Collection: Regesta Imperii V,1,1
Grouped by years:
Charter: RI V,1,1 n. 515
Date: 1198 ian. 00
Abstract: Friedrich II. (‒) Dieselbe bestätigt den bürgern von Messina alles, was ihnen der verstorbene kaiser durch sein privileg verliehen hatte. Huill. 1,5. ‒ Mit 1198, ind. 1, reg. Const. una cum Frid. Rom. et Sic. rege anno 3. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Giardina, Capitoli e privilegi di Messina 31 Nr. 10. Regest: Ries Nr. 69.
Charter: RI V,1,1 n. 516
Date: 1198 feb. 00
Abstract: Friedrich II. (‒) Dieselbe verleiht pro remissione peccatorum domini imperatoris legitimi quondam viri nostri dem erzbischofe Paschal von Rossano und dessen kirche angegebene besitzungen im bezirke von Rossano. Ughelli 9,295. ‒ Mit 1198, ind. 1. Bei der hier und sonst gebrauchten weniger feierlichen datirung wird der regierungsiahre und damit der mitregierung Friedrichs nicht gedacht. Verbesserungen und Zusätze:*Heumann De re diplom. imperatricum 246. Verbesserungen und Zusätze (1983):Kopie in Rom, Vatikan. Bibliothek, Cod. Barb. lat. 3205, 259. Regest: Ries Nr. 72 und Anm. S. 89.
Charter: RI V,1,1 n. 517
Date: 1198 märz 6
Abstract: Friedrich II. (‒) Dieselbe bestätigt auf bitten des erzbischofs Berard von Messina und des Wilhelm de Litiano dem bischofe Rainald von Ascoli wegen dessen ergebenheit gegen sie und ihren sohn Friedrich könig der Römer und Siciliens alle besitzungen der kirche desselben innerhalb der gränzen des königreichs. Ughelli It. sacra 1,461. Cappelletti Chiese d'It. 7,726. ‒ Mit 1198 ind. 1. Verbesserungen und Zusätze:*Heumann De re diplom. imperatricum 247. Verbesserungen und Zusätze (1983):Regest: Ries Nr. 73 und Anm. S. 89.
Charter: RI V,1,1 n. 198
Date: 1198 märz 9
Abstract: Otto IV. zeigt in übereinstimmender weise jene heiligsprechung seinen beamten in Aquitanien an; gebietet ihnen den hl. Gerald nach seinem beispiele zu ehren, die feste desselben auf gesuch der mönche von Grand-selve in ihren amtssprengeln anzuordnen, die freiheit des klosters zu achten und für deren achtung durch andere zu sorgen. Teste me ipso. Mabillon Acta 6,850. ‒ Ohne iahresangabe. Der ausstellort ist Bazas südöstlich von Bordeaux, so dass auch dadurch einreihung zu 1197 ausgeschlossen sein würde.
Charter: RI V,1,1 n. 521
Date: 1198 apr. 30
Abstract: Friedrich II. (Panormi) Dieselbe erlaubt dem erzbischofe Berard von Messina auf dessen bitte, bei der krönung ihres sohnes Friedrich könig der Römer und Siciliens nicht anwesend sein zu dürfen, ohne dass das der würde seiner kirche, welche die anwesenheit erfordern würde, nachtheilig sein solle, da seine anwesenheit in iener gegend für ihren dienst sehr nöthig sei. Pirro Sicilia sacra 1,400. Inveges Ann. di Palermo 3,506. Huill. 1,8. Gallo Ann. di Messina 2,77. ‒ Nur mit ind. 1. Verbesserungen und Zusätze:*Heumann De re diplom. imperatricum 248. Verbesserungen und Zusätze (1983):Ausstellungsort: Palermo. Or. in Sevilla, Archiv des Herzogs von Medinaceli. Brühl, in: Deutsches Archiv 34 (1978), 565 Nr. 21. Regest: Ries Nr. 77.
Charter: RI V,1,1 n. 522
Date: 1198 apr. 30
Abstract: Friedrich II. (‒) Dieselbe meldet dem clerus, dem stratigoten, den richtern und dem ganzen volk von Messina iene deren erzbischofe ertheilte erlaubniss. Pirro Sic. sacra 1,400 u. Huill. 1,8 extr. Inveges Ann. di Palermo 3,507. Gallo Ann. di Messina 2,78. ‒ Nur mit ind. 1. Verbesserungen und Zusätze: Winkelmann Acta 1,67. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,67 Nr. 72. Regest: Ries Nr. 78.
Charter: RI V,1,1 n. 520
Date: 1198 apr. 00
Abstract: Friedrich II. (‒) Dieselbe bestätigt und erneuert demselben ebenso ein eingerücktes privileg des grafen Roger, die vereinigung der kirchen von Messina und Traina betreffend. Per m. Ambr. not. Ebenda 46. ‒ Mit iahresangaben wie vorhin. Verbesserungen und Zusätze (1983):Regest: Ries Nr. 75 und Anm. S. 90.
Charter: RI V,1,1 n. 518
Date: 1198 apr. 00
Abstract: Friedrich II. (‒) Dieselbe bestätigt dem bischofe von Chieti Villamagna und Forca. Minieri-Riccio Saggio di cod. dipl. 1,24. ‒ Mit 1198, ind. 1, regni Const. una cum Frid. Rom. et Sic. rege 3. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Chieti, Archivio della curia arcivescovile, Nr. 21. Regest: Ries Nr. 74 und Anm. S. 89 -- A. Balducci, Regesto delle pergamene della curia arcivescovile di Chieti. 1926.1 (1006--1400), 9 Nr. 21. Arch. paleografico Italiano vol. 14 (1954), fasc. 60 tav. 14.
Charter: RI V,1,1 n. 519
Date: 1198 apr. 00
Abstract: Friedrich II. (‒) Dieselbe bestätigt und erneuert wegen der dienste des erzbischofs Berard von Messina dessen kirche zwei eingerückte urkunden des Goffridus Burrellus, schenkungen zu Milazzo betreffend, zum ersatze des privilegs welches in perturbatione Sicilie verloren worden war. Per m. Ambrosii not. Documenti per serv. alla st. di Sicilia 1,44. ‒ Mit 1198, ind. 1, regni Const. 3, Frid. 1. Verbesserungen und Zusätze (1983):Ausstellungsort: Messina. Or. in Sevilla, Archiv des Herzogs von Medinaceli. Brühl, in: Deutsches Archiv 34 (1978), 565 Nr. 19. Regest: Ries Nr. 76 und Anm. S. 90.
Charter: RI V,1,1 n. 523
Date: 1198 mai 00
Abstract: Friedrich II. (in urbe felici) bestätigt mit seiner zuerst genannten [und hier, wie in den folgenden urkk., der ganzen fassung nach als eigentliche ausstellerin erscheinenden] mutter Constantia auf bitte des bischofs Johann der kirche von Cefalù die privilegien der früheren könige und verleiht ihr das casale Odosver. Per m. Philippi not. Pirro Sicilia sacra ed. Mongitore 1,804 extr. Huill. 1,9 extr. Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1198, ind. 1, anno regni Constantie 4, Friderici 1. [Der ortsangabe Panormi in der datirung wird nun in den privilegien so regelmässig die nur in der briefdatirung fehlende bezeichnung: in urbe felici, zugefügt, dass ich von der iedesmaligen anführung glaube absehen zu dürfen.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Datierung: 1198 V. (nach 17). Druck: (F. Daniele), I regali sepolcri del duomo di Palermo riconosciuti e illustrati. Napoli 1784. S. 19f. Anm. t. Winkelmann, Acta imp. 1,68 Nr. 73. Regest: Ries Nr. 109 und Anm. S. 95 f.
Charter: RI V,1,1 n. 524
Date: 1198 mai 00
Abstract: Friedrich II. bestätigt mit seiner zuerst genannten mutter Constantia dem kloster Casamari (bei Veroli) das gut Campus imperatus, welches kaiser Heinrich demselben zum ersatz für früher verliehene einkünfte aus Gaeta gegeben, und alle anderen freiheiten, auch das asylrecht für die kirchen der abtei im königreiche. Per m. Mathei not. Künftig bei Winkelmann. Vgl. Huill. 1,685. ‒ Mit daten wie vorher. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,69 Nr. 74. Regest: Ries Nr. 110 und S. 96.
Charter: RI V,1,1 n. 16
Date: 1198 iuni 27
Abstract: Philipp genehmigt und bestätigt die von bischof Bertrand von Metz (im iahr 1197) in dieser stadt begründete gerichtsordnung. (Tabouillot) Hist. de Metz 4,166. Huguenin Chroniques de Metz 25 nur auszug. ‒ Mit 1199, reg. 1. Bertram bischof von Metz, ein sehr ausgezeichneter mann, war gebürtig aus Sachsen, vorher canonicus von St. Gereon in Cöln und erwählter von Bremen, ein freund Friedrichs I (Friderico imperatori carus admodum et familiaris. Gesta ep. Met. apud Dachery 2,231 u. M. Germ. Scr. 10,546), darum ohne zweifel so eilig zur begrüssung von dessen sohn.
Charter: RI V,1,1 n. 18
Date: 1198 iuni 29
Abstract: Philipp beurkundet den mit könig Philipp von Frankreich eingegangenen freundschaftsbund, dergestalt dass er ihm helfen will gegen Richard könig von England, grafen Otto (von Poitou, der eben nun als gegenkönig auftrat) dessen neffen, Balduin grafen von Flandern und Adolf erzb. von Cöln, mit noch einigen näheren bestimmungen. Handtreulich so gelobt dem bischof von Soissons und beschworen von den bischöfen Conr. v. Wirzburg, Bertrand v. Metz, Diethelm v. Constanz, den grafen Dietr. v. Groitsch, Friedr. v. Zollern, Hartm. v. Kirchberg, Gotfr. v. Vaihingen, Everh. v. Everstein, dann von den rittern seines gefolges Trushard seinem kämmerer, Wern. v. Rossewag, Wern. v. Boland, Wern. v. Zangen (Ceanque). Per m. Conradi imp. aule protonotarii. Martene Coll. 1,1017. Lünig Reichsarch. 4,141. Bouquet Recueil 17,49. Rymer Foedera ed. II 1,70. Leibnitz Cod. iur. gent. 1,6. Or. Guelf. 3,752. Mon. Germ. 4,202. ‒ Mit 1198, reg. 1. Da Richard Löwenherz schon am 6 april 1199 starb, so kann darüber, dass diese und dann auch die urk. vom 27 iuni hierher gehöre, kein zweifel sein. Vgl. über die begünstigung könig Philipps durch könig Philipp August: Gervas. Tilb. ap. Leibnitz 1,943. Desgleichen die schreiben des königs von Frankreich an den pabst in Innoc. Epp. ed. Bal. 1,690. 717. Bouquet 19,369.407. [Ueber die beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich in dieser zeit vgl. Scheffer-Boichorst in den Forsch. zur deutschen G. 8,503 ff.] Verbesserungen und Zusätze:Doeberl Mon. Germ. selecta 9.Verbesserungen und Zusätze (1983):Von unbekanntem Verfasser. Zinsmaier, Urk. Phil. 48. 58. Druck: MGH. Constit. II, 1 Nr. 1. Regest: Cod. dipl. Saxoniae I. 3, 27 Nr. 29 -- Knipping, Reg. der EB. von Köln II. Nr. 1545 -- Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 1079.
Charter: RI V,1,1 n. 525
Date: 1198 iuni 00
Abstract: Friedrich II. verleiht mit seiner mutter auf bitten des erzbischof Bartholomeus der kirche von Palermo das einst dem Guillelmus Orphaninus gehörige haus mit der capelle und zubehör, welche der erzbischof dem Guillelmus Monachus verkaufte, von welchem verkauf noch siebenhundert tarenen zu zahlen waren. Per m. Gosfridi not. Mongitore Bullae 71. Huill. 1,10. ‒ Mit 1198, ind. 1, regni Const. 4, Frid. 1. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Palermo, Archivio storico diocesano. Beschreibung: Philippi 68. Zum Siegel der Kaiserin s. K. A. Kehr, Die Urk. der normannisch-siz. Könige S. 223. Regest: Ries Nr. 111 und Anm. S. 96 f.
Charter: RI V,1,1 n. 526
Date: 1199 juli 00
Abstract: Friedrich II. ertheilt mit seiner mutter dem bischofe von Mazzara ein zehnten betreffendes privileg. Pirro Sic. sacra 2,845 extr. Verbesserungen und Zusätze (1983):Nur von Friedrich II. ausgestellt. Kopie von 1578 in Mazara, Archivio della curia vescovile. Rollo dei privilegi 1, f. 50--51 mit einigen Lücken im Text. Zur Ü.: Kamp, Kirche und Monarchie im staufischen Königreich Sizilien I. 3,1172 Anm. 3 und 1174 Anm. 14. Regest: Ries Nr. 112 und Anm. S. 97. Ergänzung der verderbten Datierung gemäß dem Nachtragsband von Zinsmaier (1983). Im Erstdruck genannte Datierung: 1298 iuni 00
Charter: RI V,1,1 n. 199
Date: 1198 iuli (12)
Abstract: Otto IV. Erzbischof Adolf von Cöln bekundet dass zu zeiten des abtes Widekind von Corvei ein unlösliches bündniss der kirchen von Cöln und Corvei zu gegenseitiger hülfeleistung abgeschlossen sei. z.: die bisch. Theodr. v. Utrecht und Ditmar v. Minden, Heribert abt v. Werden, Ludw. domprobst, Udo domdecan, die pröbste Bruno v. Bonn, Theodr. v. S. Gereon, Gerh. v. Xanten, Theodr. v. S. Andreas, Theodr. v. S. Aposteln, Engelbert v. S. Georg, Herm, chorbischof, Rud. domscholaster; Heinr. herz. v. Limburg, die gr. Heinr. v. Sayn, Simon v. Tekelnburg, Am. v. Altena, Alb. v, Everstein, Ad. v. Berg, Heinr. T. Kessel u. Heinr. v. Hükeswagen; dann Herm. v. Waldeck, Heinr. v. Schwalenberg, Heinr. u. Gerh. br. v. Volmestein, Herrn. vogt v. Cöln, Herm. schultheiss v. Soest u. Herm. dessen sohn, Otto cämmrer, Heinr. truchsess, Heinr. marschall n. Adam schenk. Per m. Godefridi capellarii. Schaten Ann. Pad. 1,916. Falke Trad. Corb. 226. Kindlinger Gesch. v. Volmestein 2,93. Cod. dipl. Westf. 2,255 ex or. ‒ Mit datum apud Aquis iiii. nonas iulii (iuli 4), in die scilicet coronationis domini Ottonis quarti Romanorum regis; allein es durfte hier idus statt non. zu lesen sein. Verbesserungen und Zusätze:Orig. Guelf 3,755. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Münster, StA. Regest: Knipping, Reg. der Eb. von Köln II. Nr. 1548.
Charter: RI V,1,1 n. 201
Date: 1198 iuli 13
Abstract: Otto IV. spricht auf bitte des abtes von Werden dessen kirche von den 25 mark frei, welche seine vorfahren Friedrich und Heinrich unberechtigter weise iährlich von derselben erhoben haben, und restituirt derselben die münze zu Werden und zu Lüdinghausen. Z.: Ad. erzb. v. Cöln, Conr. bisch. v. Strassburg, Thitm. bisch. v. Minden, Tirr. bisch. v. Utrecht, Widek. abt v. Corvei, Ludw. dompr. zu Cöln, Udo domdechant, die pröbste Bruno v. Bonn u. Tirr. v. Werth, Heinr. herz. v. Limburg, die gr. Wilh. v. Jülich u. Gerh. dessen bruder, Simon v. Tekelnburg, Heinr. v. Sain, Gerh. v. Ahr, Alb. v. Everstein, Arn. v. Altena u. Heinr. v. Kessel, dann Heinr. v. Kuc, Heinr. v. Volmestein u. Gerh. dessen bruder, Herm. vogt v. Cöln. Datum per m. Morandi reg. aule prothonotarii vice Cunradi Mog. archiep. et archicanc. Lacomblet Urkkb. 1,393. Kremer Akad. Beitr. 2,247. Chron. Gottw. 1,402 facs. und siegel. Verbesserungen und Zusätze (1983):Von derselben Hand (Otto C) wie BF. 211 (I.) und 14625 geschrieben. Walter 177. Or. in Düsseldorf, HStA. Regest: Wentzcke, Reg. der Bischöfe von Straßburg Nr. 698 -- Knipping, Reg. der EB. von Köln II. Nr. 1551.
Charter: RI V,1,1 n. 209
Date: 1198 aug. 9
Abstract: Otto IV. giebt dem abt Widekin von Corvei und seiner kirche den wald Solling mit iagd und wildbann zu lehen, und bestätigt derselben alle ihre alten und neuen besitzungen. Z.: Ad. erzb. v. Cöln, die bisch. Conr. v. Strassburg, Theodr. v. Utrecht, Tidm. v. Minden, dann Herib. abt v. Werden, Bruno probst v. Achen, Heinr. herz. v. Limburg, die gr. Heinr. v. Sain, Simon v. Teckelnburg, Arn. v. Altena, Alb. v. Eberstein, Ad. v. Berg, Heinr. v. Kessel, Heinr. v. Huckeswage, dann Herm. v. Waldeck, Heinr. v. Schwalenberg, Walt. u. Cuno v. Rulant, Alb. v. Hurde, Wern. u. Reimar v. Reimbach, Heinr. v. Sinzig. Per m. Morandi reg. aule prothonotarii. Falke Cod. Corb. 225 mit facs. u. Siegel. Schaten Ann. Pad. 1,921. Lünig Reichsarch. 18,101. or. Guelf. 3,757. Harenberg Hist. Gand. 1360. Cod. dipl. Westf. 2,256 ex or. ‒ Vgl. zu nr. 203. Eine verunächtung dieser urk. für die St. Jakobskirche in Erfurt, welche sich lediglich durch änderung des namen des empfänger und des protonotar (Conradi) und auslassung des namen des waldes unterscheidet, steht Falckenstein Chron. Thur. 2,1062 und or. Guelf. 3,758. Verbesserungen und Zusätze:Wilmans Kaiserurk. 2, 359 ex or. Verbesserungen und Zusätze (1983):Verlängerte Schrift und Monogramm nach Walter 177 wahrscheinlich von derselben Hand wie BF. 200. Or. in Münster, StA. Regest: Knipping, Reg. der EB. von Köln II. Nr. 1555 -- Dobenecker, Reg. Thuringiae II. Nr. 1086 -- Wentzcke, Reg. der Bischöfe von Straßburg Nr. 699, 700. Regest der Fälschung für die Kirche von S. Jakob in Erfurt: UB. der Erfurter Stifter und Klöster, bearb. von A. Overmann. Teil 1 (706--1330). 1926. S. 68 Nr. 127.
Charter: RI V,1,1 n. 19
Date: 1198 aug. 16
Abstract: Philipp verspricht dem kloster Weingarten, neben bestätigung seiner privilegien, dass dessen vogtei von ihm oder seinen nachfolgern niemals zu lehen gegeben oder veräussert werden solle; alle welche das kloster durch brand oder raub beschädigen, sollen ohne weiters geächtet werden; der abt soll selbst oder durch seine gewaltboten über des klosters leute richten u. s. w. Z.: Herm. bisch. v. Münster, Wilh. probst v. Achen, Herm. probst v. Münster, Ulr. gr. v. Kiburg, Alb. gr. v. Dillingen, Bert. v. Neiffen, Friedr. truchs. v. Waldburg, Eberh. schenk v. Tanne, Burch. und Heinr. brüder v. Hohenburg, Manegold v. Sibeneich, Drusard v. Speier. Conradus Wirceb. ep. imp. aule canc. vice Conradi Mog. aepi. etc. recognovi privilegium et de mandato dedi speciali. Datum per m. Cunradi regie aule protonotarii. Wirtemb. Urkkb. 2,327 ex or. ‒ Mit den ganz unrichtigen daten: iahr 1197 und ind, 10. [In der vorliegenden gestalt zweifellose fälschung. Ist aber gegen die zeugen, von welchen der bischof von Münster mit seinem domprobste und der probst von Achen als unterhändler beim könige gewesen seien mögen, keinerlei einwand zu erheben, sind erzkanzler, kanzler und protonotar durchaus richtig angegeben, war weiter ein echtes siegel zur hand, so ist an einer echten vorlage nicht zu zweifeln, der dann wahrscheinlich auch ort und tag entnommen sein werden. Aber auch dann würde die urk. eher gegen, als für den 15 aug. als krönungstag sprechen, da am tage nach der krönung sicher angesehenere zeugen genannt sein würden.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Fälschung, entstanden nach 1274 IV. 6 unter Verwendung eines echten Deperditums von 1198 VIII. 16. Geschrieben vom Fälscher B. Nach Walter 6011 Verfasser des Deperditums HE; nach Zinsmaier, Urk. Phil. 127 Verfasser nicht faßbar. Zur Kritik: Krallert, Die Urk.-fälschungen des Klosters Weingarten, in: AfUF. 15 (1938), 281. Angebliches Or. in Stuttgart, HStA., KS. 26. Schriftprobe: Krallert, Taf. IV (nach S. 262).
Charter: RI V,1,1 n. 527
Date: 1198 sept. 13
Abstract: Friedrich II. meldet mit seiner mutter den cämmerern und amtleuten von Trani und Barletta dass er dem erzbischofe Samarus von Trani den zehnten von allen einkünften der städte Trani und Barletta verliehen und bestätigt habe, wie er demselben zur zeit des verstorbenen kaiser zustand, und befiehlt ihnen die iährliche erhebung desselben zu gestatten. Beltrani Documenti longobardi e greci, vorr. 7. Prologo Le carte del capitolo di Trani 183. ‒ Nur mit ind. 2. Es heisst auch hier: una cum karissimo filio suo, nicht wie Davanzati Sulla seconda moglie di Manfredi 6 behauptet: una cum legitimo filio, womit die von ihm und Huill. 1,11 daraus gezogenen folgerungen entfallen. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Trani, Archivio capitolare. Kopien in Brescia, Ateneo, Ms. Luigi Volpicella Napoli. Regest: Ries Nr. 114 und Anm. S. 97.
Charter: RI V,1,1 n. 529
Date: 1198 oct. 24
Abstract: Friedrich II. bewilligt mit seiner mutter auf bitten des bischofs Ursus von Girgenti, dass der kirche desselben, wie es ihr früher gleich vielen andern kirchen Siciliens zustand, iährlich der zehnte aus den einkünften der häfen seines bisthums, insbesondere der zu Girgenti, Sciacca und Licata, gezahlt werde. Aus dem or. im domarchive zu Girgenti künftig bei Winkel mann. ‒ Mit iahr 1198, ind. 2. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or in Agrigento (Girgenti), Archivio capitolare, perg. Nr. 16. Kopien 13. -- 17. Jh. ebenda und in Palermo, Biblioteca comunale. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,72 Nr. 76 -- Collura, Le più antiche carte dell'archivio capitolare di Agrigento 90 Nr. 40. Abb.: ebda., tav. V. Regest: Ries Nr. 115 und Anm. S. 97.
Charter: RI V,1,1 n. 528
Date: 1198 oct. 00
Abstract: Friedrich II. bestätigt mit seiner mutter dem abte Facundinus von Sta Maria de Latina zu Jerusalem das vom verstorbenen kaiser (1194 dec. 30) erhaltene privileg unter wiederholung der bestimmungen desselben. Pirro Sicilia sacra 2,1246. Huill. 1,12. Künftig besser bei Winkelmann. ‒ Mit 1198, ind. 2, Const. 4, Fr. 1. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Agira, Archivio di S. Filippo. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1, 70 Nr. 75 -- Sinopoli di Giunta, La badia regia di S. Maria Latina in Agira 126 (fehlerhaft). Regest: Ries Nr. 116 und Anm. S. 97. Zum Or. Holtzmann, in: QuF. 35 (1955), 76.
Charter: RI V,1,1 n. 530
Date: 1198 nov. 00
Abstract: Friedrich II. bewilligt mit seiner mutter auf bitten des abtes Barlaam des klosters sta Maria de Grotta zu Palermo und auf grund einer verleihung könig Rogers an das ietzt von ienem abhängige kloster sta Maria de Martalia ienem kloster das recht iährlich 300 salm weizen und 200 gerste abgabenfrei aus dem königreiche auszuführen. Per m. Magioris Leonis de Matheis not. Huill. 1,909 extr. (mit nov. 9). Künftig bei Winkelmann. ‒ Mit 1198, ind. 2, regni Constantie 4, Friderici 2. Verbesserungen und Zusätze (1983):Per manus magistri Leonis de Matera notarii. Druck: Winkelmann, Acta imp. 1,72 Nr. 77. Regest: Ries Nr. 117.
Charter: RI V,1,1 n. 210
Date: 1198
Abstract: Otto IV. nimmt das kloster Riddagshausen mit allem, was dasselbe unter dem patronat und schutze seines vaters besass, in seinen schutz. Z.: Burc. probst v. St. Blasien, Walt. v. Baldensele, Conr. v. Hagen, vogt Baldewin, Basilius v. Osterode, Anno v. Blankenburg. Meibom. Script. 3,158. Meibom Chr. Riddagshus. ed. II. 19. Jongelinus 3,32. or. Guelf. 3,760. ‒ Nur mit 1198. Verbesserungen und Zusätze (1983):Or. in Wolfenbüttel, StA., nicht vorhanden.
Charter: RI V,1,1 n. 203
Date: 1198
Abstract: Otto IV. Fürsten und barone Deutschlands, geistliche und weltliche, schreiben dem pabst, dass sie nach mancherlei berathungen und wahlversuchen endlich Otto, den sohn herzog Heinrichs von Sachsen, zum römischen könig gewählt, ihn in Achen gekrönt, ihm gehuldigt und ihre lehen von ihm empfangen haben, worauf dann Otto die rechte der kirche aufrecht zu halten versprochen und auf das spolienrecht verzichtet habe. In dessen folge bitten sie nun den pabst, dass derselbe die wahl und weihe bestätigen und die kaiserliche krönung verheissen, auch die dieser wahl widerstrebenden fürsten und barone durch kirchliche censuren zur anerkennung nöthigen möge, indem sie sich zugleich dafür verbürgen, dass der könig die rechte der römischen kirche unverletzt erhalten werde. Cum placuisset ‒ fideiubemus. Unterschrieben von Adolf erzbischof von Cöln, Gerhard abt von Inden, Heribert abt von Werden, Heinrich herzog von Brabant (aber der soll ia damals abwesend gewesen sein!), Heinrich graf von Kuk, Bernard bischof von Paderborn, Thietmar bischof von Minden, Widikind abt von Corvei, wobei es von iedem heisst: elegi et subscripsi, ausser bei dem von Kuk: consensi et subscripsi, und bei dem bischof von Minden: elegi et consecrationi cooperatus fui. Reg. Imp. ep. 10 ed. Bal. 1,689, ed. Migne 3,1003. or. Guelf. 3,266. Mon. Germ. 4,204. Bonquet 19,362. Rymer (mit abweichungen in den Unterschriften). Schaten Ann. Paderb. zu 1198 (angeblich ex or. zu Rom) und danach Hartzheim Conc. 3,470 (wo nur aus versehen die Unterschrift des von Kuk fehlt). ‒ Der pabst hat zwar erst am 20 mai 1199 hierauf schriftlich geantwortet, indessen ist doch nicht zu zweifeln, dass dieser und die folgenden briefe schon deshalb, weil spätere ereignisse darin nicht erwähnt sind, in der zweiten hälfte des iuli zu Achen geschrieben wurden, noch ehe die zur krönung Ottos versammelten fürsten wieder auseinander gegangen waren. [Doch fällt auf dass die Unterschriften insbesondere der bischöfe von Strassburg und Utrecht fehlen, obwohl diese auch 9 aug. noch zeugen sind. Andererseits ist unwahrscheinlich, dass man bis zu diesem tag mit der anzeige an den pabst gewartet haben sollte. Wahrscheinlich beziehen sich die zeugen der urk. vom 9 aug. auf einen frühern zeitpunct] Verbesserungen und Zusätze:Goldast Const. 1,287. — Die aus der wunderlichen reihenfolge der unterschriften der wähler Ottos, wie die drucke sie geben, von Harnack Kurfürstencolleg 21 und Quidde Kurfürstencolleg 86 gezogenen schlüsse sind hinfällig, da nach Westf. Urkb. 5. 75 die unterschriften in der hds. des Reg. de neg. imp. ganz anders geordnet sind, die der geistlichen in zwei columnen und die der weltlichen unter der linken, so dass sämmtliche wähler aus Franken und Lothringen links, die aus Sachsen rechts (vom beschauer) stehen. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: MGH. Constit. II, 24 Nr. 19 -- Kempf, Regestum Innocentii III. S. 23 Nr. 10. Regest: Knipping, Reg. der EB. von Köln II. Nr. 1553.
Charter: RI V,1,1 n. 208
Date: 1198
Abstract: Otto IV. bekundet (als könig) dass er kirche und brüder von Dunes in Flandern in sein geleit und seinen schutz genommen und sie von zoll und abgaben für alles, was sie zu ihrem eigenen gebrauch, verführen, befreit habe. Cronica et cartularium monasterii de Dunis (Brugis 1864) s. 178. ‒ Ohne alle daten. Für die einreihung gerade hier weiss ich nur geltend zu machen, dass zu Achen der graf Balduin von Flandern erweislich beim könige war; also mit ihm wohl flandrische geistliche. Winkelmann Otto 133 anm. 3 denkt an dec. 1208, wo aber der kurze aufenthalt des königs am Niederrhein kaum in weiteren kreisen vorher bekannt gewesen sein wird. Verbesserungen und Zusätze (1983):Verfaßt von einem englischen Notar. Walter 176 (Otto A). Or. in Brügge, Priesterseminar, Ter Duinen Nr. 258. Wahrscheinlich zu 1200 I. 30 gehörig. Neues Archiv 50 (1935) 622 (Ramackers).
Charter: RI V,1,1 n. 531
Date: 1198
Abstract: Friedrich II. verleiht mit seiner mutter dem O(tto) Frangipani und dessen nachfolgern das fürstenthum Tarent mit der ganzen Terra d'Otranto. Erwähnt in urk. des pabstes Innocenz IV vom 29 mai 1249, Huill. 6,734, unter ausdrücklicher beziehung auf ein angeblich darüber vorhandenes privileg. Der existenz oder echtheit eines solchen privileg stehen die gewichtigsten bedenken entgegen; insbesondere wird bei den verhandlungen über die ansprüche des Walter von Brienne auf Tarent im iahre 1200 von iener verleihung nichts erwähnt. Verbesserungen und Zusätze (1983):Baethgen, Regentschaft P. Innozenz III. 28 Anm. 1 hält das D. für echt. Ries S. 99 Nr. 124 hingegen streitet „die Echtheit bzw. Existenz des Privilegs" ab.
Charter: RI V,1,1 n. 202
Date: 1198
Abstract: Otto IV. schreibt dem pabst Innocenz III, berichtet demselben seine wahl und krönung so wie dass er sofort die rechte und besitzungen der römischen kirche und der kirchen des reichs zu erhalten geschworen und das spolienrecht abgeschafft habe, bittet den pabst ihn nunmehr zur kaiserlichen krönung zu berufen und dabei die fürsten welche dem Philipp treue geschworen haben von dem eid zu entbinden und ihm zum gehorsam mit geistlichen strafen anzuhalten, indem er zugleich bei demselben eine gesandtschaft beglaubigt, bestehend aus G. abt von Inden, B. probst von Bonn, H. scholaster von St. Gereon in Cöln, H. prior von Verden, H. von Agli caplan des königs Richard von England und M(onachus) von villa burger von Mailand, [später hofrichter Ottos.] Navicula Petri ‒ significamus. Reg. Imp. ep. 3 in Inn. Epp. ed. Bal. 1,687, Opp. ed. Migne 3,999. Raynald § 58. or. Guelf. 3,267. Mon. Germ. 4,203. Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: MGH. Constit. II, 23 Nr. 18 -- Kempf, Regestum Innocentii III. S. 10 Nr. 3.
Charter: RI V,1,1 n. 206
Date: 1198
Abstract: Otto IV. A(lbert) graf von Dagsburg und Metz schreibt dem pabste und den cardinälen dass er mit andern fürsten den Otto gewählt und nach der krönung zu Achen auf den von Carl dem grossen dazu bestimmten thron gesetzt habe, und bittet um bestätigung der wahl und krönung und zwangsmassregeln gegen die widerstrebende partei. Cum fuisset ‒ compellatis. Reg. Imp. ep. 8, ed. Bal. 1,689, ed. Migne 3,1003. Grandidier Oeuvres 3,225. ‒ [Es fällt auf, dass der schreiber dieses und des vorhergehenden briefes das gesammtschreiben nicht unterzeichnet haben; erwähnen sie bei sonst übereinstimmendem inhalte die rechte der kirche nicht, so ist doch schwer anzunehmen, dass sie bedenken trugen, die dort ausgesprochene bürgschaft mit zu übernehmen. Es fällt weiter auf, dass der graf von Dagsburg, der sich doch ausdrücklich als anwesend bei wahl und krönung bezeichnet, zu Achen nicht als zeuge genannt wird. sollten solche schreiben auch von abwesenden ausgefertigt sein, so muss man ihnen das formular zugeschickt haben; denn alle diese schreiben zeigen dasselbe dictat.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Druck: MGH, Constit. II, 26 Nr. 22 -- Kempf, Regestum Innocentii III. S. 20 Nr. 8.
Charter: RI V,1,1 n. 197
Date: 1198
Abstract: Otto IV. Otto dux Aquitanie comes Pictavie erlässt ein schreiben an die erzbischöfe bischöfe und prälaten Aquitaniens, dass der pabst laut eines briefes an ihn nuper (am 27 apr. 1197) den Gerald stifter der abtei Grand-selve (südöstlich von Bordeaux) canonisirt habe; ersucht sie das in ihren sprengeln bekannt zu machen; gewährt allen welche die feste des heiligen oder den in die revelationis eius, nämlich quarto die ante nativitatem sti Johannis gewährten markt besuchen, volle sicherheit. Martene Thes. 1,666. Mabillon Acta (ed. Venetiis 1733) 6,849. Mém. de l'Acad. des Inscr. 35,744. or. Guelf. 3,751. ‒ ohne daten. [Trotz des nuper wohl gleichzeitig mit der folgenden urk.] Verbesserungen und Zusätze (1983):Verfaßt von einem englischen Notar (Otto A). Walter 176.
Charter: RI V,1,1 n. 20
Date: 1198
Abstract: Philipp ertheilt dem Otakar von Böhmen ein privileg über dessen erhebung zum könige (sicut dilectus patruus noster pie memorie rex Philippus omnium principum habito consilio per suum privilegium instituit ipsum regem), das uns verloren ist, dessen inhalt aber in der bestätigungsurk. Friedrichs II, vgl. zu 1212 sept. 26, im wesentlichen wiederholt seien wird.
You are copying a text frominto your own collection. Please be aware that reusing it might infringe intellectual property rights, so please check individual licences and cite the source of your information when you publish your data