Collection: Regesta Imperii V,1,1
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Charter: RI V,1,1 n. 3540
Date: 1246
Abstract: Friedrich II. beglückwünscht die von Florenz dass sie ihre inneren streitigkeiten beilegten und dieselben seiner entscheidung anheimstellten; meldet ihnen dass er als zeichen besonderer gnade seinem sohne Friedrich von Antiochien die regierung ihrer stadt übertrage und demselben zur bestrafung der ungehorsamen weitergehende befugnisse ertheilt habe als anderen reichsbeamten; fordert sie zu gehorsam auf, den ungehorsamen besonders strenge strafe drohend. Speciali quadam‒attentaret. Petr. de Vin. 3,9. Huill. 6,587. ‒ Huillard setzt den brief erst nach die vertreibung der Guelfen aus Florenz um lichtmess 1248. Aber er gehört iedenfalls vor 20 sept. 1246, wo Friedrich schon urkundlich als podesta und Emanuele Doria als sein vicar erscheint; vergl. Hartwig Quellen u. Forsch. 2,204. Man könnte nun, da die podestaten von Florenz am 1 ian. ihr amt antraten und Paolino di Piero bei Tartinius 2,19 das insbesondere auch zu 1246 für Friedrich meldet, geneigt sein, das schreiben schon gegen ende 1245 zu setzen, zumal sich in Florentiner annalen schon zu 1245 die angabe findet: Fredericus imperator supposuit Florentinos; vgl. Hartwig 2,175. Aber wenigstens 1245 iuni 3 war Friedrich noch generalvicar der mark Ancona und ist es höchst wahrscheinlich bis zu seiner versetzung nach Tuscien geblieben; hier aber war noch 1245 dec. 30, also zweifellos auch weiter bis feb. 1246, Pandulf von Fasanella generalvicar, während sicher nicht anzunehmen ist, dass Friedrich schon während dessen amtsdauer solche vollmachten erhielt. Am wahrscheinlichsten ist, dass Friedrich gleichzeitig zum generalvicar und zum podesta von Florenz ernannt wurde und die im schreiben erwähnten weitergehenden befugnisse eben die des generalvicar sind, deren erwähnung kaum mehr passen wurde, wenn die ernennung zum podesta umgekehrt erst einige zeit später erfolgt sein würde. Verbesserungen und Zusätze (1983):Überliefert auch in Hs. Vat. lat. 14204, 13v--14r (1. H. 14. Jh.). Deutsches Archiv 19 (1963), 405 Nr. 49 (Schaller).
Charter: RI V,1,1 n. 3605
Date: 1247 ian. 21
Abstract: Friedrich II. befiehlt dem Angelus de Pavia de Melphia magister procurator curie in terra Bari dem praecepter des Deutschorden in Apulien von der curie eingezogene häuser zu Monopoli, welche die brüder auf dem grunde des klosters Sti Viti de Polinea erbaueten, zurückzustellen, wenn sich ergebe, dass das kloster den grund nicht von der curie zu lehen hatte. Huill. 6,487.
Charter: RI V,1,1 n. 3606
Date: 1247 ian. 22
Abstract: Friedrich II. befiehlt dem bruder Stephan massarius curie in terra Barensi dem procurator des klosters Montevergine einen pallast zu Bari gemäss des vom grosshofiustitiar Richard de Montenigro und den grosshofrichtern gesprochenen urtheil (vgl. nr. 3589) zurückzustellen. Huill. 6,495.
Charter: RI V,1,1 n. 3607
Date: 1247 ian. 31
Abstract: Friedrich II. beauftragt den Ugo Capasinus iustitiar Siciliens diesseits des Salso mit der erledigung der klage des abtes und conventes des klosters Sti Philippi de Valle Demine (di Fragalà) gegen abt und convent Maniachi wegen gewaltthätigkeiten und durch gefangenhaltung eines mönches verübten friedensbruch. Winkelmann Acta 342. In griech. übersetzung: Spata Pergamene greche di Palermo 310. ‒ Nur mit ind. 5; in der übersetzung ist als datum der transsumirung 6725 (= 1217), apr., ind. 5 angegeben, was auf irgendwelchem versehen beruhen muss. Verbesserungen und Zusätze:Cusa I diplomi Greci ed Arabi 440 (irrig zu 1217). — In der griechischen datirung nach weltjahren bei Spata mit 6705 ist offenbar das zahlzeichen v = 50 ausgefallen. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Docc. storia di Sicilia. Serie I. vol. 11 (1889), 4 aus Kopie.
Charter: RI V,1,1 n. 3603
Date: 1247 ian. 00
Abstract: Friedrich II. nimmt die früher durch die list des cardinal Rainer verführte, ietzt aber zur treue zurückgekehrte gemeinde Viterbo wieder zu gnaden auf und erlässt ihr alle verwirkten strafen, wenn sie zur treue zurückkehren und in derselben verharren wird. Mit goldbulle. Winkelmann Acta 341. ‒ Mit 1246, ind. 5, imp. 26, Jer. 22, Sic. 49, also sicher hieher gehörend, obwohl Viterbo erst am 10 mai wieder auf die seite des kaisers trat. Aufklärung geben die Cron. de Viterbo ap. Böhmer Fontes 4,718, ed. Ciampi 28, wonach auf betreiben zweier Viterbeser eine kaiserliche begnadigungsurk. ausgestellt wurde, weil iene hofften, daraufhin die unterwerfung von Viterbo erwirken zu können, welche dann auch wirklich am 9 mai erfolgte. Danach wäre das privileg zuerst nur mit bleibulle, dann nachträglich erst mit goldbulle versehen; aber diese ist schon in der urk. selbst angekündigt. Vergl. die unter entsprechenden verhältnissen entstandene urk. nr. 3184. ‒ Wegen des ortes vgl. nr. 1924.
Charter: RI V,1,1 n. 3613
Date: 1247 märz 20
Abstract: Friedrich II. urkundet für den Deutschorden. Notiz bei Del Giudice Cod. Ang. 2,58. ‒ Da es sich nicht um ein privileg, sondern um ein mandat zu handeln scheint, so ist kein grund, an der richtigkeit der tagesangabe zu zweifeln, mit der die folgenden angaben immerhin vereinbar sind, wenn sie auch an und für sich einen frühern aufbruch von Terni wahrscheinlicher machen würden.
Charter: RI V,1,1 n. 3612
Date: 1247 märz 00
Abstract: Friedrich II. Grosshofgerichtssitzung, in welcher nach massgabe früherer verhandlungen, als der hof zu Foggia (vgl. nr. 3456) und wieder zu Foggia war, vom grosshofiustitiar Richard von Montenigro und den grosshofrichtern die brüder Friedrich und Pepo aus Pisa zur herausgabe von Pian Castagnajo an den abt und convent von S. Salvatore in Monte Amiate verurtheilt werden. Per man. Petri de Caserta magne imp. curie in iustitiaratu not. Ficker Ital. Urkk. 418. ‒ Nach der fassung der urkunde würden dieselben fünf richter, welche nr. 3456 genannt werden, auch ietzt wieder beisitzer gewesen sein, was nicht wahrscheinlich; unterzeichnet sind ausser dem iustitiar nur die grosshofrichter Heinrich de Tocco, Roffrid de Sto Germano und Johann de Marturano. Verbesserungen und Zusätze:Nach mittheilung Philippis hat das or. zu Siena vor den unterschriften der richter das controlzeichen des Philippus; überdies am ende ein aus Iac gebildetes monogramm (Iacobus de Pisis? vgl. nr. 3458). Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Siena, Archivio di Stato. Nach Schaller, in: Archiv f. Diplomatik 3,241 Anm. 170 und Deutsches Archiv 11 (1954/55), 503 mit Kontrollzeichen des Philippus de Sesso. Letztmaliges Vorkommen des Zeichens.
Charter: RI V,1,1 n. 3615
Date: 1247 märz 00
Abstract: Friedrich II. ernennt den Ugo Ranaldus sohn des Guido Tarduccius aus Cortona zu einem kaiserlichen notar. Archivio stor. It. App. 2,464. Huill. 6,512.
Charter: RI V,1,1 n. 3614
Date: 1247 märz 00
Abstract: Friedrich II. Bis hieher gehen dem kaiser der podesta und genannte boten der stadt Siena entgegen. Tommasi Hist. di Siena 1,257, nach dem ausgabebuch der stadt Siena.
Charter: RI V,1,1 n. 3618
Date: 1247 apr. 18
Abstract: Friedrich II. (Capue) meldet dem bruder Stephan massarius curie in terra Barensi dass dessen durch den vestarar von Montevergine an den hof gesandtes schreiben vom grosshofiustitiar und den hofrichtern geprüft sei, und befiehlt ihm trotz der vom Richard de Montefuscolo fluchwürdigen angedenkens an dem zum pallaste zu Bari gehörigen hause vorgenommenen bauten dieses dem kloster Montevergine zurückzustellen. Huill. 6,495. ‒ Huill. schlägt vor 18 febr. statt 18 apr. zu lesen. Aber es würde sich nicht einmal erweisen lassen, dass nach einer so bedenklichen änderung tag und ort nun wirklich dem itinerar entsprechen würden; es ist kaum wahrscheinlich, dass der kaiser über Capua nach Terni ging. Dazu kommt ein anderes. In dem instrument über die vollzogene übergabe ist nur noch die angabe des zehnten monatstages, nicht aber die des monats leserlich; aber es hat schon Sic. 50, so dass es frühestens auf den 10 iuni fallen kann; es ist doch bedenklich anzunehmen, dass man mit der ausführung des wiederholten (vergl. nr. 3606) restitutionsmandates fast vier monate gewartet haben sollte. Das mandat dürfte von der reichsregierung im namen des kaisers ausgestellt sein. Allerdings muss die prüfung des erhobenen bedenken am kaiserlichen hofe geschehen sein, da der grosshofiustitiar demselben folgte; geschah das aber etwa zu Terni, so mochte die von dort zurückkehrende reichsregierung immerhin erst ietzt zu Capua das mandat ausfertigen.
Charter: RI V,1,1 n. 3620
Date: 1247 apr. 00
Abstract: Friedrich II. erneuert den bürgern von Wien, nachdem ihre stadt seit dem (am 15 Iuni 1246 erfolgten) tod des herzogs Friedrich von Oestreich dem reiche ledig heimgefallen ist, auf ihre bitte seinen eingerückten freiheitsbrief d. d. Wien april 1237, welchen er damals denselben gegeben hatte als sie bei seinem streite mit dem herzoge zu ihm übergegangen waren, welchen aber derselbe herzog, nachdem er in seine gnade wieder aufgenommen und mit seinem willen in den besitz der stadt gelangt war, nach hinwegnahme der goldbulle cassirt hatte. Hanthaler Fasti Campilil. 1,842. Lambacher Oester. Interreg. 10. Hormayr Wiens Geschichte I, 2,25 (nr. 50). Huill. 6,524. Geschichtsq. der Stadt Wien 1a,31. ‒ Die ietzt fehlende ortsangabe war nach nr. 3621 zweifellos Cremona.
Charter: RI V,1,1 n. 3616
Date: 1247 apr. 00
Abstract: Friedrich II. ernennt den Angelus sohn des Dominicus aus Cortona zu einem kaiserlichen notar. Archivio stor. It. App. 2,464. Huill. 6,513. Verbesserungen und Zusätze (1983):Kopie in Cortona, Archivio comunale, Registro Vecchio f. 95.
Charter: RI V,1,1 n. 3624
Date: 1247 apr. 00
Abstract: Friedrich II. verleiht den Opizinghi die burg Gambasso im bisthume Volterra. Gamurrini Famiglie nobili 1,286 extr. Verbesserungen und Zusätze (1983):Geschrieben von Notar Guilelmus de Tocco. Zinsmaier, Reichskanzlei 150 Anm. 65 und S. 157 Anm. 98. Zeugen: Heinrich König von Sardinien und Generallegat in Italien unser geliebter Sohn, Berard Erzbischof von Palermo, B. Markgraf von Hohenburg, Petrus de Vinea Hofprotonotar und Logothet des Königreichs Sizilien, Thaddäus de Suessa Großhofrichter, Petrus de Calabria marestalle nostre magister. Signum. Or. in Pisa, Archivio di Stato, Diplomatico Upezzinghi Nr. 2. Druck: B. Casini, Notizie su alcuni fondi membranacei dell'archivio di stato di Pisa, in: Bollettino storico Pisano 3 ser. XX/XXI (1951--52 ed. 1953), 104 Nr. 1 -- Zinsmaier, Ungedruckte Urkunden, in: ZGO. 116 (1968), 26 Nr. IV und S. 30 (mit unrichtiger Angabe des Lagerortes).
Charter: RI V,1,1 n. 3622
Date: 1247 apr. 00
Abstract: Friedrich II. nimmt auf bitte des Ubertus Pallavicini und der gräfin Johanna, dessen schwester, witwe des pfalzgrafen Guido von Tuscien, dessen söhne Guido und Simon mit allen ihren weitläufig genannten besitzungen in seinen und des reichs besondern schutz. Z.: Heinr. könig v. Antiochien (sic), des kaisers sohn, reichslegat in Italien, Ber. erzb. v. Palermo, B. markgraf v. Hohenburg, mag. Petr. de Vinea protonotar des hofes und logothet des königreichs Sicilien, T. de Suessa grosshofrichter u. Petr. de Calabria marescalle magister. Lami Mon. 1,490 und 673. Huillard 6,518. San Luigi Delizie 8,104. ‒ [Nahm Petrus de Vinea schon lange thatsächlich die stellung eines protonotar ein und soll er nach der mir bisher unerreichbaren schrift von Faraone, Della patria di Pietro della Vigna, vgl. N. Archiv 6,215, schon 1244 so bezeichnet sein, so heisst er doch in den kaiserurkunden bis nov. 1246, vergl. nr. 3586, nur grosshofrichter. Der hier zuerst erscheinende titel lässt auf eine inzwischen erfolgte änderung seiner stellung schliessen, welche immerhin noch mit den uns nicht näher bekannten änderungen der verwaltung in folge der verschwörung von 1246 zusammenhängen könnte; vgl. nr. 3585a .]
Charter: RI V,1,1 n. 3621
Date: 1247 apr. 00
Abstract: Friedrich II. erneuert den bürgern von Wienerisch Neustadt (in wörtlicher übereinstimmung mit nr. 3620) seinen eingerückten freiheitsbrief d. d. Wien april 1237. Hormayr Archiv 1828 s. 313 unvollst. Der schluss mit vollständiger datirung, aber ohne die angekündigten zeugen, bei Winkelmann Acta 342. Vgl. Winter Urkundl. Beitr. 9. ‒ Wegen der unechtheit dieser urk. und ihrer transsumirung durch Otokar 1251 vgl. oben nr. 2238.
Charter: RI V,1,1 n. 3623
Date: 1247 apr. 00
Abstract: Friedrich II. verleiht und bestätigt dem Guido de Romena, pfalzgrafen in Tuscien, sohn des grafen Aginulf, alle seine regalien und gerichtsbarkeit auf dessen einzeln aufgezählten besitzungen und bewilligt ihm in erneuerung des dessen vater und dessen brüdern verliehenen privilegs, dass er nirgends zu rechte zu stehen hat, als vor dem kaiser oder dessen speziellem delegirten und sich dabei im falle einer verhinderung durch boten vertreten lassen darf. Z.: Heinrich könig v. Sardinien u. generallegat des reichs in Italien, Ber. erzb. v. Palermo, B. markgraf v. Hohenburg, Petr. de Vinea hofprotonotar u. logothet Siciliens, Petr. v. Calabrien marescallie magister. Bonami Acta Henr. VII. 1,226.
Charter: RI V,1,1 n. 3625
Date: 1247 mai 5
Abstract: Friedrich II. gebietet dem B. de Palude seinem reichsvicar von Pavia aufwärts diese stadt nöthigenfalls zu zwingen, dass sie dem Salvatorskloster zu Pavia einen pro loco Besati schuldigen pachtzins zahle. Ex copia auth. de 11 mai 1247 in Pavia. Huill. 6,920. Verbesserungen und Zusätze:Das transs. in Mailand bei Ficker Ital. Urk. 419. — Vgl. nr. 13608. Verbesserungen und Zusätze (1983):Kopie von 1247 als Transsumpt in BF. 13609, davon Kopie in Mailand, Archivio di Stato, sez. storica, dipl. e dispacci sovrani IV (Germania).
Charter: RI V,1,1 n. 3626
Date: 1247 mai 8
Abstract: Friedrich II. genehmigt den vertrag, welchen Walter von Ocra erwählter von Capua auf grund seiner ihm behufs des (zu Chamberi am 21 april 1247 abgeschlossenen) vertrags über die vermählung seines sohnes Manfred mit des grafen Amedeus von Savoien tochter Beatrix ausgestellten generalvollmacht mit dem grafen und dessen bruder Thomas über die zurückgabe der burg Rivoli (westlich von Turin) abgeschlossen hat und ihn zu erfüllen, wenn der graf nach erledigung der dienste, die er ihm ietzt zu leisten hat, zu ihm nach Turin kommt, wohin er selbst sich insbesondere dieser angelegenheit wegen begibt. Abschriftlich aus Turin. Ficker Ital. Urkk. 419. ‒ Dominus comes Sabaudie prohibuit transitum ipsi domino Friderico, nisi castrum de Rivulis, quod muniri fecerat, prius restitueret ipsi comiti. Quod statim fecit ei restitui. Ann. Januens. ap. Mur. 6,511 u. M. Germ. 18,221. ‒ [Die rückgabe von Rivoli hatte der kaiser dem grafen schon 1245 sept. versprochen; vergl. nr. 3504. Dann aber hatten 1247 märz 6 die castellane von Rivoli dem könig Heinrich die burg ausdrücklich unter der bedingung übergeben, dass sie an keinen grafen oder markgrafen komme und nach beendigung des streites der kirche von Turin, von der sie lehnrührig, zurückgestellt werde; Huill. 6,507. Jetzt muss die übergabe an den grafen bald erfolgt sein, da derselbe im sept. Rivoli privilegien ertheilt; vgl. Wurstemberger Peter von Sav. 4,109.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Turin, Archivio di Stato. Beschreibung: Philippi 89. Regest: Chevalier, Regeste dauphinois Nr. 8361.
Charter: RI V,1,1 n. 3630
Date: 1247 iuni 00
Abstract: Friedrich II. bestätigt dem Guigo (Dalphinus) grafen von Vienne und Albon die von demselben erkaufte grafschaft von Gap und Embrun, und verleiht ihm so lange er in der treue verharrt die allode in der genannten grafschaft, wie in den grafschaften Vienne, Albon und Grenoble, doch so dass er grafschaften und allode vom reiche zu lehen nehmen soll. Mit goldbulle. Huillard 6,542. Chevalier Doc. hist. sur le Dauphiné 1,36 (vergl. 2,2). ‒ Der ausstellort aus Cherii in Lerii, Lecii, Vecii corrumpirt. Verbesserungen und Zusätze (1983):Regest: Chevalier, Regeste dauphinois Nr. 8338.
Charter: RI V,1,1 n. 3629
Date: 1247 iuni 00
Abstract: Friedrich II. nimmt die klöster des Val di Pesio (südöstlich von Cuneo) nebst deren besitzungen in seinen schutz und beauftragt seinen schwiegersohn den markgrafen Jacob von Carretto mit dessen handhabung. Per m. mag. Petri de Vinea imp. aule prothonot. et regni Sic. logothete. M. Patr. Taur. Chart. 1,1393. Huill. 6,540. ‒ Der ausstellort ist Chieri östlich von Turin. Verbesserungen und Zusätze (1983):Regest: in Turin, Regolari Certosini di Pesio, ms. descrittione de scritture spettanti alla certosa della Valle di Pesio a. 1685 f. 19 n. 2. P. Kehr, in: Göttinger Nachr. 1901, 61.
Charter: RI V,1,1 n. 3638
Date: 1247 iuli 00
Abstract: Friedrich II. (‒) bestätigt dem erzbischof Berard von Palermo die privilegien dieser kirche nachdem die frühere bestätigung derselben zufällig verloren worden. Mongitore Bullae Panorm. eccl. 106 extr. Huill. 6,553 extr.
Charter: RI V,1,1 n. 3637
Date: 1247 iuli 00
Abstract: Friedrich II. (in castris) bestätigt den von Diephold (Bertold) markgrafen von Voenburg (Hohenburg), generalvicar des reichs von Pavia aufwärts, bezüglich der streitigkeiten zwischen Asti und Alba über den neuen ort Cherasco gefällten spruch. Scr. per Dominicum de Alipano not. D. per m. mag. Petri de Vinea imp. aule proton. et regni Sic. logotete. San Quintino Osservazioni 2,233 u. Huill. 6,552 unvollst. Böhmer Acta 791 vollst. ‒ Wegen des namen des generalvicar vgl. Ital. Forsch. 2,502. Verbesserungen und Zusätze:*Sella Cod. Ast. 2,83.
Charter: RI V,1,1 n. 3644
Date: 1247 aug. 31
Abstract: Friedrich II. (Sore) schreibt dem Wilhelm von Palma iustitiar der Basilicata, wie der abt von La Cava ihm geklagt habe, dass Adinulf als ietziger lehensträger der sonst im besitz weiland Ugonis de Claromonte proditoris gewesenen burg Nohe, ungerechte ansprüche an das dem kloster von alten zeiten her gehörige casale Churuzosimi erhebe und gebietet dem angeredeten alles ungehörige abzustellen und dem in seinem dienste abwesenden abt und dem kloster ruhe zu verschaffen. Pertz ex copia de 8 mai 1249. Huill. 6,454 ebendaher. ‒ Blos mit ind. 5. [Gegen die von Huill. vorgeschlagene änderung in ind. 4 würde kaum etwas einzuwenden sein, wenn Sora 1246 dem itinerar entspräche. Ist nun wegen der unbestimmten lage des ausstellortes der urk. von 1246 aug. 25 die möglichkeit eines aufenthaltes zu Sora am 31 aug. 1246 nicht zu bestreiten, so ist derselbe gewiss im höchsten grade unwahrscheinlich. Auch die erwähnung der abwesenheit des abtes im dienste des kaisers, welche Huill. noch auf die gesandtschaft an den pabst im frühiahr 1246, vgl. nr. 3543, bezieht, wird kaum etwas erweisen können; denn nach den urkk. vom 7 und 31 iuli ist gewiss anzunehmen, dass der abt damals zurückgekehrt war. Es dürfte die annahme einer ausstellung durch die regentschaft des königreichs im namen des abwesenden kaiser wohl die wahrscheinlichste sein.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Arch. stor. per la Calabria e la Lucania 9 (1939), 303 Nr. 20 (L. Mattei Cerasoli; aus gleicher Kopie wie Huill.-Bréh. 6, 454). H. Niese, Materialien 397 hält das D. für ein vom Großgericht ausgefertigtes Justizmandat. Dieser Ansicht widerspricht Heupel, Der sizilische Großhof 137 f. Frage nach Datierung und Einordnung des D. vorerst ungeklärt.
Charter: RI V,1,1 n. 3641
Date: 1247 aug. 00
Abstract: Friedrich II. (in castris) erlässt denen von Viterbo, nachdem sie mehr aus unwissenheit und verführung denn aus absicht von ihm abgefallen waren, nun aber die verführer aus ihrer stadt vertrieben haben und zu ihm zurückgekehrt sind, alle schuld, und giebt ihnen die fülle seiner gunst wieder, indem er ihnen ihre guten gewohnheiten bestätigt, und sie mit ausnahme der flüchtig gewordenen zu gnaden annimmt. Per Petrum de Capua not. Mit goldbulle. Z.: Heinr. könig v. Sardinien generalreichslegat durch Italien, Friedr.v. Antiochien gr.v. Alba reichsl. in Tuscien, Manfr. markgr. Lancia, Ecel. de Romano, Ub. markgr. Pallavicini, Pet.v. Calabrien marstallmeister, Tadd. v. Suessa grosshofrichter. Bussi Storia di Viterbo 407. Rena e Camici Serie 6,49. Lami Mon. 1,488. Huill. 6,565. ‒ Vgl. oben nr. 3603 und Cron. de Viterbo ap. Böhmer Fontes 4,719, ed. Ciampi 29, wonach Viterbo am 10 mai wieder auf seite des kaisers getreten war. Verbesserungen und Zusätze (1983):Notarielle Kopien von 1253 XII. 7, 1254 IV. 13 und 13./14. Jh. in Viterbo, Biblioteca comunale, Marg. IV. f. 101, 109 und Perg. 69 und 68. Kopien 17. Jh. gleichfalls in Viterbo, Bibl. com., Cod. II f. V 7 p. 165--169 und Cod. II. B 5.49 p. 225--230.
Charter: RI V,1,1 n. 3645
Date: 1247 sept. 9
Abstract: Friedrich II. (in castris) verordnet in betracht der vielen ausgaben welche die stadt Osimo für ihn hat, dass dieselbe dem podesta wenn er in seinem oder der gemeinde dienst aus der stadt zu felde zieht, täglich nicht mehr als 20 solidi für die kosten zu entrichten haben soll. Martorelli Memorie di Osimo 119. Huill. 6,568. (Fanciulli) Osservaz. sopra le antich. di Cingoli 2,750. Ciavarini Collez. Marchigiana 4,202. Verbesserungen und Zusätze:für Osimo, wie nr. 14756 für Tortona. — In Osimo nov. 15 verlesen und transsumirt. Ciavarini l. c. 3657] Das angezogene päbstliche schreiben enthält keine bezugnahme hierauf. Verbesserungen und Zusätze (1983):Kopie 13. Jh. in Osimo, Archivio comunale, Libro rosso Nr. 18.
Charter: RI V,1,1 n. 3653
Date: 1247 dec. 3
Abstract: Friedrich II. (in obsidione Parme) befiehlt dem Deutschorden ersatz für eine burg zu geben, welche das demanium bedurfte. Del Giudice 2,58 extr.
Charter: RI V,1,1 n. 3654
Date: 1247 dec. 00
Abstract: Friedrich II. (‒) verleiht den brüdern Hensedisius und Jacob de Guidotis zu Selva, Montello und an ihren andern genannten (im gebiete von Treviso belegenen) besitzungen honorem, comitatum, merum et mixtum imperium und alle gerichtsbarkeit, welche dort dem reiche zustehen, doch so dass sie dieselben vom reiche zu lehen haben sollen. Per man. mag. Petri de Vinea etc. (Visentini) Nozze Bisacco-Palazzi (Padova 1872). Winkelmann Acta 343. ‒ Mit 1247. Da die drucke auf eine früher im besitze der Collalto befindliche abschrift zurückgehen, so dürfte die urkunde identisch sein mit der Mittheil. des österr. Instituts 1,615 angeführten, im archive der Collalto zu S. Salvadore im orig. erhaltenen, welche nach mittheilung Ottenthals, der den inhalt nicht notirte, in datirung und aushändigungsformel mit der obigen stimmt. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. im Familienarchiv Collalto (früher in S. Salvadore bei Conegliano, jetzt in Brünn, StA.) nach Auskunft des StA. Brünn nicht mehr vorhanden.
Charter: RI V,1,1 n. 3648
Date: 1247
Abstract: Friedrich II. beauftragt den magister Gualterius de Cusentia, (vergl. nr. 3233) da, wie er ihm im vertrauen mittheile, der sieg seiner sache vor allem von der beschaffung reichlicher geldmittel abhänge, durch ganz Sicilien ohne ansehen der person alles der curie irgend gebührende geld einzutreiben und an das aerar zu Antrodoco oder auf verlangen des G. de Palear grafen von Manupello, den er auf sechs monate zum kriegshauptmann bestellte, an dessen kriegszahlmeister Philipp de Logotheta abzuliefern. Ib. nr. 55 u. 108, W. 690.
Charter: RI V,1,1 n. 3661
Date: 1247?
Abstract: Friedrich II. bestimmt dass der podesta von Forlì fernerhin nur den ermässigten gehalt von 70 pfund iährlich erhalten soll, da die gemeinde klagte, dass durch die bisherigen höhern zahlungen ihre mittel erschöpft seien. Decus est‒presumpserit etc. Petr. de Vin. 6,19. ‒ Bezüglich der einreihung vgl. zu nr. 3660. Verbesserungen und Zusätze:Soll auch im Cod. Middlehill. nr. 303 membr. sec. 14 sich finden, aber als von könig Rudolf mit Dat. p. m. Waltheri protonot. a. 1287 reg. 8 pridie non. maii; vielleicht eine bestätigung durch Rudolf.
Charter: RI V,1,1 n. 3628
Date: 1247
Abstract: Friedrich II. fordert seine getreuen auf dass sie infra quindecim dies post octavas pentecostes (also bis längstens iuni 9) sich bewaffnet bei ihm zu Chambery einstellen sollen um ihn nach Lyon zu geleiten, wo er sich a sua infamia reinigen will. Nur erwähnt im schreiben des pabstes vom 30 mai, Huill. 6,536. Verbesserungen und Zusätze:Auch abgesehen von dem abfalle Parmas, wegen dessen Friedrich von Turin umkehrt, würde ihm der marsch nach Lyon kaum möglich geworden sein, da der graf von Faucigny feindlich war, s. nr. 7784. Nach Salimb. 20 wollte Friedrich nach Lyon gehen ad capiendum papam cum cardinalibus, ut credebatur.
Charter: RI V,1,1 n. 3633
Date: 1247
Abstract: Friedrich II. schreibt dem könige vom Frankreich dass derselbe aus seinem frühern schreiben seine absicht nach Lyon und dann nach Deutschland zu gehen entnommen haben werde; dass er dann, da ihn am fasse der alpen die nachricht vom abfalle Parmas ereilte und ihm die herstellung der verhältnisse Italiens vorzüglich am herzen liege, seinen plan änderte und ad presens festinis gressibus versus Parmam zurückkehre und die baldige unterwerfung der stadt erhoffe, da dieselbe unbefestigt, auf allen seiten von reichstreuen städten und orten umgeben sei, und fast alle ritter und ein grosser theil der popolaren ihm anhänge und bei seinem sohne könig Heinrich, mit dem sie zur zeit des überfalls in das Brescianische gezogen waren, vor der stadt seien; beglaubigt bei ihm den (Petrus) magister (marestallae), den H. de Rivellis und seinen capellan magister Margaritus. Qualiter ad‒credatis. Mart. Coll. 2,1139. Huill. 6,554.
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