Collection: Regesta Imperii V,1,1
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Charter: RI V,1,1 n. 102
Date: 1205 märz 10
Abstract: Philipp nimmt das kloster Berchtesgaden mit zugehörigen personen und besitzungen in seinen schutz, bestätigt den dortigen brüdern namentlich den wald der um das kloster liegt mit genauer angabe von dessen gränzen, die salinen in Goldenbach und zwischen Toval und Rive und aquam in fonte Halle, gestattet freie einsetzung und entsetzung des vogtes, eximirt dem kloster gewisse novalfelder sammt deren colonen aus der grafengewalt dergestalt dass dieselben weltlich und geistlich nur dem probst unterworfen sein sollen. Z.: Heinr. erw. v. Wirzburg, Gebh. burggr. v. Magdeburg, Lamb. u. Ernst gr. v. Gleichen, Heinr. marsch. v. Kallindin, Heinr. truchs. v. Walpurg, Walt. schenke v. Schipfe. Ego Conradus Rat. electus reg. aulae canc. recognovi. Mon. Boic. 29a,511. Hund Metr. 2,178. Lünig Reichsarchiv 18,11. ‒ Mit 1204, ind. 8. Verbesserungen und Zusätze (1983):Unter weitgehender Benützung der VU. Baaken 340 verfaßt und geschrieben von HJ = PhC. Walter 122. Zinsmaier, Urk. Phil. 35. Or. in München, HStA., KS. 576.
Charter: RI V,1,1 n. 103
Date: 1205 apr. 14
Abstract: Philipp nimmt das kloster Weissenau in bamberger dioces (bei Auerbach nordöstlich von Nürnberg) mit zugehörigen personen in seinen besondern schutz, bestätigt demselben seine genannten besitzungen, sodann das recht seinen abt nach mehrheit und seinen vogt nach belieben zu wählen. Z.: Ludw. herz. v. Baiern, Dider. markgr. v. Meissen, die gr. Sifr. v. Orlamund, Alb. v. Wernigerode, Günth. u. Heinr. v. Schwarzburg, dann Gunzelin v. Krozuc, Diep. landgr. v. Leuchtenberg, Heinr. marsch. v. Kallindin, Heinr. truchs. v. Walpurg, Cuno v. Minzenberg. Ego Conradus Rat. electus etc. Mon. Boic. 29a,515. In alter übersetzung Ussermann Episc. Bamberg. 142. Verbesserungen und Zusätze:Holliner Diss. geneal. sistens Weissen. coen. fundatores (Nürnberg 1784. 4o) 59 ex cod. Weiss. Verbesserungen und Zusätze (1983):Walter 122. 171: Verfaßt unter Verwendung von St. 3514 (DK. III. 151) von PhB, geschrieben von HJ = PhC. Zinsmaier, Urk. Phil 35: Unter Verwendung der gefälschten B1 oder B2 von JL. 6233 von PhC verfaßt und geschrieben. s. a. K. Lauter, Weissenoher Urkundenfälschungen, in: Archivalische Zs. 39 (1930), 245 f. Or. in München, HStA., KS. 577. Druck: Bericht des Histor. Vereins zu Bamberg 1908, 526. Regest: Cod. dipl. Saxoniae I. 3, 69 Nr. 85 -- Nürnberger UB. 1, 81 Nr. 116 und S. 655. Verbesserungen und Zusätze (1983):
Charter: RI V,1,1 n. 573
Date: 1205 apr. 00
Abstract: Friedrich II. wiederholt dem Deutschorden und insbesondere dem demselben gehörigen hause sta Trinitas zu Palermo wörtlich sein privileg vom dec. 1202 mit dem zusatze, dass er dem letztern überdies omnes villanos casalis Politii und angegebene grundstücke zu Palermo verleiht. Mongitore Mon. stae Trinit. 19. Huill. 1,113. ‒ Mit daten wie vorher. Verbesserungen und Zusätze (1983):Bestätigt D. Heinrichs VI. und Constanzes I. von 1197 VII. 18. Ries 57; Baaken 601. Or. in Palermo, Archivio di Stato, Beschreibung: Philippi 68.
Charter: RI V,1,1 n. 572
Date: 1205 apr. 00
Abstract: Friedrich II. erlaubt dem abt Eusebius und dem kloster sti Nicolai de Gurguro (zu Palermo) die errichtung einer mühle. Pirro Sic. sacra 1,129 u. Huill. 1,114 unvollst. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1206, ind. 8, reg. 7, also [auch nach der ietzt üblichen zählung der incarnationsiahre mit den folgenden urkk. zu 1205.] Verbesserungen und Zusätze: nicht bei Winkelmann. Verbesserungen und Zusätze (1983):Vgl. B. Rocco, S. Nicolò lo Gùrguro, in: Archivio storico Siciliano, ser. III, 21--22 (1972) 29--40.
Charter: RI V,1,1 n. 574
Date: 1205 apr. 00
Abstract: Friedrich II. bestätigt der äbtissin Rosalia und dem convente des klosters ste Marie de Latinis zu Palermo auf bitten des Paganus de Parisio grafen von Butera einen demselben von diesem geschenkten garten innerhalb der mauern von Palermo nahe der porta thermarum. Huillard. 1,933 extr. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit daten wie vorher. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,80 Nr. 89 aus neuerer Abschrift.
Charter: RI V,1,1 n. 105
Date: 1205 mai 1
Abstract: Philipp (ap. Argentinam) meldet allen in Burgund dass er die abtei Cherlieu (vergl. zu 1202 nov. 8) mit Montigny belehnte. Mem. et doc. pour l'hist. de la Franche-Comté 3,489. ‒ Datum apud Arg. civitatem kal. maii, ind. octava. Vgl. die vorhergehende urk. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Verfasser. Mit kanzleimäßiger Datierung. Zinsmaier, Urk. Phil. 11,58.
Charter: RI V,1,1 n. 104
Date: 1205 mai 1
Abstract: Philipp (Argentine) verleiht der kirche S. Johann zu Bisanz zu seinem und seines bruder pfalzgrafen Otto seelenheile, was sein bruder zu Gingnuille, Bolta und Bolat besass. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1205, ind. 8, regni 8. Es läge nahe an einen schreibfehler statt kal. martii zu denken, wenn nicht die folgende urk. hinzukäme, während zugleich die iahresbezeichnungen im märz noch nicht passen. Die ortsangabe bezieht sich aber zweifellos auf den aufenthalt im februar. Verbesserungen und Zusätze (1983):Vom Empfänger verfaßt. Zinsmaier, Urk. Phil. 56. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1, 8 Nr. 10 nach Abschrift unbekannter Herkunft.
Charter: RI V,1,1 n. 109
Date: 1205 mai 23
Abstract: Philipp beurkundet einen zwischen Johann abt von Hersfeld und Hermann landgraf von Thüringen vor ihm abgeschlossenen frieden. Z.: Eberh. erzb. v. Salzburg, die bisch. Dith. v. Constanz, Conr. v. Regensburg hofcanzler u. Eckb. v. Bamberg, dann Heinr. abt v. Fuld, Dietr. markgr. v. Meissen, Sifr. gr. Orlamünd, Friedr. gr. v. Ziegenhain bruder des landgrafen, Alb. gr. v. Wernigerode, Heinr. u. Günth. gr. v. Schwarzburg, Lambert gr. v. Gleichen, Friedr. gr. v. Beichlingen, Ludw. gr. v. Ziegenhain, Gebh. burggr. v. Magdeburg, Adelbert v. Frankenstein. Wenck Urkkb. 3,93 mit anscheinend unvollständiger zeugenreihe. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Hersteller. Zinsmaier, Urk. Phil. 58. Zeugenreihe im Regest vollständig wiedergegeben. Or. in Marburg, StA. Druck: Cod. dipl. Saxoniae I. 3, 70 Nr. 87. Regest: Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 1281 -- Nürnberger UB. 1, 82 Nr. 118 und S. 655.
Charter: RI V,1,1 n. 110
Date: 1205 mai 23
Abstract: Philipp schenkt den klosterbrüdern zu Berchtesgaden alles dasienige zu eigen, was er und seine vorfahren zu Wernruden besitzen und besassen. Mon. Boic. 31a,466. Verbesserungen und Zusätze (1983):Walter 122: Von HJ = PhC geschrieben. Nach Zinsmaier, Urk. Phil. 35 von ihm verfaßt und geschrieben. Or. (südliches Pergament) in Wien, HHStA. Regest: Nürnberger UB. 1, 82 Nr. 117.
Charter: RI V,1,1 n. 111
Date: 1205 mai 24
Abstract: Philipp nimmt auf bitte des probstes Leonhard von Reichersberg und nach dem verlangen des erzbischofs Eberhard von Salzburg das kloster regulirter chorherrn zu Reichersberg in der grafschaft Bertholds grafen von Andechs am Inn gelegen, mit vorbehalt der dem erzstift Salzburg daselbst zustehenden iurisdiction, in seinen und seiner nachfolger schutz, bestätigt dass kein vogt des klosters oder der klostergüter untervögte bestellen dürfe, auch dass niemand die güter desselben gewaltsam angreife oder anders als vor dem ordentlichen richter anspreche. Z.: die bisch. Dieth. v. Constanz, Erkemb. v. Bamberg u. Otto v. Freising, die äbte Joh. v. Hersfeld u. Heinr. v. Fuld, dann Ludw. herz. v. Baiern, Herm. landgr. v. Thüringen, Diedr. markgr. v. Meissen, Otto herz. v. Meran, Heinr. markgr. v. Istrien, die gr. Heinr. u. Rapoto v. Ortenberg, Friedr. v. Zollern, Conr. v. Plaige, Diep. landgr. v. Leuchtenberg, Hugo probst v. Berchtesgaden, Alb. v. Entsee, Alram v. Utidorf, Wernh. u. Heinr. brüder v. Hagenau, Cuno v. Werfen, Erhard v. Tanne, Conr. burggr. v. Salzburg, Heinr. truchs. v. Waldburg, Heinr. marsch. v. Kallindin, Walt. schenk v. Schipf. Ego Cunradus Rat. ep. etc. Per m. Sifridi etc. Mon. Boica 4,426. Urkkb. des L. ob der Enns 2,498. Verbesserungen und Zusätze (1983):Unter Benützung der VU. St. 3935 (DF. I. 355) und der Fälschung Baaken 474 verfaßt und geschrieben on PhC. Or. im Gräflich Ortenburgschen Archiv in Tambach, Nr. 13. Hausmann, Die Urk. der Staufer für das Stift Reichersberg, in: MIÖG. 68 (1960), 101, 110. Zinsmaier, Urk. Phil. 35. Regest: Cod. dipl. Saxoniae I. 3, 71 Nr. 88 -- Nürnberger UB. 1, 83 Nr. 119 und S. 655.
Charter: RI V,1,1 n. 112
Date: 1205 iuni 1
Abstract: Philipp bestätigt den bürgern von Kamerik wegen der steten treue die sie seinem vater bruder und ihm erwiesen haben ihre rechte freiheiten und gewohnheiten, indem er verordnet dass die diener des bischofs welche kaufleute sind und in der stadt handeln von ihrem vermögen zu der stadt lasten steuern, dagegen aber in bezug auf ihr bischöfliches lehen frei bleiben; eben so soll es auch mit den häusern gehalten werden welche ritter und cleriker in der stadt haben u. s. w. Z.: Adolf erzb. v. Cöln, Conr. bisch. v. Speier, Heinr. herz. v. Löwen, Arnold gr. v. Altena, Wilh. gr. v. Jülich, Lothar gr. v. Hostaden, Ad. gr. v. Berg, Alb. gr. v. Dasburc. Bethmann ex cop. sec. 15 zu Lille. Gedr. Wauters De l'origine des libertés communales en Belgique 63. Künftig bei Winkelmann. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Hersteller. Zinsmaier, Urk. Phil. 58. Or., durch 3 senkrechte Schnitte 1226 von Heinrich (VII.) kassiert, in Lille, Archives dép., carton 7--8 Nr. 157 bis. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1, 8 Nr. 11 nach Or. und Kopie. Regest: Knipping, Reg. der EB. von Köln II. Nr. 1668.
Charter: RI V,1,1 n. 113
Date: 1205 iuli 16
Abstract: Philipp nimmt die stadt Strassburg mit allen ihren einwohnern in anerkennung ihrer bewährten dienste und andern zum beispiel in seinen besondern schutz, und verordnet dass wo immer deren bürger (ubicunque vel ipsi burgenses vel eciam quicunque ipsius civitatis civis, der erstere ausdruck scheint die politische stadtgemeinde zu bezeichnen) im ganzen Elsass eigne besitzungen haben, niemand von denselben oder den darauf befindlichen leuten dienste oder abgaben verlangen dürfe, quoniam nos dictam civitatem ... ad speciale obsequium imperii decrevimus reservare. Z.: Conr. bisch. v. Speier, gr. Sigbert, Alb. v. Entse, Herm. v. Marchtorf, Heinr. cämm. v. Ravenspurg, Eberh. schenk v. Tanne, Reinh. v. Lautern. Ego Cunradus Rat. ep. etc. Wencker de Pfalb. 2. Lünig Reichsarch. 14,725. Schöpflin Als. dipl. 1,311. Strassb. Urkkb. 1,120 ex or. Verbesserungen und Zusätze (1983):Walter 154: Geschrieben von PhA. Nach Zinsmaier, Urk. Phil. 18 von ihm verfaßt und geschrieben. Or. in Straßburg, Archives de la ville, A A 1 Nr. 3.
Charter: RI V,1,1 n. 116
Date: 1205 iuli 25
Abstract: Philipp eignet dem kloster Bronnbach (an der Tauber) auf bitte des H. küchenmeisters von Rotenburg alles dasienige was dieser demselben von den gutem weiland Sifrids schultheissen zu Heitingsfeld, welche er von Heinrich VI zu lehen erhielt, schenken möchte. Z.: Conr. hofcanzler und bisch. v. Regensburg, Sifr. hofprothonotar, Helfericus notar, Heinr. Ulr. und Marquard notare, Engelhard v. Elwangen, Heinr. canonicus am Neumünster zu Wirzburg; dann die gr. Alb. v. Dillingen, Hartm. u. Ludw. dessen bruder v. Wirtenberg u. Theoder. v. Veringen; Heinr. truchs. v. Waldburg, Heinr. v. Schmalegg, Heinr. cämm. v. Ravensburg und dessen br. Diedo, Swigger v. Mindelberg, Friedr. v. Kesselberg, Ludw. v. Garthinhofen. Abschriftlich mitgetheilt von Aschbach. Mone Zeitschr. 11, 18 ex or. ‒ Nach Mone im orig. mit m. cc. ii, aber ind. 8, welche durch itinerar und canzler als richtig erwiesen wird, so dass doch m. cc. v. zu lesen seien wird. Verbesserungen und Zusätze (1983):Walter 122: Verfaßt von HJ = PhC. Zinsmaier, Untersuchungen 410. Urk. Phil. 54. 58: Unter Verwendung von einigen kanzleigemäßen Formeln von einem Unbekannten verfaßt und geschrieben. Die Jahrzahl in der Datierung einwandfrei 1205. Or. in Wertheim, StA. Regest: Scherg, Bronnbach S. 253 Nr. 18.
Charter: RI V,1,1 n. 117
Date: 1205 iuli 29
Abstract: Philipp nimmt die leute von Assisi wegen der dienste, welche sie seinem legaten Lupold, erwähltem von Mainz, leisteten, in seine gnade auf, bestätigt ihnen ihre guten gewohnheiten, bewilligt, dass die dortige burg von reichswegen nicht wiedererbaut werden, sondern Assisi von der curie als communantia gehalten werden soll, gestattet wahl der consuln, welche die hälfte der einkünfte an die curie abliefern sollen, welcher auch die hälfte der strasse verbleibt, befreit sie von abgaben im ganzen gebiete der söhne des herzogs und von fodrum und data, bestimmt dass die curie die beamten in der grafschaft nur mit rath der consuln setzen und ohne diesen keinen vertrag mit den Perusinern und deren anhängern aus Assisi schliessen soll, dass in abwesenheit der boten der curie die grafschaft in der hut der gemeinde sein soll, der alle rechte, welche sie einst vom herzog Conrad von Spoleto hatte, unverkürzt verbleiben sollen, und dehnt alles das auf die leute von Insula (Bastia) aus. Z.: Heinr. marsch. v. Kalendin, Heinr. v. Schmalneck, Friedr. truchs. v. Waldburg, Wern. v. Boland, Diedo v. Ravensburg. Ficker Ital. Urkk. 263. ‒ Die urk. vom 30 iuli macht es mindestens zweifelhaft, ob der könig sich am 29 iuli noch zu Ulm befand. Verbesserungen und Zusätze (1983):Walter 117: Verfaßt von PhA. Nach Zinsmaier, Urk. Phil. 35 unter wahrscheinlicher Benützung einer Vorlage für die Dispositio verfaßt und geschrieben von PhC. Zeugenliste von einer unbekannten gleichzeitigen Hand. Or. in Assisi, Archivio di Stato.
Charter: RI V,1,1 n. 119
Date: 1205 iuli 30
Abstract: Philipp beurkundet genehmigend die zwischen Conrad bischof von Regensburg kaiserlichem hofcanzler und Ludwig herzog von Baiern zur befestigung des friedens zwischen der kirche und dem herzoge über die gleiche theilung der kinder welche beiderseitige dienstmannen mit einander erzeugen abgeschlossene übereinkunft, wonach immer das älteste kind dem vater folgen soll, ausser bei den inhabern der vier hofämter, wo der älteste sohn im amte des vaters folgt. Z.: Alb. gr. v. Dillingen, Gotfr. markgr. v. Rumsberg, Egeno der iüngere gr. v. Urach, Berth. gr. v. Greifisbach, Alb. gr. v. Calw, Heinr. truchs. v. Walpurch, Heinr. v. Smaleck, Tiedo v. Ravensburg, cämm. Heinr. dessen bruder, Herm. v. Matzinsiez, Alb. v. Summirowe, Eberh. v. Tanne u. Berth. dessen bruder u. Eberh. deren neffe gleichfalls v. Tanne, Heinr. u. Conr. v. Egirdiewilre, Swiker v. Mindelberg, Engelschalk u. Herm. v. Hegnenberch, Conr. Spannagil, Wirnto v. Blankenstein, Conr. v. Hohenfels, Conr. v. Kirchdorf, Conr. v. Zeizinchoven, Conr. v. Gundlinchoven, Conr. v. Wisint, Alhard Cranz. Ego Cunradus Rat. ep. etc. Per m. domni Sifridi etc. Mon. Boic. 29a,522. Ried. Cod. Rat. 1,286. Verbesserungen und Zusätze (1983):Walter 175: Geschrieben von PhC. Zinsmaier, Urk. Phil. 52 f.: Von einem Unbekannten, der BF. 121, 163, 164 (Regensburger Hand?) mundierte, verfaßt und geschrieben. Unter der Plika Schluß des Konzeptes. Or. in München, HStA., KS. 581.
Charter: RI V,1,1 n. 122
Date: 1205 sept. 28
Abstract: Philipp (Fulde) beurkundet den rechtsspruch dass ieder der ohne weib und kinder ist ohne rücksicht auf andere verwandte sein gut der kirche schenken könne und bestätigt in dessen gemässheit das von Egelolf gestiftete St. Catharinenkloster an der Saar. Z.: Heinr. abt v. Fuld, Herm. landgr. v. Thüringen, Gotfr. gr. v. Ziegenhain, Hinte marsch. v. Kalendin, der schenk v. Reberch, dominus Giso v. Godenberg, d. Herm. v. Itter u. d. Herm. der iüngere v. Itter, d. Wernh. v. Brummenchus, d. Conr. v. Elvere, d. Herm. truchs. v. Godenberg, d. Günther dessen bruder. Oetter Hist. Bibl. 1,107. Varnhagen Wald. Gesch. 32. ‒ Mit 1205 und ind. 15. Doch wohl unächt. [Kaisertitel und ganz ungewöhnliche formeln lassen keinen zweifel an der unechtheit. Die zeugenreihe konnte in ihrer ersten hälfte auf eine königsurk. zurückgehen; die zweite hälfte, sich durch vorsetzung des dominus kennzeichnend, wird einer nichtköniglichen urk. entnommen seien. Die datirung geht schon ihrer fassung wegen auf keine königsurk. dieser zeit zurück.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Empfänger: Katharinenkloster in Berich in Waldeck (Niederwildungen). Die Frage eines echten Kernes der Fälschung von Gutbier 18 Anm. verneint. Kopie in Halle, Universitätsbibliothek. Regest: Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 1292.
Charter: RI V,1,1 n. 576
Date: 1205 oct. 10
Abstract: Friedrich II. meldet dem Johannutius Frisarius stratigoten und den richtern von Amalfi, dass er dem Manso Capuanus von Amalfi sein verfallenes bad und das unbebaute land neben dem bade bis zur stadtmauer und bis zur königlichen capelle in der stadt zum bau eines hauses geschenkt habe, und befiehlt ihnen, demselben das geschenkte anzuweisen. Abschr. bei Matteo Camera zu 1206 Amalfi. Künftig bei Winkelmann. ‒ Nur mit ind. 9. Verbesserungen und Zusätze: Camera Memorie di Amalfi 2, app. 8. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,81 Nr. 91.
Charter: RI V,1,1 n. 575
Date: 1205 oct. 00
Abstract: Friedrich II. schenkt dem Manso Capuanus bürger von Amalfi ein verfallenes bald daselbst. Bethmann ex copia sec. 16 zu Amalfi. Huill. 1,116 extr. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1206, ind. 9, reg. 8. Verbesserungen und Zusätze: Camera Memorie di Amalfi 2, app. 8. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,81 Nr. 90.
Charter: RI V,1,1 n. 123
Date: 1205 nov. 26
Abstract: Philipp gebietet dem grafen Friedrich von Leiningen seinem landvogt im Speiergau das kloster Limburg in Speirer dioces zu schirmen. Würdtwein Mon. Pal. 1,104. Acta Pal. 7,225. Verbesserungen und Zusätze (1983):Verfaßt von PhD. Zinsmaier, Urk. Phil. 40.
Charter: RI V,1,1 n. 124
Date: 1205 nov. 28
Abstract: Philipp verordnet dass die neue burg welche bei Kreutznach (vom grafen Gotfrid von Spanheim) begonnen worden ist keinen fortgang haben solle, indem sie auf einer besitzung der kirche von Speier gebaut worden, und verordnet vielmehr dass dorten niemals eine burg errichtet werde. Z.: Conr. bisch. v. Speier, Heinr. pfalzgr. bei Rhein, der gr. v. Leiningen, der gr. v. Saarbrück, Cuno v. Minzenberg. Kremer Dipl. Beitr. 1,143. Remling Urkkb. 1,141. Lehmann Grafen von Spanheim 21. ‒ Mit 1206, ind. 9; im copialbuch zu Carlsruhe nur mit ind. 9. Verbesserungen und Zusätze (1983):Verfaßt von PhD. Zinsmaier, Urk. Phil. 40. Kopien: GLA. Karlsruhe. 67, 280, 19 v (14./15. Jh.) und 67, 1340 (15. Jh.). Deutsche Übers. in 67/280, 18 (14./15. Jh.).
Charter: RI V,1,1 n. 114
Date: 1205
Abstract: Philipp beurkundet dass sein dienstmann Heinrich von Winstein und dessen söhne die hofstätte unter Winstein sammt zugehör, worauf Peter abt von Neuburg zum schutze des eigenthums seines klosters ein festes haus gebaut hat, ihm resignirt habe, und verbietet in dessen folge männiglich das gedachte kloster im besitz dieses hauses zu stören. Z.: Joh. erzb. v. Trier, Conr. bisch. v. Speier, Alb. gr. v. Dachsburg, Sibert landgr. des Elsasses, Hugo gr. v. Lützelstein, Friedr. der iüngere v. Bitsch, Rüdeger vogt v. Hagenau, Jac. v. Valkenstein, Wolfr. v. Fleckenstein, Sifried marsch. v. Hagenau. Würdtwein Nova Subs. 10,214. ‒ Gleich der folgenden urk. nur mit iahr 1205, ind. 8, conc. 5 und ep. 9, aber wie die zeugen ergeben zu Hagenau und gleichzeitig mit der vorhergehenden urk. ausgestellt. Verbesserungen und Zusätze (1983):Verfaßt vom Empfänger. Zinsmaier, Urk. Phil. 56.
Charter: RI V,1,1 n. 97
Date: 1205
Abstract: Philipp bewilligt dem bischof Humbert von Valence die erhebung eines zolles in seinem bisthume. Erwähnt in den wiederholungen von 1208 ian 8 und 1208 iuni 1; vgl. unten. Verbesserungen und Zusätze:zu streichen, da sich die angeblichen erwähnungen in nr. 174 und 183 nur auf den bez. satz in nr. 96 beziehen, der in die sonst wörtlich wiederholte urk. Friedrichs I. eingeschoben ist. Vgl. Winkelmann Acta 1, 6.
Charter: RI V,1,1 n. 121
Date: 1205
Abstract: Philipp gestattet dem bischof Conrad von Regensburg kaiserlichem hofcanzler, quem ad partes Italie pro utilitate et honore imperii transmisimus, für seine person ein testament über seinen mobiliarnachlass zu machen der andernfalls dem reiche heimfallen wurde, desgleichen das ländchen Bruts welches er (der könig) von der regensburger kirche zu lehen trägt, was er aber dem grafen Gotfrid um hundert mark verpfändet hat, an sich zu lösen. Mon. Boic. 29a,517. ied Cod. Rat. 1,288. ‒ Da in dieser weder mit tag noch mit ausstellungsort versehenen urk. Conrad schon bischof heisst, so muss sie nach dem 14 april an welchem er noch erwählter war, aber doch vor dem 24 sept. ausgestellt sein, weil die ind. 8 beigefügt ist. Sie gehört ohne zweifel hierher und wird der bischof, den wir erst viel später wieder beim könig finden, von Augsburg aus nach Italien gereiset sein. [Vgl. aber zu 1206 feb. 4.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Walter 175: Geschrieben von PhC (Regensburger Notar). Zinsmaier, Urk. Phil. 52 f: Unbekannter Verfasser. Wie BF. 119 geschrieben von einem Kanzleifremden, der vermutlich aus Regensburg stammt. Or. in München, HStA., KS. 578.
Charter: RI V,1,1 n. 120
Date: 1205
Abstract: Philipp bestätigt einen sehr umfassenden friedens- und freundschaftsvertrag zwischen Cunrad bischof von Regensburg kaiserlichem hofcanzler und Ludwig herzog von Baiern, in welchem sogar der fall vorgesehen ist, dass Ludwig sein herzogthum, wenn er ohne erben sterbe, unter umständen der Regensburger kirche hinterlasse. Mon. Boic. 29a,524. Hund Metr. 1,232. Lünig Reichsarch. 17,825. Ried Cod. Rat. 1,292 nur fragmentarisch. ‒ Es ist doch höchst wahrscheinlich dass diese urk. welcher zwar ein siegel anhängt, der aber zeugen und datum fehlen, zugleich mit der vorhergehenden ausgestellt wurde. Wenn eine dem anschein nach vorhergegangene bekundung des friedens durch den bischof bei Ried Cod. Rat. 1,289, Mon. Wittelsb. 1,4, neben der iahrszahl 1205 mit ind. 9 versehen ist, was also auf die zeit vom 24 sept. bis 24 dec. 1205 deutet, so möchte dabei irgend ein irthum zu grund liegen. [Es wäre doch möglich, dass zu Augsburg zunächst nur die vorhergehende urk. ausgefertigt, über sonstige punkte aber nur eine vorläufige einigung erzielt und nachträglich verbrieft wurde.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Weitgehend mit BF. 119 übereinstimmend, vermutlich von einer Urk. Bischof Konrads von Regensburg von 1205 abhängig. Geschrieben von einem Schreiber des Regensburger Bischofs. Gutbier 43 Anm. 1; Zinsmaier, Reichsgesetze 94, Urk. Phil. 55. Or. in München HStA., KS. 582.
Charter: RI V,1,1 n. 107
Date: 1205
Abstract: Philipp beurkundet dass Conrad von Kalwenberg sich vor ihm verpflichtet habe die klosterbrüder zu Langheim wegen dem hof Burcharstorf fernerhin mit keiner bede oder abgabe occasione dominii in eadem curti quod vulgariter sale dicitur zu beschweren, bei strafe dieses hoheitsrecht an das reich zu verlieren. Z.: Conr. hofcanzler u. erw. v. Regensburg, Sifr. prothonotar, Otto herz. v. Meran, gr. Sigfr. v. Orlamünde, Lampert (gr. v. Gleichen), der landgr. v. Stevening (oder Dieph. v. Leuchtenberg), Henr. secretarius, Eberh. Vorshe, Heinr. v. Stetten. Mon. Boic. 31a,464, wo nur die ersten zeugen. Schultes Hist. Schriften 76. ‒ Ohne zeit und ort, kann iedoch nicht später fallen, weil Conrad am 14 april zum letztenmal als erwählter und am 23 mai 1205 schon als bischof von Regensburg erscheint; gehört wahrscheinlich hierher, weil das kloster Langheim (nordöstlich von Bamberg) in ziemlicher nähe von Nürnberg lag. [Diese und die folgende urk. ordne ich zum mai ein, weil erst in diesem der herzog v. Meran u. der bisch. v. Bamberg anderweiting als zeugen nachzuweisen sind.] Verbesserungen und Zusätze:Otto, herzog von Meran, bezeugt die entscheidung des königs für Langheim, d. Lanckheim 1207 ind. 10. Schultes Hist. Schriften 76. Bei Reitzenstein Reg. d. Gr. v. Orlamünde 69 sind die urk. des königs und des herzogs in eine zusammengezogen. Verbesserungen und Zusätze (1983):Verfaßt und geschrieben von PhA. In der Zeugenliste noch: G. de Krozuk, Heinricus Scottus (statt secretarius), Heinricus de Sletten (statt Stetten). Otto dux Meranie (auf Rasur) und comes Lampertus von anderen Händen nachgetragen. Zinsmaier, Urk. Phil. 18, 137. Or. (offener Brief) in Tambach, Gräflich Ortenburgsches Archiv. Regest: Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 1280 -- Nürnberger UB. 1,81 Nr. 116 Anm. 1.
Charter: RI V,1,1 n. 92
Date: 1205
Abstract: Philipp schreibt dem schultheissen und den leuten zu Ingelheim und gebietet ihnen von den dortigen dem stift St. Adalbert zu Achen gehörigen gutem keine bede oder abgabe zu erheben, da er das stift nach dem vorgang Heinrichs VI davon freigesprochen hat. Quix Cod. Aquens. 1,47. ‒ Ohne zeit und ort, aber wohl am passendsten hierher zu rechnen. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Verfasser. Zinsmaier, Urk. Phil. 58. Kopie 13. Jh. in Aachen, Stadtarchiv, A 1 f. 6v. Druck: Meuthen, Aachener Urkunden 426 Nr. 176 mit Datierung: Ende 1204/1208.
Charter: RI V,1,1 n. 115
Date: 1205
Abstract: Philipp genehmigt und bestätigt dem abt Peter von Neuburg den ankauf genannter lehnbar gewesener güter von denen von Ettendorf und denen von Schillersdorf, deren eines zu Wiminova gelegen ist. Z.: Conr. bisch. v. Speier, Hugo gr. v. Lützelstein, Rüdeger vogt v. Hagenau, Heinr. v. Winstein und genannte bürger und bauern. Würdtwein Nova Subs. 10,218. Vgl. die bemerkung zur vorhergehenden urk. Verbesserungen und Zusätze (1983):Unvollständiger Text. Unter Verwendung der VU. BF. 55 für Arenga und Publikatio vom Empfänger verfaßt. Zinsmaier, Urk. Phil. 56 f.
Charter: RI V,1,1 n. 118
Date: 1205
Abstract: Philipp verleiht den Ubertini die burg Montegrossi und ihre sonstigen reichslehen und dass sie und ihre vasallen von reichswegen vor niemandem zu gerichte stehen sollen, als vor seinen boten, welche Deutsche sein sollen. Gamurrini Famiglie nobili 1,239 extr. ‒ Ohne alle zeitangaben. Hier eingereiht, weil das privileg vielleicht gleich dem vorhergehenden durch die legation Lupolds veranlasst wurde. Vgl. unten das privileg Friedrichs II vom 29 nov. 1220.
Charter: RI V,1,1 n. 106
Date: 1205
Abstract: Philipp meldet dem decan G. und den brüdern der kirche des h. Stephan zu Bisanz, wie er die ihm von der gräfin Margaretha von Burgund, wittwe seines bruder Otto, mitgetheilte absicht, an ihrer kirche, wo iener ruht, zwei capelläne einzusetzen und mit zustimmung ihrer tochter Johanna in angegebener weise zu dotiren, seinerseits billige und bestätige. Künftig bei Winkelmann. ‒ Nur mit actum 1205, und danach wahrscheinlicher zu den beiden vorhergehenden urkk., als zum febr. einzureihen. Verbesserungen und Zusätze (1983):Unter Benützung der VU. St. 4516 vom Empfänger verfaßt. Zinsmaier, Urk. Phil. 56. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1, 9 Nr. 12 nach Abschrift unbekannter Herkunft.
Charter: RI V,1,1 n. 108
Date: 1205
Abstract: Philipp befreit nach dem vorgang seiner reichsvorfahren Conrad Friedrich und Heinrich den klosterbrüdern zu Ebrach ihren hof zu Wirzburg von allen bürgerlichen lasten. Z.: Eckb. bisch. v. Bamberg, Gundelaus decan u. Heinr. kellner des doms daselbst, Rubert gr. v. Castel, Megelaus v. Dagestein, Heinr. marsch. u. Ulr. truchs. des königs. Datum per Cunradum regie aule cancellarium. Mon. Boic. 29a,519. Pelzel Lebensaresch. Wenzels 2,43. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Hersteller. Zinsmaier, Urk. Phil. 56, 58. Or. in München, HStA., KS. 579. Regest: Nürnberger UB. 1, 84 Nr. 120.
Charter: RI V,1,1 n. 125
Date: 1205
Abstract: Philipp (Francofurti) befiehlt dem patriarchen W(olfger von Aglei) dem capitel von Cividale gemäss dem spruche seines vorgängers Gotfrid gegen C. de Sacilo zu seinem rechte zu verhelfen. Böhmer Acta 203 ohne datirnng. ‒ Nach einer abschr. in der samml. der Mon. Germ. nur mit 1205; einreihung also ganz unsicher, da ein aufenthalt zu Frankfurt in diesem iahre nirgends erwähnt, aber in verschiedenen monaten möglich ist. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Verfasser. Zinsmaier, Urk. Phil. 58. Druck: Winkelmann, Acta imp. 2, 1 Nr. 1 aus 2 Kopien 18. Jh. in Cividale und Wien (Text sehr lückenhaft).
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