Collection: Illuminierte Urkunden
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Charter: 1460-12-24_Mailand
Date: 1460-12-24
Abstract: Wappenbrief: Bianca Maria Visconti, Herzogin von Mailand, gewährt dem Grafen Tiberio Brandolini und seinen Nachkommen den Nachnamen und das Wappen der Visconti. Enrico Scaccabarozzi
Charter: 1461-05-20_Wien
Date: 1461-05-20
Abstract: Bessarion, Kardinalbischof von Tusculum (Bessarion episcopus Thusculanensis), üblicherweise Kardinal von Nicaea genannt, päpstlicher Legat für Deutschland und allen dem Reich untergebenen Gebieten, gewährt dem Himmelpfortkloster (monasterii sanctimonialium sencte Agnetis ad celi portas) in Wien das Recht für das Benefizium an der dortige Johannes- und Katharinenkapelle einen Priester anzustellen, wenn der Abt der Schottenabtei und einer der älteren Magister der Theologie aus dem Collegium ducale der Universität Wien zustimmen. (Im Detail siehe die beiliegende handschriftliche Übersetzung)
Charter: 1461-06-16_Wien
Date: 1461-06-16
Abstract: Bessarion, Kardinalbischof von Tusculum (Bessarion
episcopus Thusculanensis), üblicherweise Kardinal von Nicaea
genannt, päpstlicher Legat für Deutschland und allen dem Reich untergebenen
Gebieten, gewährt auf Bitten des Ritters Johannes Dachsenbeck und seiner
Ehefrau Dorothea (nobilis viri et militis Johannes Dachssenpekch
et Dorothee eius uxoris) in Wien, Diözese Passau, allen, die
die Kirche zum Hl. Vitus in Bisamberg (ecclesia sancti Viti sitam
sub Pusenberg [= Klein-Engersdorf]) an verschiedenen
Festtagen und am Tag der Kirchweih besuchen nach Verrichtung des Vater unser
und Gegrüsst seist du Maria zugunsten des Dachsenbeck und seiner Frau oder
materielle Gaben der Kirche zuwenden, einen Ablass von 100 Tagen (Kardinaleinzelablass).(Werner Maleczek)
Charter: 1461-07-30_Bellinzona
Date: 1461-07-30
Abstract: Francesco Sforza gestattet Bartolomeo Muggiasca am Fluss Moesa eine Fischzucht zu gründen. Marina Bernasconi
Charter: 1461-08-02_Wien
Date: 1461-08-02
Abstract: Kardinal Bessarion erteilt den Karmelitern am Hof in Wien einen Ablass von 100 Tagen.
Charter: 1461-09-26_Wien
Date: 1461-09-26
Abstract: Wappenbrief: Kaiser Friedrich III. bessert der Stadt Wien das Wappen. Kaiser Friedrich [III.] begnadet (in die sunder gnad getan und tun) aus eigenem Antrieb und Milde, mit wohlbedachtem Mut, wohlüberlegt (guter vorbetrachttung) und mit rechtem Wissen als Kaiser und Landesfürst Bürgermeister, Richter, Rat, Genannte und Bürger der wirdigen Stadt Wien, ihr bisher geführtes Wappen (so sÿ vorher loͤblich geprauhet und gefuͤrt haben), nämlich in schwarzem Schild ein goldener Adler (schilt mit dem guͤldein adler in dem swartzen veld), fortan gebessert mit zwei goldbekrönten Köpfen, zwischen den Köpfen die goldene Kaiserkrone (denselben adler mit zwaÿn haubten, geziert mit iren dÿademen, und zwischen denselben haubten ain kaÿserliche kron, auch von gold, in demselben swartzen veld des schildes), wie es in der Mitte der Urkunde farbig eingemalt ist (mit varben hie mit des briefs ausgestrichen), auf Siegeln, Sekreten, Bannern (in insigeln, secreten, banӱren, herhütten) und in allen ritterlichen und ehrbaren Angelegenheiten (sachen) zuͤ schimpf und zuͤ ernst nach den Bedürfnissen der Stadt (wie sӱ des verlust und der stat not und zirde ervodert und eraӱschet) ungehindert führen, anschlagen und gebrauchen zu dürfen, nachdem die Begünstigten die Stadt im Sommer des Jahres gegen einen Angriff aus der Vorstadt auf das Stubentor durch Herzog Albrecht von Österreich sowie dessen Unterstützer aus Ungarn, Böhmen und Bayern sowie andere ungehorsame Landsleute aus dem Herzogtum verteidigt (werlich, aufrichticlich, trewlich und vesticlich gehalten dieselb unser stat mit gwalt und werhaffter hanndt) und ihr eigenes Leben und ihre Güter dem Aussteller als Erbherrn und Landesfürsten gegeben haben (ir leib und guͤt uns als irem natuͤrlichen erbherren und lanndsfuͤrsten und in selbs zu eern ... nicht gespart), was der Aussteller belohnen will (nicht unbelonet mainen ze lassen). Außerdem erteilt er ihnen die Gnade und Freiheit (tuͤn wir in dise sundre gnad und freӱheit) und bestimmt (mainen, setzen und wellen), dass seine und die Kanzlei aller künftigen Landesfürsten in Österreich in allen Privilegien und anderen Urkunden (privilegien und allen anndern briefen) die Titel ersamen, weisen, besunder lieben und getrewn verwenden sollen (ir titulus gesetzet und geschriben sol werden). Er gebietet allen geistlichen und weltlichen Fürsten, besonders allen seinen und seiner Nachfahren Kanzler, Landvögten, Grafen, Freien, Herren, Rittern, Knechten, Wappenkönigen, Herolden, Persevanten, Bürgermeistern, Schultheißen, Richtern, Räten, Bürgern, Gemeinden und allen seiner, des Heiligen Römischen Reichs und der Erblande Amtleuten und Untertanen unter Androhung schwerer Ungnade, die Begünstigten nicht in der Benützung und Führung der verliehenen Gnaden, Kleinodien, Wappen und Titel zu behindern. Daniel Maier
Charter: 1461-10-12_Mailand_2
Date: 1461-10-12
Abstract: Notarsinstrument: Rolandino della Volta, fattore generale del marchese Ludovico Gonzaga, a titolo di procura, investe in enfiteusi maestro Giogrio, s.q. Atolino di Bavaria, di una pezza di terra murata in angulo ubi posita est effigies Virgilii.
Charter: 1461-11-20_Paris
Date: 1461-11-20
Abstract: Francesco Sforza bestätigt die Privilegien der „corporation des cordonniers“ (cerdones sive callegarii) von Mailand.
Charter: 1461-12-03_Mailand
Date: 1461-12-03
Abstract: Bianca Maria Visconti übergibt Giovanni del Mayno und seinen Nachkommen die Besitzungen zu Terranova, in der Diözese Lodi, zur freien Verfügung.
Enrico Scaccabarozzi
Charter: 1461-99-99
Date: 1461-99-99
Abstract: Schmähbrief mit beiliegendem Schandbild (Holzschnitt) der Benigna von Tanndorf gegen Nikolaus von Abensberg.
Charter: 1461-99-99_unbekannt
Date: 1461-99-99
Abstract: Schmähbrief mit Schandbild: Schmähbrief mit beiliegendem Schandbild (Holzschnitt) der Benigna von Tanndorf gegen Nikolaus von Abensberg. Benigna von Tanndorf klagt vor allen und jeden Fürsten, Graven, Freiherrn, Herrn, Rittern und Knechten über Nikolaus, der sich nennt Herren zu Abensperg, dass dieser ihr Kleynet (Kleinod) auf dieplich, poesslich Weise, anders als es einem Frommen zustünde, entragen und entfremdt hät, wodurch ihr ein Schaden von 3000 Gulden entstanden sei. Einen jeden wolle sie warnen vor demselben verretischen plutferkeuffer und morders-poesswicht, ( ... ) wann ime keyn Diepstall noch ander poessheit zuvil ist. Martin Roland nach Matthias Lentz
Charter: 1461_Paris
Date: 1461
Abstract: Lehenseid (aveu) des Jean Chabot, Herr von Lire an René d‘Anjou.
Charter: 1462-01-09_Budapest
Date: 1462-01-09
Abstract: Wappenbrief:König Matthias von Ungarn verleiht Stefan császári Császár und den Söhnen von Benedikt Petneházi ein Wappen.König Matthias gibt, schenkt, verleiht, gewährt und erteilt (dedimus, donavimus et contulimus … concedimus et … elargimur) mit wohlbedachtem Mut und rechtem Wissen (animo deliberato ex certaque nostre maiestatis sciencia) seinen ehrwürdigen und lieben Getreuen (fidelis nostris) Stefan császári Császár, Kanoniker der Kirche von Großwardein (honorabili [et discreto] Stephano Chazar dicto de Chazary canonico ecclesie [Wara]diensis), und Matthias (Mathie), Gregor (Gregorio), Thomas (Thome), Georg (Georgio) und Johannes (Johanni), den Söhnen des Benedikt Petneházi (Benedicti de Pethenyehaza), sowie allen ihren Erben und Nachfahren (heredibus et posteritatibus universis) für deren gegenüber der Heiligen Krone Ungarns an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten gezeigte Treue ein lediglich am Beginn der Urkunde farbig abgebildetes Wappen (arma seu nobilitatis insignia … in capite seu principio presentium literarum nostrarum suis appropriatis coloribus arte pictoria figurata sunt et distinctius expressata [!]) [nach der Miniatur: in Blau ein Einhorn mit goldenen Hufen und goldenem Horn; Schildhalter: weißgekleideter Engel mit rotem Umhang und rot-weißen Flügeln]. Sie dürfen das Wappen fortan als Adelige (sub mere et sincere nobilitatis titulo) nach Art anderer ungarischer Adeliger (more aliorum nobilium regni nostri) in Kämpfen, Lanzenstechen, Duellen, Turnieren und allen anderen adeligen und rittermäßigen Übungen, ebenso auf Siegeln, Ringen, Teppichen, Wandbehängen und auch generell bei allen Sachen und Beschäftigungen (in preliis, hastiludiis, duellis, torneamentis ac aliis omnibus exercitiis nobilibus et militaribus necnon in sigillis, anulis, velis, cortinis et generaliter in quarumlibet rerum et expeditionum generibus) gebrauchen. Die Empfänger sollen über alle Gnaden, Ehren und Freiheiten (graciis, honoribus et libertatibus) verfügen, wie sie andere und Ritter (milites) der Gewohnheit und dem Recht entsprechend genießen.Sonja Lessacher
Charter: 1462-03-08_Schlaegl_2
Date: 1462-03-08
Abstract: Kardinalsammelindulgenz: Die Kardinalbischöfe Isidor von Thessaloniki (Ysidorus Sabinensis) und Guillaume d’Estouteville (Guillelmus Portuensis), die Kardinalpriester Alanus de Coëtivy (Alanus tituli sancte Praxedis), Ludwig Johannes Mila (Ludovicus Johannis tituli sanctorum quatuor coronatorum), Alexander Oliva de Saxoferrato (Alexander tituli sancte Susanne), Jacobus Ammanati (Jacobus tituli sancti Grisogoni) sowie die Kardinaldiakone Rodoricus Lanzol-Borja (Rodoricus tituli sancti Nicolai) und Franziskus Todeschini-Piccolomini (Franciscus tituli sancti Eustachii) gewähren an bestimmten kirchlichen Festtagen der St. Peter- und Katharinenkapelle in der Propstei von Schlägl einen Ablass von jeweils hundert Tagen. Herbert Krammer
Charter: 1462-03-08_Schlaeg
Date: 1462-03-08 (nicht vor)
Abstract: Abschrift einer Kardinalsammelindulgenz: Die Kardinalbischöfe Isidor von Thessaloniki (Ysidorus Sabinensis) und Guillaume d’Estouteville (Guillelmus Portuensis), die Kardinalpriester Alanus de Coëtivy (Alanus tituli sancte Praxedis), Ludwig Johannes Mila (Ludovicus Johannis tituli sanctorum quatuor coronatorum), Alexander Oliva de Saxoferrato (Alexander tituli sancte Susanne), Jacobus Ammanati (Jacobus tituli sancti Grisogoni) sowie die Kardinaldiakone Rodoricus Lanzol-Borja (Rodoricus tituli sancti Nicolai) und Franziskus Todeschini-Piccolomini (Franciscus tituli sancti Eustachii) gewähren an bestimmten kirchlichen Festtagen der St. Peter- und Katharinenkapelle in der Propstei von Schlägl einen Ablass von jeweils hundert Tagen. Herbert Krammer
Charter: 1462-03-08_Schlaegl_1
Date: 1462-03-08
Abstract: Kardinalsammelindulgenz: Die Kardinalbischöfe Isidor von Thessaloniki (Ysidorus Sabinensis) und Guillaume d’Estouteville (Guillelmus Portuensis), die Kardinalpriester Alanus de Coëtivy (Alanus tituli sancte Praxedis), Ludwig Johannes Mila (Ludovicus Johannis tituli sanctorum quatuor coronatorum), Alexander Oliva de Saxoferrato (Alexander tituli sancte Susanne), Jacobus Ammanati (Jacobus tituli sancti Grisogoni) sowie die Kardinaldiakone Rodoricus Lanzol-Borja (Rodoricus tituli sancti Nicolai) und Franziskus Todeschini-Piccolomini (Franciscus tituli sancti Eustachii) gewähren an bestimmten kirchlichen Festtagen der außerhalb des Klosters Schlägl gelegenen Marienkapelle einen Ablass von jeweils hundert Tagen. Herbert Krammer
Charter: 1462-04-14_Lugano
Date: 1462-04-14
Abstract: Francesco Sforza bestätigt die vom Comune von Lumino und Castione vorgenommenen Investituren zu Gunsten des Bartolomeo Muggiasca. Marina Bernasconi
Charter: 1462-06_Detmold
Date: 1462-06-__
Abstract: Kardinalsammelindulgenz (10 Aussteller) für die Kapelle zu Ehren von Corpus Christi sowie Heiligen Katharina und Georg in Blomberg.
Charter: 1462-09-29_New-York
Date: 1462-09-29
Abstract: Herzog Francesco Sforza gewährt Facino de Tanciis und Gaspare da Vimercate Steuerbefreiungen.
Charter: 1462-10-15_Mailand
Date: 1462-10-15
Abstract: Libell (24 Blätter) mit notariellen Abschriften herzoglicher Diplome für das Kloster San Pietro de Senis, das dem Orden der Eremiten des Hl. Hieronymus angehört und "Ospitaletto di Lodi" genannt wird. Darin befindet sich eine Urkunde von 1462 Oktober 15, derzufolge Bianca Maria Visconti Immunität und Freiheiten gewährt (fol. 1–9), weitere Privilegien reichen von 1477 November 25 bis 1508 Februar 11 (fol. 10-24).
Charter: 1462-11-12_Mailand
Date: 1462-11-12
Abstract: Bianca Maria Visconti privilegiert den Luogo Pio della Pagnottella in Mailand.
Charter: 1462-12-07_Bruenn
Date: 1462-12-07
Abstract: Wappenbrief: Kaiser Friedrich III. bessert der Markgrafschaft Mähren das Wappen. Kaiser Friedrich [III.] bessert
(transmutamus) gewissenhaft, aus freier
Entscheidung, gutem Rat der Fürsten, Grafen, Barone und Adeligen und rechtem
Wissen (non per errorem aut improvide, sed matura mentis
deliberationis, sano principum, comitum, baronum et procerum aliorumque
fidelium nostrorum ad id accedente consilio, de certa sciencia
nostra) den Bewohnern, Freiherren und Adeligen der illustris Markgrafschaft Mähren (illustris marchionatus Moravie incoleque ipsius barones et
nobiles) für die in vergangenen Zeiten bewiesene
Ehrerbietung, Dienste und Fleiß, wodurch sie sich von vorangegangenen
Königen und Kaisern des Heiligen Römischen Reichs Freiheiten, Gnaden und
Ehren verdient haben, die sie für alle Zeiten innehaben sollen, besonders
angesichts der Verdienste des
nobilis Heinrich von
Leipa, dem Marschall und Hauptmann im Königreich
Böhmen (Heinrici de Lippa,
marsskaltzi regni Bohemie, pro tempore capitanei), nachdem
die Bürger von Wien mit anderen Adeligen sich
gegen das Herzogtum Österreich aufgelehnt, ihre
Eide gebrochen und sich gegen den Aussteller aufgelehnt haben
(postquam cives Wiennensis et nonnulli nobiles ducatus
nostri Austrie honoris inmemores et fidelitatis prestite sacramenta
violantes, non sine iniuria nobis rebellare ac crimen lese maiestatis
incurrere temptaverit) und der
serenissimo böhmische König und mährische
Markgraf Georg (Georgio rege
Bohemie et marchione Moravie) ihm bereitwillig mit
Waffengewalt zu Hilfe geeilt ist, den rot und silbern geschachten Adler, den
sie für Wappen und Zeichen verwenden, indem er das Silber zu Gold ändert
(aquile scacate rubei et albi colirus, qua ipse
marchionatus Moravie hactenus pro armis et insignibus usus est, colorem
album in glaucum aut aureum transmutamus). Die
Markgrafschaft darf fortan den rot und golden wie ein Schachbrett
geschachten Adler (scacatum aquilam rubei et glauco sive aureo
coloris mixtim superdictum scacherii ad instar), wie es in
der Mitte der Urkunde farbig eingemalt ist (illa opificis
magisterio in medio presentium sunt coloribus et figuris
designata), fortan wie schon zuvor in allen Taten
(in omnibus actibus) führen. Niemand darf
unter Androhung schwerer Ungnade sowie einer Strafe von hundert Mark lötigen
Goldes, die je zur Hälfte an die Reichskammer und an die Markgrafschaft und
ihre Bewohner zu zahlen ist, gegen die Bestimmungen der Urkunde
verstoßen. Daniel Maier
Charter: 1463-01-29_Toledo
Date: 1463-01-29
Abstract: Heinrich IV. von Kastilien bestätigt das Familienmajorat von Don Marqués de Villena und Juana de Portocarrero.
Charter: 1463-04-01_Krems
Date: 1463-04-01
Abstract: Wappenbrief: Kaiser Friedrich III. überträgt den Städten Krems und Stein Wappen und Privilegien der Stadt Wien. Kaiser Friedrich [III.] gibt und begnadet (geben ...
und begnaden) aus eigenem Antrieb Richter, Rat und Bürger von Krems und
Stein (Krembs und Stain) für deren treuen Beistand im Kampf gegen die
aufständische Stadt Wien
(Wienn) und für deren künftige Dienste mit
dem Wappen, den Titeln und dem Rotwachsprivileg (klaӱnet und
wappen, auch dem titulum ... auch dartzuͤ in sunderhait mit ratem wachs
ze sigeln und secretiern), wie sie bislang die Stadt
Wien innegehabt hat. Da die Wiener trotz
eines Eides (mit erb aiden verpunden) diesen
gebrochen und sich gegen den Aussteller aufgelehnt haben (sich
wider uns aufgewarffen, uns ir erbaid aufgesagt), die
Kaiserin (unser liebe gemahel, die roͤmische
kaӱserin) und den minderjährigen
(unertzogen) Sohn in der Wiener Burg
(in unser burgkch daselbs zu Wienn) belagert,
mit Waffen bekämpft und sich ungebührlich verhalten haben
(belegert, mit zewg gearibait und in annder meniger wege
untzimliche und unpilliche widerwertigkait zugezogen
haben) und damit die kaiserliche Gnade verloren haben
(under annderm von solhen unsern begnadungen komen und
gevallen seinn), weil sie den Aussteller nicht als
Erbherrn und Landesfürsten anerkannt haben, wurden ihnen diese Privilegien
genommen (ganntz aufgehebt und genomen). Die
nunmehr Begünstigten dürfen das übertragene Wappen, das in der Mitte der
Urkunde farbig eingemalt ist (in mit dises briefs
ausgestrichen), nämlich in schwarzem Schild ein
doppelköpfiger goldener Adler, darüber eine goldene Kaiserkrone
(ainn schilde von zobel, habendt in im ain volkomen adler
mit zwyn haubtern und ausgepraitten flugen von gold gezieret, mit ainer
kayserlichen kron), ebenso wie rotes Wachs zur Besiegelung
und Sekretierung nach ihren Bedürfnissen (unserr stet
natduͤrften und sachen) gebrauchen. Dazu erhalten sie das
Privileg, vom Aussteller und allen nachfolgenden Reichs- und Landesfürsten
in allen Urkunden (schriften) mit den Titeln
ersamen, weisen, unser besunder lieben und
getrewn genannt zu werden. Außerdem hat er ihnen die Gnade
erteilt (die sunder gnad getan), künftig jedes
Jahr zu Weihnachten einen Bürgermeister wählen zu dürfen (mit
zedeln wellen), wie es in Wien üblich ist (in
massen, als das daselbs zu Wienn geschicht), mit der
Auflage, dass die Wahlzetteln dem Landesfürsten petschiert zugeschickt
werden, damit der Bürgermeister bewilligt wird (verpetschadt
zugeschikcht werden, dadurch wir in ainen burgermaister zu verwillgen
wissen). Dieser Bürgermeister soll den beiden Städten
Krems und
Stein vorstehen. Er gebietet allen
erwirdigen, hochgebornen, ersamen, edeln
geistlichen und weltlichen Fürsten, Grafen, Freien, Herren, Rittern,
Knechten, Landvögten, Vögten, Verwesern, Vizedomen, Burggrafen,
Schultheißen, Bürgermeistern, Richtern, Räten, Bürgern, Gemeinden und allen
seinen, des Heiligen Römischen Reichs und der Erblande Untertanen und
Getreuen aller Stände (in was wesen, stannd oder wirden die
seien) unter Androhung schwerer Ungnade sowie einer Strafe
von zwanzig Mark lötigen Goldes, die je zur Hälfte an die Reichskammer und
an die Betroffenen zu zahlen ist, Richter, Rat und Bürger von Krems und
Stein sowie deren Nachfolger die verliehenen Wappen (wappen und
klainat) in allen ritterlichen Angelegenheiten und Taten
(sachen und taten) zu schimpf
und zu ernst, auch das Rotwachsprivileg und die Titel
ungehindert führen und gebrauchen zu lassen. Daniel Maier
Charter: 1463-04-05_Mailand
Date: 1463-04-05
Abstract: Francesco Sforza bestätigt dem Kloster und Spital am Grossen St. Bernhard die Privilegien. Enrico Scaccabarozzi
Charter: 1463-06-13_Käsmark (Kežmarok)
Date: 1463-06-13
Abstract: Wappenbrief:König Matthias von Ungarn verleiht der Stadt Käsmark ein Wappen und das Rotwachssiegelprivileg.König Matthias gibt, schenkt, verleiht, bestätigt und erteilt (dedimus, donavimus et contulimus … concedimus et … elargimur) mit wohlbedachtem Mut und rechtem Wissen (animo deliberato et ex certa nostre maiestatis sciencia) allen seinen Getreuen, den Bürgern, der Gemeinde und den Einwohnern der Stadt Käsmark (fidelium nostrorum universorum civium populorumque et inhabitatorum civitatis nostre Kezmark) für ihre stete Treue und Verdienste, die sie in Zeiten der Gefahr, als etwa böhmische Straßenräuber (latrunculi Bohemi) in den nördlichen Teilen des Königreichs einfielen und durch Niederbrennen in den Städten, Minderstädten und Dörfern Schäden anrichteten, dem König und der Heiligen Krone Ungarns gegenüber gezeigt haben, ein lediglich in der Mitte der Urkunde farbig abgebildetes Wappen (arma seu armorum insignia que in medio presencium litterarum nostrarum arte pictoria suis apropriatis et distinctis coloribus singillatim manifeste existunt denotata et expressata [!]) [nach der Miniatur: geteilter Schild: oben in Blau schrägkreuzweise zwei Schwerter mit roten Griffen, darüber eine goldene Adelskrone, darunter eine rote Rose, unten dreimal geteilt von Rot und Silber; Schildhalter: ein weiß gekleideter Engel mit goldenem Umhang, gold-blauen Flügeln und einem Stirnreif mit goldenem Kreuz]. Die Stadt und die Gemeinde dürfen von nun an das Wappen sub mere et sincere honoris titulo nach Art anderer Städte (more aliarum civitatum nostrarum) in Schlachten, Lanzenstechen, Duellen, Turnieren und allen anderen Tätigkeiten, ebenso auf Siegeln und Teppichen und generell bei allen Sachen und Beschäftigungen (in preliis, hastiludiis, duellis, torneamentis et aliis omnibus exerciciis necnon sigilis et velis ac generaliter in quarumlibet rerum et expedicionum generibus) gebrauchen. Sie haben dabei alle Gnaden, Ehren und Freiheiten (graciis, honoribus et libertatibus), wie es andere freie Städte der Gewohnheit und dem Recht entsprechend genießen. Zusätzlich erlaubt (annuimus et concessimus) Ladislaus ihnen und ihren Nachfolgern ihre Urkunden (litteris) in rotem Wachs mit hängendem oder aufgedrücktem Siegel zu besiegeln (cera coloris rubei sigillare).Sonja Lessacher
Charter: 1463-07-23_Blois
Date: 1463-07-23
Abstract: Acte de Louis XI, roi de France ("Ludovicus, Dei Gracia, Francorum rex"), en faveur de l’abbaye de la Trinité de Vendôme (dpt Loir-et-Cher) ("nostri religiosi, prior et conventus abbatie sanctissime Trinitatis de Vindocino"). Jonathan Dumont.
Charter: 1463-99-99_Goldach
Date: 1463-99-99 (vor November 21)
Abstract: Abt Ulrich [Rösch] von St. Gallen teilt der Gemeinde Goldach mit, dass er durch Kauf von den Gnäpsern zu Sulzberg und darauffolgende Übereinkunft mit deren Lehensherrn, dem Konstanzer Bischof Burkhard [von Randeck], alleiniger Lehensherr auf Sulzberg (bei Goldach) wurde. Er beruft einen Gerichtstag für den 21. November 1463 (Montag nach St. Othmar) ein, der die anhangende Offnung (12 Seiten) beschliessen soll.
Charter: 1464-02-15_Paris
Date: 1464-02-15 (nv. st.)
Abstract: Contrat par lequel Hardouin de Maillé, chambellan de Louis XI ("noble et puissant seigneur, messire Hardouin, seigneur de Maille, chevalier, conseillier et chambellain du roy nostre sire"), reconnaît avoir vendu au roi ("vend, octroie, cede, quiet, delaisse et transporte […] au roy nostredit seigneur") les château et seigneurie de Montilz-les-Tours ("les chastel, terre, seigneurie, fief, justice et jurisdicion, revenue et appartenances des Montilz-lez-Tours").Archim et Jonathan Dumont.
Charter: 1464-02-16_Mailand
Date: 1464-02-16
Abstract: Bianca Maria Visconti, Herzogin von Mailand, ernennt Gian Pietro e Estorre de Filago de Sancto Nazario zu herzoglichen Familiares. Enrico Scaccabarozzi
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