Collection: Urkunden des Geschlechts von Dennhausen (Google data)
Charter: Nr. 8.
Date: 1335 Juni 27
Abstract: Nr. 8. 1335. Juni 27. Werner und Conrad von der Lippe, Knappen und Gebrüder,
verkaufen dem Abt Hermann und dem Convent zu Marienmünster ibren Zehnten zu Wulferßen für
34 Mark Silber. 1' — 4 -^ Zeugen: Florekin von Holzhausen, Ritter, Friedrich von Pader
born, Johann von Eilwordessen, Knappen, Hermann von Oyn- husen, opMllnu8 in N^tiem. I).
1385, quinto <ülllenäa8 ^ul^. Lat. Urk. Marienm. Copiar. 'Spilcker, Hdschr. XII. S.
177. Wülferßen lag südlich von Holzhausen bei Nieheim, der Zehnte «ar P»» derbornsches
Lehen.
Charter: Nr. 36.
Date: 1375. Juni 4.
Abstract: Nr. 36. 1375. Juni 4. Hermann von Brakel, Ritter, versetzt mit Einwilligung seiner Frau Catharine und seines Bruders Albrecht, sowie der Äbtissin Sophia von Heerse als Lehnsherrin, seinen Hof zu Zuthem (Sud heim) bei Vrakel, einen Hof zu Redene (Rheder) und den Rustenhof für 25 Mark löthigen Silbers an seinen Bruder, den Ritter Werner v. B. Bürgen sind Dietrich Schuwe, Albrecht von Boffessen, Cord de Jude, Bertold von Luthardessen, Bernd von Hulthusen, Johann von Oyenhusen de Junge, Burchard von dem Koven und Wedekind von Oysten, Knappen. I). 1375, Zatulninae Virß. Spilcker Hdschr. XVI. S. 17S. Orig.-Urk, im Archiv zu Munster. Die Siegel Hermanns v. B. und der Äbtissin Sophia (1367-83) find abgefallen. Nr. 37. 1376. Mov. 8. Heinrich von Hagen verkauft mit Erlaubniß seines Lehnsherrn, des Bischofs Heinrich von Paderborn, den halben Zehnten zu Gb-
binktorpe an Johann den Altern von Oyenhusen und Johann den Jüngern, dessen Sohn. v. 1366, in octllvll omnium sanctorum. Fahne, v. HLvel, II. S. 133. Ebbinktorp lag zwischen Eteinheim und Nillerbeck. — ,5 —
Charter: Nr. 68.
Date: 1410 sept. 14
Abstract: Nr. 68. 1410. Sept. 14. Bischof Wilhelm von Paderborn belehnt Friedrich von
Jstorpe mit dem Freihofe Polhof zu Steinheim mit 4 Hufen und dem — 2? — Dorfe
Klein-Friesenhausen und den anderen Gütern, welche vormals die Holtgreven besessen haben.
v. 1410, ciomimca prima p«8t nativ. Nariae. Begl. Abschrift in meinem Besitze. Diese Güter
kamen 1435 an die v. Oeynhausen.
Charter: Nr. 74.
Date: 1417 mai 26
Abstract: Nr. 74. 1417. Mai 26. Dietrich, Erzbischof von Cöln. Administrator des Stifts
Pader born, und Dietrich, Abt von Corvei, verleihen dem bisherigen Dorfe Veverungen die
Gerechtsame einer Stadt. Zeugen: Unsere lieben Räthe und Getreuen Wedekind Spiegel,
Domprobst, Heinrich West- phal, Kämmerer, Hildebrand von Uselar, Domherr zu Paderborn,
Heinrich von Goddlen, Probst, Johann von Brochusen, Pförtner des Stifts Corvei, Heinrich
von Oienhusen, Johann von Haxthusen, Otto von Amelungessen, Knappen, und Geverdt Strolins,
Bürger meister von Höxter. v. 1417, crg,8tmo L. Urdani Nart. et kontiliciz. Deutsche Urk.;
Spilcker, Hdschr. XV. S. 203.
Charter: Nr. 84.
Date: 1421 Aug. 29
Abstract: Nr. 84. 1421. Zug. 29. Heidenreich von Heyen bekennt, daß die Brüder Hermann,
Cord, Friedrich und Johann von Oyenhusen ihm seinen 3 — 34 — Antheil an dem Briefe,
welchen er mit Bernhard Kanne vom Hoch stift Paderborn über Steinheim erhalten habe, für
101? Fl. ab gekauft haben. v. 1421, äie (iec«lIMoniH ^olmuni» Lapt. Orig. mit dem Siegel
des Ausstellers im Archiv zu Münster. Hermann von Oeynhausen erscheint 1422, 1425 und 1434
als Domherr zu Paderborn. (Copialbuch des Kl. Bödeken.> » Nr. 85. 1422. Sept. 27.
Conrad von dem Haddenberge und Johann Mlner, Bürger meister, und die Rathsherren der Stadt
Brake! bekunden, daß sie mit gutem Vorberath des alten Raths und der ganzen Gemeinheit 6
Fl, jährlicher Gulde für 100 Rhein. Fl. „de uns degher unde all betalet fynt unde kuntlike
n in uns« stad nut und vromen gekomen fynt, alse myt namen, do men Hinrike van Oyenhusen
van unses Slotes weghen betalen moste dre hundert güldene, dar düsse hundert güldene vorg:
to ghekomen fynt, unde wy willet" u. s. w., dem Priester Cord . Nyhusen, belehnt in der
Kirche zu Brakel, verkauft haben, v. 1422, ip8e äie <ü«8Mll« st vamillni Nartt. Siegel
abgefallen. Orig. im Pfarr-Archiv zu Vrakel.
Charter: Nr. 87.
Date: 1424 Nov. 27
Abstract: Nr. 87. 1424. Hlov. 27. Cord von Oyenhusen, Knappe, verkauft mit Genehmi gung
seiner Brüder Hermann, Dumküster zu Paderborn, Friedrich und Johann und mit Erlaubniß des
Erzbischofs Dietrich von Cöln als Administrators von Paderborn und Lehnsherrn des Hofes
„to dem Broke, genannt dat lein" belegen bei Salzkotten, an Menke von Wevern 50 Morgen
Saatland von genanntem Oute für 484 Rhein. Fl. v. 1424, leriil 8sounäll i>«8t Oatliar.
virß. Vesiegelt vom Bischof, Cord, Hermann und Friedrich v, O. und dem Knappen Johann von
Bernde, Kopiar des Stifts Vusdorf im Archiv zu Münster. . Nr. 88. 142ß. Uov. 25. Wilhelm
Westphal und Dietrich von Niehusen bekennen, vom Erzbischof Dietrich von Cöln als
Administrator des Stifts Paderborn und dem Domcapitel die halbe Burg und Stadt Peckelsheim
mit Ge richt, Einkünften und Zubehör für 200 Mark löthigen Silbers War- burger Währung in
Pfandnutzung erhalten zu haben, und stellen als Bürgen den Ritter Johann Westphal, Johann
Tunrike, Hartmann de Jude, Johann von Haxthusen und Cord vonOynhusen, Knappen, v. 1426, 8.
Oatliarinae. Fahne, v. Bocholtz I. S. 129.
Charter: Nr. 89.
Date: 1427
Abstract: Nr. 89. 1427. Die Brüder Hermann, Domherr zu Paderborn, Eord, Friedrich und
Johann von Oyenhusen, sowie der Knappe Gottfchalk von Haxthusen verkaufen eine Rente von
16 Fl. aus dem Zehnten zu Lütken-Fresenhusen bei Steinheim an die Gaukirche zu Paderborn.
Bürgen: Johann von der Asseburg, Wilhelm West phal, Hermann von Sundere, Siverd von
Oyenhusen, Dietrich von Niehusen und Friedrich Richter. v. 1427, o. T. Abschrift im Archiv
zu Münster in Mfc. I. 242. 3« — 3« —
Charter: Nr. 127.
Date: 1448 September
Abstract: Nr. 127. 1448. Sept. 3-29. Hermann de Grote, Freigraf unter der Linde in der Freigraffschaft Sudheim, deren Stuhlherr Johann von Oyenhausen ist, lud den Bürgermeister und die ganze Gemeine der Stadt Elbing vor sein Gericht, da sie von dem Elbinger Bürger Johann Palborn verklagt waren, daß sie gewisse liegende Gründe, die ihm sein Oheim übergeben, in andere Hände gebracht und ihm also sein Eigenthum entfremdet hätten. Die Elbinger erwiesen dagegen, daß nach ihrem Stadtbuche die angesprochenen Güter nur allein an Heinrich Palborn und sonst an Niemand verschrieben seien. Der Hochmeister wies die Vorladung des Freigrafen schon des halb als ganz unzulässig zurück, weil der Kläger in der Sache bisher noch nie weder vor ihm, noch vor einem Richter des Ordens oder irgend einem landläufigen Gerichte geklagt habe und ihm noch nirgend im Lande das Recht verweigert sei. Dies Schreiben des Hochmeisters beginnt: „Wir bruder Conrad von Erlichshuwßen homeister deutsches ordens empieten dem edlen und gestrengen Johau van Ainhuwßen stulherren des freyenstuls undir der linde in der graffeschafft czu Sutheym, dir herman der grosse freygreffen, euch freyenscheppen und gerichte daselbst und dir hans palborn unsern fruntlichen grus. u. f. w. D. Elbing, am Dinstage nehst nach Egidy. 1448. (3. Sept.)" Gleichzeitig erging eine Vorladung desselben Freigrafen an das Gürtler- und Riemergewerk in Elbing, weil dessen Meister dem Johann Palborn auf dem Markte zu Preußisch-Holland einen Theil sei ner Waaren als falsches und untüchtiges Werk weggenommen hätten. Der Hochmeister erklärte auch hierin am 9. Sept. dem Freigrafen Hermann de Grote und dem Stuhlherrn Johann van Ainhuwßen, daß die Vorladung kraftlos und ungültig sei, weil die Beklagten durchaus nach den Landesgesetzen gehandelt hätten, wonach auf Märkten jede verfälschte und untaugliche Waare von vereidigten Werkmeistern aufgesucht und vernichtet werden solle. D. 1448, am mantage nehst nach nativitatis marie. Von demselben Freigrafen erhielten um die nämliche Zeit auch der Bürgermeister und die angeschensten Bürger von Landsberg i. P. eine Vorladung, weil ein gewisser Martin Eltersdorf vor ihm geklagt habe, daß der Landsberger Rath ihn vorgeladen, gefangen gesetzt und „seines Leibes habe entwältigen" wollen. Die Klage war zwar schon mit des Klägers Zustimmung vom Comthur zu Balga, Eberhard von Wesentau, untersucht und entschieden, und die drei Freischöffen Hans Marschall, Barthol. Kretzmer und Wilhelm von der Kemnade bezeugten dem Stuhlherrn Johan van Aynhuwßen zu Sudheim am Michaelistage (29. Sept.) 1448 auf ihren Schöffeneid, daß der Spruch des Comthurs „nach geradem Recht" geschehen sei. Allein auf des Klägers Anklage am Freigerichte erschien dennoch ein Frohnbote mit einer Vorladung. Der Hochmeister erklärte aber dem Stuhlherrn Johann von Oynhusen d.d. Haus Hoensteyn Freitags vor Michaelis (27. Sept.) 1448, daß die Ladung schon deshalb ungültig sei, weil sie theils viel zu spät angelangt sei, so daß die Vorgeladenen an sich schon zur bestimmten Richtzeit vor dem Stuhle nicht hätten erscheinen können; theils auch die Vorladung selbst wegen verwirrter und unordentlicher Angabe der Namen der Vorgeladenen auf des Briefes Aufschrift nicht einmal aus der Hand des Freigrafen gekommen zu sein scheine. I. Voigt, die Westfäl. Freigerichte in Beziehung auf Preußen (Königsberg 1836) S, 84—85. Die vier Schreiben an Johann von Oeynhausen und den Freigrafen finden sich abschriftlich im Geh. Archive zu Königsberg, im Hochmeisterlichen Registranten Deutschen Ordens Nr. 9 (Briefe von 1448—1450 enthaltend) lol. 12. Der Freigraf Hermann de Grote oder Grosse erscheint 1470 als Freigraf zu Warburg und 1473 zu Winneburg, (Usener, Gesch. der Freigerichte Westf. S. 33, 34, 172 u. 294.) Über den Widerstand der Hochmeister gegen die Vorladungen Westfalischer Freistühle vergl. Lipp. Regg. III. 2129. Im Jahre 1763 wurden die Freistühle völlig aufgehoben, nachdem sie bereits 1569 durch Einführung der Hofgerichtsordnung durch Bischof Johann von Paderborn, Grafen von Hoya, ihr Ansehen verloren hatten. (Beffen, Paderb. Gesch. II. 356.)
Charter: Nr. 200.
Date: 1490. Jan. 13.
Abstract: Nr. 200. 149ft. Jan. 13. Johann von Oyenhusen, Cords Sohn, bekennt als Vor mund
seines Vetters Heidenreich von Oyenhusen, daß ihn die Äbtissin von Gandersheim und
Administrator, von Heerse, Agnes von Anhalt, mit dem vor Lichtenau belegenen Gute zu
Masenheim — 79 — belehnt habe, mit welchem Gute vormals Heidenreichs Vater Jorgen v. O.
belehnt sei. v. 1490, octilva Npipdilnie vom. Orig, im Archiv zu Münster. Johanns Siegel
ist abgefallen. Dieser Heidenreich soll später Predigermönch zu Magdeburg geworden sein;
1507 war er wohl schon todt, da damals Herbold v. O. mit obigem Gute belehnt wurde.
Charter: Nr. 201.
Date: 1490. Mai 1.
Abstract: Nr. 201. 1490. Mai 1. Vergleich zwischen dem Kloster Marienmünster und der Wittwe Adelheid Rickerdes. Es siegelt für letztere „der veste Vorchard von Oyenhusen." v. 1490, S. Philippi und Iacobi. Marienm. Copiar.
Charter: Nr. 204.
Date: 1491. Juni 11.
Abstract: Nr. 204. 1491. Juni 11. Zwischen der Familie von Haxthausen und den Brüdern
Burchard und Friedrich von Oyenhusen waren Streitig -.- 80 — keiten entstanden. Zur
Beilegung derselben wird festgesetzt, daß beide Parteien ihre Beschwerden am Sonntage nach
Maria-Magdalena an den Domdechante n zu Paderborn abgeben sollen. Dieser wird diesel ben
dann durch die Gegenpartei beantworten lassen und danach die Sache ausgleichen. v. 1491,
Freitag nach T. Bonifacius. Orig. auf Papier zu Grevenburg mit dem aufgedruckten kleinen
bifchöf» lichen Siegel.
Charter: Nr. 203.
Date: 1491.
Abstract: Nr. 203. 1491. Johann von Oyenhusen versöhnt sich mit Herzog Wilhelm von Jülich
und der Stadt Bielefeld. Culemann, Ravensb. Adel. S. 399. Msc. im Archiv zu Hannover.
Herzog Wilhelm v. I., Graf von Ravensberg, regierte seit 1475, s 15N. Der Gegenstand des
Streites ist nicht genannt.
Charter: Nr. 205.
Date: 1492. Febr. 3.
Abstract: Nr. 205. 1492. Zebr. 3. Die Knappen Johann von Hevenhusen, Borchart von Oyen-
husen, Otto und Ebbert von Amelunxen übertragen als Vormünder nach dem Willen des sel.
Herbold von Amelunxen der Wittwe des selben, Anna, und deren unmündigen Kindern
verschiedene Güter und Einkünfte als Leibzucht. v. 1492, Montag nach Juliani Episc. Orig.
im Archiv zu Munster. Sämmtliche Siegel find abgefallen.
Charter: Nr. 206.
Date: 1492. Mai 15.
Abstract: Nr. 206. 1492. Mai 15. Burchard von Oyenhusen bescheinigt, daß Wichman von
Fresmersen bei der wiederkauflichen Vcrfchreibung des Zehnten zu Bor'chusen vor Blomberg
den Heuzehnten („Hoygtegeden") ausgenom men und sich vorbehalten habe. v. 1492, Dienstag
nach,Jubilate. Mit Burchards Siegel. LiPP. Regg. IV. Nr. 2787.
Charter: Nr. 208.
Date: 1492. Oct. 18.
Abstract: Nr. 208. 1492. Ott. 18. Heinrich von Hanzleden verkauft feine Güter und seinen
Hof zu Nehen, welche er von Johann von Nehen gekauft hat, sammt dem halben Zehnten und der
Viehtrift erblich an Heinrich von Meschede vor dem Richter zu Brilon, Hermann von
Oyenhusen. v. 1492, ip8« äie Quclle LvanF. Fahne, v. Meschede. S. 140. Nr. 232. Wann sich
diese in der Folge noch öfter vorkommende Briloner Linie abgezweigt hat, war bislang nicht
zu ermitteln. Ihr Wappen ist die vier» sprossige Leiter.
Charter: Nr. 209.
Date: 1493. Febr. 9.
Abstract: Nr. 209. 1493. Febr. 9. Hans Dodes, feine Frau Hille und feine Sohne Johann und Heinrich verpfänden dem Kloster Marienmünster ihr Gut zu Entorf für 16 Mark. Genehmigt und besiegelt durch Burchard von Oyenhusen als „Overmann" des Gutes. v. 1493, 8. ^poIlonias VirF. et ölart. Marienm. Copiar.
Charter: Nr. 232.
Date: 1499 febr. 5
Abstract: Nr. 232. 1499. Iebr. 5. Johann von Oyenhusen, Heinrichs Sohn, und sein Sohn
Jakob verkaufen mit Erlaubniß des Bischofs Hermann von Paderborn Güter zu Steinheim an
Cord von Oyenhusen, dessen Frau Lyse und deren Söhne Jürgen, Cord, Franz und Bruno. v.
1499, S. Agathe. Fahne, u. Hövel. I. 2. 133.
Charter: Nr. 322.
Date: 1534 marz 10
Abstract: Nr. 322. 1534. März 10. Arnd von Oyenhausen schreibt an die ernannten Räthe und
Schiedsrichter: Er habe sich schon früher zum Vergleich erboten und sei seinerseits mit
Moritz von Amelunxen und Hermann von Men- gersen als Schiedsrichtern einverstanden. Man
möge nur einen Ter min zum Verhör ansetzen, wo sich dann schon ergeben werde, daß — 126 —
die Sache nicht so schlimm sei, als die Mönche von Marienmünfter geklagt hätten. v. 1534,
tsria tertia p«st Oculi. Marienm. Copiar. Am 10. Juli bittet der Abt den Statthalter Franz
von Hörde dringend, einen Untersuchungstermin anzusetzen.
Charter: Nr. 329.
Date: 1535 apr. 25
Abstract: Nr. 329. 1535. April 25. Der Knappe Cord von Oyenhausen bekennt, daß er vom
Grafen Simon zur Lippe „in Mannstatt" zu Lehen empfangen habe zwei Hufen Landes und das
Buerholz mit Zubehör, wie die von Dudenhausen besessen hätten, ferner eine Wiese bei der
alten Land wehr an der Napte herunter und einen Kamp am Beller Pfade in demselben Knicke
belegen, welcher die rechte Landschnat der Grafschaft Lippe sei. v. 1535, Sonntag Cantate.
Archiv zu Detmold.
Charter: Nr. 446.
Date: 1582
Abstract: Nr. 446. 1582. Heinrich von Oyenhausen a. d. H. Eichholz wird Deutschordens-Ritter zu Marburg. Die Tafel mit seinem Wappen und der Inschrift „Heinr. v. Oyenhausen 1582" befand sich noch 1866 im nördlichen Thurme der GlisabethZkirche zu Marburg. Als Deutschritter 1582—85 wird er auch angeführt in Lauterbachs Col- lectaneen auf der Bibliothek zu Wolfenbüttel. Vergl. Regest Nr. 469. — 188 —
Charter: Nr. 455.
Date: 1584 sept. 24
Abstract: Nr. 455. 1584. Sept. 24. Heinrich Erzbischof von Bremen und Administrator von
Os nabrück und Paderborn belehnt Eurd von Oyenhausen, Bur- chards Sohn, zu Mitbehuf seines
Bruders Tönnies mit Merlsheim c. p. v. Kloster Dalheim, w. o. Orig, mit Siegel im Archiv
zu Münster,
Charter: Nr. 502.
Date: 1596 April 12
Abstract: Nr. 502. 1596. April 12. Carl von Wulffen leiht von Dr. Heinrich Bulle zu
Minden 2000 Rthlr. und stellt als Bürgen seinen lieben Schwager, Drost Rab Arnd von
Oyenhausen. v. 1596, Montags in den heil. Ostern. Papier-Orig. mit Siegel zu Grevenburg.
Charter: Nr. 528.
Date: 1601 Nov. 14
Abstract: Nr. 528. 16tt1. Yov. 14. Nab Arnd von Oyenhausen, Lippischer Landdrost, des
fel. Arnds Sohn, wird vom Abt Dietrich von Corvei zu Mitbehuf feines Bruders Fatt, einer
Linie. Herrn Wilhelms, Comthurs zu Marburg, und defsen Bruders Eberhard, sowie Nabes,
Remberts. Johann Hilmars und Ludolfs, Gebrüder und Vettern, von fel. Herbolds Linie,
ferner Wulfs und Wilhelms, Gevettern, von fel. Wulfs Linie, mit dem Dorfe Reilsen belehnt.
v. Corvei, 1601 Mittwochs den 14. Nov. 8tili cOrrecti. vrig. mit Siegel zu Grevenburg. —
Der Revers Rab Arnds v, O. im Archiv zu Munster.
Charter: Nr. 534.
Date: 1602 Aug. 7
Abstract: Nr. 534. 1602. Aug. 7. Ein langer heftiger Streit war zwischen dem Bischofe
Julius von Würzburg und dein Abte Balthasar von Fulda ausgebrochen, in Folge dessen
Letzterer sein Land verlassen hatte, bis Kaiser Ru dolf II. am 7. Aug. 1602 zu Gunsten des
Abts entschied. Als die ser nach Fulda zurückkehrte, schickte ihm der Erzherzog
Maximilian, Bruder des Kaisers, als Hoch- und Deutschmeister zur Neglückwün- schung die
Gesandten Wilhelm von Oeynhausen. Landcomthur von Hessen, und Adam von Klingelbach,
Comthur zu Heilbronn. 8eKannat, Ki»t. l'ülä. 275. Nr 535 1602. Sept. 29. Joachim Jürgen
und Christoph Gebrüder von Friesenhausen Herkaufen den Brüdern Heinrich und Georg von
Oyenhau- sen zu Eichholz ihren Antheil an dem s. g. Hausbuschzehnten, welcher jährlich
drei Molt Korn, halb Roggen, halb Hafer, einbringt, wovon ihnen ein Molt zukommt, für 175
Rthlr. v. 1602, Michaelis. Orig. zu Grevenburg; beide Siegel abgefallen.
Charter: Nr. 544.
Date: 1604 Mai 28
Abstract: Nr. 544. 1604. Mai 28. Graf Simon zur Lippe verspricht, Simon Schwarz, den Landdrost Rab Arnd von Oyenhausen und den Drost Johann von Offen zu Sternberg wegen 1500 Rthlr. schadlos zu halten, für welche sich dieselben bei Ludolf von Oyenhausen verbürgt haben. D. Brake, Montag in den heil. Ostern 1604. Orig, zu Grevenburg.
Charter: Nr. 380.
Date: 99999999
Abstract: Nr. 380. 1561. Iebr. 25. Die Brüder Burchard, Jürgen und Christoph von
Oienhausen vergleichen sich sowohl wegen der Güter, welche von — 158 — den von
Rengershausen heimgefallen und ihnen vom Bischof verliehen sind, als wegen der von ihrem
sel. Vater Cord ererbten Güter. Als Schiedsrichter wählen sie Drost Hermann von Virmunden
zu Dringenberg, Schönberg Spiegel, Heinrich von Cöln, Paderborn- schen Canzler, für Jürgen
und Christoph, für Burchard den Johann Werpup, Georg von Brenken und den Hessischen Rath
Magister Heinrich Hundt. Diese treten in Brakel zusammen und treffen fol genden Vergleich:
Burchard erhält die Rengershausenschen Güter und verzichtet dagegen auf die Eichholzer
Güter, wie seine Brüder auf die Ren- gershäuser Güter verzichten. Letztere erhalten
dagegen Eichholz, sowie die von ihrem Vater vor 30 Jahren von den von Rengershausen
erkauften Güter zu Bergheim und das Koven-Gut daselbst. Sie treten aber an Burchard zwei
Hufen Landes bei Nieheim ab, welche er neben seinen Gütern zu Merlhausen, Schönenberg und
Nieheim, sowie den ihm vom Vater zur Ehesteuer gegebenen Gütern zu Pid- denhausen
eigenthümlich behalten soll. Da aber zu Eichholz keine Dienste gehören, so soll Burchard
seinen Brüdern vom Dorfe Scho neberg jährlich 12 Tage Dienste überlassen. Burchard erhält
dafür die Rente von 3 Molt Salz aus Salzuflen und 400 Rthlr. — Jhre Mutter soll aus dem
Schöneberger Holze ihre Feuerung zur Leibzucht beziehen; doch hört diese Abgabe mit ihrem
Tode auf. v. 1561, Dienstag nach Jnvocavit. Orig. mit neun Siegeln zu Grevenburg. —
Abschrift im Archiv zu Detmold.
Charter: Nr. 321.
Date: 99999999
Abstract: Nr. 321. 1534. Iebr. 6. Abt Heinrich von Marienmünster bittet den Domdechant
Fried rich Westphal und das Domcapitcl zu Paderborn aufs Neue um Schutz gegen die
täglichen Plackereien von Seiten Arnds von Oyenhau- sen, sowie daß das Kloster vom
Erzbischof wieder in seine Erbgüter eingesetzt werde. v. wie oben. Vtanenm. Copiar.
Charter: Nr. 269.
Date: 99999999
Abstract: Nr. 269. 1512. März 9. Simon G. H. zur Lippe hielt am Dienstag nach Reminisce«
auf dem Rathhause zu Lemgo einen gemeinen verkündigten Lehntag ab, zu welchem alle Mannen
an den Kirchthüren, Stätten und Plätzen geheischet und verschrieben waren. Nachdem zuerst
Lehngericht gehal ten und zehn Weisthümer ertheilt waren, wurden 65 Vasallen be lehnt,
darunter Cord von Oyenhausen und Alf Swarte. Lipp, Regg. IV. 8000.
Charter: Nr. 383.
Date: 99999999
Abstract: Nr. 383. 1562. April 15. Zwischen Hilmar von Quernheim und dessen Vetter Jaspar
v. Q. zu Nienburg entspann sich ein Streit wegen des vom Stifte Herford lehnrührigen
Hauses Beck, welches Jaspar nach dem kinderlosen Tode eines Alhard von Quernheim i. J.
1560 als nächster Lehnserbe in Anspruch nahm, während Hilmar für sich die Hälfte mitbean
spruchte. Nachdem Letzterer zuerst seine Rechte auf dem Wege der Güte durch Intercession
des Bischofs von Minden, der Äbtissin von Her ford und des Grafen zur Lippe vergebens
geltend zu machen gesucht — 160 — hatte, entschloß er sich, dieselben durch gewaltsame
Occupation durchzu setzen. Er brachte daher am 15. April 1562 einen Haufen von 300 kriegs-
gerüsteten Reitern, 3—400 Landsknechten und Hakenschützen, sowie einigen Hundert Bauern
aus dem Amte Reineberg zusammen, die vornehmsten Thiiter mit geschwärzten Gesichtern,
damit man sie nicht erkenne. Mit diesen war Balthasar von Wulffen als Anführer mit
Gabriel, Levin und Gottschalk von Donop, Oevcttern, Claus und Levin von Zersen, Bartold
von Barkhauscn, Iaspar von Oer, Christoph von Amelunxen, Friedrich von Ouenhausen,
Heinrich Hake und Jas par „von der Unsergnad" an jenem Tage, Nachts 1 Uhr, vor Schloß Beck
gezogen, hatte dasselbe dreimal durch Trommelschlag zur Öffnung aufgefordert, dann umringt
und nach kurzem Widerstande erstürmt, worauf sich Hilmar in Besitz setzte. Jaspar wendete
sich mit einer Beschwerde an den Bischof von Minden und endlich 1576 an das
Reichskammergericht. Hier aber nahm die Sache den gewohnten schleppenden Gang und Hilmar
blieb bis zu seinem Tode 1581 sowohl im Besitze des Schlosses, als auch mit seinen
Genossen unbestraft. Die R.-K-G.-Acten im Archive zu Detmold ergeben, daß Fried rich von
Qyenhausen selbst und mit seinem Volke bei der ganzen Handlung von Anfang bis zu Ende
geholfen habe. Zeitschr. f. Wests. Gesch. 21. (1861) S. 119 sfg.
Charter: Nr. 478.
Date: 99999999
Abstract: Nr. 478. 1590. Juni 1. Domina Catharine Torney (1582—1618), Subpriorin Catha-
rina von Haselhorst (1587—1618), Schafferin Jse (Jlse?) von Oenhaussen (1588—9?) und
Amtmann Conrad Brauns (1582—90) geben ihre Zustimmung dazu, daß Friedrich Schwartz,
Erbgesessen zu Egestorf bei Barsinghausen, auf Grund mancher Mißverständnisse und übler
Befürchtungen seinen Nachbar Hans Witte, Kothsassen des — 206 — Klosters Barsinghausen, in
Güte zum Abbruch seiner Wohnung und zum Neubau auf Schwartzischem Lande vermöge, v. 1590,
am ersten Tage Juny. Histor. Ieitschr. f, Niedersachsen. 1858, S. 125, ,Ise von Oyenhusen"
erscheint auch in einer Urkunde von 1597 in den heiligen Ostern. Ihre Nachfolgerin war
Ilse von Lintwedel 1603—13. (Mit theilung des Hrn. Archivraths Grotefend zu Hannover,)
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