Collection: Illuminierte Urkunden
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Charter: 1400-07-26_Liestal_1
Date: 1400-07-26
Abstract: Der Baseler Bischof Humbrecht von Neuenburg verspricht die Städte und Schlösser Waldenburg, Homburg und Liestal vom Markgrafen Rudolf von Hachberg um 22.000 Gulden auszulösen und an die Stadt Basel um denselben Betrag zu verkaufen.
Charter: 1400-08-14_Paris
Date: 1400-08-14
Abstract: Vidimus de Jean de Folville ("Jean, seigneur de Foleville, chevalier, chambellan et conseiller du roy nostre sire, et garde de la prevosté de Paris") de la vente d’une rente de 79 sous, 2 deniers ("soixante dix neuf solz et deux deniers parisis") sur une maison à l’enseigne de l’Échiquier ("sur une maison […] en laquelle est pour enseigne l’Eschiquier") à Paris, rue de la Charronnerie, devant le cimetière des Saints-Innocents ("seant à Paris en la rue de la Charronnerie devant le cimetiere des Sains Innocens de Paris"), par Jean et Jacquet Taillebois ("Jehan Tailleboiz […] et Jacquet Tailleboiz son frere") à Pierre du Ponle et Jeanne sa femme ("Pierre du Ponle, dit le Flament, […] et à Jehanne sa femme"). Jonathan Dumont.
Charter: 1400-10-08_Paris
Date: 1400-10-08
Abstract: Der französische König Charles VI. zugunsten seines Bruders Louis Duc d’Orléans.Lettres d’amortissement de Charles VI, roi de France ("Karolus, Dei Gracia, Francorum rex"), des rentes versées par son frère, Louis, duc d’Orléans ("Ludovicus, dux Aurelianensis"), à plusieurs monastères des Célestins.Archives et Jonathan Dumont.
Charter: 1400-10-19_Salzburg
Date: 1400-10-19
Abstract: Papst Bonifaz IX. inkorporiert motu proprio die Pfarrkirche beate Marie in Lauffen der erzbischöflichen Mensa von Salzburg unter Erzbischof Gregorius von Salzburg.
Charter: 1401-01-16_Muenchen
Date: 1401-01-16
Abstract: Papst Bonifaz IX. inkorporiert dem Domkapitel zu Passau die Pfarreien Kirchberg, Holabrunn und Pezenkirchen.
Charter: 1401-03-11_Muenchen-2
Date: 1401-03-11
Abstract: Papst Bonifaz IX. verleiht dem Klarissenkloster zu St. Jakob am Anger in München einen Plenarablass für die Zeit vom 31. Juli bis 4. August, welcher dem Ablass entspricht, der am 1. und 2. August in der Kirche Santa Maria de Portiuncula (Assisi, Italien) gewährt wird (Ad-inastar Ablass). Für diese Zeit soll die Äbtissin zehn oder mehr Priester, teils Ordenspriester, teils Weltgeistliche, zur Abnahme der für die Erlangung des Ablasses erforderlichen Beichte bestellen.
Charter: 1401-03-11_Muenchen
Date: 1401-03-11
Abstract: Papst Bonifaz IX. verleiht dem Kloster zu St. Jakob am Anger in München einen Ablass für die Zeit vom 31. Juli bis 4. August. Für diese Zeit soll die Äbtissin 8 oder mehr Priester, teils Ordenspriester, teils Weltgeistliche, zur Abnahme der für die Erlangung des Ablasses ausserdem noch erforderlichen Beichte bestellen.
Charter: 1401-03-27_Muenchen
Date: 1401-03-27
Abstract: Papst Bonifaz IX. verleiht den andächtigen Besuchern und Guttätern der Kollegiatskirche zu Altötting (Altinotingen) im Salzburger Bistum für bestimmte Feste und deren Oktaven Ablass.
Charter: 1401-04-24_Budapest
Date: 1401-04-24
Abstract: Wappenbrief: König Sigismund von Ungarn verleiht Johannes und Ladislaus Semsei ein Wappen.König Sigismund verleiht und schenkt (concedimus et donamus) seinen Getreuen Johannes und dem [verstorbenen] Ladislaus (fideles nostri dilecti Johannes et Ladizlaus), den Söhnen des Demetrius Semsei (filii Demetrii de Zemse), sowie allen jetzigen und zukünftigen Erben und Nachfahren von Johannes (Johanni […] eiusque heredibus et posteritatibus universis) für ihre Verdienste, die sie voller Umsicht, Schnelligkeit und in festem Glauben in vielen Sachen geleistet haben, besonders für die Dienste des königlichen Mundschenks Ladislaus (magister pincernarum nostrorum), der bei der Schlacht von Nikopolis im Zuge der Verteidigung des Christentums gegen die Osmanen (in conflictu sub castro maioris Nicopolis cum nephan[di]ssi[mis Tu]rcis) mutig gekämpft hat und dabei gefallen ist, ein Wappen (armorum insignia seu arma videlicet clipeum seu scutum): in silber-blau geteiltem Schild ein steigender Hirsch mit blauem Geweih, zwischen dessen Stangen ein goldenes Kreuz; Helm mit goldener Krone; daraus der Hirsch des Schildes wachsend (ab infra quasi pro medietate coloris sereni celi seu lazurini et de parte superiori album et de ipsa parte inferiori lazurina medietatem anteriorem cervi rubei, in predictum campum album sursum esaltantis dextrum, cornu habentis flaveum seu lazurinum ac inter cornua crucem erectam aurei vel crocei coloris. Desuper vero ipsius scuti galeam seu helmum corona aurei aut crocei coloris adornatam et de ipsa corona medietatem cervi in proximo descripti procedentis). Sie dürfen das Wappen überall in Kriegs- und Friedenszeiten ohne Widersprüche (ubique bellorum et pacis tempore […] nullius cont[radi]ccionis obstaculo) führen und tragen.Sonja Lessacher
Charter: 1401-04-28_Paris
Date: 1401-04-28
Abstract: Acte de Louis II d’Anjou, roi de Jérusalem et de Sicile ("Loys, par la Grace de Dieu, roy de Jherusalem et Sicile") donnant ("ottroié et accordé, donner, baillier et assigner") à sa femme, Yolande d’Aragon ("nostre tres chiere et tres amee compaigne Yolant, fille de bonne mémoire Jehan, jadis roy d’Aragon, royne desdicts royaumes") les villes et châtellenie de Mirebeau, Saumur et Louplande (" nostre dit chastel, ville et chastellenie de Mirebeau et aussi nostre chastel, ville et forteresse de Saumur […] et nostre chastellenie, ville et forteresse de Louppellande") pour une somme de 10 000 francs d’or ("dix mille frans d’or").Archives et Jonathan Dumont.
Charter: 1401-05-05_Paris
Date: 1401-05-05
Abstract: Acte de Louis II d’Anjou, roi de Jérusalem et de Sicile ("Loys, par la Grace de Dieu, roy de Jherusalem et de Sicile, duc d’Anjou") par lequel il remet ("baillons et assignons") à sa mère Marie de Blois, reine de Sicile ("nostre tres chiere dame et mere, la royne des diz royaumes"), la ville de Baugé ("noz chastel, ville et ressort de Bauge"), en échange de la ville de Sanin ("chastel, ville et ressort de Sanin"), partie du douaire de sa mère, qu’il donne à son épouse Yolande d’Aragon ("très chiere et très amee compaigne Yolant, fille du roy d’Arragon, royne des diz royaumes") pour une somme de 10 000 francs ("dix mille frans") qu’il lui doit.Jonathan Dumont.
Charter: 1401-05-31_Graz
Date: 1401-05-31
Abstract: Papst Bonifaz IX. konfirmiert die Inkorporation der Pfarren Kirchberg (= Weiz), St. Ruprecht an der Raab und Fohnsdorf der Mensa des Bistums Seckau.
Charter: 1401-06-01_Wien
Date: 1401-06-01
Abstract: Papst Bonifaz IX. inkorporiert der Tafel des Domkapitels von Salzburg die Kirchen Unserer Frau in Mariapfarr (Pfarr), St. Michael im Lungau (sancti michaelis in longaw) und St. Veit im Pongau (sancti viti in pangaw).
Charter: 1401-07-05_Olmuetz
Date: 1401-07-05
Abstract: Papst Bonifaz IX. gewährt allen Gläubigen, die am Fest des hl. Wenzels von der ersten bis zur zweiten Vesper sowie an sieben darauf folgenden Tagen die Domkirche zu Olmütz besuchen und zu Ihrer Reparatur beitragen, denselben Ablass, den die Besucher der Kirche des hl. Markus in Venedig in der Diözese Castello von der ersten bis zur zweiten Vesper des Festes des hl. Johannes des Täufers erhalten können; dazu gewährt er allen Gläubigen, die dieselbe Domkirche am Fest des hl. Christians von der ersten zur zweiten Vesper und an sieben darauf folgenden Tagen besuchen und zu ihrer Reparatur beitragen, denselben Ablass, den die Besucher der Kirche Santa Maria degli Angeli in Portiuncula ausserhalb der Stadt Assisi am 1. und 2. August erlangen können. Des Weiteren erlaubt er dem Dekan und dem Domkapitel zu Olmütz, an den genannten Festtagen und sieben Tage danach zwölf Beichtvater zu bestimmen, die von Besuchern der Domkirche zwecks des Ablasses Beichte hören, ihnen Absolution von allen Sünden gewähren und angemessene Busse auferlegen dürfen, soweit es sich nicht um die dem hl. Stuhl reservierten Sünden handelt. Schliesslich bewilligt er dem Dekan und dem Kapitel, in den oben angeführten Intervallen in der Olmützer Domkirche auch dann bei geöffneten Türen und läutenden Glocken die heilige Messe feiern zu dürfen, falls über die Stadt Olmütz mit ihren Vorstädten das Interdikt verhängt werden sollte, jedoch nicht unter Beteiligung von exkommunizierten und interdizierten Personen und ebensowenig in dem Fall, dass das Kapitel selbst den Grund zur Verhängung des Interdikts geben sollte.Petr Elbel
Charter: 1401-07-07_Paris
Date: 1401-07-07
Abstract: Acte de Charles VI, roi de France ("Charles, par la Grace de Dieu,
roy de France") par lequel il donne ("donnons et octroions") à Louis, duc
d’Orléans ("nostre tres chier et tres amé frere Loys, duc d’Orleans") le
comté de Dreux ("le conté de Dreux avecques le chastel et ville de Dreux, et
toutes les autres villes, chasteaux et chastellenies […]").Jonathan
Dumont.
Charter: 1401-08-02_Prag
Date: 1401-08-02
Abstract: Papst Bonifaz IX. stellt fest, dass die in die Kirche von Prag nur vom Erzbischof von Prag oder von einer von ihm dazu ermächtigten Person interveniert werden darf. Papež Bonifác IX. ustanovuje, že kostel pražský nesmí postihnouti interdiktem nikdo jiný než pražský arcibiskup nebo osoba jím k tomu zplnomocněná.
Charter: 1401-09-07_Mantua
Date: 1401-09-07
Abstract: Wappenbrief: König Wenzel bessert Francesco I. Gonzaga das Wappen der mittels eigener Urkunde geschaffenen neuen Markgrafschaft Mantua.
Charter: 1402-01-01_Amberg
Date: 1402-01-01
Abstract: Papst Bonifaz IX. inkorporiert dem Kloster Waldsassen die Kirchen in Beidl [Markt Plössberg, Lkr. Tirschenreuth], in Wondreb [Stadt Tirschenreuth], in Tirschenreuth und in Falkenberg [Lkr. Tirschenreuth].
Charter: 1402-01-03_Prag
Date: 1402-01-03
Abstract: Papst Bonifaz IX. Papež Bonifác IX. potvrzuje ubrmanský výrok Ondřeje, děkana olomouckého, vynesený ve sporu mezi kapitulou pražskou a olomouckou, a ruší všechny církevní tresty, jimiž byli děkan a kapitula pražského kostela stiženi, protože nechtěli vyhlásit nález nad moravským markrabětem Prokopem a jeho společníky, kteří způsobili škody olomouckému kostelu (nach Srv. 581-XXI/23 a 587-XXI/24).
Charter: 1402-01-10_Nuernberg
Date: 1402-01-10
Abstract: Papst Bonfaz IX. bestätigt das neue Klosterstatut von St. Egidien in Nürnberg, das von Abt Imarus gemacht, von Bischof Lampertus von Bamberg bestätigt und von König Wenzel approbiert worden war. (Archivdatenbank)
Charter: 1402-01-13_Bautzen
Date: 1402-01-13
Abstract: Papst Bonifaz IX. gewährt allen Ablass, die zur Wiederherstellung und zum Bau der durch Brand zerstörten Kirche der Franziskaner in Bautzen / Budizin (Budissin) beitragen.
Charter: 1402-03-18_Muenchen
Date: 1402-03-18
Abstract: Papst Bonifaz IX. an den Propst und das Domkapitel von Passau.
Charter: 1402-03-21_Marseile
Date: 1402-03-21 (nv. st.)
Abstract: Acte de Louis II d’Anjou, roi de Jérusalem et de Sicile ("Ludovicus Secundus, Dei Gracia, rex Jherusaleme et Sicilie") portant donation de 100 florins de rente sur les droits de cosses de Draguignan, en faveur de Jean Gonsolin ("Johanni Gonsalvi ).Archives et Jonathan Dumont.
Charter: 1402-04-13_Goettweig
Date: 1402-04-13
Abstract: Papst Bonifaz IX. bestätigt dem Stift Göttweig das Recht, an der inkorporierten Pfarre Mautern und den anderen inkorporierten Kirchen ohne Erlaubnis des Diözesanbischofes Vikare anzustellen (nach Fuchs).
Charter: 1402-04-23_Ludwigsburg
Date: 1402-04-23
Abstract:
Papst Bonifaz [IX.]
bestätigt dem Kloster Kaisheim
die Schenkung eines Hofes zu Esslingen und die Stiftung der Kapelle in demselben. (nach Archivdatenbank)
Charter: 1402-06-17_Marseille
Date: 1402-06-17
Abstract: Prorogation du bail d'une maison, sise à Aix, passé par le recteur de l'hôpital du Saint-Esprit avec Georges Arnaud ("Georgio Arnaudi"), sous le cens d’un denier. Jonathan Dumont.
Charter: 1402-07-04_Koeln
Date: 1402-07-04 (Dienstag nach Heimsuchung)
Abstract: Die Herren vom Grünen-Fischmarkt (hieren van deme groenen vysch marte) geben bekannt, dass sie eine Gesellschaft und Bruderschaft zu Ehren Gottes und der heiligen Jungfrau Katharina in Köln gestiftet (haen overdragen einer geselschaft ind einer broderschaft in ere goetz ind in der eren der heilger junfrouwen sante Katherynen) und dabei folgende Satzungen festgelegt haben:[1.] Jährlich sollen die Herren und Brüder (herren und broderen) zwei Meister erwählen, denen das Geld [der Bruderschaft] anvertraut wird und die fortan entscheiden, was für die Bruderschaft am besten ist. Zur Verwaltung des Geldes werden zwei Bürgen (burgen) beauftragt, die über die Ausgaben und die Einnahmen bestimmen können.[2.] Am Dienstag nach Ostern werden jährlich zwei neue Meister [als Bruderschaftsvorsteher] gewählt. Die bisherigen Vorsteher sollen bei der Wahl [vor der Bruderschaftsöffentlichkeit] die Rechnung vom vergangenen Jahr legen. Die Kassa muss den beiden neuen Vorstehern (meister) anschließend binnen zwei Wochen nach Ostern übergeben werden.[3.] Wenn die Kassa innerhalb dieser Zeit nicht übergeben wird, dann gelten die vorherigen Bruderschaftsvorsteher als wortbrüchig (meineidich) und treulos.[4.] Sowohl die Vorsteher (meister) als auch die Bürgen sind dazu verpflichtet, den Bruderschaftsmitgliedern – sofern diese das verlangen – nach alter Gewohnheit in einer Herberge innerhalb Kölns zu Essen und zu Trinken zu geben, und zwar so lange, bis denselben um deren Geld ein Genüge getan ist. Wenn jedoch ein Vorsteher (meister) oder ein Bruderschaftsmitglied (broeder) jemanden um sein Geld betrügt, dann gelten diejenigen, die das getan haben, als wortbrüchig und treulos. Dem Geschädigten steht es zu, den Täter um dieses Geld bei einem geistlichen oder weltlichen Gericht zu verklagen. Obendrein wird der Beschuldigte aus der Bruderschaft ausgeschlossen.[5.] Die Meister sollen das schuldige Geld nicht an einen Pfänder, einen Bürgen noch an einen Mitschuldner (schultgemar) weisen, sondern den Brüdern das Geld direkt und bar geben.[6.] Wenn einer der Bruderschaftsvorsteher (meister) innerhalb seiner Amtszeit stirbt oder die Stadt verlässt (wurde ... uzlendisch), so soll innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Neuwahl stattfinden, wie oben beschrieben [siehe Art. 1]. Im Falle des Todes eines Bürgen muss ein Bruderschaftsvorsteher einen anderen Bürgen innerhalb von zwei Wochen an dessen Stelle bestimmten; sollte er dem nicht nachkommen, so muss als Strafe ein Einlager [wie in Art. 4] abgehalten werden, wie es Gewohnheit ist.[7.] Wenn ein Bruderschaftsmitglied (broder) stirbt, sollen die beiden Vorsteher (meister) acht Pfund Wachs aus dem gemeinschaftlichen Geld der Bruderschaft zahlen.[8.] Am Tag des Begräbnisses sollen alle Bruderschaftsmitglieder (broder) den Leichnam am Morgen bewachen. Bei der anschließenden Messe müssen alle Anwesenden zwei Schilling abgeben; sollte jemand die Feierlichkeiten verlassen, bevor der Leichnam begraben ist, so muss dieser einen alten [Frankfurter] Turnos (einen alden turnois) zahlen, außer er hat für seinen frühen Aufbruch gute Gründe bzw. die explizite Erlaubnis der Bruderschaftsvorsteher (meister) oder der Raitleute. Derjenige, der überhaupt nicht an den Feierlichkeiten teilnimmt, ist zu einer Strafzahlung von einem halben Pfund Wachs verpflichtet.[9.] Weiters wird bestimmt, dass jegliche Bruderschaftsmitglieder (broeder) bei ihrem Eid einem toten Mitbruder jeweils fünf Seelenmessen innerhalb von vierzehn Tagen lesen lassen sollen, ebenso wie die Bruderschaftsvorsteher (meister). Letztere sind darüberhinaus jeweils dazu verpflichtet, einem toten Mitglied (broeder) 25 Seelenmessen vom gemeinschaftlichen Geld der Bruderschaft lesen zu lassen. Wer dies nicht tut, der soll sich selbst an seinen Eid erinnern, 20 Heller als Strafe zahlen und danach die Messen trotzdem lesen lassen.[10.] Bei Bruderschaftsversammlungen sollen sich die Anwesenden vorbildlich und gut benehmen, ansonsten ist eine Strafzahlung von zwei Schillingen fällig. Weiters darf dabei nur nach dem gemeinschaftlichen Willen der Versammelten gehandelt werden, die Entscheidungen werden nach Stimmenmehrheit gefällt. Wenn jemand diesen allgemeinen Regeln widerspricht, dann erwartet ihn die höchstmögliche Strafe.[11.] Wenn ein Mitglied aus der Bruderschaft aus schändlichen Gründen ausgeschlossen worden ist und sich aber gebessert hat, so soll dieser gegen eine Zahlung von fünf Mark und von einem Viertel des besten Weins wieder aufgenommen werden.[12.] Bevor ein neues Mitglied in die Bruderschaft aufgenommen wird, soll der Anwärter den Eid schwören, diese vorliegende Urkunde [mit den Bruderschaftsbestimmungen] zu befolgen und allen mit der Mehrheit der Bruderschaftsversammlung getroffenen Entscheidungen der Vorsteher (meister) zu gehorchen.[13.] Auch wird bestimmt, dass man keinem Mitglied – seinem Eid entsprechend – die festgelegten Strafen erlassen soll.[14.] Beim Eintritt in die Bruderschaft muss das neue Mitglied fünf Mark zahlen, die eine Hälfte sofort und die andere Hälfte nach einem Jahr, sowie den anderen Mitgliedern ein Viertel Wein und einen Schöffenkuchen (scheffenkoiche) [ein besonders hochwertiger Kuchen, unter anderem mit dem Siegel eines Schöffen bzw. des Schöffenkollegiums versehen, vgl. dazu Deutsches Rechtswörterbuch 12 Sp. 1047] geben.[15.] Jeder Vorsteher (meister) ist dazu verpflichtet darauf zu achten, dass die Mitglieder (broeder) nach alter Gewohnheit ausreichend mit Essen und Trinken versorgt werden.[16.] Wenn der Bote der Bruderschaft stirbt, sollen die Vorsteher (meister) vier Pfund Wachs aus dem gemeinschaftlichen Geld der Mitglieder bezahlen.[17.] Diejenigen Fische, die am St. Katharinentag an die Bruderschaft fallen, soll der Bote seinem Eid entsprechend verkaufen und dafür von einem Schilling einen Pfennig bekommen. Sollte der Bote nicht gehorsam sein, dann muss er eine Strafzahlung von drei Schillingen leisten.[Es folgt eine Liste von Namen der Bruderschaftmitglieder in drei Spalten, großteils sind diese Namen durchgestrichen. Lediglich die äußerste linke Spalte ist noch gut lesbar, die anderen beiden sind stark verblasst.][Nachträge, Regest nach Edition, da diese auf dem Foto des Originals nicht mehr sichtbar sind]:a) Nachtrag [1443]: Beim Tod eines Bruderschaftsmitglieds sollen alle anderen Mitglieder (broeder) ihrem Eid entsprechend jeweils fünf Pfund [oder sechs Pfund, die Zahl ist nicht mit letzter Sicherheit lesbar] Wachs zu den Vorstehern bringen, wovon die Seelenmessen abgehalten werden. Als Strafe für eine unterbliebene Abgabe muss das betroffene Mitglied 20 Heller zahlen und danach trotzdem die fünf Pfund [Wachs] geben.b) Nachtrag [Mitte des 15. Jahrhunderts]:[Speisefolge beim Dienst der Meister:] Als erstes Hammelfleisch mit Stachelbeeren (groisselrich) [Grimm, Deutsches Wörterbuch 9 532] und catten [?], dann gebratene Hühner (hoinre) in zwei Schüsseln mit einer Schüssel Fladen. c) Nachtrag [2. Hälfte 15. Jahrhundert]:Die Vorsteher (meister) und Mitglieder (bruedere) der Bruderschaft legen fest, dass die Söhne verdienter Meister – so wie bisher üblich – nur die halbe Eintrittsgebühr, nämlich 15 Weißpfennige (wijspenninke), zahlen müssen, um die Bruderschaftsmitgliedschaft zu erlangen.Markus Gneiss
Charter: 1402-07-04_Pressburg
Date: 1402-07-04
Abstract: Papst Bonifaz IX. gewährt Ablässe für Gläubige, die anlässlich der Generalkongregation der österreichischen Franziskaner den Sakramenten beitreten und Geld für wohltätige Zwecke spenden. (Google Übersetzer)Pápež Bonifác IX. poskytuje odpustky veriacim, ktorí z príležitosti generálnej kongregácie rakúskych františkánov pristúpia k sviatostiam a dajú peňažné dary na dobročinné ciele.
Charter: 1402-07-05_Amberg
Date: 1402-07-05
Abstract: Papst Bonifaz IX. erlaubt dem Abt und sechs weiteren Mönchen des Zisterzienserklosters Waldsassen, ausserhalb des Klosters an Tagen, an denen es sonst nicht gestattet ist, Fleisch zu essen.
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