechte sollen ouch nicht mere nemen von dem scheffil, denne eynen grosschen czu lone. Welchir das breche, das steht czu des hantwerkes gnaden. 29. Wir geben czu dem neuyn vnde czwenczigistem(l) male czu rechte: Welche becken- knecht sich vorrucket adir vorlost, do mete her dennoch nicht des hosten rechten bestan din were, der mak vnde sal des hantwerckes erbetir nicht geseyn, die wile, das her lebet, vnde dry tage noch seyme ende. 30. Wir geben en czu dem dryssigistem male czu rechte: Welchin beckenknechte seyn erbit von den meystern vorsayt wirt vnde nedirgelegit, der selbe beckenknecht sal in der czeit keynis noch nymande nicht erbeitin. Welchin meystir her in der czeit erbeitet adir meyste(r) erbeitin lesset, der selbe meyster sal geben eyn lot czu wandilbusse, abir dem knechte sal man seyn erbeit nedir legin, vnd wenne der selbe knecht seyn werg wil ge- wynnen, der sal czu vorüs abelehen vnde enphüren dem meyster, den her geerbit hot, vnde sal dor czu eyn phunt wachs geben czu wandilbusse. 31. Wir geben czu dem eynvndrissigistem (!) male czu rechte, das keyne beckenknecht 94 spylin sal in den molen keynirley spyle, do mete man den phennig vorlysen vnde gewynnen mag, her erbeite adir erbeite nicht. Wer das bricht, der sal der gewerken erbeyter ny me seyn als lange, bis das her ere hulde erwirbit vnde gewynnet, vnd wenne ym seyn erbit wedir wirt, so sal her geben eyn phunt czu wandilbusse. 32. Wir geben en czu dem czwenvndedryssigistem (!) male czu rechte, ab die selben vnsere beokere keynirley recht adir saczunge hernoch worden vndir enandir ertrachten adir vindin, das erem hantwerk fromelich, nuczliche vnd bequeme se vnd ouch der stat vnschedelich, das sy domete ere hantwerke von iare czu iare bessern (sollen)') vnde mogen. 33. Wir geben en czu dem dry*) vnde dryssigistem (!) male czu rechte, das dy vorbenanten bussen sullen halb den ratmannen vnd halb den gewerken; ane das wachs sal den gewerken alleyne, do mete se eren kerczen bessern vnde halden sullen, als vorgeschreben stehit. 34. Wir geben en czu dem fyr vnde dryssigistem (!) male czu rechte, das nymand ynne- wendig der myle brot hyn weck in andere stete adir merckte furen solle czu vorkawfen. Die sich nennen von Stregon vnde nye keyn ynnunge noch wonunge mit vnsern becken gehabt haben, vmbe das, das sie vnsern icht vordooht werden, ab dieselben icht teten, das den vnsern krenckliche were; wo sie die erfaren, die sullen geben eynen halben fyerdung czu wandilbusse. Vnde das alle obgescbrebin saczunge vnd artikel vnde ouch rechte stete, gancze vnde vnbrochlich eweclichen gehaldin werdin, des habe wir en diesen brieff lassen schriben vnde yn ere gewalt gegeben mit vnsere stat groschen anhangenden ingesegil, den wir ouch czu eynem eweigen gedechtnisse yn vnser stat buch lassen seczin vnde schriben. Hy bey synt gewest alle vnsere eldischen, schepphin vnde hantwerkmeistern, als vormols gesohre- ben steht, vnde Hartmannvs vnser statschriber, dem dieser brieff beuoln wart czu schriben, vnde ouch andir erbare gemeyne leüthe gnük vnde vile.

Images8
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXXVI.
Date: 99999999
Abstract XXXVI. Breslauer Brottaxe vom 26. April 1362. Aus dem Nudus Laureutius 1'. 32vo. Anno predicto post diem beati Marci recepta est ista examinacio per dominos consules: 1. Cum mensura tritici soluit 18 grossos, simula antique pista habuitin ponderelmar- cam et 11 scotos de hellensibus ponderatis 14 pro grosso computatis. 2. Item mensura siliginis cum soluebat pro 17 grossis, panis vnus habuit in pondere 1^ marcam et 5^ scotos de ponderatis hellensibus 14 hellensibus pro grosso computatis. XXXVH. Der Rath zu Striegau bekundet, dass der Handel mit Eisen und Eisenwaaren daselbst, welcher vordem nur von den Eisenkrämern betrieben werden durfte, freigegeben sei. 10. November 1363. Aus dem ältesten striegauer Stadtlmche f. 30. Wi, fir obgeschreben ratlute tvn kunt vnd bekennen allen den, dy nv sint, vnd dy her noch werdin, dy desin bryf sehen adir horin lesin, das wir von worte, geheyse vnd willen vnser eldesten, schepphin vnd hantweremeyster vryen vnd gevryet habin allerleyge ysin vnd 55 ysinwere, das hy vor eczliche yar vnd czit eygin gewest ist, also das vorbas me ewiclichin alle lute, beyde burger vnd geste, den das fugelich ist, allerleyge ysin adir ysinwere vor koufin vnd veyl habin mogin in der wochin vnd ouch vff dem marktage vngehindert. Do wedir geben wir vnsern ysinkromern vnd den dy noch en vnse ysinkrome besiczin, dy sun- dirliche vorgoben vff das, das sy vns vnsern czins deste bas gegebin mogin, das sy ouch er ysin adir er ysinwere beyde in der wochen vnd ouch vfi dem marketage in eren kromen vorkoufin vnd veyl habin mogin. 2. Wir gebin ouch dy vorgobe, das wer do ysin adir ysinwere vfi dem marktage veyl habin wil, her sy burger adir gast, der sal do mete sten vnd das veyl habin vor vnsern ysin- kromen an der stat, do sy vor gestandin habin vnd nirgen me. Wer obir das andirs wo stunde, den sullen vnser statknechte adir vnser stat bote vor vnse ysinkromen twingin vnd trybin, an' also vil, ab sy reu, sne adir andir vngewytter hinderte, das sy do nicht gesyn mochten, so sullen sy vnd mogen treten vndir dy louben vnd do er ysenwerc verkoufin; do selbist mogin ouch vnse ysinkromer mit erem ysinwerke hin treten vnd das do selbist mit en veyl habin vnd vorkoufin. 3. Ouch gebe wir en vnd eren nochkomelingen dy vorgobe vnd das czu rechte, das sy in eren kromen, dy wyle das sy ysinwerkis phlegin wonen vnd legin mogin von vns vnd den, dy noch vns ratlute werdin vnd von vnsern kromern vngehindert, sy sullen ouch dy wyle das sy ysinwerkis phlegin, mit andern vnsern kromern an wachin vnd an andern rechten, dy sy vndir en andir habin, vnbewurrin sin, vnd en nicht czu gebote sten inkeynirhandewyse; were abir das sache, das sy nymme ysinwerkis phlegin weldin, adir sy nymme dor an gene- ren mochten, also das sy sich des vorczygen vnd begebin welden, so mogin sy allerleyge kromerye, dy andir vnse kromer veyl haben, ouch veyl habin in eren kromen von vns vnd ouch vnsern kromern vngehindert. Ouch sulle sy denne mit andern vnsern kromern der stat rat vnd recht tun vnd mit en obil vnd gut lyden vnd das dy obgeschrebene gesecze vnd recht stete, gancz vnd vnbrochlich von vns vnd alle vnsen nochkomelingen gehalden werdin, des hab wir en desin bryf dor obir lasen schryben vnd en in ere gewalt gegebin, den wir ouch in des buch czu eyme gedechtnisse vnd czu eynir bestetegunge habin losin seczin vnd schrybin vnd das ist gesehen an dem nehesten vrytage vor sante Mertins tag, des heyligin byschofis in dem obgeschreben yare, vnd doby sint gewest czu ge- czuge dy schepphin vnd dy hantweremeyster des selbin yares, der namen hy vor be- schrebin sint. 56

Images3
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXIV.
Date: 99999999
Abstract XXIV. König Karl IV. schreibt den Breslauern, er habe zwar ihrer Stadt einen freien Brotmarkt für alle Sonntage ohne jede Beschränkung verliehen, doch um die armen Bäcker, deren Handwerk schon bei Gründung der Stadt betheiligt gewesen wäre, nicht zu sehr zu drücken, solle es mit diesem Brotmarkte gehalten werden wie mit dem Donnerstagsbrotmarkte. Prag, den 23. December 1349. Original im brcslauer Stadtarchiv E. 16. K arolus, dei gracia Romanorum rex, semper Augustus et Boemie rex, fidelibus nostris di- lectis consulibus ciuitatis nostre Wraczlauiensis graciam regiam et omne bonum. Quamuis moti clauioribus communitatis pauperum liberum forum vendendi panes apud uos diebus singulis dominicis ex beningnitate regia sine condicione indulserimus, tamen propter nimiam suppressionem tollendam pistorum ibidem pauperum, cum quibus prima lo- cacio ciuitatis est exculta, si expediens videbitur, indulgemus, ordinamus et disponimus, quatenus dictum liberum forum panum diebus dominicis eo modo, sicut quintis feriis sine diffieultate qualibet inantea debeat obseruari. Datum Prage anno domini millesimo trecen- tesimo quadragesimo nono x° kalendas Januarii regnorum nostrorum anno quarto. An einem Pergamentstreifen das Siegel des Königs einen Adler ohne Klccblattbänder darstellend mit der Umschrift in gothischer Majuskel: + SECRET. KAROLI DEI GRA ROMANOR REG1S SEMPER AVGVSTI ET BOEMIE REGIS.

Images1
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XVI.
Date: 99999999
Abstract XVI. Zwei Bestimmungen für die schweidnitzer Schneider vom Jahre 1347. Aus dem ältesten schweidnitzer Stadtbuche f. 64TO- llAan sal merkin, das in deme iare noch gotis geburt dricehin hundirt iar in deme sebin vnde vir- czegstin iare, do dy rotman worin Cunczil Agnetin, Thomas von Craswicz, Pecze Bernhart, ^ Pecze Poppe vnde HermanFridil, mit der eldstin vnde allirhantwerkmeystirvnde ouch derge- 1) vergl. Tzschoppe und Stenzel US. S. 554. § 2. 24 meyne rat vnde wille habin gemacht vnde vundin vndir deu snydern, das in der czyt vnde vriSt (so) l) von rechte banvyer in trit noch der heylgin kirchin recht, das ist von eynir mittirnacht, so dy vyer sich an habit, bis an dy andir mitternach(t), so sich dy vyer endit, keynir sal arbeytin; wer dor vbir arbeyte, der sal gebin czwene grose, her sy meystir adir knecht, vnde das sal werdin halp der stat vnde halp den meystirn. Dornoch wer mit yn meystir werdin wil, der sal brengin brife dannyn, do her vor ge- wont hat, des, das her sich do habe gehaldin recht vnde erlich.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter V.
Date: 99999999
Abstract V. Die Herzöge Boleslaw, Heinrich und Wladislaw gestatten den Begoinen zu Breslau, durch die breslauer Tuchmacher weisses und graues Tuch weben zu lassen und in ganzen Stücken zu verkaufen. Breslau, den 7. August 1310. Original im Provinzialarchiv, Urkunden des breslauer Clarissenklosters Nr. 43. JLn nomine sanete [et] indiuidue trinitatis amen. Cum expediat cuilibet sub preemiDencia dignitatis constituto oppressionibus pauperum largiter intendere ac ipsos manu largiflua releuare; igitur nos Bolezlaus, Heinricus et Vlodezlaus, dei gracia duces Slesie, Üppauie domini, Wratizlauie et de Lignicz, tenore presencium notificamus presentibus et futuris, quod intendentes progenitorum nostrorum pios et salubres actus iugiter inmitari, qui be- ginas siue sorores ciuitatis Wratislauie propria habentes et in suis domibus morantes super textura et vsu empeionis et vendicionis alborum et griseorum pannorum siue staminum benigniter respexerunt; nos eciam considerantes predietas beginas siue sorores uegociacio- nibus communibus minime insudare, vt earum inopia locuplecius releuetur, ex munificencia specialis gracie permittimus et volumus, quod beginis in ciuitate Wratislauia morantibus 8 per textores eiusdem ciuitatis panni albi et grisei fieri possint. Quos panuos predicti coloris eisdem non particulariter set integraliter uendere licebit in locis publicis uel priuatis. Cum igitur priuilegium principis deceat esse mansurum, ne per consules aut textores ciuitatis Wratislauie statuta specialia uel generalis in preiudicium presentis permissionis fiant uel edantur, strctissime prohibemus. Vt autem presens per nos aut nostros successores non possit inposterum aboleri aliquorum calumpnia perswadente, sigilli nostri signaculo man- dauimus communiri presentibus testibus hie signatis: Schamborio de Schiltberch, Syfrido List, Johanne Schamborii, Heinrico de Waldow, Theoderico Schertelzcan, aduocato here- ditario, Winando, clauigero, et Rollone, nostro notario, qui presencia conscripsit durante regimine consulatus consulum infrascriptorum: Jenzonis de Gorlicz, Hildebrandi mone- tarii, Heinrici de Zitin, Nycolai de Waczenrode, Helwici de Molesdorfh, Conradi de Swi- dennicz, Nycolai de Cindato, Thilonis de Lubauia. Datum Wratizlauie anno domini mille- simo trecentesimo decimo vij°. ydus Augusti. Nur von Herzog Boleslaw untersiegelt, das Siegel ganz wie bei Nr. 4. VL Straferkenntniss wider die schweidnitzer Bäcker wegen Arbeitseinstellung und Auswanderung vom 29. September 1311. Aus den schweidnitzer Handwerkerstatuten f. 12 u. 13. In nomine domini amen. Sicud radix mali germinis inmalescens pulsando colmo boni se- minis ortum inuidet et prouentum abnegat, nisi cura sedula diligentis agricole radicitus exstirpetur, et uelud morbi temeritas inicium quum sumit, interitum pacienti minatur et obi- tum, nisi fidelis medici sub fido pariter et anthydoto congruenti studiosius auferatur, ait(!) ad instar predictos (!) malis emergentibus quibuscunque in populo grauiora subinferre po- tentibus incomoda siue dampna, ne amplius se extendant amicorum ct sapientum pariterque malorum et potentum remedia sunt addenda; A'idelicet ut rancorum germina iam lacius inmaleseencia si non amicorum precibus seu sapientum quietari ualeant consiliis, saltem maiorum pareant imperiis aut potentum forciorem subeant, ut quiseant, correctoream disci- plinam. Noverint igitur vniuersi presencium noticiam habituri, quod accedente consensu, uerbo pariter et maudato illustris principis domini nostri Bernhardi, ducis Slezie et domini de Ffürstenberg, de prouido et maturo consilio suorum nobilium et magnatum pariterque dictante iudicio seu arbitrio ciuium ciuitatum suarum omnium super excessu pistorum, quod in Swidnicz ausu nimis temerario perpetrarunt, videlicet in eo quod in preiudicium et inparenciam supradicti domini nostri ducis et suorum terreque grauamen et in obprobrium 41 9 et contumeliam consulum et seniorum ciuium ciuitatis Swidnicz et in destruccionem et in calumpniam pauperum nostrorum et omnium aliorum affluencium egenorum quadam ducti suggestione dyabolica ciuitatem omnes vnanimiter exierunt nulla penitus causa legittima seu racionabili precedente, talis tractatus racionabilis est habitus et inventus, videlicet quod emendam et satisfaccionempecuniariamsatisdifficile(!)subierunt et aliam quodammodo con- temptibilem, ut patebit: 1. Primo videlicet quod ausum temerarium, in quo contra supradictum dominum no- strum ducem et suos terramque tamquam filii discordie presumpserunt, cum ducentis niarcis grossorum satisfacere sunt conpulsi. 2. Secundo quod ob insultus et contumelias, quas consulibus tofique collegio ciuium ciuitatis contumaciter intulerunt, ipse Nicolaus dictus Bohemus, ductor eorum et rector temerarius, antecedente cetu vniuerso tam diuitum quam pauperum ciuitatis clara die cum luminaribus et faculis sibimet in erubescenciam et ruborem aliis uero in gaudium et emen dam extra ciuitatem est conductus contemptibiliter et eiectus sine spe penitus redeundi non se recepturum in terminis dinionum sepedicti domini nostri ducis ßernhardi et fratrum suorum neque in terminos trium dominorum ducum Wratislauiensium aliqualiter perman- surum, quod in bannito iudicio sub pena maiore siue capitali videlicet per Collum suum erecto digito coram omni populo ratum teuere pepigit et spospondit addiciens quod si deinceps ciuitati racione eiusdem minas aliquas incusserit, aut aliquem de nostris conciuibus, ubicunque locorum fuerit, uerbis uel factis hostiliter inpugnauerit, ob hanc causam, quod per viros ydoneos et honestos valeat demonstrari, ex tunc tamquam proscriptus et reus per sentenciam iudiciariamdebeatagitari. Ceteri uero pistores racione eiusdem contumelie et insultus, quos consulibus et vniuerso cetui ciuitatis contumaciter intulerunt, cum mille et ducentis karratis lapidum pro structura, quecunque fuerit, debent satisfacere ciuitati. 3. Tercio quod in destruccionem pauperum summopere nitebantur, ad satisfaccionem et emendam eorundem racionabilem etcondignamlicetipsis onerabilematque grauem adductum panisperpetuumadmiserunt extra miliare semel in septimana die dominica, siue tempora pro- spera fuerint siue cara; non panis tamen cui(u)slibet sed tantummodo siliginei et forme teretis et rotunde, in quacunque quantitate fuerit, paruula siue magna. Quem scilicet panem hospites adducentes memorata die dominica a mane usque ad meridiem ex toto vendere de bent, siue dies prolixi fuerint siue breues; ita ut cum secunda vice nona pulsata fuerit apud fratres minores, signo dato nullus panis adueniencium in i'oro venalis penitus habeatur. Qui si per famulos ciuitatis ad hoc deputatos inventus fuerit, aufferri debet et ipsis consuli bus presentari, ut de ipso cum consilio seniorum faciant, quidquid decreuerint faciendum. Similiter et de pane deposito, si inventus fuerit, et de pane, quem aliquis adueniencium in- venditum abducere voluerit, iudicium erit idem. 4. Item iniunctum est ipsis nostris pistoribus firmiter et districte, quod nullus ipsorum cum pane suo occupare debeat plura scampna; sed vnusquisque per semet VIII. 2 10 ipsum satisfaciat suo scampno, ita quod in eodem et in domo sua panis sufficiencia habeatur. 5. Item prohibitum est et iniunctum ipsis nostris pistoribus, quod extra scampna sua prope currus adueniencium nullatenus constare debent, secundum quod primitus ex quadam indulgencia seu concesso facere consweuerunt, neque ipsis aduenientibus disswadere uel prohibere debent adductum panis aliqualiter susurro, prece uel precio siue minis. 6. Ceterum de regimine habitudinis ipsorum inter se et ciuitatem taliter est ordinatum, quod prorsus nullas constituciones priuatas speciales uel occultas statuere nec habere debent, nisi quas ex concessione sev permissione consulum et seniorum ciuitatis habere poterunt licite et aperte. 7. Item specialiter est ipsis nostris pistoribus prohibitum et iniunctum, ne quisquam ipsorum penitus plures porcos, quam 18 ad inpignandum teneat aut reponat et duos dis- currentes emissarios pro coquina. 8. Insuper appositum est et adiectum ipsis nostris pistoribus in subsidium et solamen, quod nullus penitus aduenarum panem adducencium ipsos perturbetin aliquo nec molestet, quod ab ipsis sine omni inpedimento faciendum est eciam vice versa. 9. Si quis ipsorum huic edicto uerbo rebellis inuentus fuerit vtrobique probabili ra- cione, cum suis denariis congruenter satisfaciant ciuitati; si uero factis, quod similiter de- monstrari poterit racione, foro iudiciario commitetur. Si quis uero predictorum pistorum nostrorum ausu temerario contra quempiam conciuium nostrorum, diuitem uel egenum, paruulum siue magnum, verbis presumpserit ostensiue, ob hanc causam secundum decretum ciuium satisfaciet') ciuitati. Si uero factis uel operibus, quod eciam monstrari ualeat ra- cione, non pena aliqua pecuniaria puniri debet, sed maiore siue capitali sentencia similiter subiacebit. Et ut hec omnia supradicta per ipsos et ipsis inviolabiliter obserue(n)tur et pro memo- riali perpetuo tenea(n)tur ut in posterum ab hoc simili summopere caueatur, presens hicce^) patensque cyrographus est contextus ipsius Lewskonis aduocati hereditarii pariterque ciuitatis sigillorum appensionibus roboratus. Actum et da tum et in bannito iudicio con- firmatum presentibus hiis et testibus ad hoc sumptis dominis etmilitibus, domino Hermanno de Reychinbach, Hartnianno de Ronaw, Riperto Vnvogil, Hermanno Rufio, Lewtkone, aduo- cato hereditario, Gerhardo, provinciali, Ludwico pistore, Heynmanno deThow, Henrico Agnethis, Conrado Vngaro, Henrico de Pythin, Heynrico Wlture, Ludwico Görlicz, scabi- nis, Dithmaro Herculis, Ebirhardo Habnicht, Nicolao Reichinbach, Hermanno Stuthefil, Johanne Berinwalde, consulibus, et magistris officialium omnes(!), qui fuerunt eo tempore, dum talia agerentur, et aliis quam pluribus fidedignis anno domini millesimo, trecentesimo vndecimo in festo beati Michaelis archangeli. ') Handschr.: satisfacies. 2) Handschrift: hie eo. 11

Images5
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LXI.
Date: 99999999
Abstract LXI. Herzogin Agnes von Schweidnitz stellt die Kammerherren zu Reichenbach in dem alleinigen Rechte des Gewandausschnittes wieder her und schafft den Gewandaasschnitt der Weber daselbst, welchen denselben Herzog Boleslaw 1367 verliehen, als unrechtmässig ab. Schweidnitz, den 28. Februar 1369. Original im Provinzialarchiv, Urkunden der Stadt Reichenbach No. 14. Wi ir Agnes, von gots gnadenherczoginne yn Slezien, frouwe von Furstinberg zu derSweid- nicz vnd zu dem Jauwor, tuen kunt eweclich vnd bekennen offenlioh mit disem brieue allen den, die in sehen, horen odir lesen, daz yn dem iare, do man czalte noch Crists gebort drei- czenhundert iar dornoch yn dem sebenden vnd sechczigisten iare am dinstag yn den oster- heilgen tagen (20. April) quomen die wewer von Rychenbach kegen der Lobow vor den hochgebornen fursten vnd herren ierczogen Bolken, etswenn herren zu der Sweidnitz vnd zu dem Jauwor, vnsern lieben gemahelen vnd herren, dem got gnade, vnd kouften daz gewandsnyden doselbist zu Rychenbach yn der stat wedir in, daz die gewandsnyder vnd cammerherren von Rychenbach wedirsprochen doselbist yn seiner kegenwortikeit vor im steende. — Dornoch alz man czalte noch Crists geburt dreiczenhundert iaryn dem neunden vnd sechczigsten iare an dem sontage (25. Febr.), alz die heilge kirche singet reminiscere noch tode dez obgenanten vnsers lieben herren quomen die gewandsnyder vnd camerherren von Rychenbach vor vns vff das hous zu der Sweidnicz vnd clageten vns, daz die obgenan ten wewer daz gewandsnyden zu Rychenbach gekoufft hetten, daz ir rechtis erbewere, vnd bewyseten daz mit dryen reten der stat Rychenbach, daz is von vzsaczunge der stat Rychen bach ir rechtis erbe were. Sie bewyseten ouch, do sie den egenanten kouff vor vnserm her ren wedirsprochen, daz in vnser herre der herczog, der obgenante, iren brieff zureis, den sie obir daz gewandsnyden gehabet hatten, vnd boten, daz wir sie wedir zu irem erbe, dem gewandsnyden, von vnsern gnaden wysen wolden. Zo boten die egenanten wewer von Rychenbach, die ouch doselbist vor vns kegenwortig stuenden, vnd mit namen: Jekel Wygaudisdorfi, Hannos Czorner, Nickel Winter, Hannos Küler, Hannos Pfaffendorf vnd Petir Czippfel von iren wegen vnd ouch von irer ganczen gemeinde wegen, die iczunt we wer sint zu Rychenbach vnd hernoch yn kunftigen czeiten doselbist wewer werden, daz wir 1) Zwei der hier als Aellesten genannten Personen waren nach den Angaben des Stadtbuches 1362, zwei 1363, die übrigen 1364 Rathmannen. 62 sie bie irem kouffe noch lute irer brieue behalden wolilen. Die czweiuuge vnd den krieg bedachten wir, wann vnser vorgenante etat Rychenbach do von vorterben mochte vnd vn- der in ouch selben grozzer krieg vnd czweiunge entsteeu mochte, vnd entschieden daz mit rate vnser getruwen manne vnd ouch mit rate vnser getruwen stete mit beider teile willen vnd gelob, wann sie is mit bedachtem mute vnd vmbetwungen goben yn vnser hende in beidersyt vngewaldig, daz die obgenanten gewandsnyder vnd camerherren von Rychenbaeh bie irem gewandsnyden bleiben sullen daz ir rechtis erbe ist, alz sie is von aldirs gehabet haben; abir einen strycher sullen die selben gewandsnyder vnd camerherren seczen. Der selbe strycher sal haben von iczlichem tueche einen heller; denselben heller sal geben iener, der daz gewand keuffet, er sei burger odir gast, vnd dieselben heller sullen ouch heben vnd haben die obgenanten gewandsnyder vnd camerherren vnd die diener des kouf huses do- mete halden. Zo sullen die oftgenanten wewer weren fier vnd dryssik ellen an iczlichem tueche den gast alz den burger; wörde abir ein tuech vordicket, daz man daz küntlich köre; gebreeche dez eine halbe elle, daz sal nicht zuuore ') steen. Dasselbe gewandsnyden ha ben wir von vnsern furstlichen gnaden den obgenanten gewandsnydern vnd camerherren wedir gegeben vnd wedirgelegen vnd geben vnd lyen is in, iren erben vnd uochkomelingen mit kraft dicz briefs yn der mazze vnd vnderscheide, als obengeschriben steet, zu alle dem rechte vnd nucze vnd zu allen den wirden, alz sie is von aldirs gehabet haben, erblich, eweclich, gemachsam vnd vngehindert von vns vnd allen vnsern nochkomelingen, fursten dicz landis, zuhaben vnd zu besiczen vnd alzo vornemelich, daz nymand zu Rychenbaeh ge wand snyden sal mit der ellen, wann die obgenannten gewandsnyder vnd camerherren do- selbist. Sunderlich bekennen wir ouch, daz dieselbe obgenante berichtunge vnd entschei- dunge ist gescheen mit willen vnd gunst vnser ratmann zu Rychenbach Nickels Steyn- brücke, Hensels Tanwolf, Hanken Sydels, Hensels Schonewald vnd Heinen Tisschelechers vnd ouch mit willen vnd gunst der stat Rychenbach eldisten, hantwerkmeister vnd geswo- ren. Mit vrkund dicz briefs, den wir mit vnserm grösten anhangendem ingesigel vorsigelt haben lazzen werden, gegeben zu der Sweidnicz an der nehsten mittewachen noch dem sontage, alz die heilge kirche singet reminiscere, do man czalte noch crists gehurt dreiczenhundert iar dornoch yn dem neunden vud sechczigsten iare. Dez sint geczeug vn ser lieben getruwen her Heinke vonMeienwalde, von Czedlicz genant, her Hentschel von der Rybenicz, her Heinke von Redirn, her Bernhard von Furstenstein vnd her Hentschel Koppe, gebruder von Czedlicz genant, her Nickel von dem Swein, Nikkel von der Rybenicz, Nickel Bolcze, vnser hofemeister, Nickel von Sachenkirche vnd ouch vnser getruwen Jekel Hirsel, Hensel Fridel, Hannos Tschope, Nickel Hofeman, Petir Schönkromer, ratman vnser stat Sweidnicz, Hensel Swenkenflegel, Hensel Sydelman, ratman vnser statStregon, Petsche Elle, ratman vnser stat Lauwenberg, Hensel Doring, Mertin Pussch, Hensel Obe, ratman !) So! vielleicht fur: zu kore. 63 vnser stat Hain, Junge Hannos, ratmanzu dem Bonczlaw, Cunod von Ludwigsdorfl, Girlach Bekker, Nickel Lomölner, ratman vnser stat Hirsberg, vnd Petir von Czedlicz vnser lant- schreiber. An grünen seidenen Fäden hängt das grosse Siegel der Herzogin Agnes.

Images3
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XX.
Date: 99999999
Abstract XX. Brauordnung der Stadt Striegau von 1349. Aus dem ältesten striegauer Stadtbuche f. 5T°- u. 6. -Liodem anno hec statuta supscripta per consules prescriptos et seniores ciuitatis pro com- muni bono sunt dictata: 1. Primo quod nullus emere debet ceruisiam in diuersis cellariis simul, sed in uno tan- tum, qua exhaustaiterum in alio cellario emere poterit sibi, si placebit, sub pena unius marce. ') Vergl. die vorhergehende Urkunde. 4* 28 2. Item due persone ceruisiam pariter emere et emptam propinare nondum debeut, sed tantum una sola persona sub pena unius marce. 3. Item nullus in domo illa, vbi ceruisiam emerit, debet propinare, sed ipsam ad domum propriam uel conueutam trauere et inibi propinare penam per jam dictam, nisi in domibus viduatis, id est hospite uel hospitissa racione mortis, uel infirmitatis, uel absencie, uel alterius rei causa racionabilis priuatis. 4. Item nullus ceruisiam propinare nec braxare debet, nisi habuerit domum propriam uel conuentam, per penam prius dictam. 5. Item nullus ceruisiam prius cum vase emptam alicui in ciuitate existenti et propinare volenti reuendere debet, nisi emens extra muros ciuitatis voluerit eandem ceruisiam depor- tare uel solus hie in ciuitate cum familia sua epotare, uel si forte emens duas mensuras pro uno nummo voluerit propinare, per penam predietam. 6. Item quicunque debita sua credita, certa uel incerta, vuum annum integrum exaccionauerit siue de eis exaccionem dederit, hie amplius de dictorum debitorum exaccio- nis onere medio tempore, quo sibi non fuerint persoluta, sit solutus; si vero fueriut sibi so- luta, de eis iterum, quod ius est, facere debet et tenetur. 7. Item omnis volens conuiuari uel nuptias celebrare, hie ad maius sex ioculatores ha bere debet et non plures; pauciores autem habere poterit, sibi(si)') libebit, et cuilibet horum vnum lottum tantum dabit et dare debet; qui vero plures habuerit ioculatores, uel ipsis plus quam vnum lottum dederit, hie vnam marcam ciuitati erogabit pro emenda. Si vero alicui missi fuerint ioculatores aliunde, cuilibet horum vnum scotum tantum dabit penam per jam dictam.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXIX.
Date: 99999999
Abstract XXIX. Ordnung des glatzer Fleischmarktes vom 12. September 1354. Prov.-Arch., glatzer Signaturprotokolle 1473—99 f. 11 T° u. 12. als Transsumpt einer Urkunde von 1477. VY ir schopffer der stad czu Glacz, Johannes Czedirwange, Cunat Hierolt, Niclas Cune- walde, Heinrich von Wunschilburg, Pesco Grewl, Nickel von der Wilcz, Mysko Beine, Nickel Bluweg, Heinel Schram, Pesco Hopffel, Pesco Noldil, Belczel Beer thun kund, das der streybar ritter, herr Beuesch von Chusing, vnser hewptmann, czu suchten vnd zu ent scheiden mancherley krig vnd gebrechen, der lange zceith geslichen zwuschen burgern, beckenn an einem teil vnd denfleichawernvondem anderen teile, hat gewerett,vnddas(sie)') furbas ane krig bleybin, had er nach deme gebot vnd geheiss des hochwirdigin vnsers gne- digin herren, herrn Karul, Romischen keysers, zu allen zceiten mererdes reichs vnd konigs der Behmen, auch mit willen vnser eldisten vnd vnser gemacht, geordent vnd geschicket: 1. Czu dem ersten, das im furbas mehr eyn iglichr burger der stad czu Glacz gebruet schweinen seyten, wie viel der wil an zcal wol moge machenn vnd vngehindert, weme er wil, in der stad vorkawffen, dach also, das die seyten sullen werdin gefuret zw nocz aus wendig der meyle vnd zuuorzeren; wer das bricht, der gebe ye von der seyten vier gro- schen zu busse. Auch mag eyn iglicher burger rittern vnd knechten, die vnnsers herrn mann seyn, Seiten vorkewffenn an' ware inwendig der meyle zu noczem. 2. Auch hat er von keiserlichem gebot vnnd geheysse geschicket, das ckeyn burger vn- gesalczen fleisch nach schoppffenfleich in der stad vorkewffenn (mag)2). Wer das bricht, der gebe von dem stucke vier groschenn, vnd das gericht sal sich des fleischs vndir- wenden. 3. Auch ist von en gemacht, das keyn awswendig mann fleisch gebrutens, vngesalczeus adir schoffenvleisch hie in der stad sal verkewffen. Wer das bricht vnd obirwunden wird, der gebe ye von der seyten vier groschenn. Aller der vorgenantefi bussen sal dem richter eyn dritteil ane wedirrede gefallen. Zw gewissen vnd czu gezwgnis deses gebotes vnd ge- heyses in der stad ingesegil an dessen brieff gehangen mit vnser ganczen wissen, der gebin ist zw Glacz an dem nehsten freytage nach vnser frawen tag der letzet nach gotis geburt m ccc vnd in dem firden vnd funffczigsten iare. i) fehlt, *) fehlt. G* 44

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LI.
Date: 99999999
Abstract LI. Der Rath zu Breslau beurkundet, welche Tortheile er den Beckenschlägermeistern Thilo, Hano, Jordan und Heinrich von Gandersheim zugestanden hat, um sie zur Niederlassung in Breslau und zum Betriebe ihres Handwerks daselbst zu bewegen. 16. März 1377. Aus dem Antiquarius des breslauer Stadtarchivs f. 137TO und 138. VV ir ratmanne czu Breslow tun kunt allen, dy desin brif ansehin adir hoi-in lezin, das wir mit rechtir merkunge gewegin habin, wy wir dy irbirn manne meystern Tilen, Hannosen Jordan vnde Heinrichin, brudir, genant von Gandirsem, dy do becken machin, durch eris hantwerkes wille czu vromen der stat von vremdin lendin czu vns habin geladin vnd geruft; dorutnme mit rate vnser scheppfin, gesworne vnde alle vnser aldistin welle wir dy egenan- ten brudir mit vorteyl sundirlichir genadin begoben, vnde vorlien en volkomene macht, das sie vnde ir iczlichir eyner ane alles geschossis geswernisse in vnser stat, dy wile se leben, vry vnde los siczen vnde wonen sullen. Dorczu globe wir ane alle wedirrede den selbin brüdern eyn hws czu schicken vnde schaffin, das se von desim tage obir vir gancze iare dor- ynne wonen sullen frie ane allen czins. Czu orkunde des habe wir desen briff mit vnser stat ingesegel beysin vorsegiln, gegeben am dinstage noch inuocauit noch gotis geburt tusint dry hundirt iar in deme sebin vnde sebenczigisten iare. 10* 76 LH. Ordnung des zweiten der Stadt Schweidnitz verliehenen freien wöchentlichen Brotmarktes vom 21. Juli 1378. Original im sehweidnitzer Stadtarchiv II. HH. 3. Wi ir Agnes, von gots gnaden herczoginne yn Slezien, frouwe von Furstinberg, zu der Sweidnicz vnd zu dem Jauwor, tuen kunt vnd bekennen offenlich mit disem brieue allen den, die en sehn, horen adir lesen, daz mir mit woluorbedachtem mute, mit rate vnser getruwen manne vnd sunderlich mit rate, willen vnd gunst vnser getruwen . . ratmanne vnser stat Sweidnicz durch fromen, nucz vnd besserunge willen derselben vnser stat, des armuts vnd der ganczen gemeynde doselbist zu gnaden gegeben haben no vnd ewiclich der egenanten vnser stat Sweidnicz, daz man doselbist yn der stat sal vnd mag haben eynen ewigen freien markt an brote yn iczlicher wachen an dem donrstage den ganczen tag; vnschedelich dach dem freien brotmarkte, den dieselbe vnser stat vormols hat an dem sontage, den sie ouch zu disem freien markte haben vnd halden sal yn allen den wirden vnd gnaden, alz die ob- genante vnse stat vormals brieue l) dorobir hat; alzo vornemlich, daz die vorgenante vnse stat alle wachen zwene freie markte an brotkouffe sal vnd wirdt haben; eynen an dem son tage, den andern an dem donrstage allir sachen vngehindert, daz getreide gelde vil adir wening, von wannen man daz brot brenge, es sey kleyn adir groz. 2. Vnd dasselbe brot sal man an iczlichem derselben tage gar vorkouffen vnd nicht von dannen furen, noch ynlegen, noch . . den bekkern doselbist yn der stat vorkouffen yn dhey- neweis. Geschee dowider icht, zo sullen vnd mogen . . die ratman doselbist, die iczunt sint vnd ire nochkommen, die zukunffticlich ratman doselbist werden, dasselbe brot, daz alzo weggefurt, yngeleget adir vorkoufft wirdt, lazzen nemen vnd geben armen leuthen yn daz spital, adir wohen sie zu rate werden. 3. Ouch sullen . . die bekker yn der stat doselbist, die ynnunge mittenander haben, die egenanten zwene tage uff schragenen vnd sunderlich uff eynem orte vnd nicht vnder den andern bekkern ir brot veyl haben vnd vorkouffen, wo daz . . die ratman kiesen. 4. Sunderlich meynen wir vnd wollen, daz wider disen brieff vnd seine gnaden nymand werben sal heymelich noch offenbar; sunder derselbe brieff sal mit den gnaden vnd wirden an allen stukken vnd artikeln, die er yn ym besleuzzet, ewiclich worhafft vnd vnuorrukt bleiben. 5. Were ouch daz sache, daz ymand zo turstig wurde, der von seiner torheyt adir sust yn bozheyt wandilbar brot zu markte brechte vnd veyl hette, dasselbe brot sullen ouch die vorgenanten . . ratman lazzen nemen vnd sullen vnd mogen den, der eyn sulchs getan hat, bessern, wie sie dez zu rate werden. ') Vgl. Nr. XIV. S. 21. 77 6. Ouch gebieten wir vnd wollen ernstlich bei vnsern hulden, daz nymand sal den andern vordenken, veden noch obilhandeln mit worten noch mit werken; vornemelich . . die bekker yn der vorgenanten stat Sweidnicz gesessen andre bekkere noch andere leuthe yn derselben stat, die sie leicht dorumbe vordenken, daz sie dise sachen gefurt adir vsge- tragen hetten. 7. Nymand sal ouch . . die bekker yn derselben stat gesessen obilhandeln. 8. Geschee abir dowider icht, daz ymand den andern obilhandilte mit worten adir mit werken, denselben adir dieselben sullen vnd mogen die obgenanten . . vnsere ratman adir ire nochkommen dorumbe bessern, zuchtigen vnd wandeln vnd mit eynem alzo schicken vnd machen, daz es andern eyn beiczeychen sei, vnd daz man dornoch eyns sulchen von andern obirhaben bleibe, vnd ab denselben ratmann daz zu tuen czu swehr wurde, zo sullen vnd wollen wir vnd vnsere nochkommen en dez behulffen sein mit üeizze, daz sie daz deste baz volbrengen mogen. Mit vrkunde dicz brieffs vorsigelt mit vnserm anhangendem inge- sigele. Gegeben zu der Sweidnicz noch Crists geburt dreiczenhundert iar dornoch yn dem achtundsebenczigistem iare an dem heylgen obande des tages sande Marie Magadalenen. Dobei sint gewest vnsere lieben getruwen her Herman von Czetheras, vnser hofemeyster, her Reyntsch Schoff, her Gunczel vom Sweine, her Hentschel Koppe von Czedlicz, her Hans von Czirnen, Gunther von Ronow, HeynrichWiltberg, Gotsche Schoß, Heynrich von Profen vnd Hans von Slewicz, vnser lantschreiber, dem wir disen brieff haben beuohlen. An grünen seidenen Fäden hängt das Siegel der Herzogin. i>m. Löwenberger Mühlenweisthum durch Aufzeichnung des Herkommens festgestellt am 20. Juni 1382. Einfache gleichzeitige Abschrift auf einem losen Pergament!)latte im löwenberger Stadtbuche. liach crists geburt driczenhundert iar in dem zwei vnd achtczigsten iare an dem vrytage vor send Johannis tage by Jacob Göswins gecziten, der burgermeister was, vnd synen rat mannen Nitsche Crosschwitz, Nicclos Yflrid, Hannos Buman, Franczen Heuenheynczen clayten die mulhern eren gebrechen, den sie vndir enander hetten, vnd hatten in ouch vor- mols vor ioren dicke vnd oft geclait: des worden sie zu rate vndir enander mit eren eldil- sten . ., schepphen vnd hantwerkmeistern, wes sie vndirwiset wurden von den eldisten, als mans von aldirs gehalden hette, also welden sis gerne halden; des wurden sie vndirwiset in alle der masse, als hernoch geschriben stet: Zum ersten: Vor den erlyn zur rechten hand vor dem wer solden die dry molen vegen den mulgraben gliche zu, bis an die moel, vnd die obirste moel sal halb vegen, als von aldirs gewest ist. Nedewendig der obirmoel sal die moel den graben vegen alleyne bis an die 78 nehste brucke, als von aldirs recht gewest ist. Das wer nydewendig der brucken sullen sie glich wegen noch dem alden rasen vnd sullen die pfele abehouwen glich dem were, vnd obwendig der ersten steynbrucken an dem mulgraben sullen sie ouch glich dem rasen die holcz legen, vnd zwischen der moel vnd der brucke sullen sie lassen eyne vrie trenke, das man vs vnd in geryten moge an dem vbir kegen der stat an dem swinkoben. By dem Smo- teren l) sullen sie die vlutrynne halden mit zwen schutzebreten. Die nedirsten molen sullen sie ouch vffczien mit rate der obirsten, wen vlut adir yss get, vnd die vlutrynne vbir den Smoteren sullen sie machen mit dryn iochern nicht mit viren. Die nydersten sullen ouch den Smoteren halden mit vlutrynnen vnd vbervestenen, das er dem graben nicht geschaden möge. Sosullendienedirsten molen vegen hinder send Niccloskywche(!) glich den alden delen tiff, vnd sullen do selbst den graben glich vertigen die crumme zu vortrybend glich den alden delen, die noch sten in dem graben, vnd an der nedirsten vlutrynnen sullen die nedir sten molen halden zwei schutzebret, als von aldirs. Vnd die vlutrynne by Schonhemde, do der Goren3) vbir vlusit — do sullen die delen vir vinger dicke syn, das man sie gespun- den moge, vnd als wyt der grabe ist by der vlutrynne, also sal er syn bis an die kore, vnd sullen den graben tufen bis an den grundboum, vnd by der trenke sullen sie vegen bis vfl den alden grund. By der gassen moel ist eyn brucke gewest, die hat Niclos Sideler gehal- den von aldirs. Vnd den (!) gatir by der trenke sal ouch nicht do syn, vnd sal eyn vbir syn, als is von aldirs gewest ist. Vnd nedewendig der gassen moel sal man ouch den gra ben tüfen glich den alden delen tiff, die nedewendig in dem grunde legen. Wil die gassen moel haben den veldgraben, den sal sie vertigen als verre, als sie wil. Wen die spitalmoel wasser gnug hat zu vir raden, das ander wassir mogen sie in dem veldgraben abelassen gen, als von alders gewest ist. Obwendig dem vorte zu den wezen sal man den graben wyten eyn ele kegen der stat werd an dem vbir als von alders. Nedewendig der spitalmoel ufl die rechte hand an dem vbir sal man ouch den Z3)tschün vsrümen vnd brechen bis an das alde vbir vnd sal tüfen den graben ufl'den alden grund vnd allis nyder bis an die wyden, die am alden vbir noch sten kegen dem hayuischen were. Nedewendig dem haynischen were uff die lynke band sal man die crumme an dem grabe wandlen als von alders. Von dem nedirsten Gosen were: das sal man von dem pfole, der uff dem sande stet, bis do der stok stet, do ingehouwen ist, sal man das wer glich zu machen vnd gerichte zu, vnd sal die holczir, die ufl das wer genagilt syn, abebrechen vnd sal den slund vnd den graben tüfeu vs, als recht ist, ufl den alden grunt. Eyne vrie vmme kor sal ouch syn by der gassen moel. Ouch sal die obriste moel noch die mittelsten winterczit das yss nicht houwen, wen mitten uff dem graben, vnd sullen das gehouwe yss vsczien vnd nicht weg vlosen in dem graben. i) Ein Flüsschen das vor Löwenberg in den Bober geht, heut nach dem daiangelegenen Dorfe desselben Nu- mens der Si'hmottseifen genannt. 2) Ebenfalls ein Nebenflüsschcn des Bobers heut der Goren- oder Görisseifen genannt. s) Ein Buchstab ist vollständig verschwunden. 79

Images5
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XV.
Date: 99999999
Abstract XV. Herzog Bolko ordnet den Weinschank und den Holz und Hökermarkt zu Schweidnitz. Schweidnitz, den 30. Januar 1345. Original im schweidnitzer Stadtarchiv II. LL. 1. Wi, ir Bolke, von gotis genadin herczoge von Slesie, herre von Furstinberg vnd czur Swide- nicz, tun kunt vnd bekennen offinbar in disem brife, daz wir roitgutim bedochtin mute vnd mit rate vnsir getruwin manne vnsin getruwin raflütin vnd burgern czur Swidnicz vnd der !) Original: am. *) Original: vnserm. 23 selbin stat durch eyns gemeynin nuczes willen beyde, der richen vnd der armen, vnd ouch durch des dinstis willen, das sy vns dicke habin willeclichen getan, vnd habin yn vnd der selbin stat Swidnicz gegebin czu andirn rechtin, dy sy habin, sulche ewege recht in der sel bin stat Swidnicz czu habin, als her noch geschrebin stet: 1. Czum ersten male gebe wir in czu rechte: Welch man win schenkit in der stat Swidnicz, deme sal man geldin das wingelt bin eynem mande, daz ist bin vir wochin, dor- noch das der win vsget. üornoch wen dy vir wochin ende nemin, wer ym dor vbir schul- dik blibet, beklayt her yn vm das wingelt; ab her is bekennet, so sal he is ym czuhant gebin, daz ist by tagis lichte. Ist abir, das her is leukint, so sal her ym dovor czu hant tun eyn vnvorczogin recht. 2. Ouch gebe wir yn czu rechte, daz keyn man sal czimmer, gesnetene bret, lattin vnd rynnen brengin in dy stat an deme dunirstage, wen markt ist, durch des willen, ab vuyr vs queme adir eyn vsloufen in der stat wurde, das man sich mochte bekerin dorinne *). 3. Dornoch gebe wir in daz czu eyme rechte, daz alle dy, dy do wollin hokinwerkin vnd pfrainwerkin in der stat Swidnicz, — allis das, daz sy vorbas wollin vorkoufin vnd vshokin, daz sie das sullin holin vnd koufen in andirn stetin vnd uf andirn merktin vnd nicht in der stat, ys sy cleyne adir gros.* Welchir abir dorubir tete, deme sal man nider legin sin pfrainwerk, bis daz her is kein der stat wydertut. Des habe wir vnse ingesegil an disem brif lazin hengin czu eyme vrkunde vnd czu eyme ewegin gedechtenisse dirre rechte. Gegebin czur Swidnicz an dem suntage vor vnsir vrowin tag lychtewy noch gotis geburt tusent iar, dryhundirt iar in deme vumf und vyr- czegisten iare. Des sint geczug vnse getruwin man her Tam von Sidelicz, her Kekil von Cirnen, her Reynczk Schof, her Weniuckint von Cirnen, her Conrad von Cirnen, Rudger von Wiltberg vnd Kunczelin vnse lantschriber. An roten seidnen Fäden hängt das gewöhnliche Siegel des Herzogs.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter IX.
Date: 99999999
Abstract IX. Artikel, zu deren Beobachtung sich die breslauer Garuspinner in ihrem gewerblichen Verkehre mit den dortigen Tuchwebern verpflichtet haben. 1324. Aus den breslauer Handwerksstatuten p. 10. N och dem iare gotis thusiut iar ccc iar in deme vir und czenczegisten iare do geschach eine berichtunge vor den rathman czwissohin den webirn und den garnczugern in sulchir wise, das di garnczuger sich des vorlobetin habin (!), das si kein garn vorbas me bindin sullin mit keinim baste, sundir mit deme selbin garne. 2. Se in sullin ouch kein bose garn undir das gute niengin; das gute sullin si besundirn vorköufin unde das bose besundirn, ikslichis noch sime werde. . 3. Vorköufte ouch ein garnczuger einim webir garn, das fuchte were, das 'sal im an der wage ane vor sten bi eime pfunde l).

Images1
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LXIV.
Date: 99999999
Abstract LXIV. Drei Willküren für das liegnitzer Fleischerhandwerk aus den Jahren 1394,1395 and 1399. Aus den liegnitzer Handwerkerstatuten f. 27. D i meister der fleisscher habin vns hernochgeschrebin ratmanne gebeten, daz wir mit en machtin vnd obireyne qwemen vm das, was vnd wy vil eynir, der yn ir ynnunge treten wil, gebin sülle; des machte wir mit irem willen vnd von irr bethe wegen, wenn si sprachen, daz is der ganczen gemeyne des hantwerkis wille were, daz iczlicher, der in der fleisscher ynnunge treten wil, gebin sol czur ynnunge 12 gr., 6 gr. der stat vnd 6 gr. dem hantwerke, i) Fehlt. 2) Handschrift: fyr. 95 vnd czwey pfund wachs auch dem hantwerke. Gescheen czu der czit, do Jorge Gythan burgermeister was, Petir Slotnig, Niclas Crebil, Hannus Hertil, Jocob Bozeuerkil vnd Niclas Grybean, (ratmanne), anno domini M° ccc° xcnn°. 2. Ouch wenne eyns meistirs son in ir ynnunge treten wil, der sol des vorgenanten firdungis grosschin ledig syn, vnd czwey pfund wachs di sol her dem hantwerke gebin; das haben di meistir vor vns bekant, daz is alzo gemacht sy. Das ist gescheen czu der czit, do Pauwel Brockotindorff burgermeister was, Hanco Weller, Mathis Tammendorfi, Nicolaus Viaw, Martinus Mysner vnd Niclas Grybean, ratmanne, daz di meistir das vor vns bekanten. 3. Ouch ist gemacht mit rate vnd willen der eldisten vnd mit den gesworn vnd meistern der fleisscher, daz iczlich leriunger, der das hantwerg lernen wil, geben sol eynen firdung gr., dem hantwerke 8 gr. vnd der stat 4 gr. Das ist gescheen, do Petir Slotenig burger meister was, Petir Hezeler, Niclos von der Heyde, Mathis Tammendorfi, Heynke Grybean vnd Petir Lutirbach, ratmanne, noch gotis geburt towsund dryhundirt iar in dem newn- vndnewnczigisten iare.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter XXXIV.
Date: 99999999
Abstract XXXIV. Gesetze über den Handel zu Breslau vom 24. Juli') 1360 2). Aus dem Stadtbuche des breslauer Stadtarchivs genannt der Antiquarius fol. 38TO — 40. W ir ratman der stat Breslow bekennen offinbar an desim briue, daz wir mit rate vnser eldistin vnd geswornen vnsern willen dorczu haben gegebin von der vorbenanten vnser stat wein, das di erbern Iwte, kouflute vnser vorbenanten stat, habin vnser stat czu erin vnd in czu nücze bedocht vnd gesaczt czu haldin mit vnsim rate vud gewissin dise hernoch- beschrebenen zachin als wit, als der vorbenanten stat Breslow wicbilde beuangen hat, by den busen, di hernoch beschrebin sten: 1. Czu dem allirerstin, das ein iczlich man trybe koufmanschaft, di gotlich, erlich vnd recht sye, das der stat kein bose wort do von in andern landen vnd stetin icht entste. 2. Ouch sal kein man gelt vf golt lyen adir gebin noch vf keynirleye ware, sye en sy denne do geginwertig, daz her sye sehe vnd ir gewaldig sye. 3. Is sal ouch nymant golt noch guldin gelt vorkeufin, wenne vmme bereit gelt. Swer das breche, der sal gebin von iczlicher marke goldis eyne mark grosschin vnd vom goldinne (gelde?) eyn scot pfenninge. 4. Is sal ouch nymant vorborgin gewant, kuppfir, wachs, pfeffir noch keynirhande ware einis vremdin mannis, der vnse burger nicht enist. Wer das breche, der sal gebin von der marke eynen halbin virdung. 5. Is sal ouch kein man vnder den koufkamern pfaffingut noch kein gut hantiren, do von her in wjnnunge gebe, vnd do von der stat kein recht geschit. Wer do wider tete, der sal gebin yo von der marke eynen halbin virdung. 6. Is sal ouch nymant gewant ader keynirhande war, di her vorkouft hat, selber wider- keufin adir widervirkeufin, deme her sye verkouft hat, noch in syner gewalt vbir nacht be l) Die Datirung ist nach von der Hagens Geschichte u. Beschreibung des breslauer Tuchhauses Breslau 1821, welcher das jetzt verloren gegangene Original noch benutzen konnte; nach seiner Angabe S. 20 war es am Abende vor dem Tage st. Jacobs des Apostels ausgestellt. Mit dem s. Jacobstage ohne weitere Bezeichnung pflegt ge wöhnlich das Fest des älteren Jacobus (25. Juli), gemeint zu sein, wie auch hier angenommen worden ist. Im An tiquarius steht die Urkunde zwar zwischen zwei anderen vom 17. und 26. Juni desselben Jahres. Da in demselben jedoch keineswegs die chronologische Reihenfolge der einzelnen Aufzeichnungen streng gewahrt ist, so ist bei der Datirung von der Stellung der Urkunde in diesem Stadtbuchc ganz abgesehen worden. Andernfalls müsste an genommen werden, dass sie am Vorabende des Festes des jüngeren Jacobus, des Sohnes des Alphaeus, (21. Juni) ausgestellt sei, welcher Tag allerdings zwichen 17. u. 26. Juni fällt. 2) Ein grosser Theil dieser Gesetze §§ 1—10 gehörte bereits einer Urkunde des Jahres 1339 an, da von der selben jedoch weder das Original noch cinigerroassen zuverlässige Copien erhalten sind, sondern nur eine äusserst unkritische Uebertragung in das heutige Deutsch, welche sehles. Prov.-Blätter N. F. 1866. S. 24 — 26 abgedruckt ist, so ward für diese Sammlung von einer Wiederholung des Abdruckes Abstand genommen. VIII. 7 50 haldin. Spricht her aber, is ensye im dennoch nicht vorgewisset, so bite her ir nymande an, bis sy im vorgewisset sye, vnd losse sye yenen denne selber hinwek tragen vnd selber verkeufin; swer das breche, der sal gebin yo von der marke grosclnn einen halbin virdung. 7. Is sal ouch nymant das, daz her vorborgit hat, schatzin, swas is geldin möge, vnd di wile gelt lyen, wenne do von wechsit gerne hernoch boze rede. 8. Is sal ouch nymant dem andern synen koufman intspehin, noch eyme andern syne ware krenkin adir schendin, noch an keinen zachin hindern an syme koufe. Swer wider di beide tete, der sal von iczlichim tuche gebin eine mark groschin. 9. Is sal ouch nymant kein ander czeichin, wen als is in Vlandern ist gemerkit, vf sin gewant machin; swer das brichit, der sal von iczslichim tuche gebin eine mark groschin. 10. Is sal ouch nymant gewant, noch kein ander war, der her nicht bereit hat, verkeu fin adir vordingen; wer do wider tete, der sal vorbas me kein koufmanschaft trybin vndir dem kouf hwse. 11. Is sal ouch kein gast wider den andern in vnser vorbenanten stat keufin noch ver keufin golt, sylber, goldine noch keynirhande war, noch koufmanschaft ane alleyne wyne, hering, vische, pfert vnd vi; wsgenomen alleyne di czwene iarmerkte, di sullin vrye sin, als sy von alder gewest sin. Wer daz breche, der sal der buse sin bestanden: Welch wirt das ouch in syner herberge gestatte, der sal der buse sin bestanden. 12. Ouch sal kein gast dem andern in den iarmerktin verborgin gewant noch keynir hande koufmanschaft. Swer do wider tete, der sal gebin von iczlichir marke eynen halbin virdung. Wer abir, daz eyn gast gewant herbrechte czu vorkeufene, daz sal her verkeufin binnen eynen mandin vnd nicht vnder vir tuchen vnd sal daz nirgen veyl habin, wen vnder dem kouf hwse vnd an dem marktage, vnd wo hers binnen dem manden nicht verkeufte, so sal hers wider wek vüren, vnd wo her des nicht tete, so sal her gebin von iczslichim tuche eyne mark. Wer ouch das bobin vir wochin herbergte, der sal gebin von iczslichim tuche eyne mark. 13. Is sal ouch keyner vnser burger eins gastis war, di her hi gelossin hette, verkeufin in syme namen eyme andern gaste, adir war keufen in syme namen eyme gaste. Wer do wi der tete, der sal gebin von iczslichir marke eynen halbin virdung. 14. Is sal ouch ein iczslich weber ein iczlich lang tuch machen von virczig elin lang vnd eyn kurcz tuch von xxxm elin lang. Welchs czu kurcz wurde, das sal man im abeslon; welcbs ouch czu lang wurde, daz sal man im geldin. 15. Is sal ouch kein weber webchin machin. Wer das breche, dem sal man das web- chin nemen. 16. Ouch sal kein weber icht wsnemen, wen her sin gewant verkeuft. Wer do weder tete vnd das vberredt wurde, der sal gebin eynen virdung, vnd welch koufman das wuste vnd nicht meldite den kamermeystern, der sal ouch eyns virdungis sin bestanden. 61 17. Alle der vorbeschrebenen busen sal vnse vorbenante stat habin czwene pfenninge vnd di kouf lute den dritten. 18. Is sal ouch nymant, der nicht czu kamern stet, lange tuch von Gint, von Brossil adir von Louin sniden; wer do weder tete, der sal gebin von iczlichim snite drye mark gro- schin, vnd das tuch sal czuvor vorlorn sin. 19. Is sal ouch nymant, der nicht czu kamern stet, snyden keynerleye schongewant; wer daz breche, der sal gebin von iczlichim snite 1^ mark vnd das tuch (sal)') czu vor ver lorn syn. Wer ouch snyte tuch von Brug ader von Mechel, der nicht czu kamern stet, der sal gebin czwu mark groschin von iczlichem snite, vnd daz tuch sal czuvor verlorn sin. Wer ouch snite tuch von Yppir, von Korterich ader eyn iczlich schone tuch, der nicht czu kamern stet, der sal gebin von iczlichem snite 1£ mark, vnd daz tuch sal ouch verlorn sin. 20. Is sal ouch nymant, der nicht czu kamern stet, her sy weber, nunne, geistlich ader wertlich, ader wer her were, lancgewant snyden; wer das broche, der sal geben von iczli chim snite dry virdunge, vnd daz tuch sal ouch czu vor verlorn sin. Wer aber, das eyn weber lancgewant snite, der sal gebin von rote vnd willen der geswornen vnder den We bern, di das mit den kamerherren vberein getragin han, von irre gewerkin wein, von itzli- chim snite dry virdunge, vnd daz tuch sal ouch czu vor verlorn syn, vnd derselbe sal sins hantwerkis als lange enpern vnd nicht tryben, bis her sich mit den koufluten vnd den kamermeistern berichtit. 21. Is sollen ouch dry eyn tuch keufen vnd daz teilen vnder den kamern in dry teil, also daz eyn teil als lang sye als daz ander, vnd wer das breche, daz das anderswo geteilt wurde, tzu weme das were, der sal gebin eyne halbe mark, vnd das tuch sal czu vor verlorn sin, vnd welch schroter in das gewant teilte, wo man das irvüre, der sal eyner halbin marke sin bestanden. 22. Ouch sal eyn iczlich koufman, der nicht czu kamern stet, weme her schone gewant verkeuft czu cleydern, das lossin teilen vnder deme koufhwse in dry teil, also das eyn teil als lang behalde als daz ander. Wer das breche, der sal gebin dry') mark groschin. 23. Is sal ouch kein cromer snyden tobilzan, Harras, noch Berwer, noch kein wullin gewant. Wer do wider tete, der sal gebin von itzlichim snite eyne halbe mark groschin, vnd daz tuch sal ouch czu vor verlorn sin. 24. Alle dy vorbananten, busin von gewantsnyden sal der kamerherre, wer der were, nemen czwene pfenninge vnd di kouf lute den dritten. Ouch sal der kamerherre, wer der sye, sendin mit den koufluten, wen sy di busen ader gewant, di in antretin, welden nemen, syne boten, daz si den koufluten behulfin sin, vnd wenne her in nicht hulfe mite sente, so sal her ouch kein teil an den busin ader gewanden habin, di di kouf lute czu der czit nemen. J) fehlt *) ausgestr. darüber: eyne. 7* 52 25. Ouch sal der kamerherre, wer der sye, di vorbenanten vnse kouflute by rechte behaldin. 26. Alle der vorgeschrebene rede welle wir rathman gewalt habin czu meren czu myn- ren ader czu bessern noch der stat ere vnd der kouflute nüsz vnd vrome. Czu alle der dinge gedechtnisse ete.

Images4
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter LXIX.
Date: 99999999
Abstract LXIX. Die Rotgerberinnung zu Liegnitz verbindet sich vor dem Rathe, einen Artikel aus den Statuten der breslauer Rotgerber ebenfalls zu halten. 20. November 1397. Aus den liegnitzer Handwerkerstatuten S. 35. Statuta cerdonum, sicut tenentur Wratislavie, nobis missa per consules Wratislauienses. W ir Burgirmeistir vnd ratnianne der stat Legnicz, Pawil Brockotindorff, Niclos Crebil, Niclos Viaw, Niclos Elle, Niclos Pfaffindorff vnd Niclos Girdan, bekennen offinlich mit desim brive allen den, di en sehen, hören, adir lezen, daz vns die erbern, wyzen . . ratmanne zu Breczlaw gesand habin iren briff vorslussin mit irem ingesegil eyns sulchin lowtis: Lieben frunde, vor vns sint komen di . . geswornen vnd eldisten der rotgerber in vnser stat vnd habin vns vorgelegit, wy das . . hantwerg der rotgerber czu vch czu Legnicz von en begert habe, vns czu beten, vch zuvorschrebin dese hernochgeschrebin artikell, di in iren vorbriften vnd vorsigilten Statuten begriffen sint in sulchin worten: „Nymant, Iver sie burger adir gast, oder wer her sie, sol vor der stat, adir in den gössen, noch in hewsern keynirley hute noch vel, rynderin noch kelberin, scheffynn, adir welchirley si syn, kawfen, sundir wer do teil sulche vel kewfen, alz geschrebin steet, der sol si kewfin uf dem markte; axesgenomen, was eyn burger stacht czu syme nuteze, di vel adir hute mag her oh heyme wol vorkeußn; wer do wedir tele, der sol der stat voruallen syn noch gnaden. Auch sol keyn hantwerg dem andern in syne recht vnd Statuten griffen in keyner wyze." Gegebin am frytage vor sante Galli tag xcvlj°. ]p;-t Des sie wir vorgenanten burgermeister vnd ratmanne der stat Legnicz mit vnsern eldisten zu rate wurden von der stat wegin, daz man di egenanten Statuten vnd artikel auch alhy czu Legnicz alzo halden solle in allir mase, alz oben steet geschrebin. Des czu be- kentnisse vnd bestigunge haben wir desin briff gegebin dorobir, vorsegilt mit der stat Legnicz ingesegil, der gegebin ist am nehstin dinstage noch sante Elizabeten tage noch gotis geburt towsund dryhnndirt iar in dem sehen vnd newnczigisten iare.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
Charter VII.
Date: 99999999
Abstract VII. Alte freie Verdeutschung der vorstehenden Urkunde. Schweidnitzer Stadtarchiv II. RR. 1. xxller menniglich, so dyser brieff vorkumpt, sey wissentlich, das mit wiln, ioworte vnd aus beuel des erlauchten forsten vnd herren, Bernhardes, hertzogen in Slesien vnd herren aufm Furstenberg, mit vorgehabtem reyffen rodt seiner redte aus erheischung der pilligkeit vnd willen der burger aller seiner stedte vber das vbertreten der becker, domit sy sich zur Schweidnitz mit freuelicher torst vbergriffen haben; nemlich in deme das sy zw vngehor- sam gedochten vnsris herren, zu beschwerung seiner landt vnd lewte, zu spot vnd schme- hung der rodtmanne vnd eldisten der stat Schweidnitz, zu vorterb vnd vnderdruckung vn- serer armen lewte vnd aller anderer zuflyhenden durftigenn aus eingebung des bosen geists alle eintrechtig aus der stat als kinder des aufrurs aus keiner redlichen vrsachen gegangen sint, ist solcher contract vnd vnderhandlung billich gemacht vnd inen zur straff vnd besse- rung busgelt inen genugk, schwer vnd schmelich aufferlegt, wy volgt: 1. Erstlich das sy durch freuelichen torst, mit welchen sy wider genanten vnsern herren, wider seine lant vnd lewt vorhandelt, sint sie betzwungen mit 200 mark groschen abzulegen. 2. Czum andern umme den spot, so dy den rodtmannen vnd gantzer gemein der stat frech beygebrocht, ist Nickel Behem ir freuelicher vorgenger, am lichten tage mit brennende lichten vnd fackeln im widerumb zu scham vnd spot, andern zur besserung mit vorgehen der aller samlunge arm vnd reich aus der stat schmelich geweist an' alle hofnunge wider dorein zukomen, dasselb auch vormols vor gehegtem dinge mit aufgehabenen fyngern ge- schwornvnd geglobt(!) das er in obgedochten vnsers hern, hertzogHeinrichs vnd seiner bru- der gebiet vnd lande noch in den gegneten der dreyer fursten in Breslaw in keinerley weyse bleyben solle bey vorlust seines halses vnd hochstem rechte, hiemit angehaft, wo er der stat aus obberurter vrsach einicherley weise drewhen wurde, ader indert einen vnserm mit- woner, er sey, wo er wolle, mit worte ader werken feintlich begegnen wurde, das man ge nug beweisen kunde, alsden sol man im nochtrachten als einem erklerten vnd vorurteylten manne. Sunder dy ander beker von wegen obgedochten Mutwillens, domit sy sich wider den rodt vnd gantze gemein erburt, sollenn sie mit 1200 fuder steyne zum gebewde, so dy tzeit sein wirt, der stat genug thuen. 3. Czum dritten das sy sich zum beschwerde des armuts hochstes vleis gemuht, zu ge- nugthuunge vnd wirdiger strof haben ewig zugelossen das zufuren des brots auswendig der meyle ein mol in der woche als am suutage, es sey tewr ader wolfeyl, doch nicht itzliches brots, sunder alleine rucken rundt vnd scheiblichter form, gros vnd klein, mit dem be- scheide , das die geste, dy das brot zufuren am suntage vom morgen bis auf den mittag 12 gentzlich vorkawffen sollen, der tag sey lang ader kurtz; vornemlich, wen man zum andern mol bey den minores zur nona lewten werde, sol kein frembde brot auflm margt feylh sein; wo das durch den statdiener dortzu vorordnet befunden wurd, sol das genomen werden vnd einem rodt vberantwurt; dy sollen domit thuen was sy mit iren eldisten erkhennen. Zugleich wo eingesaczt brot funden wurde ader ymands von den zufurenden unuorkawSt brot weg furen wold, sol dermossenn domit vorhandelt werden. 4. Item vnsern beckern ist ernstlich auferlegt, das keiner aus inen mit seinem brot nier den eyne banck eynnemen sol, sunder ein itzlicher sol seiner banck vorstehen, also das er zu seiner banck vnd in seinem hawsse genug brot habe. 5. Item es ist vnsern beckern auferlegt, das sy auswendig irer bencke mit nichte bey der frembden, dy brot zufuren, wagen stehen sollen, wy sy vormols gepflegt, sullen auch den infurenden nicht weren wider mit gelt, bit vnd drewhung, sunder mit der ordnung irer czech ist alsso tzwischen der stat vnd inen gemacht, das sy inen keinen ssunderlichen auf- saz heimlich noch oflentlich machen noch haben ssollen, wenne was ein rodt mit iren el disten zulossen wirt. 6. Auch ist den beeken zu trost gemacht, das keiner aus den zufurenden dy becken in ichtes betruebenvnd vortreiben ssolle, welchs sy auch widerumb allenthalben thuen ssol(en), wo indert ein teyl disem gebot mit worten entkegen beweislich befunden, ssol mit gelde der stat genugthuen, wo aber tettlich, ssol mit gericht angenomen werden. 7. Wo aber indert einer aus vnsern beckern freuelich wider indert einen vnser eynwo- nen, er sey arm, reich, klein ader gros, mit worten sich vbergreiffen wurde, ssol er noch er- kentnus abelegen: wo aber mit der tott, das mans beweisen kan, mag er mit keinem gelt, sunder mit der grosten pen, daz ist sein hals, wandeln. Vnd auf alles vnd itzlich, wy gemelt, stete gehalden, ist diser entscheit mit Lewtkonis, des erbfogits vnd der stat sigil bekreftig 1311. Schrift des XVI. Jahrhunderts.

Images2
Full textno
 
Add bookmark
Edit charter (old editor)
< previousCharters9999 - 9999next >