Fond: Urkunden (1058-1899)
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Charter: 1492 XI 12
Date: 12. November 1492
Abstract: Steffan Färl, burger zw Stain, hat aufemphanngen nucz und gwer ½ iuger weingartten gelegen ze Pawngartten in der Mitternpewnt, dint gen Gottweig Martini XL d., als dann mit khawf vom Larenntz Kaeser und Margaretha seiner hausfrawen an in komen ist. Actum feria secunda post Martini 1492 presente Wolf(gango) Mader von Mawtarn.
Charter: 1493 III 02
Date: 2. März 1493
Abstract: Wolfganng Toppler, Pfarrer und Dechant zu Gmund, verkauft dem erbern Wolfganng Priesterpeck, Stadtkämmerer zu Krembs, mit Handen seines Burgherrn, des Prior Hanns zu Ebersperg, Hofmeister im Wadlinghoff unterhalb Weinczuerl, alle ihm von dem verstorbenen Gilg Turner zu Radendorff anerstorbenen Rechte an einem Hause, Weingärten, Aeckern und anderem Besitze.Siegler: (I.) der Bürgermeister, Richter und Rath zu Krembs mit dem Stadtsiegel, (wann ich bemellter her Hanns prior zw Ebersperg und hofmaister alls grunntherr aigen grůntinsigl nicht bey hannden hab), II. der edl Ritter Mertein Egenburger zu Krembs.Datum: geben zw Krembs am sambstag vor dem sunntag remyniscere in der vassten (1493).
Charter: 1493 III 02
Date: 2. März 1493
Abstract: Hanns Anngrer der Fischer, Bürger zu Crembs, und Anna seine Frau, die Witwe nach Hans Schopper dem Fischer, Bürger zu Stain, beurkunden, dass durch die ersamen Steffan Morl, Richter zu Stain, Jorg Wesstner, Hans Hendlfischer, Hans Karracher, Bürger zu Krems, ihr Ehevertrag dahin gehend abgeschlossen wurde, dass sie beide alle ihre zusammengebrachte Habe zu gesammter Hand besitzen sollen, wobei sich letztere bloss 40 lb. d. für Barble, ihre ungevogte Tochter aus erster Ehe, vorbehält, welche dieser auf ihren 5/4 Joch Weingarten in der Prunleitten zu Teuffenfuchawe angelegt wurden. Sie reservieren sich jedoch das Nutzniessungsrecht desselben während der Zeit, da dieselbe unvogtbar ist, und das Recht, denselben nach Belieben zu verkaufen. In diesem letzteren Falle sollen die 40 lb. d. nach dem Rathe der nächsten Verwandten derselben anderwärts angelegt werden. Falls der Weingarten den benannten Wert nicht haben sollte, haften sie mit ihrem ganzen Besitze für diese Summe. Sie verpflichten sich ferner, alle Schulden des Hanns Schopper zu zahlen.Siegler: die ersamen Steffan Morl, Richter zu Stain, Hanns Handlfischer, Rathsherr, und Hanns Karracher, Bürger zu Krembs, mit ihren aufgedrückten Petschaften.Datum: Geben zw Krembs an sambstag vor reminiscere in der vasten (1493).
Charter: 1493 III 08
Date: 8. März 1493
Abstract: Kaiser Friedrich III. enthebt das Stift Göttweig von der Zahlung des Brückengeldes.
Charter: 1493 IV 30
Date: 30. April 1493
Abstract: Abt Mathias [I.] zum Koettwich stellt für sich und seinen Convent dem edlen Ritter, Herrn Marquartt von Breysach einen Schuldbrief über 100 rheinische Goldgulden aus, welche sie ihm am künftigen sand Johannstag zwn sunbenntten zu zahlen1 haben.Siegler: Abt Mathias [I.] zum Koettwich.Datum: geben an erichtag vor sand Philipp und sand Jacobstag apostolorum (1493).
Charter: 1493 V 21
Date: 21. Mai 1493
Abstract: Kaiser Friedrich III. fordert Dobesch von Boskowicz auf, den vom Abte Mathias I. von Göttweig in die Feste Lengbach zu liefernden Vogthafer ihm abzuliefern.
Charter: 1493 V 21
Date: 21. Mai 1493
Abstract: Kaiser Friderich [III.] theilt dem edlen Mathes von Spawr, Erbschenk zu Tyrol, seinem Rathe und Kämmerer, mit, dass er Abt Mathias [I.] zum Gottweig mit seinen Stiftsunterthanen, Gütern und incorporierten Kirchen von den früher aufgestellten Bedevögten befreit habe, und verbietet ihm, da er erfahren habe, dass er die Vogtei über etliche Stiftsholden noch ausübe und sich in die Pfarrhöfe der Kirchen Eingriffe erlaube, ferner ein Vogtrecht einzuheben und die Pfarrhöfe zu bedrücken.Datum: Geben zu Lynntz an eritag vor dem heyligen pfingstag (1493), unnsers kayserthumbs im zwayundvierczigisten jare.
Charter: 1493 VI 11
Date: 11. Juni 1493
Abstract: Zechmaister sannd Wolfgang capellen ze Furt hat anstat derselben capellen aufemphangen nutz und gwer ½ jewch akher auf der Lanndtstrass neben Hanns Muellner gelegen, dint gen Gottweig Martini VIII d. und ist mit geschêfft vom Herman Hertzog mit gunst und willen Elisabeth seiner hausfrawen und Anna irer baider tochter, Wolfgangen Sneider ze Furt hausfrawen an das genant gotshaus komen. Actum eritag nach corporis Christi 1493 presentibus Paul Walther officiale et Jans Gapler.
Charter: 1493 VI 14
Date: 14. Juni 1493
Abstract: Ich Jorig Piligram zu Pulka, weilund Steffann Piligram zu Stain salign vetter, und ich Steffan Goeschl zu Stockeraw anstat und als vormund meiner lieben hausfrawn Gedrawtn der benentn Piligram muem als nagst eribn und frund des benantn Steffan Piligram saelign auf aim, ich Wolfgang Khandlberger des rats zu Krembs anstat und als gewalthaber des erwirdigen geistlichn herrn, herrn Jacobn brobstn zu Closter Neunburg auch anstat und als vorgeer seiner gnadn closterfrawn, junkchfrawn Vrsula und ich Larentz Rynner auch anstat mein und weilund meiner liebn hausfrawn Anna, ich Hanns Zayntaler auch anstat mein und weilund meiner liebn hausfrawn Agnesn, all drey weilund des benantn Steffan Piligram hausfrawn Barbara salign leiblich swesstern, fur yde sich yder tail wissentlich hiemit annymbt, und ich Wolfganng Ybser, burger zu Stain, der benentn Piligramin auch leiblicher brueder, als nagst eribn und frunde derselben Barbara Piligramin auf dem andern tayl, verkaufen dem erbern Meister Larentz Wilgiter, Bürger und Maler zu Krembs, und Appolonia dessen Frau ihr ihnen anerstorbenes Haus zun Krembs in der stat in der newen Landstrass zwischn Jacobm Maler und Kharl Feriber baider hêwser, welches jährlich in der von Admund Hof zu Krembs 6 d. an sand Michaelstag zu Burgrecht und in das Gericht zu Krembs einem jeden Stadtrichter 6 d. zinst.Siegler: (I.) der edl Cristoff Hofman, Hofmeister des Stiftes Admund zu Krembs, als Vertreter des Burgherrn mit dem Grundsiegel zu Krembs, (II.) der Bürgermeister, Richter und Rath zu Krembs mit dem Stadtsiegel.Datum: geben an freitag vor sand Veitstag (1493).
Charter: 1493 VI 22
Date: 22. Juni 1493
Abstract: Kaiser Friderich [III.] fordert den edeln Dobesch von Bozkowitz und Tschernahor, seinen Rath, welcher von Abt Mathes zum Gottweig 24 Mut Hafer zu Vogtrecht verlangt, die aber nicht zu seinem Schlosse Lempach, sondern zu den an ihn jährlich zu liefernden 200 Mut Hafer Vogtrecht gehören, und wegen Nichtlieferung desselben einige Unterthanen desselben gefangen genommen hat und sie nicht vor Entrichtung derselben freilassen will, auf, dieselben ohne Verzug und Schaden freizugeben. Habe er aber vermeintliche Rechte, so habe er sie bekanntzugeben, aber die Gefangenen einstweilen freizugeben.Datum: Geben zu Lynntz an sambstag sannd Achatzientag (1493), unsers kaiserturnbs im zwayundviertzigisten jare.
Charter: 1493 VII 24
Date: 24. Juli 1493
Abstract: Herr Augustin Gaesstl, briester Passawer bistumb, hat aufemphanngen nutz und gwer ain jewch weingartten im Haederstal1 neben des Gebelsperger vineam gelegen, davon man gibt zu purkhrecht jarlich an sannd Merttentag gen Goettbeig IIII d., und ist mit khawf vom Michel Kerspawmer an in komen. Actum zum Gottweig an sannd Jacobs abent apostoli anno 1493.
Charter: 1493 X 13
Date: 13. Oktober 1493
Abstract: Abt Mathias I. von Göttweig verleiht 32 halbe Joch Weingärten in der Mauerbeunde oberhalb Mautern zu Drittelbau.
Charter: 1493 X 17
Date: 17. Oktober 1493
Abstract: Wolfgang Sulczperger, königlicher Kastner bei dem Rottenturen zu Wien, quittiert dem Abte [Mathias I.] zum Kodweig den Empfang von 24 Mut 25 Metzen Vogthafer.Datum: Gebn zw Wien an pfincztag nach Gally im 93.
Charter: 1493 XII 02
Date: 2. Dezember 1493
Abstract: König Maximilian [I.] stellt an Abt [Mathias I.] und den Convent zu Koetweig die Preces primariae, seinem Secretär dem erbern Leonhart Olhaf die nächste freiwerdende geistliche Pfründe zu verleihen, welche derselbe entweder selbst oder durch seinen Anwalt antreten wird.Siegler: König Maximilian [I.].Datum: Geben in unser stat Wienn am andern tag des moneds december (1493), unnser reiche des Roemischen im achten und des Hungrischen im vierden jaren.
Charter: 1493 XII 07
Date: 7. Dezember 1493
Abstract: Abt [Mathias I.] von Göttweig ist bei den Exequien für Kaiser Friedrich III. in Wien anwesend.
Charter: 1493 XII 10
Date: 10. Dezember 1493
Abstract: König Maximilian [I.] verleiht Anthon Conczŷn und dessen Erben in Anbetracht der ihm und seinem Hause von demselben erwiesenen Dienste von neuem ein Laubenrecht zu Wien und verbietet dem Bürgermeister, dem Rathe und den Laubenherren, ihn in seinem Rechte zu schädigen.Siegler: König Maximilian [I.].Datum: Geben in unnser stat Wienn an eritag nach unnser lieben frawen tag concepcionis (1493), unnser reiche des Romischen im achten und des Hungrischen im vierden jaren.
Charter: 1493 XII 30
Date: 30. Dezember 1493
Abstract: König Maximilian [I.] bestätigt Abt [Mathias I.] und dem Convente zu Gotweih das ihnen von Kaiser Friedrich [III.] verliehene Privileg der Brückengeldbefreiung an der Brücke zu Stain für ihre Holden und ihr Gut unter der Bedingung, dass sie im Falle der Beschädigung derselben ihre Holden und Unterthanen zur Reparatur derselben beistellen.Siegler: König Maximilian [I.].Datum: Geben zu Wienn an montag nach dem heiligen cristag (1494); unnserer reiche des Romischen im achten und des Hungrischen im vierden jaren.
Charter: 1493 XII 30
Date: 30. Dezember 1493
Abstract: König Maximilian [I.] verleiht Abt [Mathias I.] und dem Convente zu Gotweich auf deren Bitte das Recht, ihren Wein am Gotweichperg und zu Furt ohne Entrichtung des Ungeldes an seinen Ungelter in Mauttarn zaphweis auszuschenken.Siegler: König Maximilian [I.].Datum: Geben zu Wienn am montag nach dem heiligen christag (1494), unser reich des Romischen im achten und des Vngrischen im vierten jaren.
Charter: 1494 I 03
Date: 3. Jänner 1494
Abstract: König Maximilian [I.] verbietet, da ihm Klagen über zahllose Bedrückungen der Kirchen und Klöster seitens ihrer Vögte zukamen, so daß dieselben herunterkommen und der Gottesdienst dadurch Einbuße erleide, den Adeligen und allen, welche im Lande unter der Enns über Klöster, Pfarren, Kirchen und andere Gotteshäuser Vogteirechte ausüben, unter Hinweis darauf, daß die Gesamtvogtei ihm als Landesfürsten darüber zustehe, jedwede weitere Ausübung von solchen Rechten. Sollte jemand erbliche Rechtstitel geltend machen können, so wolle er selbe anerkennen.Datum: Geben zu Wienn an freytag nach dem neuen jahrstag (1494), unseres reich des roemischen im achten undt des hungerischen im vierten jahren.
Charter: 1494 II 05
Date: 5. Februar 1494
Abstract: König Maximilian [I.] bestätigt der Kirche in Kulb auf Bitten des Pfarrers die derselben von seinen Vorfahren verliehenen Privilegien, welche ihr schon König Ladislaus (Posthumus) bestätigt hatte.Siegler: König Maximilian [I.].Datum in civitate nostra Wiennensi quinta die mensis februarii (1494), regnorum nostrorum Romani octavo, Hungarie vero quarto annis.
Charter: 1494 III 02
Date: 2. März 1494
Abstract: König Maximilian [I.] erlässt Abt [Mathias I.] zum Gottweig alle von früher fälligen Vogtrechte von den Gütern, die seiner Vogtei am Tullnerfelde unterstehen, weil sie in den vergangenen Kriegsläuften verödeten, damit sie wieder in Bau kommen und bestiftet werden, behält sich jedoch die Forderung der Vogtrechte von der Neubestiftung an vor.Siegler: König Maximilian [I.].Datum: Geben an suntag oculi in der vassten (1494), unserer reiche des Romischen im newntten und des Hungrischen im vierden jaren.
Charter: 1494 VI 06
Date: 6. April 1494
Abstract: Abt Mathias [I.] und der Konvent zu Göttweig verkaufen den Brüdern Matheus und Baerttl den Mautern ihren Hof zu Nidernnaelib, genannt der Gotweigerhoff, wovon an das Stift 2 Mut Korn jährlich zu zinsen waren, der aber durch die Kriegsläufte derart herabgekommen war, daß schon durch mehr als 60 Jahre kein Zins gereicht wurde, samt Zugehör an Weingärten, Gärten, Äckern und Wiesen und verringern ihnen den Jahreszins auf 14 ß d, die je zur Hälfte zu Georgi und Michaeli in den Stiftshof zu Stain zu zinsen sind.Siegler: die Urkundenaussteller.Datum: am suntag Quasimodogeniti 1494.
Charter: 1494 IV 10
Date: 10. April 1494
Abstract: Herr Anndre Stawdenhechtl, pharrer ze Mawer, ist fur sich und fur all sein nachkomen pharrer daselbs nuetz und gwer komen ains akhers genannt der Grunttakher gelegen in Newenhofferfelld, davon man gibt zw burgrecht gen Gottweig jarlich an sannd Jorgentag XV d. nicht mer, und ist mit geschaefft von der Merttin von Sichtenberg gutter gedechtnues an weilennt herren Sebastian Posser, der zeit pharrer daselbs ze Mawer, und an all sein nachkomen gefallen also, das so offt die benannt pharrkirchen ze Mawr ledig wirdet, sol alsdann ain ieder angennder pharrer den genanntten akher von newen dingen aufemphahen und anlat geben, wie von allter herchomen ist. Actum zum Gottweig des phintztags nach quasimodogeniti anno domini etc. LXXXXIIII.
Charter: 1494 V 16
Date: 16. Mai 1494
Abstract: Am freitag vor dem heiligen phingsttag des LXXXXIIII. iars sein zum grunttpuch zum Gottweig koemen die erberen Peter Prunner von Horenpach, Hanns Jenner der allt und Jorg Habersdorffer von Fuchaw und haben do beÿ iren starkhen aufgerekhten aiden, als sŷ zu recht sollten, ainer nach dem annderen sunderlich gesagt und bekhannt, wie in und ir iedem wissen und khund seÿ‚ das weilennt Alltman Oechssl von Furtt des jars, do Stain auszprunen ist, seinen bruedern Hannsen Schopper von Stain und Anna seiner hausfrawen, die derselben prunst zu grossen schaden koemen waren, gelihen hab und berait auszgericht zwaintzig phunt phenning lanndsberung in Osterreich und hab darumb der Schopper und sein hausfraw guttlich verguennt, das genanntter Ochssl dŷ annderthalb tagwerch wismad genannt dŷ Scheiblwis, darumb sŷ baid im gruntpuch zum Gottweig nucz und gwer steen, inhaben nueczen und maeniklich von sein wegen khain irrung gehabt. Dabeÿ sein gebesen herr Gregori notarius und der edl vesst Wolfganng Muelbannger zum Wolfstain und Toman phisstermaister.
Charter: 1494 V 17
Date: 17. Mai 1494
Abstract: König Maximilian [I.] benachrichtigt Abt [Mathias I.] zum Gottweig, dass sein Getreuer Wenusch von Bozkowitz und Tschernahor sich bei ihm darüber beklagt habe, dass er den Jahreszins von 24 Mut Hafer, welchen er und seine Vorgänger dessen Bruder Dobesch von Bozkowitz und anderen Inhabern des Schlosses Lempach in dasselbe entrichtet hatten, verweigere und befiehlt ihm, demselben den Zins ferner zu entrichten.Siegler: König Maximilian [I.].Datum: Geben an sambstag dem heiligen phingstabennd (1494), unnser reiche des Romischen im newndten und des Hungrischen im funfften jaren.
Charter: 1494 VI 20
Date: 20. Juni 1494
Abstract: Abt Mathias [I.] und der Convent zum Gotweÿg beurkunden durch Revers, dass der verstorbene Meister Hans von Saligenstatt, Lehrer der Arznei und sieben freien Künste, mit folgenden von ihnen zu einem Burgrechtszinse von 12 ß. d. an sand Michelstag gekauften Gütern, welche ihnen dessen Geschäftherren Meister Hanns Goltperger, Licenciat der heil. Schrift, Pfarrer zu Sanndt Michel, Meister Mathes Schweller, Baccalaureus formatus, Collegiat des fürstlichen Collegiums, der Priester Wenndlab Puchlman und Wernhartt Flander, Apotheker zu Wien, als Eigen übergeben haben, für sich und seine Familie einen Jahrtag mit Vigilien, einem Seelamt und anderen gebräuchlichen Gottesdiensten in ihrem Stifte mit der Verpflichtung gestiftet hat, davon alljährlich dem Domdechant und Capitel von St. Stephan zu Wien acht Tage vor bis acht Tage nach sand Michelstag 6 rheinische Gulden ohne deren Unkosten zu zahlen, wofür dieselben auch im Stephansdome zu Wien an sand Michelstag einen Jahrtag zu begehen haben. Falls sie die Zahlung derselben versäumen, so verfallen sie denselben mit 12 lb. d. zur Strafe, und falls sie nach dreimaliger Mahnung nicht zahlen, so verfällt der Hof sammt allem Zubehör dem Domdechant und Domcapitel. Der gestiftete Besitz ist folgender: Der Spitalhof unter dem Gottweÿg beÿ Sanndt Blasien, ein Haus oberhalb des Wegs genannt die Wien, ein krauttgartten mit einem grinen anger beÿ dem meurlin zenagst ob des Spitalhoffs zwischen des wegs und des Kheffermullers krauttgartten gelegen; item ain wisflegkh gelegen unnter der Kheffermull zwischen des pachs und des mulgangs und get hinab vom puerpamb, der unter der mull stet, untz da der mulgang und der pach zesamengenn; item zwo praitten agkher, der zweliff jeuch seind, die ain praitten ligt unden an den Waegsenperg, die ander ligt zenagst unden an den Wimersperg baÿdt gegen den pah obs wegs; item dreÿ ieuch agkhers gelegen daselbs unter des wegs ob des Eÿsensteg und ob sanndt Altmans wisen; item ein wisen genant die Stainpeckhin ligt ob Stainabeg und stosst an des Puchlers wisen; item ein wisen genant die Frauenwisen, die get mit einem ort an der Furtter krautgartten; item ain holtz, das hebt sich an in der ruensen ob der Wienn und gett gerehen auf alle hoh des Wachsennperg zu dem marchstain dabeÿ und von demselbigen stain hinab gegen dem Wimersperg zu der hochen aihen auf den marchstain dabeÿ, von demselben hinab in die mitt des grabenns zwischen des Wagsenperg und Wŷmersperg, dabeÿ auch ein margstain stett, und das wasser, alver das auf obgemelten grunndtn gett; ferner eine Wiese zu Witzleinsdorff unter der Mauer im Ausmasse von 3 Joch, wovon ihrem Stifte 68 d. zu sand Jorgentag zu zinsen sind; 2 Joch Wiesen anstossend an die lanndtstrasz zu Eckhenndorf und an das Kreuz, wovon dem Stifte 40 d. an sand Kholmanstag zu zinsen sind, und welche er von Cristan Graetl und Hanns Jenner gekauft hatte, ein Weingarten am Sperckhennperg beÿ Hoernnpach, welcher jährlich 3 Hälbling an sand Michelstag gen Gottweÿ zu Burgrecht zinst und früher dem Prunner gehörte, ein Weingarten genannt der Grieszweingartten, welcher 25 d. an sand Michelstag nach Gottweÿ zinst und von Thoman Schutz gekauft ist.Siegler: Abt Mathias [I.] und der Convent zum Gotweig.Datum: geben zum Gottweÿg an montag nach sant Petter und Paulstag der heÿligen zweliffpotten (1494).
Charter: 1494 VII 10
Date: 10. Juli 1494
Abstract: Das Stift Göttweig verpflichtet sich, dem jeweiligen Caplan am Margarethenaltar in der Egidienkirche zu Korneuburg für empfangene 350 lb. d. jährlich 14 lb. d. zu einer ewigen Messe zu zahlen.
Charter: 1494 VII 14
Date: 14. Juli 1494
Abstract: Dechant Goerig Oeder und das Domcapitel in Wienn verpflichten sich gegen eine jährliche Gülte von 6 rheinischen Gulden, welche ihnen von den von Meister Hanns von Salignstat, Lehrer der Arznei und der sieben freien Künste, dem Benedictinerstifte zum Koettwey vermachten Gütern, bestehend aus dem Spitalhofe unter dem Koettwey bei Sannd Blasien, einem Hause oberhalb des Weges, genannt die Wienn, etlichen Weingärten, Aeckern, Wiesen, Krautgärten und Wäldern zu zahlen ist, für denselben einen ewigen Jahrtag an sand Michelstag abzuhalten.Siegler: Dechant Goerig Oeder und das Domcapitel von St. Stephan zu Wienn.Datum: geben daselbs zu Wienn an montag nach sand Margarethntag der heiligen junckhfrawen (1494).
Charter: 1494 VI 30
Date: 30. Juli 1494
Abstract: König Maximilian [I.] befiehlt Abt [Mathias I.] zu Gotweig, am Montag nach Assumptio Mariä (August 18) zur Feier des Jahrtages seines verstorbenen Vaters, des römischen Kaisers, nach Wien zu kommen, den Habit, wie es sich geziemt, mitzunehmen, um den Jahrtag abhalten zu helfen.Datum: Geben an mitichen vor sannd Stephannstag inventionis (1494), unnser reiche des Romischen im newendten und des Hungrischen im fuenfften jaren.
Charter: 1494 IX 18
Date: 18. September 1494
Abstract: König Maximilian [I.] beurkundet, daß seine Statthalter in einem Streite seines Dienstmannes Jorg Grunawg mit dem Bischöfe Cristoff von Passaw wegen des Dechantshofes in Mauttarn, den er samt der Stadt dem König Mathias von Hungern abgenommen und welchen er dem Grunawg für seine Dienste verschrieben hatte, nachdem er durch einen Vertrag dem Bischof alle Besitzungen mit Ausnahme der Stadt Sannd Poellten zurückgestellt hatte, nach vorausgegangenem Verhöre folgende Entscheidung getroffen haben: der Grunawg hat dem Bischof den Dechantshof am künftigen St. Michelstag abzutreten und die königliche Vorschreibung den Regenten zu übergeben, wogegen ihm alle Fechsung des Hofes, alle ausstehenden Renten, Wandel und Schulden samt der Hälfte aller Pfennig- und Getreidezinse, die bis dahin fällig sind, gehören, während die andere Hälfte dem Bischof zufällt. Sollte sein Anteil am Weinerträgnis nicht die Hälfte erreichen, so hat sie ihm der Bischof aus seinem Anteile zu ergänzen. Auch hat der Bischof dafür zu sorgen, daß dem Grunawg seine Ausstände bezahlt werden, und soll ihm die 46 lb d, die derselbe auf Rechte des Abtes von Gottweig ausgelegt hat, falls er deren Ausgabe beweisen kann, und alle Forderungen für Kost und Zehrung begleichen.Datum: geben am phintztag vor sannd Mathewstag des heiligen zwelifboten und ewanngelisten (1494), unnserer reiche des romischen im neundten und des hungrischen im fuenfften jaren.
Charter: 1494 IX 29
Date: [29. September] 1494
Abstract: Der Wiener Domherr Ludwig Starch quittiert als Prokurator des Domkapitels dem Abte von Göttweig die Bezahlung von 6 Rh. Gulden für das Anniversarium des verstorbenen Magisters und Doktors der Medizin Johann von Saeligenstat.Siegler: der Urkundenaussteller.Datum: 1494.
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