Fond: Michaelbeuern, Benediktiner (1072-1951)
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Charter: A 2708
Date: 1558
Abstract: Niclaß Lercher, Eva Maurerin, Hanns Gerlochspacher, Martin Haslacher, Michel am Mairhof, Cristan am Perg, Andre Perger, Caspar Hausstainer (vgl. A 2707) und Margreth, sein Hausfrauw, all in der gron Arl angesessen und mit der Grundtaigenschaft dem sand Michaels-Gotshaus und Closter zu Peirn zuegehörig, bekhennen mit diesem Reversbrief, daß Herr Haimeran, Abte des vorgemelten Closters, auf ihr unnderthenig Bitten aus Gnaden und khainer Gerechtigkeit (nicht aus Schuldigkeit) ihnen zuegesagt hat, für ainen Dienst- oder Ramb-Khaß, d.i. für jeden zu dienenden Rahmkäse, 6 Pfennig järlich in der Stift zu Huntzdorf (an-)zunehmen, und zwar auf ewigs Widerrufen, als lanng (solang) es dem Abte und seinen Nachfolgern gefällig ist. Hierauf geloben und versprechen sie, wann man die 6 Pfennig für ainen Khaß (also die Geld-Ablösung) nimmer nehmen, sondern den Khaßdienst haben will, daß sie und ihre Erben und Nachkhommen alsdann den Khaßdienst wie vor Alter widerumb machen und gein Peirn (d.h. genannt Hundsdorf) dienen wollen.
Charter: A 2851
Date: 1558
Abstract: Abt Haymeran, Prior Nicolaus und der Convent verleihen nach Übergab Erhardten Fließers von Haydach dem Wolfgangen, weillendt Gorgen zu Alckhersdorf im Pach (Altersdorf) Sandt Gorgen Pfarr ellichem Sune, und Anna, seiner Hausfrauen , die eine elliche Tochter benannts Erhardten ist, den halben Hof zu Haydach, genannt der Fließerhof, in Sebalcher Pfarr, zu Leibgeding.
Charter: M 18
Date: 1558
Abstract: Wolfgang, Grave zu Schaunberg, öbrister Erbmarschalch in Österreich und Steyr etc. thuet khundt öffentlich, daß Abbt Haymeran zu Beyern ihn um Erneuerung der Gnad, Freyhaitt und Hanndtvest gebeten habe laut Brief (M 15) und Confirmation (M 16, M 17) von den Graven zu Schaunberg, und daß er des genannten Abbt diemüettigs Gebett angesehen habe und nun auch bestätige, daß Abbt und Convent 24 Dreilling Weins an seiner Mautt zu Aschach ungemautt fürfüren mügen, doch daß sie den Schaunbergern den ewigen Jahrtag mit Messlesen, Singen, Kerzen und anderer Gottesehr' halten sollen, als sie schuldig und pflichtig seien.
Charter: A 2904
Date: 1558
Abstract: Wolfganng Mayr zuw Staynstraß, Hannß Kernn zu Auckhenthaill und Hanns im Reith, all drey Vormündt und Gerhaben der zwei Kinder Margareth und Barbara (aus der zweiten Ehe) des Wolfganngen ann der Öth seligen, verkaufen all und jedliches väterliches Erbfall, so diese noch unnvogtbaren Pflegkhynnder gehabt haben zuw und auf dem Gut an der Öth inn Aschpeckher Pfarr, deren Stieffvatter Hannsen Kletznntailler und Anna, seiner erlichen Hausfrauen, umb ain Suma Gelts. Das Gut ist den Gebrüdern Wilhelmen (der auch gesiegelt hat) und Hannsen Casparn, Herren von Volckhenstarf und Weißennberg, urbar und dienstbar.
Charter: A 298
Date: 1559 II 17
Abstract: Abt Benedikt zu St. Peter in Salzburg verleiht leibgedingsweise das Gut zu Riedlkam im Amt Eching an Wolfgang Reichl und dessen Hausfrau Magdalena.
Charter: A 299
Date: 1559 VI 04
Abstract: Hanns Wendlinger zu Lielon und seine Hausfrau Barbara geben das Pruckmosergut zu Niederlielon der Elisabeth, einer Tochter des Albrecht Hueber von Jedendorf, und erhalten von ihr tauschweise das Gütl zu Scherhaslach.
Charter: A 2709
Date: 1559 IX 10
Abstract: A 2709 Hanns Neufanng (vgl. A 2696), Thoman Fleiß der Elter (vgl. A 2706), mehr Thoman Fleiß der Jünger zu Luckha(u) für sich selbs, mehr Florian Daxer daselben unnd Petter Arreitter zu Unnderperg, als weilendt Sigmunden Prerotn zu gesagtem Luckha (vgl. A 2706) hinterlassener Tochter Barbara ordenliche Gerhaben, all in der Gastein angesessen und mit der Grundtaigenschaft dem Closter zu Peyern zuegehörig, gekhennen hie mit diesem offen Reversbrieve, daß Abt Haymeran ihnen aus Gnaden und khainer Gerechtigkhait, auf ewigs Widerruefen, zuegesagt hat, für (je) ainen Diennst- oder Ramkhäß von ihnen, alslang es dem Abte und seinen Nachfolgern gefällig ist, 6 Pfennig Salzburgischer Währung järlich in der Stift (bei der Jahresrechnung) zu Hunzdorff (an-)zunehmen, auch allslanng ihnen und ihren Nachkhumen die zu geben gelegen will sein. (Sie können also auch widerrufen). Hierauf versprechen sie, wenn man die 6 Pfennig für ainen Khäß nimmer nehmen, sonnder den Khäßdienst wieder haben will, daß auch sie die (6 Pfennig) nimer geben wollen, sondern alsdann den Khäßdienst wie vor Alter widerumb machen und geen Peyern (d.h. nach Hundsdorf) dienen sollen und wollen. Der Grund lag wohl auch in der Schwierigkeit des Transportes, und dem Abte mag das Geld vielleicht ebenfalls lieber gewesen sein. Auch wollen sie mit dem Amann zu Hunzdorff umb seine Beschaukäs ains werden. Der Ammann hatte nämlich die Käslieferungen zu prüfen und bezog dafür die Beschaukäse. Sicherlich wird es bei dieser Überprüfung auf beiden Seiten manche Unzufriedenheit abgeseetzt haben, die nun durch die Geldablösung beseitigt war.
Charter: K 86
Date: 1559 X 03
Abstract: Zu wissen, als sich zwischen Abt Haymeran zu Peyrn an ainem, und dann dem Edlen Hans Geörgen und Hans Daviden von Nußdorf Gebrüdern am andern, allerlay Irrung und Streit durch viele Jahre erhalten hat, worüber vor den Hofräthen des Erzbischofs Ernsten, Herzogs (recte Prinzen) aus Bayrn, ein Verhör erwachsen ist, das aber nichts genützt hat. Nun haben sich bede Teil miteinander freundtlich veraint, daß jeder Thail zwo Personen erkhiesen und setzen, und daß bede Teil bei dem Urteil dieser vier Personen ohne Waigerung gänzlich bleiben sollen. Darauf hat Herr Prelat seinesteils den Herrn Johann Auer zu Arolzhausen, Brobst zu Altenötting und Thumbherren zu Salzburg und Passau, auch Sigmunden Hofinger Dr. iur. Protonotar und Rath daselbst (zu Salzburg), und die von Nußdorf von ihretwegen die Edlen Jacoben und Georgen vom Thurn zu Neu-Peyrn erkhiest und gesetzt, welche vier mit Vorwissen des Erzbischofs Michael alle Unrichtigkait und strittige Artikel nachvolgundergestalt verglichen, ausgesprochen und hingelegt haben. 1. Wegen etlicher Wort, so durch weilent Herrn Christof Adam von Nußdorf, gewesten Brobst zu Altenötting und Thumbherren zu Salzburg, geschehen sind ainer Vermarchung halber zwischen dem Gotshaus Beyrn und Hannsen Schnauppen (ein zweitesmal Schnauffen geschrieben), Nußdorfferischen Holden von Imelsperg, ist der erste Streit. Es soll nun bei der Vermarchung bleiben, wie dieselb durch Jobsten (Jodok) Purckheshover, Richter zu Altenötting, und Hansen Haidl, gewesten Landtrichter zu Tittmoning, unterschrieben und fürgelegt worden. 2. Die zweite Irrung ist der gestiften Gotsdienst wegen. Vermüg des Klosters Urbar sein dafür jährlich 5 Pfundt Pfening zu geben (nämlich 3 Pfund laut K 85 und die übrigen 2 Pfund vielleicht von den früheren Stiftungen der Gebrüder Liebhard und Vinzenz Nußdorfer, bei welch' letzterem es aber im Stiftmessenverzeichnis B heißt: contradiderunt 22 solidos denariorum), während die Nußdorfer Hans Georg und Hans David in ihren Stiftbriefen nur 4 Gulden und 4 Schilling Pfening befunden haben. Es soll nun darbei bleiben und solche 4 Gulden 4 Schilling Pfenning (macht 4 ½ Gulden) sollen durch die von Nußdor fürderhin jährlich auf St. Michaelstag ausgericht werden. 3. Die von Nußdorf haben sich beschwert, daß ihrer Vorfahren adeliche Zier, als Schilt und Helbm und Fahnen aus der Kirchen zu Beyrn weggekommen seien, darumb aber Prelat Haymeran kein Wissen haben will. Diese können die Nußdorfer auf eigene Kosten wieder verneuern, so lautet der Bescheid. Die anderen Streitpunkte sind weniger wichtig.
Charter: A 2710
Date: 1559
Abstract: Barbara, die Tochter des verstorbenen Sigmunden Perrrotten zu Lucauw in der Gastein und dessen verlassener Wittib Katharina, hat den Michaeln Reytter geheiratet und für das Heyratguet, das er ihr zugebracht hat und daran sie ain sonders und völligs Benüegen hat, läßt sie ihm, mit Rat ihrer nächsten Freundt und Gerhaben Petter Ürrytter zu Undterperg und Florian Taxner zu Lucau und mit Vorwissen und Vergünstigung des Abtes Haymeran als des Grundtherrn das Paurecht des halben Prerrottengutes und des halben Örtlguetls, so aus dem Geyderlechen (vgl. A 2696) gebrochen, d.h. abgetrennt worden, an das Urbar khumen und setzen, d.h. für ihn überschreiben, die alle baide zu Lucauw liegen.
Charter: A 300
Date: 1560 VI 10
Abstract: Andre zu Krispelstett und seine Hausfrau Elisabeth übergeben ihrem Sohne Veit die Freistift des halben Veldgütls zu Krispelstett. Es geschieht mit Einwilligung der Zechpröpste von Berndorf, weil das Veldgütl der dortigen Pfarrkirche dienstbar ist, sowie mit Einwilligung des Abtes Haimeran, weil das Waldgüttl dem Kloster lehenbar ist.
Charter: A 301
Date: 1561 II 02
Abstract: Abt Haimeran, Prior Nikolaus Astner und der Convent verleihen dem Georg Aicher zu Stockham und seiner Hausfrau Magdalena das Gütl zu Stockham, genannt das Färbergütl, welches Abt Haimeran laut Kaufbrief B 53 vom Jahre 1551 vom Gotteshaus Moosdorf gekauft hat, zu rechtem Leibgeding.
Charter: A 302
Date: 1561 II 11
Abstract: Veit Krispelstetter verkauft an seinen Vetter Hanns Krispelstetter sein Freistift auf dem halben Veldgütl zu Krispelstett.
Charter: A 303
Date: 1561 V 03
Abstract: Abt Haimeran, Prior Nikolaus und der Convent verleihen das Gut zu Pulharting bei Arnsdorf Hannsen, dem Sohn des Christan Mair von Anthering, und seiner Hausfrau Elisabeth, der Witwe des bisherigen Inhabers Marthen Felber, zu rechtem Leibgeding.
Charter: A 304
Date: 1561 V 30
Abstract: Abt Haimeran, Prior Nikolaus und der Convent verleihen nach Übergab des Alexn Hueber die Hueb zu Riedlkam Antonien, dem Sohn des Georgen Velln von Schwerting, und seiner Hausfrau Cristina, einer Tochter des Alexn Hueber, zu Leibgeding.
Charter: A 2852
Date: 1561 VI 24
Abstract: Abt Haymeran, Brueder Nicolauß Astner, Prior, und der Convent des Sannt Michaels-Klosters und Gotshauß zu Peyrn verleihen ihrem Hofrichter Hannsen Aigner und Affra, seiner anndern (zweiten) Hausfrauen, und allen ihren Khindern, die sie miteinander erobern oder gewinnen, Ambt und Mayrhoff zu Sewalchen zu rechtem Leibgeding und zwar in gleicher Weise wie in A 2847 .. 1555. [Hanns Aigner ist also, nachdem er im Jahre 1555 Amtsverwalter und Besitzer des Mayrhofs zu Seewalchen geworden, trotzdem Hofrichter geblieben, denn er hat den Mayrhof verpachtet!]
Charter: L 6
Date: 1561 VIII 22
Abstract: Johann Jacob ( von Kuen = Belasy), Erzbischove zu Sallzburg verleiht dem Abt Haymeran auf sein diemuetig Ersuchen und dem Prior und Convent seines (des Erzbischofs) Gotshauß zu Peuern das Guet Eschlwang, item ain Hof zu Talhausen, so in vier Tail getailt ist, zu Lehen. Es sind bei all' diesen Gütern die nämlichen Besitzer genannt wie in L 5.
Charter: M 48
Date: 1561 IX 16
Abstract: Johann Jacob (von Kuen-Belasy), Erzbischove zu Salzburg, bekennt, daß Abbt Haymeran und das ganz Convent seines (des Erzbischofs) Closters zu Peurn ainen pergamenen Bestättigungsbrief, ausgegangen von dem Fürsten und seinen Vorfordern am Erzstifft und seinem Freundt Michaeln (M 47), ihm habe fürbringen lassen, darinn ain Brief von Erzbischoven Friderichen eingeleibt ist, in sich haltend, daß ainem Abbte zu Peurn und dem Closter daselbst alles das, so zu ihrer Pfrünndt gehöret, welcherlay das sey, an den Mautt- und Zollsteten des Erzstiffts Salzburg frey fürgehen zu lassen, vergönnt werden solle. Und lauttet berürter Brief des Erzbischofs Friderichs von Wort zu Wort, wie hernach volgt: Wir Friderich . . . . Erzbischof Johann Jacob erneut und bestätigt auf obbestimbts Haimeran, Abbts, und Convents undterthenig und diemüettig Bitten solche Freyhait und empfiehlt seinen Mauttnern und Zollnern, daß sie berürtes Closter bey solcher Freyhait belassen.
Charter: C 55
Date: 1561 IX 16
Abstract: Urkunde des Erzbischofs Johann Jakob von Salzburg, wie C 51 - C 54; enthält ebenfalls eine Abschrift der Urkunde des Erzbischofs Johannes II. vom Jahre 1435.
Charter: A 305
Date: 1561
Abstract: Abt Haimeran und der Convent verleihen Sitz und See zu Oberfranking Herrn Christoph von Franking,, seinen Söhnen Zabulon und Joel, und seines Bruders Söhnen Oswald, Gabriel und Wilhelm zu rittermäßigem Lehen.
Charter: A 306
Date: 1562 I 24
Abstract: Georg Aicher zu Stockham (A 301) und seine Hausfrau Magdalena übergeben ihrer Tochter Erntraut und deren Hauswirt Wolfgang Reitsperger das Aichergut zu Stockham und das Ameringgut daselbst gegen eine Geldsumme und einen Austrag.
Charter: A 2853
Date: 1562 II 05
Abstract: Abt Haimeran, Prior Nicolaus Astner und der ganz Convent zu Beuern im Erzstifft Salzburg verleihen, nach Übergab des Gallen Genssteter zu Sewalhen, dem Sewasstian Genssteter und dessen Hausfrauen Barbara ihr Guetl zu Sewalhen im Dorff, das Schenndorfferguetl genanndt, zu Leibgeding, doch in sollicher Beschaydenheit, d.h., mit solchem Bescheid, daß sie alle Jahr davon zu U.L. Geburtstag im Herbst in den Ambthof 7 Schilling 26 Pfening dienen und am Mitwochen nach dem Liechtmeßtag zwo Hennen.
Charter: A 307
Date: 1562 II 10
Abstract: Abt Haimeran, Prior Nikolaus Astner und der Convent geben das Riemergut zu Aschach dem Thoman Riemer und seiner Hausfrau Magdalena zu rechtem Leibgeding.
Charter: A 308
Date: 1562 II 14
Abstract: Kunigund, Wittib auf dem Stegergut zu Aschach in der Pfarre Feldkirchen, die den Wolfgang Neumair zum Hauswirt hatte, muß sich wieder mit Thoman Steger verheiratet haben (vgl. A 229 .. 1553, A 309 .. 1562). Die Brüder Lienhart und Georg zu Aschach verzichten nun zu Gunsten ihrer Taufmutter Kunigundt und derer rechten Kinder auf ihren Anteil am Stegergut und am Pfannschmidlehen zu Aschach gegen eine Summe Geldes.
Charter: A 2854
Date: 1562 VIII 27
Abstract: Abt Haymeran, Prior Nicolaus Astner und der ganz Convent des sandt Michaels-Closters zu Peuern verleihen dem Michaeln Edlinger (in den früheren Urkunden: Erdlinger) und Ursula, seiner dritten Hausfrauen, die Müll in der Auw samt den Peunten und Ländern in Haus, Hof und was von alter her durch Recht darein und darzue gehört, zu Leibgeding.
Charter: A 309
Date: 1562 IX 06
Abstract: Kunigundt, die Witwe des Thoman Steger zu Aschach, übergibt ihrer zweitältesten Tochter Katharina ihre Gerechtigkeit auf dem vierten Teil aus dem Viertelacker des Pfannschmidlehens und auf dem Stegergut zu Aschach gegen eine Geldsumme und gegen einen Austrag.
Charter: A 310
Date: 1562 IX 06
Abstract: Abt Haimeran, Prior Nikolaus und der Convent verleihen das Stegergut zu Aschach an Katharina, die Tochter des Thoman Steger und seiner Hausfrau Kunigunde, zu Leibgeding.
Charter: A 311
Date: 1562 X 08
Abstract: Hanns Georg zu Nußdorf, Erbmarschall zu Salzburg, verleiht zwei Gütl zu Hausmonning (Lamprechtshausen), das Trucker- und Schneiderlehen, der Kirche zu Arnsdorf zu Lehen, und zwar auf den Namen des Lehensträgers Paulusen von Oberarnsdorf.
Charter: M 19
Date: 1563 X 23
Abstract: Gundackher, Herr von Starhemberg, thut khund menigclichen, sein Vetter Johannes, Grave zu Schaunberg, habe in seinem Testament angeordnet, daß seine Stückh und Güeter, darunter auch die halbe Mauth zu Aschach, nach dem Aussterben der Schaunberger an ihn (Gundackher) fallen solle; und nun sei Wolfgang, Grave zu Schaunberg, als der Letzte dieses Namens und Stammens gestorben. Darauf sei der Geistlich Herr Haymeran, Abte zu Peirn, zu ihm gekommen und habe briefliche Urkhunden vorgelegt, wonach das Kloster von den Schaunbergern also begabt worden sei, daß Abt und Convent an der Mauth zu Aschach 24 Dreiling Weins ungemaut fürfüeren sollen und mügen. Gundackher gewährt deshalb dem Kloster die nämliche Freiheit, doch daß Abt und Convent dagegen dasjenig vollziehen auf Maß und Mainung, wie es die Freibrief sagen und ausweisen, (daß sie nämlich den Jahrtag halten).
Charter: A 312
Date: 1564 II 13
Abstract: Abt Haimeran, Prior Nikolaus und der Convent verleihen das Stegergut zu Aschach dem Jörgen Steger und seiner Hausfrau Katharina (der gleichen wie in A 309 und A 310 .. 1562) zu rechtem Leibgeding.
Charter: B 63
Date: 1564 III 01
Abstract: Schuldbrief. Haymeran, aus Gottes Verhenngnus Abbte, Prior Nicolaus und gemainckhlich der Convent zuw Peyern bekennen, daß sie dem Fürsten, Herrn Johann Jacoben, Erzbischoff zu Salzburg, rechter und redlicher Schuldt schuldig worden sind 200 Gulden Reinisch guetter Zwayer-Pfennig, die ihnen der Erzbischof auf ihr diemuetigistes Anrueffen und Bitten zu Erlegung und Bezallung der Steur pro 1563 in Österreich (d.i. in Joching in Währing) genedigclich baar geliehen haben, welche Summa Gelts sie aus Handten des Silber-Hanndlers-Verwalter Hannsen Geizkhofflers (in Salzburg) empfangen und eingenomen haben. Darauf haben sie hochgedachtem Fürsten und Herrn umb benennte 200 Gulden zu rechtem Undterpfannth und völliger Versicherung eingesetzt, verpfändet und verschrieben all' ihre und des Gotshauß aufliegundte und varundte (liegende und fahrende) Hab und Güeter, in welchem Landt und wo die gelegen seien. Abt und Convent geloben und versprechen auch Ihrer fürstlichen Genaden, die oftgemelten 200 fl. von dato yber ein halb Jahr, d.i. auf den letzten Augusti, mit barem guetem Gelt obbemelter (Rheinischer) Währung, in Zwayer-Pfennig und in keinem andern Werth, aufrichtig und redtlich (zurück) zu bezahlen. Wenn sie damit säumig sein würden, so sollen und mögen Ihre fürstlichen Genaden das Undterpfannth angreifen, einziehen, innhaben, solang und -viel, biß Ihr fürstl. Genaden der 200 fl. auch aller erlittner Kosten und Schäden, zu völligen Benüegen entricht und bezahlt sind. Dawider ihnen auch kein Freyheit, Recht, Statut und Gesetz oder Ordnung, womit ihr Orden (der Benediktiner-Orden) oder die Geistligkheit begabt oder fürsechen (versehen) ist, nit freyen, schützen, schirmen, noch zu Hilff oder zustatten khumen. (Keine Privilegien haben also Geltung, wie in den Schuldbriefen überhaupt öfters auf rechtlichen Gebrauch von Privilegien verzichtet wird.)
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