Collection: Regesta Imperii V,1,1
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Charter: RI V,1,1 n. 909
Date: 1217 iuni 15
Abstract: Friedrich II. (Bischof Otto von Freising) bekundet dass genannte boten der Salzburger kirche zu Passau den könig um die erlaubniss ersuchten, auf dem gute des capitels im Lungau einen markt zu errichten; dass der könig ihn frug ob das ohne nachtheil für die comprovincialen statthaft sei, auf die beiahende antwort und auf seine und der andern anwesenden fürsten bitten die erlaubniss ertheilte und ihn zum executor bestellte; dass er ihnen daher kraft königlicher gewalt die befugniss ertheile, nach belieben vorzugehen, und ihnen zum zeugniss diesen brief mit siegel gebe. Geschehen in gegenwart des königs und des ausstellers, dann des Ludw. herz. v. Baiern, Liup. herz. v. Oesterreich, Conr. bisch. v. Regensburg, Ulr. bisch. v. Passau, Rapoto pfalzgr. u. dessen br. gr. Heinr., Egino gr. v. Urach, Bert. gr. v. Greifsbach, Dieph. markgr. v. Vohburg, Kadelhoch gr. v. Kirchberg, Conr. v. Horbach, Gebh. gr. v. Hirschberg, Meinh. gr. v. Roteneck, Heinr. Tolnzenare, Otto v. Rore u. dessen br., Otto v. Werde, Chunr. v. Werde, Heinr. v. Steine, Heinr. v. Neiffen, Ulr. gr. v. Velburg, Conr. gr. v. Wasserburg. Meiller Babenb. Reg. 121 u. Huill. 1,518 extr. Künftig bei Winkelmann. ‒ Der ungenannte aussteller ergibt sich nur aus dem siegel. Verbesserungen und Zusätze (1983):Geschrieben von Freisinger Hand. P. Ruf, Studien zum Urk.-wesen der Bischöfe von Freising im 12. und 13. Jh. 1915. S. 44. Or. in Wien, HHStA. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,121 Nr. 144 -- Salzburger UB. 3, 222 Nr. 709.
Charter: RI V,1,1 n. 507
Date: 1217 iuni 21
Abstract: Otto IV. beurkundet mit Hermann von Ardbeck und Otto dessen neffen übereingekommen zu sein dass sie die burg Ardbeck von ihm und seinen nachfolgern zu erblehen nehmen, dergestalt dass sie ihm immer wider iedermann dienen, in der burg zwanzig bewaffnete zu seinem dienst halten, mit fünf rittern und deren knechten seinem heer zuziehen, und 300 mark, wofür genannte bürgen gestellt werden, zahlen, wenn sie etwas hiervon nicht erfüllen. Z.: Ad. gr. v. Dassel, H. gr. v. Sladhen, C. gr. v. Wernigerod, gr. Bert. dessen bruder, L. gr. de Insula, Bern. v. Dorstad, Wern. v. Amford, G. kaiserl. hoftruchsess, Bern. v. Velthem, Wilh. marschall, H. v. Alebeck, J. v. Burnheim, Frid. v. Dalheim, B. v. Dalheim. Or. Guelf. 3,834. ‒ Mit 1217, reg. 19, imp. 8, ind. 5, also zusammenstimmend. Der ausstellort ist Salzdahlum nordöstlich von Wolfenbüttel. Vgl. Or. Guelf. 3,836 die undatirte gegenurk. des Hermann und des Otto. Verbesserungen und Zusätze: für Hermann von Ardbeck (<span class="spaced">Harpke). Schmidt Urkb. d. Hochst. Halberst. 1,443. — Bei den zeugen ist zu bessern: H. v. Asebeck, J. v. Barnberc. Verbesserungen und Zusätze (1983):Geschrieben von Radulf (Otto G). Walter 185. Or. in Wolfenbüttel, StA.
Charter: RI V,1,1 n. 912
Date: 1217 iuni 24
Abstract: Friedrich II. bewilligt (anscheinend ganz gleichlautend) dasselbe dem hospital S. Trinità der Deutschen zu Palermo. Z.: (E.) erzb. v. Salzburg, die bisch. C. v. Regensburg und Sifr. v. Augsburg, Ludw. Rheinpfalzgr. u. herz. v. Baiern, Leop. herz. v. Oestreich, R. pfalzgr., H. dessen bruder, Berth. v. Graifsbach. Per m. H. Constantiensis etc. Extr. in Huillards nachlasse ex or. im archiv der Maggione (S. Trinità) zu Palermo. Verbesserungen und Zusätze (1983):Ungedruckt. Wiederholt BF. 910. Zinsmaier, Untersuchungen 377, 386. Or. in Palermo, Archivio della Magione (S. Trinità) unauffindbar, schon in dem alten, 1850 veröffentlichten Inventar von Mortillaro nicht mehr zitiert.
Charter: RI V,1,1 n. 910
Date: 1217 iuni 24
Abstract: Friedrich II. schenkt dem Deutschorden von der münze und den andern königlichen einkünften zu Messina 200 goldunzen iährlicher einkünfte für winterbedürfnisse an mänteln und schaafsfellen sowohl der brüder als der armen in besagtem hause. Mit goldbulle. Z.: Eberh. erzb. v. Salzburg, Otto bisch. v. Freising, Cunr. bisch. v. Regensburg, Sifr. bisch. v. Augsburg, Ludw. pfalzgr. am Rhein und herz. v. Baiern, Liup. herz. v. Oestreich, Rapoto pfalzgr., Heinr. dessen br. gr. v. Ortenberg, Bert. gr. v. Greifsbach, Egeno gr. v. Urach, Heinr. edler v. Nife, Marq. schreiber. Ego Chunradus etc. Per m. Heinrici Constantiensis prepositi regalis aule prothonotarii. Hennes Cod. ord. Teut. 31. Huill. 1,510. ~ Mit 1216, ind. 5, reg. rom. 5, sic. 18. So aus dem trefflichen copialbuch des Deutschordens sec. 13 in Berlin mit viii. kal. iunii. Eine abschrift de 1521 in Stuttgart giebt dieselbe urk. mit viii. kal. iulii. [Ich folge der letztern angabe einmal wegen der unterstützung, welche die beiden folgenden sichtlich unter ganz gleichen verhältnissen entstandenen urkk. bieten. Dann weil einzelne zeugen am 25 mai nicht wohl zu Augsburg sein konnten. Denn herzog Leopold urkundet am 15 mai zu Admont, Urkkb. des L. ob der Enns 2,589 ex or., der erzbischof von Salzburg aber am 4 iuni zu Friesach, Meiller Salzb. Reg. 214 ex or. ‒ Andererseits war freilich herzog Leopold sicher auch am 24 iuni nicht zu Augsburg, da er am 24 iuni zu Neuburg urkundet und am 9 iuli bereits in Friaul ist; vgl. Meiller Babenb. Reg. 122. Diese verhältnisse scheinen darauf zu deuten, dass die zeugenreihe schon zu Passau entstanden ist, wo sich alle hier genannten als zeugen finden bis auf den erzbischof von Salzburg und den bischof von Augsburg. Von diesen freilich war der erste nach dem angeführten haltpunkte fast sicher, dieser höchst wahrscheinlich nicht zu Passau, so dass sie erst bei der ausfertigung zu Augsburg der zeugenreihe zugefügt sein dürften.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Verfasser. Schlußformeln und Protokoll von FB verfaßt. Zinsmaier, Untersuchungen 386. Transsumpt des Dekans Johannes Heylmann aus Wimpfen im Tal von 1251 VI. 13 in Wien, Deutschordenszentralarchiv.
Charter: RI V,1,1 n. 911
Date: 1217 iuni 24
Abstract: Friedrich II. bewilligt dem Deutschorden alle rechte und freiheiten welche der kirche und dem hospital von St. Johann zu Jerusalem in Sicilien und Apulien zu wasser wie zu lande zustehen. Zeugen wie vorher. Ego Chunradus etc. Per m. Heinrici etc. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1216, Rom. 5, Sic. 18, ind. 5, 8 kal. iulii. Verbesserungen und Zusätze: Zu ergänzen: bewilligt dem Deutschorden alle rechte, die den Templern und Johannitern im königreiche durch verleihungen Rogers I, Wilhelms I und II und seines vaters, des kaisers Heinrich, zustehen. Verbesserungen und Zusätze (1983):Wiederholt teilweise BF. 910. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,121 Nr. 145.
Charter: RI V,1,1 n. 914
Date: 1217 iuli 17
Abstract: Friedrich II. benachrichtigt seine burgmänner in Werd dass er dem kloster Heisterbach gestattet habe mit seinem schiff belastet mit wein oder andern producten und bedürfnissen des klosters zollfrei bei Werd vorbei zu fahren. Lacomblet Urkb. 2,26. Huill. 1,520. ‒ Blos mit ind. 5. Verbesserungen und Zusätze (1983):Verfaßt von FD, geschrieben von demselben Schreiber wie BF. 913 und 932. Zinsmaier, Untersuchungen 413. Or. in Düsseldorf, HStA., Heisterbach Nr. 32. Kopien 15. und 18. Jh. daselbst. Beschreibung: Philippi 74. Druck: UB. der Abtei Heisterbach 140 Nr. 37.
Charter: RI V,1,1 n. 913
Date: 1217 iuli 00
Abstract: Friedrich II. nimmt die kirche zu Beromünster in constanzer dioces in seinen schutz, bestätigt derselben ihre guten gebräuche, will allein deren vogt sein. Herrgott Gen. 2,226. Huill. 1,519. Verbesserungen und Zusätze (1983):In sizilischer Fassung und mit BF. 932 für die Kirche zu Zürich fast wörtlich übereinstimmend, von derselben fremden Hand wie BF. 914 und 932 (vermutlich Empfängerhand) geschrieben. Zinsmaier, Untersuchungen 448, 453 f., 456. Or. in Beromünster, Stiftsarchiv, Fasz. 4. Druck: Urk. von Beromünster 1,86 Nr. 16. Regest: Quellenwerk I. 1,122 Nr. 253.
Charter: RI V,1,1 n. 916
Date: 1217 aug. 15
Abstract: Friedrich II. restituirt dem Werner probst von Selbold (westlich von Gelnhausen) auf dessen bitte die seiner zeit von der gräfin Gisla dieser kirche vermachte, dann aber von seinen vorfahren auf unrichtige darstellungen an weltgeistliche vergebene pfarrei Grinda, unter zustimmung des mit dem dritten theile des patronats belehnten Gerlach von Büdingen. Z.: Ludw. herz. v. Baiern, Ad. gr. v. Schauenburg, Burc. gr. v. Lauterberg, Gerl. v. Büdingen, Phil. v. Boland, Conr. v. Ysenbach, Sifr. ritter v. Selbold, Heinr. ritter v. Selbold, Sigenand centgraf, Heinr. Dene, Rueker centgraf, Gozim prior v. Mirolda, Gerl. pfarrer zu Gelnhusen u. br. Alb. v. Mirolda. Wenck Urkkb. 2,135. Würdtwein Dioc. Mog. 3,162. Huill. 1,521. ‒ [Nach theilweise starken abweichungen der beiden altern drucke, vergl. Huill., muss es zwei verschiedene ausfertigungen gegeben haben. Die zeugen beziehen sich zweifellos zunächst auf die zu Gelnhausen vorgenommene handlung; vergl. vorher.] Verbesserungen und Zusätze: betr. die pfarrkirche zu Grinda (Niedergründau) Hess. Urkb. II 1,103 ex or. — Mit 1217 ind. 5 epact. 11 conc. 6, wobei alles stimmt. Darnach wohl nur besiegelt. Vom pabste 1219 märz 14 bestätigt. Hess. Urkb. II 1,107. P. 5496. 6007. Vgl. nr. 915a. 14660. Verbesserungen und Zusätze (1983):= 14660. Beide Fassungen in kanzleifremdem Wortlaut. Ausfert. I von unbekannter Hand mundiert. Or. in Birstein, Fürstl. Isenburgsche Rentkammer, Urkunden Nr. 4. Druck: Reimer, UB Hanau I, 104 Nr. 131. Regest: Battenberg, Isenburger Urkunden (Darmstadt/Marburg 1976) Bd. 1,10 Nr. 32. Dort i. d. Zeugenliste Mirolda = Meerholz, Kloster.
Charter: RI V,1,1 n. 917
Date: 1217 nov. 8
Abstract: Friedrich II. bestätigt der Marienkirche zu Altenburg die derselben vom dortigen burggrafen Albert gemachte schenkung von vier mansen und acht äckern in der villa Stenvitz. Z.: Alb. erzb. v. Magdeburg, Otto bisch. v. Wirzburg, Cunrad bisch. (ehemals v. Halberstadt) u. mönch in Sichem, Otto dompr. in Magdeburg, Ludw. herz. v. Baiern u. pfalzgr. am Rhein, Theod. markgr. v. Meissen, Ludw. landgr. v. Thüringen, der markgr. v. Baden, Guncelin v. Crozuc, Rich. cämmerer, marsch. Ans. v. Justingen, Dito v. Ravensburg cämmerer, Sifr. v. Hagenau marsch., Heinr. v. Coldiz, zwei brüder v. Wida, Heinr. richter v. Crimaschau, Friedr. v. Groitsch, Herm. v. Schonenburg, Bernh. v. Steniwiz, Hugo v. Crivzs (Kriebitsch bei Altenburg). Schumacher Beitr. 86. Huill. 1,524. Korrespondenzbl. des Gesammtvereins 1868 s. 25 ex or. ‒ Mit 1217 und ind. 6. Verbesserungen und Zusätze (1983):Unter Verwendung von BF. 783 verfaßt und geschrieben vom Empfänger (Bergerhand 1). Or. in Altenburg, StA. Druck: Altenburger UB. 73 Nr. 88. Regest: Cod. dipl. Saxoniae I. 3, 179 Nr. 243 -- Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 1770.
Charter: RI V,1,1 n. 918
Date: 1217 nov. 17
Abstract: Friedrich II. ersucht das domcapitel zu Meissen ut magistrum Nicolaum subdiaconum pape et canonicum Misnensem, quem pro negotiorum suorum promotione necessarium habet, absentem tanquam presentem reputent, cum regalis sit iuris unum de qualibet ecclesia cathedrali ad nostra obsequia posse assumere. Kreysig Beitr. 2,5. Huill. 1,526. Cod. Sax. regiae II 1,82. ‒ Mit ind. 6. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Hersteller. Or. (geschlossener Brief) in Dresden, StA., Nr. 213. Beschreibung: Philippi 74. Druck: MGH. Constit. II, 74 Nr. 60. Regest: Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 1771 -- Altenburger UB. 75 Nr. 89 -- Schieckel Nr. 239. Deutsche Übers.: Weinrich 368 Nr. 92.
Charter: RI V,1,1 n. 920
Date: 1217 dec. 29
Abstract: Friedrich II. verleiht und schenkt dem erwählten Bertold von Brixen alle silbergruben so wie alle andern von metall und salz welche in seinem hochstift möchten gefunden werden. Z.: Friedr. bisch. v. Trient, Ludw. herz. v. Baiern, Herm. markgr. v. Baden, Eberh. gr. v. Helfenstein, Egino gr. v. Urach, Heinr. u. Alb. br. v. Neiffen, Albero u. Berth. br. v. Wangen, Ans. v. Justingen hofmarsch., Eberh. truchs. v. Tanne, Dieto cämm. v. Ravensburg, Jacko v. Triwesheim. Hund Metrop. 1,476. Lünig Reichsarch. 17,149. Mon. Boic. 30a,61. Huill. 1,526. Sinnacher Beitr. 4,180. ‒ Mit 1218, ind. 6. Verbesserungen und Zusätze: *Spergs Tirol. Bergwerksgesch. 278. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Verfasser, gleicher Schreiber wie in BF. 921. Or. in Brixen, Bischöfl. Hofarchiv, Ob. Arch. Urk. Nr. 29 (L. 2 n. 10). Druck: v. Wolfstrigl-Wolfskron, Die Tiroler Erzbergbaue S. 421 Nr. VII. -- Santifaller, Die Urk. der Brixner Hochstifts-Archive S. 65 Nr. 60 mit unrichtiger Schriftzuweisung (zu Taf. XII). Regest: Nürnberger UB. 1,101 Nr. 152 -- Tiroler UB. 2, 160 Nr. 721.
Charter: RI V,1,1 n. 921
Date: 1217 dec. 29
Abstract: Friedrich II. schenkt demselben und der kirche desselben die hälfte der kinder Gebhards von Starchenberg und alle kinder Rüdigers von Matray. Zeugen wie vorher. Mitgetheilt von Pertz. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1218, ind. 6. Verbesserungen und Zusätze (1983):Textberührung mit BF. 920, Verfasser unbekannt. Gleicher Schreiber wie in BF. 920. Or. in Wien, HHStA. Beschreibung: Philippi 74 (irrig mit BF. 920 bezeichnet). Druck: Winkelmann, Acta imp. 1, 122 Nr. 146. Regest: Nürnberger UB. 1,101 Nr. 153 -- Tiroler UB. I. 2, 160 Nr. 721 und 722.
Charter: RI V,1,1 n. 919
Date: 1217 dec. 00
Abstract: Friedrich II. schenkt dem kloster Steingaden die kirche zu Schardis nebst allem zugehör. Z.: Sifr. bisch. v. Augsburg, Friedr. bisch. v. Trient, Bert. erw. v. Brixen, Ludw. pfalzgr. am Rhein und herz. v. Baiern, Herm. markgr. v. Baden, Rapoto pfalzgr. v. Ortenberg, Heinr. markgr. v. Burgau, Herm. gr. v. Dillingen, Ans. reichsmarschall. Mon. Boic. 6,508. Huill. 1,528. ‒ Mit 1218, ind. 6; [also nach dec. 25, aber wahrscheinlich vor den folgenden urkk., da der übergang von Nürnberg nach Wimpfen ein sehr rascher ist.] Verbesserungen und Zusätze: betr. die kirche zu Schardis (Tschars im Vintschgau, vgl. aber nr. 782). Verbesserungen und Zusätze (1983):Zu sizilischer Fassung. Zinsmaier, Untersuchungen 456. Schreiber in Steingaden von 1227 bis Jahrhundertmitte nachweisbar. Echtheitsfrage vorerst nicht zu entscheiden. Or. (?) in München, HStA., KS. 639. Beschreibung: Philippi 74. Druck: Tiroler UB. 2, 159 Nr. 720. Regest: Nürnberger UB. 1,101 Nr. 154. In beiden UB. Echtheit in Frage gestellt: Abb.: A. Auer, Kloster Steingaden als Grundherr im Etschland. 1934. Taf. 1.
Charter: RI V,1,1 n. 903
Date: 1217
Abstract: Friedrich II. verbietet seinen beamten in Werd von den dortigen häusern des klosters Kaisheim abgaben zu erheben. Mon. Boic. 30a,62. Huill. 1,519. ‒ Mit 1218 und ind. 5; [nach letzterer wahrscheinlich in dieses iahr zum mai oder iuni gehörend.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Von einem Kanzleifremden (vermutlich Empfänger) verfaßt und geschrieben. Or. (mit Rasuren in der Datierung) in München, HStA., KS. 630. Beschreibung: Philippi 73. Regest: Hoffmann, Die Urk. des Reichsstiftes Kaisheim S. 30 Nr. 36.
Charter: RI V,1,1 n. 895
Date: 1217
Abstract: Friedrich II. befiehlt (als könig) allen seinen schultheissen in Schwaben, dass, wenn auf seinen befehl und zu seinem bedarf in seinen städten und orten (civitates et suburbia) eine collecte erhoben wird, die dort befindlichen häuser des abtes und des conventes von Salem davon befreit sein sollen. Huill. 1,501. ‒ Ohne alle datirung. Es fehlt der königstitel von Sicilien, aber es heisst ausdrücklich Fridericus secundus, während auch andere gründe gegen Friedrich I sprechen würden. Einreihung unsicher. Verbesserungen und Zusätze: v. Weech Cod. dipl. 1, 141 ex or. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Verfasser. Zinsmaier, Diplome des Kl. Salem 20.
Charter: RI V,1,1 n. 915
Date: 1217
Abstract: Friedrich II. Anwesenheit nach der nur mit iahr 1217 versehenen urk., durch welche Gerlach von Büdingen auf ein drittel des patronat der kirche zu Grinda verzichtet (vgl. nr. 916) und dabei bemerkt, dass der probst von Selbold coram rege apud Geilnhusen sein recht auf die kirche durch zeugniss der ministerialen des reichs und der nachbarschaft erwiesen habe. Würdtwein Dioc. Mag. 3,163. Huill. 1,522. Verbesserungen und Zusätze: Die urk. Gerlachs von Büdingen auch Hess. Urkb. II 1,105. Vgl. folg.
Charter: RI V,1,1 n. 894
Date: 1217
Abstract: Friedrich II. gestattet dem kloster Salem auf dessen gute zu Woltingen am see eine mühle zu bauen. Copialbuch 1,130. Huill. 1,500. Verbesserungen und Zusätze (1983):Vermutlich Diktat des Empfängers, Sicherungsformel von BF. 868. Schrift von Salemer Hand II. Datierung wahrscheinlich nachgetragen. Ulme vermutlich später eingefügt. Zinsmaier, Diplome des Kl. Salem 15 ff, Studien 479. Or. in Karlsruhe, GLA., KS. D 22. Beschreibung: Philippi 73.
Charter: RI V,1,1 n. 905
Date: 1217
Abstract: Friedrich II. ist zeuge in einer urk. des pfalzgrafen Rabodo und des Heinrich, grafen von Ortenburg, wonach diese dem kloster Waltsassen durch die hand von dessen fundator [grundeigenthümer als nachfolger des markgrafen Diephold von Vohburg, der 1133 das kloster stiftete,] des römischen königs und königs von Sicilien Friedrich ihr gut Sevarn gaben und dagegen durch desselben and Tirschenreut erhielten, während nach langem streite durch rechtsspruch der fürsten entschieden wurde, dass, weil die übergabe durch den salmann Albert Luzmann wegen dessen todes vor einigen iahren nicht erfolgen und dessen söhne als minderiährige ihn nicht vertreten konnten, der graf Conrad von Mosburg als nächster verwandter der söhne dieselbe statt ihrer vollziehen solle. Actum solenniter Ratispone coram rege Friderico et principibus subscriptis. Z.: Fr. könig der Römer u. könig Siciliens, die bisch. Ulr. v. Passau u. Sifr. v. Augsburg, Ludw. Rheinpfalzgr. u. herz. v. Baiern; die gr. Egno v. Urach, Eberh. v. Helfenstein, Ulr. v. Thetindorf, Meinh. v. Roteneck, Heinrich comes Pfreind(?), Calhoch v. Kirchberg u. Heinr. u. Beringer br. v. Altendorf; dann Berth. v. Neiffen u. Heinr. dessen sohn, Gunzelin v. Crozuk, Ulr. v. Wistinvelt, Conr. v. Osterna, Otto v. Werd, Wigand v. Rumthingen, Heinr. Talnitz, Wolfram v. Kranzberg, Heinr. v. Kinsberg u. Heinr. dessen sohn u. Ludw. sohn seines schwiegervaters, Cuno u. Rudger v. Libenstein, Marq. v. Wagau, Godfr. v. Sulzberg, Rupert de Lapide, Alb. Rindsmul, Habard v. Outhingen, Arn. v. Schenfelt, Conr. v. Werd cämmerer des königs, Otto Bugberg, Gerung u. Otto v. Mura, Herwich v. Wartmangingen, Friedr. v. Walthurn u. Ulr. dessen sohn, Friedr. v. Schonburg. Lünig Corpus feud. 3,613. ‒ Blos mit 1217; nach den zeugen sicher hier einzureihen.
Charter: RI V,1,1 n. 923
Date: 1218 ian. 3
Abstract: Friedrich II. wiederholt dem Deutschorden wörtlich die urk. d. d. Augsburg 24 iuni 1217, schenkung von iährlichen 200 goldunzen für winterbedürfnisse betr., doch mit einfügung dass seine gemahlin Constanze und sein sohn Heinrich dazu eingewilligt haben. Mit denselben zeugen wie damals, was wohl auf einem versehen bei der ausfertigung beruht. [Vergl. die vorige urk. und Beitr. zur Urkkl. 1,323.] Abschriftlich durch Pertz aus den päbstlichen regesten. Huill. 1,531. Mortillaro Elenco delle pergamene della Magione 16. ‒ Mit 1218, ind. 6, Rom. 6, Sic. 19. Verbesserungen und Zusätze: Aus der päbstl. bestätigung 1218 märz 21 Registr. l. 2 ep. 958. — Sind hier die zeugen von nr. 910 wiederholt, so doch nicht das Per man. Heinr. Constant. etc.
Charter: RI V,1,1 n. 922
Date: 1218 ian. 3
Abstract: Friedrich II. verleiht und schenkt dem Deutschorden (in wiederholung seiner urk. vom dec. 1216) in betracht der frömmigkeit und zucht welche bruder Hermann der hochmeister und andere brüder desselben bewährten, mit einwilligung seiner gemahlin und mitregentin Constantia und seines sohnes Heinrichs 150 goldunzen iährlicher einkünfte von der münze von der duane und von andern einkünften der stadt Brindisi im tausch gegen überlassung einer ungenannten besitzung in Deutschland. Z.: Sifr. erzb. v. Mainz. Ber. erzb. v. Palermo, Rainald Gentilis erzb. v. Capua, Ekb. bisch. v. Bamberg, Ulr. bisch. v. Passau, Lup. herz. v. Oestr. u. Steier, Ludw. herz. v. Baiern und pfalzgr. am Rhein, Otto herz. v. Meran, Bern. herz. v. Kärnthen, Wilh. markgr. v. Montferrat, Wilh. Porcus admiral, Herm. markgr. v. Baden, Anselm marsch. v. Justingen, Walter schenk v. Schipf, Ulr. v. Minzenberg, Phil. v. Bolanden, Rich. cämmrer. Ego Conradus etc. Abschriftlich durch Pertz. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1218, ind. 6, reg. rom. 6, sic. 19. [Die neuausfertigung dieser und der folgenden urk. geschah zweifellos nur, weil in der früheren die einwilligung von gemahlin und sohn nicht erwähnt war. Dabei wurde sichtlich die frühere zeugenreihe wiederholt mit zufügung des cämmerer, obwohl jetzt der bischof von Bamberg und die herzoge von Oesterreich und Meran im heiligen lande waren.] Bezeichnend für Friedrichs schon damals gehegte absichten ist es, dass sein sohn Heinrich [ietzt] nicht mehr den titel eines königs von Sicilien führt, von dem derselbe doch früher in gemässheit seiner königsweihe gebrauch machte, [und der ihm 1217 feb. 13 auch in Deutschland noch von Friedrich beigelegt wurde.] Verbesserungen und Zusätze: Aus dem orig. der päbstlichen bestätigung 1218 märz 22 (Registr. Hon. l. 2 ep. 957) zu Neapel. Vgl, Ficker Urkundenlehre 1,323. Verbesserungen und Zusätze (1983):Wiederholt etwas verkürzt VU. BF. 887. Transsumpt von 1521 VI. 13 in Wien, Deutschordenszentralarchiv. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,123 Nr. 147. Regest: Pettenegg Nr. 25.
Charter: RI V,1,1 n. 508
Date: 1218 ian. 15
Abstract: Otto IV. tauscht dienstmannen mit bischof Sifrid von Hildesheim indem er demselben die ehefrau Sifrids von Borsem und die ehefrau des marschall Conrad mit deren kindern überlässt, und dagegen Eckbert den erstgebornen des kaiserlichen hoftruchsess Gunzelin erhält. Or. Guelf. 3,828. Cod. dipl. zu Mosers Br. Lüneb. Staatsr. 433. Asseburg, Urkkb. 1,64. ‒ Mit 1218, reg. 20, imp. 9. Vergl. die gegenurk. des bischof mit 1218, consecr. 1. Asseburg. Urkkb. 1,64. ‒ Blos mit reg. 20 und imp. 9. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: UB. des Hochstifts Hildesheim 1,671 Nr. 706.
Charter: RI V,1,1 n. 924
Date: 1218 ian. 00
Abstract: Friedrich II. bestätigt auf ansuchen des Berard, sohnes des grafen Berard von Loreto, demselben die grafschaft Loreto unter vorbehalt dreier, für die mutter desselben bestimmten schlösser, ferner das vom kaiser Heinrich VI verliehene land an der küste bei Pescara, und endlich die grafschaft Conversano. Z.: Dietr. erzb. v. Trier, B. erzb. v. Palermo, der bisch. v. Augsburg, Otto herz. v. Meran u. pfalzgr. v. Burgund, Wern. v. Boland truchsess, gr. Lambert, gr. Ludw. v. Wirtemberg, gr. Hartm. v. (Kiburg), W. v. Schipf schenk, Ildebrand marsch. v. Rechberg, Guil. Porcus admiral, Rich. cämmerer, Reinald Gentilis sicil. protonotar, Andreas logothet. Ego Conradus etc. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit den nicht zusammenstimmenden angaben 1217, ind. 5, Rom. 6, Sic. 19. Ich reihe hier ein, da zwar nur Rom. 6 bestimmt auf 1218 weist, aber auch 1217 und Sic. 19 nach brauch der canzlei ihm entsprechen können, dann insbesondere hier das itinerar sehr gut stimmt, während im ian. 1217 die ortsangabe selbst bei annahme einer verschiebung sich nicht leicht erklären würde. Andererseits stimmen die zeugen, vielfach selbst in der stellung, so auffallend mit den zeugen der urk. von 1216 dec. für Palermo, dass die zeugenreihe sicher zunächst in iene zeit gehört. Nach allem möchte ich annehmen, dass es sich bei dieser, wie bei den beiden vorhergehenden urkk. um eine neuausfertigung handelt, und dabei ausser den zeugen auch ein oder andere iahresangabe wiederholt sein mag. Auffallend ist est, dass in nr. 887 vom dec. 1216 und ebenso in der wiederholung nr. 922 Rainald Gentilis erzbischof von Capua an der ihm gebührenden stelle steht, hier ein protonotar Reinald Gentilis an untergeordneter stelle genannt ist, während nr. 886 nur den Berard Gentilis grafen von Nardo aufführt. Es wird irgend ein versehen anzunehmen sein, das damit zusammenhängen mag, dass der logothet Andreas zugleich sicilischer protonotar war, vgl. zum 20 sept. 1219. Verbesserungen und Zusätze (1983):Bestätigt D. Constanzes I. von (nach 1197 IX. 28 -- vor 1198 V. 17) Ries Nr. 82. In sizilischer Fassung. Zinsmaier, Untersuchungen 456. Von unbekannter Hand geschrieben. Beschädigtes Or. in Rom, Vatikan. Bibliothek, Chigiana E VI 183 perg. 4. Beschreibung: Philippi 74. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,124 Nr. 148 -- Rassegna Pugliese 27 (1912), 39.
Charter: RI V,1,1 n. 927
Date: 1218 ian. 00
Abstract: Friedrich II. verleiht und bestätigt dem nonnenkloster Königsbrück den hof zu Rotbach, und befreit denselben von der entrichtung ieglichen zehntens. Z.: H. markgr. v. Baden, Ans. marsch. v. Justingen, Rich. cämmrer, Heinr. küchenmeister. Schöpflin Als. dipl. 1,333. Huill. 1,533. ‒ Mit 1218, ind. 6. Verbesserungen und Zusätze (1983):In sizilischer Fassung. Zinsmaier, Untersuchungen 456. Kopie in Straßburg, Archives dép., Austausch mit Baden 1,56 in einem Rodel des Klosters Königsbrück.
Charter: RI V,1,1 n. 926
Date: 1218 ian. 00
Abstract: Friedrich II. nimmt das kloster Allerheiligen im Schwarzwald am bach Nortwasser gelegen, welches herzog Welf und dessen gemahlin Uda stifteten, sammt den dortigen klosterbrüdern und zugehörigen besitzungen in seinen besondern schutz. Z.: Herm. markgr. v. Baden, Sib. gr. v. Werd, Eberh. v. Eberstein, Ans. marsch. v. Justingen, Wern. truchs. v. Boland u. dessen br. Philipp, Heinrich küchenmeister v. Rotenburg. Schöpflin Als. dipl. 1,333. Hugo Ann. Prem. 2,279. Huill. 1,532. ‒ Mit 1218, ind. 6. Verbesserungen und Zusätze (1983):In sizilischer Fassung. Zinsmaier, Untersuchungen 456.
Charter: RI V,1,1 n. 929
Date: 1218 feb. 00
Abstract: Friedrich II. nimmt das von seinen vorfahren zu Hagenau gestiftete hospital sammt allem zugehör in seinen besondern schutz, will dass probst und brüder daselbst in gemässheit der stiftung dem premonstratenserorden angehören, und bestätigt demselben hospital seine genannten besitzungen worunter insbesondere die kirche in Baldenborn. Z.: Sib. gr. v. Werd, Heinr. gr. v. Zweibrück, Rud. gr. v. Habsburg, Herm. markgr. v. Baden, Gerl. v. Büdingen, Anselm marsch. v. Justingen, Wern. truchs. v. Boland u. Phil. dessen bruder. Ego Conradus etc. Ex copia sec. 18 in Strassburg. Huill. 1,534. ‒ Mit 1218, ind. 6, Rom. 6, Sic. 19. Verbesserungen und Zusätze (1983):In sizilischer Fassung. Benützung der VU. BF. 176 für Besitzformel. Zinsmaier, Untersuchungen 456. Transsumpt in D. Albrechts I. von 1299 IV. 14 und Heinrichs VII. von 1309 III. 25 in Straßburg, Archives dép., H 1219 (6. 7 bis). Druck: Hanauer, Cartulaire de Saint-Nicolas de Haguenau S. 9 Nr. 9. Regest: Steinacker, Reg. Habsburgica Nr. 115 -- Pöhlmann-Doll, Reg. der Grafen von Zweibrücken Nr. 58.
Charter: RI V,1,1 n. 928
Date: 1218 feb. 00
Abstract: Friedrich II. meldet dem convente von Luxeuil und den mannen der abtei, dass er den laut ihrer schreiben rechtmässig zum abte gewählten Simon in seinen schutz genommen und mit den regalien investirt habe, und gebietet ihm als ihrem rechten prälaten zu gehorchen und das ihm zukommende zu leisten. Huill. 1,536. ‒ Blos mit 1218.
Charter: RI V,1,1 n. 930
Date: 1218 märz 16
Abstract: Friedrich II. nimmt das kloster Luders in der diocese Bisanz in seinen schutz, und bestätigt dessen besitzungen und rechte. Lünig Reichsarchiv 19,971. Würdtwein Nova Subs. 13,229 zum 26 märz. Huill. 1,537. ‒ Mit 1218, ind. 6. Verbesserungen und Zusätze: <span class="spaced">Luders — Lure, Haute-Saone. Verbesserungen und Zusätze (1983):Text gleichlautend mit BF. 913 für Beromünster und 932 für die Kirche zu Zürich. Vermutlich Empfängerausfertigung. Zinsmaier, Untersuchungen 453. Vollst. Druck nur: Lünig, Reichsarchiv 19,971.
Charter: RI V,1,1 n. 931
Date: 1218 märz 16
Abstract: Friedrich II. nimmt auf bitte seines blutsverwandten des Libald von Bafroimont dessen burg Bafroimont sammt zugehörigen vasallen leuten und besitzungen in seinen besondern schutz, und bestätigt demselben Libald alle gute gewohnheiten deren seine vorfahren sich gebrauchten. Schöpflin Als. dipl. 1,333. Huill. 1,538. ‒ Mit 1218, ind. 6. Verbesserungen und Zusätze: Instructions adressées par le comité des travaux histor. (Paris 1890) 53 mit facs. — Wie Delisle das. nachweist, freche fälschung des iahrs 1758, bei der die formulirung und datirung von nr. 930 und ein echtes siegel benützt ist. Durch den nachweis dieser fälschung wird auch nr. 3954 ebenfalls für Libald verdächtig. Verbesserungen und Zusätze (1983):Nachweis der Fälschung unter Benützung von BF. 930 auch bei Scheffer-Boichorst, Die gefälschten Kaiserurkunden für Bauffremont und ihre echten Muster, in: Neues Archiv 20 (1895), 179 und: Zur Geschichte des 12. und 13. Jhs. S. 123--132.
Charter: RI V,1,1 n. 932
Date: 1218 märz 17
Abstract: Friedrich II. nimmt das münster und die kirche zu Zürich mit clerikern leuten besitzungen und rechten in seinen besondern schutz, bestätigt deren gute gewohnheiten, will allein deren vogt sein. Schöpflin Als. dipl. 1,333. Tschudi Chr. 1,116. Mém. de la Suisse Rom. 2,141. Huill. 1,539. Wyss Gesch. der Abtei Zürich 55. ‒ Mit 1218, ind. 6. ‒ [Huill. 1,935 erwähnt nach Guesnay Ann. eccles. de Marseille 350 und nach Saxius ap. Mencken Scr. 1,276 ein bestätigungsprivileg für den erzbischof Hugo von Arles von 1218. Das möchte etwa hieher gehören, da der könig sich zn Breisach mit burgundischen sachen beschäftigte. Aber wenigstens Saxius nennt keineswegs ausdrücklich das iahr 1218, so dass ich vermuthe, es handle sich um die privilegien von 1225 märz, vgl. unten, welche den eindruck machen, als seien es die ersten an Hugo verliehenen. Auch findet sich im archive von Arles zu Marseille kein privileg von 1218.] Verbesserungen und Zusätze: Urkb. v. Zürich 1, 271 ex or. Verbesserungen und Zusätze (1983):Wiederholt den Text von BF. 913 für Beromünster. Gleiche kanzleifremde Schrift wie in BF. 914 für Kloster Heisterbach. Wahrscheinlich Empfängerausfertigung. Zinsmaier, Untersuchungen 454. Or. in Zürich, StA., Propstei 9 b. Beschreibung: Philippi 74. Abb.: Strahm, Die Berner Handfeste. Taf. III. Regest: Quellenwerk I. 1,123 Nr. 257.
Charter: RI V,1,1 n. 934
Date: 1218 apr. 8
Abstract: Friedrich II. gestattet dass die brüder des klosters Eberbach, wegen der zuneigung welche sein vater dieser kirche gewidmet hatte, mit ihren schiffen und gegenständen auf dem Rheine zu Boppard und an allen reichszollstätten zollfrei sein sollen. Per m. Cunradi etc. Ex or. in Idstein. Rossel Urkkb. von Eberbach 1,199. Forsch. zur deutschen Gesch. 16,92. ‒ Blos mit 1218. Ein zweites ganz gleichlautendes or. daselbst ist [von 6. kal. statt 6 id. apr. datirt. Wahrscheinlicher, als ausfertigung an beiden tagen, ist verschreiben des datum in der einen. Wird in den Forsch. a. a. o. die ausfertigung vom 8 apr. für die vorlage gehalten, so stimmt damit, dass im andern falle der übergang von Breisach nach Mainz ein allerdings zulässiger, aber doch auffallend rascher sein würde.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Wiederholung der VU. BF. 704 und 750. Zwei Orr. in verschiedener, nichtkanzleimäßiger Schrift in Wiesbaden, HStA. Beschreibung: Philippi 74.
Charter: RI V,1,1 n. 935
Date: 1218 apr. 15
Abstract: Friedrich II. (apud Franckenfurth) nimmt die burg (burgum) Bern in Burgund, welche Bertold herzog von Zähringen mit aller freiheit wie Conrad Freiburg erbaut, und mit bestätigung kaiser Heinrichs VI und der einwilligung der fürsten mit cölner stadtrecht begabt hat, nebst deren ietzigen und künftigen bürgern unter seine und des römischen reichs herrschaft und beschirmung, macht dieselben frei von ieder dienstlichen leistung ausser dass iede hofstätte von hundert fuss länge und sechzig fuss breite iährlich zwölf denare grundsteuer an das reich zu zahlen hat, und bestätigt denselben in einer sehr umfassenden und höchst merkwürdigen urkunde ihre rechte und freiheiten. Presentibus et annuentibus corone nostris principibus, videlicet ... dei gratia Mettensi et Spirensi episcopo cancellario nostro, ... eadem gratia Babenbergensi episcopo, Lodewico de Oetingen, Gothfrido de Hohenlon, Anselmo de Justingen consiliario curie nostre, magistro Chunrado de Ulma notario nostro, Eberhardo de Wintersteten pincerna, Chunrado de Walpurch dapifero, ... de Papenheim marescalco nostro. Mit goldbulle. Schöpflin Hist. ZarBad. 5,146. Schreiber Urkb. von Freiburg 1,26‒42. Huill. 1,541. Walter Versuch zur Erläuterung des vaterländ. Rechts 134. König Beitr. zur Bernischen Rechtsgesch. 1,4. Gaupp Deutsche Stadtrechte 2,44. Zeerleder Urkk. von Bern 1,182. Fontes rer. Bern. 2,2. ‒ Mit 1218, ind 6. Mir lag auf der hiesigen stadtbibliothek das treffliche facsimile in steindruck vor, welches dessen verfertiger Matile dorthin geschenkt hat. Schon die mitgetheilte stelle zeigt, dass das original wenn auch acht doch nicht in der gewöhnlichen schreibart der damaligen reichscanzlei abgefasst ist. [Die unechtheit dürfte keinem zweifel unterliegen; die fälschung wird in den ersten zeiten könig Rudolfs geschehen sein. Vgl. Wattenwyl Gesch. der Stadt u. Landsch. Bern 1,353. Fontes rer. Bern. 2,2. Für die zeugenreihe mag irgendwelche echte vorlage benutzt und willkürlich umgestaltet sein. Der truchsess Conrad dürfte sich aus einem missverstehen der sigle E. ergeben haben; vgl. Wiener Sitzungsber. 39,480. Gottfrid von Hohenlohe ist vor 1223 nie zeuge einer königsurk. Eberhard von Winterstetten ist vor 1223 als schenk nicht nachzuweisen. Der marschall Heinrich kommt in dieser zeit selten vor und nennt sich dann von Kalentin, erst später wieder von Pappenheim. Die zeugenreihe entspricht iedenfalls der datirung nicht. Danach muss es mindestens sehr zweifelhaft erscheinen, ob wenigstens ort und zeitangaben gemeinsam einer echten vorlage entnommen sind, wenn auch das bekannte itinerar nicht dagegen spricht] Verbesserungen und Zusätze: Facs. der handfeste für Bern in der Festschrift zur VII Säcularfeier der Gründung Berns (1891). Daselbst tritt A. Zeerleder gegen v. Wattenwyl für die echtheit des ganzen inhalts der angeblich von Friedrich II gegebenen urk. ein, ebenso Hidber, der die ansicht vertritt, dass das vorliegende stück eine zur bestätigung durch Karl IV 1365 gefertigte copie des echten, aber damals beschädigten originals sei. Die anstösse der zeugenreihe werden dabei nicht berücksichtigt. — Vgl. auch Huber Die histor. Grundlage des ehelichen Güterrechts der Berner Handfeste. Basel 1884. 4. Verbesserungen und Zusätze (1983):Fälschung auf der Grundlage eines echten, mit einer Goldbulle besiegelten Deperditums Friedrichs II. von 1218 IV. 15 unter Heranziehung des Freiburger Stadtrodels, der Urk. Herzogs Konrad von Zähringen (erweiterte Form im Tennenbacher Urbar) und weiterer Aufzeichnungen Berner Rechts für den Großteil des Textes und unter Zuhilfenahme weiterer Diplome Friedrichs II., Heinrichs (VII.) und Konrads IV. für die Zeugenliste, geschrieben zwischen 1249--1255 von einem Mönch des Klosters Frienisberg. Angebliches Or. mit echter Goldbulle in Bern, StA., Fach Bern-Freiheiten. Beschreibung: Philippi 74 -- die unten genannten Werke von Strahm und Heinemeyer. Druck: F. E. Welti, Die Rechtsquellen des Kantons Bern. I. Teil. Stadtrechte. I. Bd. Das Stadtrecht von Bern. Arau 1902. 1 (1218--1539), 1--24 mit ältester deutscher Übers. (Anfang 14. Jh.) -- 2. Aufl. dieser Veröffentl. bearb. von H. Rennefahrt und H. Specker, 1971. S. 39--60 -- Keutgen, Urkunden zur städtischen Verfassungsgeschichte. 1901 (Neudruck 1965). 1,126 Nr. 134 -- Strahm, Die Berner Handfeste. S. 152--181 mit moderner deutscher Übers. und Abb. Taf. I und II. Zur Kritik: F.E. Welti, Das Stadtrecht von Bern S. XIX ff. -- Ulr. Stutz, Besprechung in ZRG Germ. Abt. 23 (1902), 349 ff. -- H. Rennefahrt, Freiheiten für Bern aus der Zeit Friedrichs II. (1218--1250/54), in: Zs. für schweizerisches Recht NF. 46 (1927), 413 ff. -- H. Rennefahrt, Die Entstehung der Berner Handfeste, in: Berner Zs. für Geschichte und Heimatkunde. 1941, 205 ff. -- O. Homburger, Das Goldene Siegel Friedrichs II. an der Berner Handfeste, in: Berner Zs. etc. 1941, 220 ff. -- H. Rennefahrt, Zähringer Stadtrecht in der Berner Handfeste, in: Archiv des Histor. Vereins des Kantons Bern 39 (1948), 291 ff. -- Strahm, Die Berner Handfeste. 1953. -- H. Rennefahrt, Um die Echtheit der Berner Handfeste, in: Zs. für Schweizer Geschichte 4 (1954), 177 f. -- Strahm, Um die „Fälschung" der Berner Handfeste, in: Zs. für Schweizer Geschichte 4 (1954), 478 ff. -- H. Rennefahrt, Nochmals um die Echtheit der Berner Handfeste, in: Zs. für Schweizer Geschichte 6 (1956), 145 ff. mit Nachwort von Hs. Strahm S. 175 f. -- P. Zinsmaier, Zur Kritik der Berner Handfeste, in: ZGO 111 (1963), 95 ff. -- W. Schlesinger, Das älteste Freiburger Stadtrecht. Überlieferung und Inhalt., in: ZRG, Germ. Abt. 83 (1966), 64 ff., bes. S. 94 ff. -- W. Heinemeyer, Die Berner Handfeste, in: Archiv für Diplomatik 16 (1970), 214 ff. (umfassender und gründlicher Nachweis der Unechtheit) -- Das Stadtrecht von Bern I und II, 2. Aufl. Bearbeitet und hg. von H. Rennefahrt unter Mitarbeit von H. Specker. 1971. S. 35 ff. Weitere Lit. ebda. S. 689 (J. Brülisauer). Die hier angekündigte Studie von H. Strahm, Ulrich von Bollingen, der Verfasser und Schreiber der Berner Handfeste, ist gedruckt in: Historische Forschungen für Walter Schlesinger, hg. von Helmut Beumann (Köln-Wien 1974) (Nachweis der angeblichen Echtheit auf willkürlicher Zuweisung der Schrift zu Ulrich von Bollingen und Notar Alduin beruhend verfehlt und völlig wertlos). Zu dem genannten Notar (FD) s. Zinsmaier, Urk. Phil. S. 40 ff. und W. Heinemeyer, Ulrich von Bollingen -- Weder Verfasser noch Schreiber der Berner Handfeste, in: Archiv für Diplomatik 24 (1978), 381--407.
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